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Das Desaster mit meiner Schmerztherapie

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Sigi, 5. Juli 2013.

  1. Sigi

    Sigi Mitglied

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    Hallo Ihr,

    heute hab ich mal Fragen,weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Ich habe PSA mit Wirbelsäulenbeteiligung,also Spondyloistihesis,Spondylarthrose,Osteochondrose und Gluteoischialgie (noch mehr kaputte Stellen,die aber grade nicht so wichtig sind;-) )und diese "Sachen" mir seit ca.3 Jahren immer mehr Beschwerden.
    Inzwischen kann ich nicht nur nicht lange sitzen,sondern auch schon nicht mehr liegen,weil sich mein Hintern wie in einen Schraubstock gepresst anfühlt. Seit drei Jahren werden die Symptome von den meisten Ärzten nicht wirklich ernst genommen,da ich,trotz der Erkrankungen ,immer noch mit beiden Händen auf den Boden kommen und damit voll beweglich bin.:rolleyes:
    Seit jetzt fast 2 Jahren bin ich auch bei einer Schmerztherapeutin,der ich echt dankbar bin,dass sie was gefunden hat,was die anderen Schmerzen fast wegbekommen hat ,nur halt nicht mein eingepreßter Hintern.
    Bis vor knapp 2 Wochen wußte ich ja nicht mal,dass die Schmerzen vom Gleitwirbel kommen,das hat ein Privatarzt herausgefunden,zu dem ich in meiner Not gegangen bin,da mich meine Ärztin nun auch noch mit Fibro abspeisen wollte und mir unbedingt Neuroleptiker verabreichen wollte,da es ja ein brennender Schmerz ist.
    Ich habe ihr von Anfang an gesagt,dass ich diese Mittel nicht vertrage,die genau das Gegenteil bewirken und meine unruhigen Beine das Zappeln lehren.
    Nicht mal vor OP´s bekomme ich mehr Beruhigungsmittel,da sie bei mir ins Gegenteil umschlagen und glauben mir die Ärzte.
    Sie kommt überhaupt nicht damit klar,dass,wenn ich weniger Schmerzen habe,auch weniger Oxy nehmen möchte. Ich hab ihr das sogar mit Zeitangabe damals aufgeschrieben. Ich glaube,sie meint,ich verkauf die,oder schluck die alle zusammen.Aber mal ehrlich,wieso sollte ic h mir,wenn es mir gut geht,40mg morgens und abends einverleiben?

