1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Darmentzündung – brauche Hilfe für meine Freundin!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ErikaSt, 13. September 2008.

  1. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

    Registriert seit:
    7. Januar 2006
    Beiträge:
    282
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dortmund
    Hallo zusammen,
    heute brauche ich wieder Eure Hilfe für meine Freundin Dani.
    Sie ist leider wieder böse erkrankt, Anfang des Jahres war ja wieder ihre Borreliose ausgebrochen, ich schrieb darüber. An dieser Stelle noch einmal danke für Eure damalige Hilfe

    Jetzt hat es sie leider wieder heftig erwischt.
    Es begann Anfang der Woche mit hohem Fieber und einer starken doppelseitigen Mandelentzündung. Der hinzugezogene Notarzt verordnete ihr das Antibiotikum „Isozillin 1,2 Mega“. Mitte der Woche bekam sie als NW Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und Erbrechen, die so arg wurden, dass sie selbst Tee erbrach, in der Nacht zu gestern war dann auch noch etwas Blut im Stuhl, so dass ich sie gestern zu ihrem sehr guten Hausarzt brachte (er kennt sie seit über 20 Jahren), der nur leider ½ Autostunde von ihr entfernt seine Praxis hat.
    Der Arzt diagnostizierte eine schwere Darmentzündung fest, die bereits den gesamten Darm befallen hat. Als Medi verschrieb er ihr Sulfasalazin, das sie bereits sofort in der Höchstdosierung nehmen muss. Die immer noch akute Mandelentzündung wird nicht mitbehandelt, da muss sich der Körper selber drum kümmern. Ich befürchte das Schlimmste, zumal sie seit einigen Wochen auch wieder arge Gelenkschmerzen hat. Überweisung zum Rheumatologen hat sie, Termin ist aber irgendwann in einigen Monaten.
    Mit etwas Babybrei nahm sie die Medis ein. Glücklicherweise blieb der Brei bei ihr. Insgesamt fühlt sie sich noch genau so schlecht wie gestern, aber immerhin ist keine Verschlechterung eingetreten.
    Am liebsten hätte der Arzt sie ins Krankenhaus eingewiesen. Da sie aber eine 2 ½ jährige Tochter hat, wollte sie noch versuchen, zu Hause zu bleiben. Denn ihre erwachsene Tochter, die im selben Haus wohnt, liegt seit Donnerstag mit hohem Fieber und Infekt im Krankenhaus, so dass keine direkte Hilfe möglich ist. Und ich selber wohne in Dortmund, Dani in Gelsenkirchen. So dass ich nicht mal eben schnell zu ihr kann, zumal es mir auch noch nicht so gut geht.

    Meine Fragen an Euch lauten:
    *[FONT=&quot] [/FONT]Wie sind Eure Erfahrungen mit Darmentzündungen?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Wann sind Linderungen zu erwarten?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Was konntet ihr an Essen und Trinken vertragen?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Welche zusätzlichen Haus-Mittel kann sie nehmen?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Was kann schlimmstenfalls geschehen?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Kann die Darmentzündung wirklich eine Nebenwirkungen vom Antibiotikum Isozillin kommen?
    *[FONT=&quot] [/FONT]Wie kann sie ihre Kleine versorgen lassen? Eine Haushaltshilfe kann sie frühestens Montag beantragen. Aber ich befürchte, dass sie dies WoE doch noch ins KH muss.
    *[FONT=&quot] [/FONT]Kann sie die Kleine mitnehmen? Denn wie bereits gesagt, eine Tochter liegt im KH, die andere arbeitet, ich wohne 50 km entfernt. Der Vater kümmert sich nicht.

    Ich bedanke mich bereits jetzt für Eure Antworten.
    Liebe Grüße und allen ein möglichst schmerzarmes WoE, trotz des Ünselwetters.
    Erika
     
  2. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    18. April 2007
    Beiträge:
    5.244
    Zustimmungen:
    194
    Ort:
    in den bergen
    hallo,
    ich weiß nicht ob es eine nebenwirkung vom medi ist und ich kann euch
    auch leider keine prognose geben,wie lange es anhält.sorry!