    Anderseits ist es aber so,dass ich nach den letzten Fingerendgelenksversteifungen ,bis ein paar Tage nach den Op`s(3 inzwischen seit Okt:)jeweils 50mg genommen habe,nach Verordnung des Chirurgen. Das habe ich ihr aber auch gesagt und sie behauptet nun,ich hätte es eigenmächtig erhöhrt.
    Aber egal,sie hat mir heute wieder nicht zugehört und mir vorgeworfen,ich sollte nich nicht so oft operieren lassen und die Behandlung bei dem interventionellen Schmerztherapeuten ,der nach einem MRT(mein erstes seit Ausbruchs des Rheumas 2006)entweder PRT in den beiden Bereichen machen möchte,oder evtl. eine Radiofrequenzablation ,würde auch nicht immer helfen,ich sollte mir nicht soviel davon versprechen.
    Ich war total geplättet heute wieder. Sie verschreibt Tabletten,will mich in die Klinik stecken,obwohl ich ihr gesagt habe,und das wiederholt,dass ich mir das zur Zeit nicht erlauben kann,da ich eine kranke,inkontinente Katze zu Hause habe. Dann sollte doch mein Freund auf sie aufpassen(sie kennt den auch als Patient),aber der bekommt das gar nicht geregelt und schon mal 14 Tage oder so. Sie hört aber nicht zu
    Letzes Mal bekam ich den Rat,eine entspannungs Tanztherapie zu machen,oder wie das heißt. Gab mir Adressen aus dem I-Net mit und ich guck da rein,da kostet ein Kurs 92Euro. Soviel hab ich manchmal den ganzen Monat nicht zum Leben und auch das hab ich gesagt und sie hört nicht zu,das ich ,wenn nich grade Finger operiert werden,ich Wassergymnastik ,Nordic Walking und ganz viel Fahrrad fahren mache.
    Ich würde so gerne mal weg ,zur Reha,aber mit dieser Katze geht das einfach nicht. Mein Freund ist unter anderem noch psychisch krank,was auch nicht immer einfach ist,aber auch das überhört sie geflissentlich.
    Auf die Frage nach einem Tensgerät,bekam ich die Antwort,ich sollte mir das von meinem Freund ausleihen :confused:.
    Der braucht das selber!Ich habe,in den fast 2 Jahren,nur einmal,ausnahmsweise,Ergotherapie verschrieben bekommen,da sie Angst vor Regressansprüchen hat.
    Ich hab ihr heute den Ausdruck der kassenärztlichen Vereinigung mitgebracht,wo das auch drinsteht,wie man Langfristverordnungen und soetwas verschreibt,ohne,dass es das Budget belastet. Das hatte sie noch nie gesehen............
    Ok,so guter Letzt bekam ich diesmal nur 20 Oxycodon und muss in 10 Tagen wieder hin,oder mir einen neuen suchen,da ich ja nichts machen wollte,was sie mir vorgeschlagen hat. Dann bin ich,fast am Heulen und den blöden vermaldeiten Schmerzen ,aus der Praxis raus.
    Bin total ratlos. Ist das normal bei einer Schmerztherapie? Wie läuft das denn normalerweise ab?
    Damals bin ich dahin,weil ich dachte,die können mir endlich auch Krankengynastik verschreiben und würden mit den anderen Ärzten zusammen arbeiten.....Pustekuchen
    Oder stell ich mich so blöd an,weil ixch eigentlich auch nicht der Jammertyp bin? Wieso muss man ständig um ganz einfache Dinge soooooo lange kämpfen?

    Ach ja,ich habe eine ganze Menge an Unverträglichkeiten,auch bei Medikamenten,deshalb habe ich auch ihren Vorschlag,Palexia zunehmen,abgelehnt,nachdem ich mich im Internet darüber schlau gemacht habe,was da alles drin ist.Das hat sie mir total übel genommen,aber überall diese Werbegeschenke vom Pharmavertreter.
    Wieso wird so etwas einfach kritiklos übernommen.:confused::confused::confused:
    Ok,ich höre schon auf,aber hätte gerne Tipps,wie ich mich besser verhalten muss,damit ich das bekomme,was mir hilft,damit sie mir zuhört.Oder Adressen,wo hier im Kreis Gütersloh,Bielefeld,Warendorf gute Schmerztherapeuten sind,die auch Kassenpatienten nehmen
    Der Beste,den wir hier haben,darf z.Z. nur Privatpatienten nehmen,aber die Kostenübernahme liegt schon bei meiner KK. Drückt mal die Daumen,wenigstens für die Wirbelsäule.
    Sorry,dass das alles so konfus ist:vb_redface: und danke fürs Lesen

    Liebe Grüße
    Sigi
     
  2. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo siggi,
    erstmal tut es mir leid das du so hart um alles kaempfen musst.
    ich kenne das ganze auch zu gut, jahrelang bei einer rheumatologin und als ich mal nach einem rezept fuer ergo fragte hiess es....womit sie das begruenden soll...bekam von ihr die diagnose r.a. ein zweites mal bestaetigt und sie weiss net womit begruenden...
    mein ortho schreibt zwar kg auf aber mit ergo oder man. therapie tut er sich auch schwer...also ich weiss wie du dich fuehlst...vielleicht liegt es wirklich daran das wir nicht deutlich genug vermitteln wie es uns geht...hatte jetzt glueck das mir meine hausaerztin zwei mal hintereinander 10 mal ergo verordnet hat, mal schauen ob sie es nocnmal macht...
    wenn du mit der aerztin net klar kommst wirst du dich wohl nach einem anderen schmerztherapeut umschauen muessen...wobei mir die palexia echt richtig gut helfen fuer den ruecken, meine ws ist auch betroffen auch entzuendungen an den isg und bis zum fussboden??da beneide ich dich sogar ...an den knien ist schluss.
    also gib nicht auf um fuer dich zu kaempfen, ein anderer wird s bestimmt nicht machen...lg
    norchen
     
  3. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo sigi,

    erstmal hört sich das ganze für mich ziemlich verworren an. dennoch möchte ich mal versuchen dir zu antworten.
    ist etwas mehr geworden, aber um so ausführlicher.
    bitte sehe es mir nach, wenn ich die eine oder andere formulierung zu deinem missfallen benutze, aber ich möchte
    dir auch besonder in deiner frage [Q
    UOTE][Ok,ich höre schon auf,aber hätte gerne Tipps,wie ich mich besser
    verhalten muss, damit ich das bekomme,was mir hilft,damit sie mir zuhört./QUOTE]
    antworten. manchmal
    sind es so feinheiten, die einem zum glück fehlen und manchmal muss man seinen inneren schweinehund überwinden.

    als grundlage einer vertrauensvollen zusammenarbeit zwischen arzt und patient muss die "chemie" stimmen.
    das scheint mir hier bei dir und deiner ärztin völlig zu fehlen. damit geht das dilemma eigentlich schon los.

    schmerztherapeut ist nicht gleich schmerztherapeut. je nach dem womit sich der arzt auseinandersetzt, wo er die
    prioritäten setzt, wird er seine therapien nach ausrichten. der eine arbeitet mit alternativen methoden, der nächste
    mit modernsten mitteln und der dritte mit verschiedenen fachrichtungen zusammen.

    so wie ich das im moment einschätze, bist du dort nicht gut aufgehoben. es ist richtig, wenn du davon ausgehst,
    dass man bei einer schmerztherapie andere fachrichtungen mit einbezieht. das hat sich erst in den letzten jahren
    entwickelt. leider ist die schmerzthetrapie keine eigenständige studienrichtung und der arzt, der sich ihrer annimmt,
    muss sich intensiv damit auseinandersetzen, sich ständig weiterbilden.

    die s.g.multimodale schmerztherapie erfüllt alle diese normen, interdisziplinäre zusammenarbeit mit allen fachrichtungen,
    nicht nur medikamente, sondern die breite palette an möglichen wie: kg, ergotherapie, psychotherapeutische begleitung
    transkatherale schmerztherapie mittel katheter und infusionen, verschieden medikamentengruppen führen hier zu einer
    einheit.

    das wichtigste an einer schmerzthreapie ist wohl, das man sich auf sie einlassen muss. anders ist es nicht möglich, den
    schmerzen zu begegnen. auch wenn einem manche medikamentengruppen suspekt sind, weil sie vom ursprung her für
    die behandlung anderer erkrankungen wie depressionen oder auch anfallsleiden (z.bsp.epileptiker) vorgesehen waren,
    ist die medizin seit vielen jahren im vormarsch und wendet diese auch in anderen gebieten an. ähnlich den mtx, was
    normal bei tumorpatienten beginnend verordnet wurde, heute ein gängige therapie für rheumatiker darstellt.

    paracelsus hat schon gewusst
    . " alles ist gift, es kommt auf seine dosierung an"

    heisst jedes medikament hat zu seiner wirkung leider auch nebenwirkungen. diese müssen aus versicherungstechnischen
    gründen von den firmen alle ausnahmslos aufgelistet werden. selbst wenn es eine erkrankung auf 1.000.000 patienten
    auftritt, was also eher sehr sehr selten bedeutet, so steht dieses im beipackzettel. von daher macht es also wenig sinn, sich
    den kopf zu zermatern, was ein medikament an nebenwirkungen hat. wichtig wäre, zu wissen, dass das medikament was
    du nehmen sollst, sich mit den anderen medikamenten verträgt und du dieses auch bei deinen erkrankungen nehmen
    kannst. wenn du dir nicht sicher bist, bei den medis, die der doc verordnet, kannst du diese frage bei deinem apotheker
    loswerden. sie haben ein extra programm, wo sie sehr schnell ersehen können ob du dieses medikament auf deine krankheiten
    bezogen, nehmen kannst und ob diese sich untereinander vertragen.