    aber,mein gölege hat morbus-crohn und wenn er einen schub hat,dann
    geht es sehr schnell mit ihm bergab:sniff:.was man dagegen machen kann
    (versuchen)viel trinken,auf den elektrolyte haushalt achten,(hühnerbrühe mit wenig fett),nichts fettiges essen und schonen.evt. astronauten kost oder etwas anderes
    hochkalorisches aus der apotheke(muß mann alles selber zahlen),babygläschen sind auch gut,traubenzucker
    und leider wenn nichts hilft kkh,dort gibt es dann infusionen.
    und dann wenn niemand die lütte versorgen kann muß das jugendamt
    eingeschaltet werden.sorry eine bessere lösung hab ich nicht auf lager.
    so was passiert doch immer am wochenende und keiner kann.............
    deiner freundin und dir gute besserung und ich wünsche euch,das
    sie nicht ins kkh muß und ihr das so gewuppt bekommt.meine daumen sind gedrückt,
    liebe grüße
    katjes
     
  3. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2005
    Beiträge:
    791
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    St.Augustin
    Hallo Erika,

    hier die Nebenwirkungen:


    Anfang des Jahres hatte ich einmal Darmprobleme wegen des Noroviruses. Außer Banane und etwas Hähnchen blieb nichts drin. Trinken (Wasser und Tee) konnte ich allerdings noch.

    Ich kann Dir da leider auch keine weiteren Tipps geben. Hoffen wir mal, das das Medikament das der Arzt verschrieben hat etwas Linderung bringt.

    Gute Besserung!

    Gruß Claudia
     
  4. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Dringend

    Hallo Erika,

    auch durch die antibiotische Behandlung kann es häufig zu Durchfällen kommen.

    Aber man muss auch immer an eine sogenannte pseudomembrnöse Enterocolitis denken.
    Dies ist eine schwerwiegende Erkrankung.
    Deshalb halte ich es für dringend notwendig, dass Deine Freundin in ein Krankenhaus aufgenommen wird, um diese Erkrankung auszuschließen und entsprechend zu behandeln.

    http://www.fachaerzte.com/ziegler/fachinformationen/clostridium_difficile_therapie.htm

    Ich hoffe, dass Du diese meine Warnung noch rechtzeitig liest

    Gruß waschbär
     
  5. Bumble

    Bumble Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. April 2006
    Beiträge:
    93
    Zustimmungen:
    0
    Hallo

    also ich kann aus einer Erfahrung allg. sprechen.

    ich hatte vor ca. 5 jahre auch plötzlich ganz schlimme darmentzündeung und zusätzlich unerträgliche gelenkschmerzen.

    Das hieß darmmäßig waren nur krämpfe und es kam nur blut und schleim. und bewegen konnte ich mich nciht. Nicht anziehen. NICHTS.
    ich bekam sulfa und cortison in höchster dosis.
    ich hatte es dann noch ca. 1 1/2 wochen bis es langsam besser wurde.

    und im KH is man bei sowas doch gut aufgehoben, weil du immer ärzte da hast.
     
  6. Elke

    Elke wünscht allen

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.273
    Zustimmungen:
    4
    Ort:
    NRW
    hallo Erika,

    ich kann mich da leider nur den anderen anschließen!

    auch ich habe seit 2006 immer wieder mit Darmentzündungen zu kämpfen, bis hin das ich jedesmal im KKH künstlich ernährt werden muss.

    davor läuft immer das gleich ab, übelkeit, erbrechen, magen-darmkrämpfe mit blutigen durchfällen, bis hin das nícht mal mehr flüssigkeit drin bleibt, egal was ich trinke.

    so fern sie kann, sind salzhaltige (mit Maggie würzen) suppen ohne einlagen zum trinken geeignet, auch um die elekthrolyte im gleichgewicht zu halten, außerdem sagt mein doc immer ich solle mir Babygläschen holen und diese löffelweise essen und immer wieder probieren etwas zu trinken!!!

    Doch letztendlich dauert es bestenfalls ca. 5-8 tage bis sie sich wirklich um einiges besser fühlt und aufgrund der nicht zu unterschätzenden probleme die sich noch einstellen können (nicht müssen!!) wäre sie auf jeden fall am sichersten im krankenhaus aufgehoben"!!!

    Wenn sie niemanden hat, der sich um ihre kleine kümmern kann, muss das jugendamt eingeschaltet werden, evtl. bestünde die möglichkeit die kleine mit im krankenhaus auf zunehmen (aber nur wenn eine kinderabteilung vorhanden ist) oder sie muss bei pflegeeltern untergebracht werden und im ärgsten fall für die zeit in ein heim?

    hat sie denn sonst gar niemanden?? Mutter, Geschwister oder noch weitere freundin??? außer dir jetzt???