    du solltest schon davon ausgehen, dass die ärzte in der verordnung von medikamenten und gerade den schmerzmedikamenten
    sehr sehr vorsichtig sind. nicht umsonst studieren sie die vielen jahre und absolvieren über viele jahre ihren facharzt um sich
    ihr wissen anzueignen. da kann ich mir irgendwie vorstellen, dass die ärztin nicht gerade erfreut war, über deine informationen
    aus dem internet und ihr das so zu unterbreiten.

    da kann ich dir eine nette episode aus der aufklärungspflicht der ärzte mir gegenüber erzählen:
    o-ton arzt" ich muss sie ja aufklären" ich "ja, selbstverständlich", dann folgten diverse aufzählungen und zum schluß folgte
    ganz selbstverständlich "und im schlimmsten fall können sie zu tode kommen "..;) mich kann ja so schnell nichts erschüttern.

    was ich dir damit sagen will ist, dass medikamente, die in deutschland in den verkehr gebracht werden, geprüfte medis sind
    und vorher viele tests durchlaufen haben. erst wenn sie vor der arzneimittelbehörde x-prüfungen durchlaufen haben und in
    verdammt vielen studien, u.a. doppelblindstudien, bewiesen haben, dass sie ihre wirksamkeit haben und nur in äusserst
    geringen masse diese gefährlichen nebenwirkungen haben (s.o.) werden diese zugelassen.

    multimodale schmerztherapie ist die behandlungsform, die für dich den meisten gewinn an schmerzlinderung
    aber auch bewältigungsstrategien bringen würde.
    unter dem begriff der multimodalen schmerzthreapie wirst du
    sicherlich ambulanzen in deiner nähe finden. unikliniken sind inzwischen mit dieser therapieform, oft gut aufgestellt, aber
    auch niedergelassene ärzte. nicht immer findet man alle ärzte unter dem bergiff schmerzmediziner oder schmerztherapeut.
    manchmal muss man auch unter "fa f. anästhesie und intensivmedizin"gucken. schaue bitte aber immer unter "was wir
    machen", welche therapien sie anbieten, damit du hinterher keine überraschung erlebst. suche nach therapien, die dir
    am meisten "zusagen". leider wartet man u.u. lange auf einen "ersttermin", denn die schmerzmediziner sind heute mehr
    gefragt denn je, aber du wirst sehen, der wechsel lohnt sich für dich.

    das nimmt einen ziemlich langen weg in anspruch, weil oft viel "ausprobieren" erst zur schmerzlinderung führt. längst nicht
    alle patienten sprechen auf alle medikamente gleich an. was wichtig ist, von anfang an mit offenen karten zu spielen. der
    behandelnde arzt muss viele dinge über dich wissen, um eine geeignete therapie mit dir gemeinsam finden zu können.

    im moment habe ich etwas unterschwellig den eindruck, dass du vieles ablehnst, aus welchen grund auch immer. gut wäre
    hier für dich, wenn du mit deinem neuen arzt all deine bedenken von anfang an auf den tisch packst. aber du musst auch
    bereit sein bestimmte zusammenhänge zu akzeptieren und vorgeschlagene therapien zumindest sie zu versuchen. kein
    arzt wird es einem es nachtragen, wenn man dann zum ergebnis kommt und sagt "ok, ich habs versucht, aber das bringt mir
    nicht die linderung die ich mir erhofft habe oder die medikation bringt mich in völlige unruhe oder ich schlafe nur noch usw."