    Oh, man das ist eine schlimme situation für sie und sehr belastend! ich kann es ihr nachfühlen - ich kam als ich gerade 1 woche in der mutter kind kur war mit herzinfarktverdacht ins krankenhaus und meine damals 2 1/2 jährige tochter wurde von den schwestern dort betreut - das ist für die mutter auch nicht gut, und dann auch noch die weitere kranken tochter im krankenhaus!!! Oh weh, sie hat es aber wirklich schlimm erwischt.

    ich drücke die daumen das es ihr schnell besser geht, doch leider kann ich sonst nicht mehr helfen, so gerne ich es würde...........ich kenne sie leider nicht.

    toi toi toi und dir Erika auch gute besserung!!
     
  7. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

    Registriert seit:
    7. Januar 2006
    Beiträge:
    282
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dortmund
    Vorsichtiges Aufatmen

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für Eure aufrichtigen Worte.

    Ich sprach gerade mir ihr, es geht ihr etwas besser. Sie hat gestern Abend und heute früh etwas Babybrei gegessen, dazu das Sulfasalazin genommen. Sie sollte ja sofort mit der Höchstdosierung anfangen, nicht erst langsam einschleichen wie ich es von mir kenne, und auch wie die anderen Rheumis unter uns das Sulfa beginnen sollten. Und Dani hat sowohl Essen als auch Medis und Pfefferminstee bei sich behalten! Vorhin abends hat sie etwas Brühe trinken können, auch wieder Brei essen können. Die Durchfälle sind zwar nicht weniger, aber sie meint, kein Blut mehr zu sehen. Insgesamt fühlt sie sich geringfügig besser. Zumindest soviel, dass sie sich vorsichtig waschen konnte, ohne sofort das Gefühl zu haben, zu kollabieren. Sie versprach mir auch, sofort die Klinik anzurufen, sobald eine Verschlechterung eintritt. Denn ich gab ihr Eure Erfahrungen und auch Warnungen weiter.
    Ich bin doch sehr erschrocken, welche Ausmaße eine Darmentzündung nehmen kann. Wusste zwar, dass dies keine leichte Erkrankung ist, auch, dass dies ein Symptom einer rheumatischen Erkrankung sein kann – aber diese gravierenden Konsequenzen waren mir doch unbekannt. Ich sage einfach mal DANKE für Eure Hinweise, Eure Hilfe. Auch und besonders im Namen von Dani.

    Ihre andere erwachsene Tochter, Steffi, ist jetzt bei ihr, sie hatte leider erst um 22.00h Feierabend. Glücklicherweise hat Steffi ab Montag Urlaub, sodass sowohl die Kleine betreut ist als auch Dani unterstützt wird. Der anderen Tochter im KH geht es auch geringfügig besser, das Fieber ist etwas gesunken, nur noch 40,8 C anstatt weit über 41 C. Allerdings geht immer noch alles über Tropf. Es ist schon heftig, was so eine „harmlose“ Mandelentzündung alles anstellen kann! Und das heute, im Jahre 2008. Es muss ein absolut aggressiver Erreger sein. Die Kleine brachte vor ca. 10 Tagen den Infekt aus der KiTa nach Hause. Sie hatte 3 Tage mittleres Fieber, bekam ein Antibiotikum, blieb eine Woche zu Hause – und seitdem ist sie fit. Aber ihre Mutter und älteste Schwester sind leider nicht fit. Der Vater kümmerte sich heute Nachmittag auch um die Kleine, indem er mit ihr draußen war. So war allen gedient. Es geht leider nicht ständig, denn die Beziehung ist nicht ganz so einfach, zumal sie auch nicht zusammen wohnen. Aber auch das ist leider nicht ungewöhnlich. Trotz aller Schwierigkeiten ist Dani froh, nach dem Tod ihres ersten Mannes den Schritt gewagt zu haben. Denn sonst gäbe es ihren kleinen Wirbelwind nicht. Ein kostbares Geschenk, welches sie ebenso freudig angenommen hat wie ihre mittlerweile erwachsenen Kinder.

    Die von Euch genannten Lösungen für die Kleine hatten wir auch schon besprochen, aber das geht ja leider auch erst alles ab kommendem Montag. Dann kann sie auch bei der Krankenkasse einen Antrag auf Haushaltshilfe stellen. Was sie ja bereits besprochen hatte, als sie an der Borreliose erkrankt war. Es ist schon schwierig, wenn man keinen funktionierenden großen Verwandten- und Freundeskreis hat. Denn in absoluten Notsituationen bleiben die kleinen Kinder immer auf der Strecke. Etwas einfacher ist es, wird ein Klinik-Aufenthalt geplant. Aber da brauche ich Euch ja nichts zu erzählen, jedes Elternteil kennt die Problematik zur Genüge.

    Ganz liebe Grüße an Euch alle, auch und besonders von Dani
    Erika
     
  8. traeumer

    traeumer Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2005
    Beiträge:
    91
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schleswig Holstein
    hallo Erika
    wieso gibt ihr der Doc nicht für 5 tage hochdosiertes Kortison? das ist auch in der Klinik die zur zeit angewande Therapie bei einem schub wenn der darm enzündet ist. Das wurde bei meinem letzten schub meines Untermieters auch so gemacht, ich bekam 4 oder 5 tage 100mg Kortison und bekam meine Vitamine über den tropf danach wurde das Kortison abgesetzt und ich nahm meine nomalen medis wieder.
    gruß
    Andreas
     
  9. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

    Registriert seit:
    7. Januar 2006
    Beiträge:
    282
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dortmund
    Hallo zusammen, hallo Andreas,
    der Arzt hat ihr vermutlich deshalb kein Cortison verordnet, weil ja noch nicht klar ist, ob die Darmentzündung eine Reaktion auf das Antibiotikum ist, oder ob sie auch entzündliches Rheuma entwickelt hat. Denn bisher war ja „nur“ die Borreliose bekannt. Und ich denke mal, dass er für die morgige Laboruntersuchung unverfälschte Werte haben will. Denn Cortison bekämpft ja nicht nur erfolgreich Entzündungen, sondern sorgt ja auch dafür, dass evtl. vorhandene Entzündungsparameter im Blut reduziert oder gar eliminiert werden. Und ich denke mal, er hat abgeschätzt, dass er eine ambulante Therapie ohne Corti erstmal verantworten kann. Denn wie bereits gestern geschrieben, kennt er Dani sehr gut, weiß dass sie eine verantwortungsbewusste Frau ist. Auch wenn er sie lieber im Krankenhaus gesehen hätte, bin ich sicher, dass er im bedrohlichen Ernstfall kein Risiko eingegangen wäre. Und Dani sagte auch zu, ins KH zu gehen, sofern Verschlechterungen eintreten. Was glücklicherweise nicht der Fall ist. Geringfügig, im Schneckentempo, signalisierte sie mir auch heute wieder, dass sie sich stabilisiert, keine Verschlechterung eingetreten ist. Was auch schon viel Wert ist.

    Aber leider kommt eine Katastrophe selten allein: Denn Steffi, ihre andere erwachsene Tochter, die ja gestern zu ihr kam, um die kleine 2 ½-jährige Schwester zu versorgen, hat inzwischen auch hoch Fieber, ebenso der Vater der Kleinen. Der Tochter im KH geht es auch nicht viel besser, trotz Medis durch den Tropf bleibt das Fieber um 40 C, die Mandelentzündung will nicht besser werden, die Leukozyten bleiben extrem hoch. Und keiner findet die Ursache.
    Ihre Schwester wohnt weit weg, hat selber Familie und ihre andere gute Freundin vor Ort hat selber drei kleine Kinder, wovon eins behindert ist.
    Schon übel.


    Ich muss mal schauen, inwiefern ich Dani unterstützen kann. Denn nach meiner gestrigen abendlichen Lantarel-Einnahme kämpfe ich auch wieder mit leichter Übelkeit, so dass ich eigentlich kein Auto fahren möchte. Und auch nicht sollte. Nicht gut. Aber ich denke, da kommt einfach zu viel auf einmal, zumal ich ja auch Donnerstag meine zweite Desensibilisierungs-Spritze bekam, derzeit in einem fiesen Schub stecke und auch Ärger ohne Ende habe. Meine rechte Hand ist nach der KPS-OP noch nicht voll einsatzfähig, die linke will gar nicht mehr und ich sehne nur noch den Oktober herbei, wo die linke Hand auch am KPS operiert wird.
    Na ja, irgendwann streikt der Körper, zwingt uns zur Ruhe. Aber da schreibe ich ja nichts neues, das kennt jeder hier zur Genüge.

    Trotz aller Schwierigkeiten – ich wünsche allen einen sonnigen Sonntag mit wenig Schmerzen

    Liebe Grüße
    Erika
     
  10. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Erika,

    da scheint ja die gesamte Familie krank zu sein :eek:

    Was die eine Tochter im Krankenhaus angeht: wurde ein Ultraschall vom Herzen gemacht (Stichwort Endokarditis)?

    Welche Idee mir noch gekommen ist, was allerdings sehr ungewöhnlich wäre, da die Ansteckungszeit als länger angegeben wird - oder die Familie hat sich beim selben Erkrankten angesteckt -:
    Wurde nach einem EBV-Virus geschaut .. dieser kann auch eine Mandelentzündung machen, die nicht auf Antibiotika anspricht (Virus!)
    Die Erkrankung heißt: Pfeiffersches Drüsenfieber und es heißt "Pfeiffer macht alles"

    Wäre - wie gesagt - sehr ungewöhnlich ... aber war so eine Idee von mir ..