    du hast ein recht darauf, mit zu bestimmen, wie weit du hier mitgehen kannst. kein verantwortungsvoller schmerztherapeut
    wird gleich mit kanonen schiessen, sondern erst bestimmte therapien beginnen um dann stückweise aufsetzen zu können.
    nicht nur medikamente, sondern auch physio, kg, manuelle tehrapie, tens usw. gehören dazu.

    dazu gehört u.a. in der multimodalen schmerztherapie auch die begleitung durch einen psychotherapeuten, sofern dies
    vom arzt angeraten wird. der aber nicht grundsätzlich dem patienten unterjubeln will, dass sei alles psychisch. sondern mit dir
    gemeinsam versuchen wird, wege zu finden, wie du schmerzen bewältigen kannst, wie du sie akzeptieren lernst und wie
    du dich mit ihnen arangieren kannst. nicht zu letzt ist an der grundlegenden theorie, das schmerzen nicht immer eine
    "organische" ursache haben, eine menge dran. das was den schmerzpatienten begleitet, sind chronische schmerzen, die ihre
    funktion als warnsignal des körpers längst verloren haben, sie sind eine eigenständige krankheit, die aus welcher ursache auch
    immer, für dich real existent sind. das wird dir normalerweise niemand streitig machen.

    was die schmerzreha anbelangt, so solltest du noch einmal überlegen, ob du dieses für dich, bei guter planung nicht doch
    ermöglichen kannst. schmerzreha ist ein schwieriges gebiet. da fliessen viele dinge ineinander, die man u.u. ambulant nicht
    unbedingt erreichen kann. wenn ich so deine zeilen lese und ich lese auch zwischen den zeilen, so denke ich, wäre es für dich
    mal ganz wichtig da dringend etwas nur für dich zu tun!

    sicher, ich weiss du hast ein krankes tier zu hause, oder anders eines was nicht mehr so gesund ist. aber vielelicht, hast du noch
    jemanden, der auf lange sicht geplant, mit deinem freund zusammen sich um das kätzchen kümmern kann? es gibt doch sicher
    bei euch auch liebe tierfreunde, die dir da behilflich sein könnten? ggf. mal im tierheim oder in der stadtzeitung nach geeigneten
    tierfreunden fragen oder ausschau halten. ich weiss das aus eigener erfahrung, dass dieses gut läuft und die tierfreunde zum teil
    nicht mal geld nehmen, wenn du das futter stellst !versuch macht klug!

    Sigi, glaube mir, wenn man etwas wirklich willl, wird sich immer eine lösung finden! du musst an dich denken!

    du kannst eine solche reha vielleicht auch ambulant absolvieren. aber bei schmerztherapeutischen rehas im ambulanten bereich
    gibt es derzeit noch nicht viel auswahlmöglichkeit.

    ich kann dir nur empfehlen, eine solche rehabilitative massnahme durchzuführen, denn du möchtest, dass es dir wieder besser geht!
    du kannst bis zu 3 rehaeinrichtungen selber benennen, von daher schau ins internet wo du das in deiner nähe machen könntest.
    dank googel findest du bestimmt schnell was du suchst. nach SGB IX §9 hast du ein wahlrecht, sofern die einrichtung mit deiner
    kk einen vertrag geschlossen hat. achte bitte drauf, dass für die threapien ein schmerzmediziner mit vor ort ist und diese reha die
    multimodale schmerztherapie mit beinhaltet. wirst du nicht fündig, frage einfach bei der DRV über die hotline oder per e-mail kontakt
    oder bei deiner kk nach. sie sind dir gern behilflich, entsprechendes zu finden.

    nun wirst du mir vielleicht antworten und sagen, ja du hast es ja nicht so schwer oder ich stell es mir einfach vor. nein, ganz und gar
    nicht. im gegenteil, ich bin mehr wie gebeutelt, dennoch versuche ich egal wie schlimm die situation aussieht, immer noch eine
    positive lösung zu finden.

    ich habe ebenso schon über nacht einen anderen schmerztherapeuten gefunden, im wahrsten sinne des wortes, da ich mit meiner
    therapeuten und ihren ansichten nicht glücklich war. d.h. ich habe tagelang das internet "benervt" und nach einem anderen arzt
    gesucht und als ich meinte "das ist er"-ihm in der sellben nacht eine nette kurze mail, mit meinen "wichtigsten sorgen" geschrieben
    und siehe da, am nächsten morgen hate ich um 8 uhr bereits eine antwort: "er nimmt mich in seine sprechstunde auf!"

    aber das bedingt auch, das man dran bleibt, das man nicht aufgibt, egal wie düster es für den augenblick aussieht, wirklich ein ziel vor
    augen hat und dass man nie vergisst, alles was bei einem nicht mehr funktioniert, es gibt einem keiner etwas wieder!

    in diesem sinne und daumen drücken für deinen weiteren weg

    sauri
     
    #3 6. Juli 2013
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2013
  4. Bernstein

    Bernstein Aktives Mitglied

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    Hallo Sauri,
    dein Beitrag ist einfach toll, besser hätte man es nicht ausdrücken können.
    Vielen Dank für dein Hintergrundwissen.

    Schönen Sonntag wünscht Bernstein:)
     
  5. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Ja, Sauri, das war wirklich toll,

    deshalb gleich eine Frage an Dich. Welcher Unterschied besteht zwischen KG und manueller Therapie?
    Kriege von meinem Physio, der keine manuelle Therapie macht, keine richtige Antwort.
    Die Ärztin hatte mir diese aber verschrieben.

    Danke.
     
  6. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo piri,

    die physiotherapie ist der oberberiff aller massnahmen, die in der physiopraxis angewendet
    werden.

    je nach beschwerdeform oder beeinträchtigung kommen verschiedene physikalische therapie- und
    anwendungsformen mit -Strom; -Ultraschall; -Licht; -Wasser; -Wärme;-Kälte;-Krankengymnastik
    sowie manuelle Therapie zur anwendung. also hier ein s.g. rund- um paket zur behandlung aller
    möglichen probleme am und im körper.

    zur manuellen therapie ist eine sonderform der krankengymnastik und die physiotherapeutin muss
    dazu besonders ausgebildet sein. d.h. nicht jede physiotherapeutin darf diese therapie durchführen.
    sie dient dem erkennen und auffinden von problemendes gesammten bewegungsapperates, also
    erkenen von funktionsstörungen. sie behinhaltet sowohl mobilisation, als auch schmerzlinderung,
    insbesondere der schonenden mobilisation von gelenken (arm und bein) und der wirbelsäule.

    von daher bekommt man manchmal verschiedene therapieformen für ein problem verordnet, die
    in ihrer gesamtheit, der besserung des zustandes, manchmal auch erst nach längerer zeit, dienen.
    anfänglich, ist es möglich, gerade bei therapien z.bsp. mit strom, ultraschall aber auch kg, dass
    schmerzen sogar vermehrt auftreten. das ist eine normale folge, da die s.g. "selbstheilungskräfte"
    des körpers einsetzen.
     
  7. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Ach so, dann hat mein Physio den Schein nicht und läßt mich in dem Glauben, das sei das Gleiche...

    Vielen, vielen Dank Sauri
     
  8. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo piri,

    normalerweise kann er das auch nicht abrechnen, wenn er diese ausbildung nicht hat
    und das wäre nicht in ordnung....
     
  9. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    nö, nö, er hat mich das ja ändern lassen und ich dusseliges Hühnchen habe NICHT auf einer genauen Erklärung bestanden. Bin halt zu vertrauensselig.
    Sollte ich das von meiner Dokin noch einmal verschrieben bekommen, gehe ich halt woanders hin.
    Frage aber vorher genau nach!!!!

    Ich danke Dir
     
  10. Sigi

    Sigi Mitglied

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    Wow Sauri,

    Du hast es echt herausgefunden aus meinem ganzen Wirrwar. Du hast wohl Recht,ich geh langsam auf dem Zahnfleisch und sollte und will es ja auch,so eine Rehamassnahme machen,damit ich auch mal hier rauskomme und Abstand bekomme und mich mal ausgiebig pflegen lassen und mich nur um mich kümmern. Ich danke Dir,dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast :).
    Das mit dem Kontakt suchen für die Katzen,damit sie zu Hause versorgt werden können und damit die Wohnung nicht wieder im Chaos versingt,wie ich es schon einmal,nach nur 2,5 Tagen KH-Aufenthalt erlebt habe :rolleyes:. Deshalb habe ich da so einen Horror vor,für länger irgenwo hinzugehen,obwohl es wirklich dringend notwendig wäre/ist.
    Ja,und ich bin bestimmt auch nicht mehr sehr geduldig mit Menschen,wo ich immer den Eindruck habe,dass man mich nicht für voll nimmt und nicht richtig zuhört.
    Wobei i8ch auch genau weiß,dass die Ärztin einen verdammt verantwortungsvollen und aufreibenden Job hat,denn sie arbeitet immer noch als Anästhesistin in dem KH und wird oft während der Sprechstunden angerufen. Dieser andere Doc,der herausgefunden hat,mit nur einem Blick aufs alte Röntgenbild und einen Druckpunkt auf dem Rücken,meinte,die Ärztin gibt sich Mühe und lernt noch,also wirklich sehr nett gesprochen hat ,hat ja auch Recht damit. Kein Mensch kann solch ein komplexes Thema von heute auf morgen ohne Fehler zu machen,beherrschen. Das hab ich auch nie verlangt.
    Ja,ich hab mich auch schon im I-Net umgesehen und werde morgen mal mit meiner KK sprechen,denn die haben extra 2 Leute,die sich für Schmerzpatienten einsetzen,hab ich jetzt erfahren.Ich weiß,dass es noch mehr Schmerzambulanzen und Praxen gibt,sie sind nur weiter weg,was mir auch nicht viel ausmacht,solange ich den Wagen meines Freundes bekomme undd es Busse und Bahn gibt. Für gute Ärzte fahre ich "meilenweit".

    Norchen,ja,es ist immer nicht leicht,etwas zu bekommen,aber ich denke wirklich auch,dass ich dann etwas falsch mache,oder habe manchmal das Gefühl,dass es anderen eher zusteht. Ich denke,da liegt auch mein Problem und da wäre dann auch der Psychtherapeut wieder im Spiel. Ganz ehrlich,ich wäre froh,wenn ich mal jemanden alles vor die Füße schmeißen könnte. Was ich ja hier die Tage mit dem ellenlangen Post gemacht hab. Ich hatte mich echt erschrocken,als ich nachher gesehen hab,wie lang der geworden ist. Es besteht also Handlungsbedarf! Einmal hab ichs versucht,beim Neurologen,aber der hat es abgelehnt,weil ich das nicht brauche. Schriftlich hieß es dann,mit anderen Worten,gut orientiert,leicht traurig wegen Partnerschaftproblemen,blablabla. Man,mein Freund ist schwer psychisch krank und wir sind seit 10 Jahren zusammen. Das ich da mal Redebedarf hab,ist doch normal,oder? Ja,und mein Rheuma seit 7 Jahren,welches bestimmt auch durch die damalige, echt schwere Zeit, ausgebrochen ist.
    Siehst Du,Sauri,Du hattest schon Recht mit Deiner Vermutung(ich kann auch zwischen den Zeilen lesen ;))
    Danke,dass Du das noch mal für mich zusammengefasst hast und meine wirren Gedankengänge geordnet und mit vielen guten Anregungen versehen hast .

    Ich wünsche Euch eine gute Nacht und liebe Grüße
    Sigi
     
  11. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Sigi

    dann wünsche ich dir wirklich, dass du bald eine andere praxis findest.

    alles andere wird sich dann finden, nur mut!

    sauri