    Gruß waschbär
     
  11. Elke

    Elke wünscht allen

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.273
    Zustimmungen:
    4
    Ort:
    NRW
    Hallo Erika,

    es freut mich zu lesen das es dank -schneckentempo- doch etwas besserung bei dani zu erkennen ist!!

    was du von ihrer tochter im Kh schreibst, und von wegen -harmloser- mandelentzündung, erinnerte mich an mich selbst, ich bekam ja mit 8j. cP und mit 10j. eine herzmuskelentzündung, nachdem ich 10 wochen lang auch immer und immer wieder über 40° fieberte und dann endlich über den berg war, war der erste komentar der ärzte : mandeln raus bevor das wieder passiert.

    und jetzt wo waschbär das EBV ins spiel bringt, vor ca. 6 monaten ist mein neffe und noch andere von einem schüler mit EBV angesteckt worden (dieser wusste nicht das er es hat) und auch mein neffe hatte eine schlimme mandelentzündung und sehr hohes fieber, er ist da fast 16j. gewesen und erst verstand die ärztin auch nicht warum kein antibiotika wirkte, als er dann im Kh eine dreier kombi bekam die AUCH nicht half, untersuchten die ärzte ihn auf EBV und nicht nur er, sondern noch weitere 5 waren vom selben schüler angesteckt worden, doch nicht alle sind zum gleichen zeitpunkt erkrankt noch waren sie alle gleich schlimm erkrankt.

    mein neffe war 4 wochen richtig doll krank, dann wurde es langsam, aber stetig besser und nach insgesamt fast 8 wochen war er wieder der alte - gott sei dank -

    also ich denke das wäre wirklich noch eine idee!!!

    ansonsten ist es ja wirklich seltsam das gleich die ganze familie und das wo sie nicht mal zusammen wohnen so schlimm mit so hohem fieber erkrankt sind.

    da kann ich nur sagen: Gute Besserung an alle und für Dani ganz viel kraft für alles was sie derzeit durchmachen muss!!!
     
  12. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

    Registriert seit:
    7. Januar 2006
    Beiträge:
    282
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dortmund
    Hallo zusammen,
    zunächst einmal liebe Grüße und DANKE von Dani an alle, die hier antworteten, ihr gute Tipps über mich ausrichten ließen. Ich sprach abends wieder länger mit ihr, und es bleibt bei dem bereits beschriebenen Schneckentempo. Aber immerhin, es ist eine Stabilisierung eingetreten, so dass sie sich auch einigermaßen gut um die Kleine kümmern konnte. Und die Maus merkt auch genau, dass es ihrer Mama nicht so gut geht. Sie war unendlich lieb, spielte viel alleine, kam nach dem Abendbrot auch mit Windel und sauberem Schlafanzug (die sie alleine aus der Kommode geholt hatte) zu Dani, um ihr zu zeigen: „Mama, ich bin müde, zieh mich bitte um.“ Einfach nur süß. Auch nicht der allabendliche protestierende Versuch, sofort in Mamas Bett zu gehen, sondern sie ist ohne zu murren in ihrem Bettchen geblieben, will erst nachts ins große Bett, nachdem sie etwas in ihrem Bett geschlafen hat. Die Kleinen spüren ganz genau, wann es ihrer Mama (und auch ihrem Papa) schlecht geht.

    Eine Frage hat Dani noch an euch:
    Könnt ihr ein Hausmittel empfehlen, welches den Durchfall reduziert? Es ist nicht mehr ganz so schlimm, aber länger als 1 Stunde behält sie kein Essen bei sich. Sie nimmt auch die verordneten Tropfen, die die Darmflora wieder aufbauen sollen, wird auch morgen ihren Arzt fragen, aber vielleicht kennt ihr ja etwas, womit ihr gute Erfahrungen gemacht habt. Denn geriebenen Apfel oder gequetschte Banane, die ich ihr als stopfend nannte, verträgt sie derzeit nicht, muss wohl die Fruchtsäure sein. Und Kohletabletten zu nehmen traute sie sich nicht ohne vorherige Rücksprache mit ihrem Arzt.


    Hallo Waschbär, hallo Elke,
    danke für die Hinweise. Vom Pfeifferschen Drüsenfieber hörte ich schon, die Freundin meiner Tochter hatte das in der Oberstufe, etwas richtig Fieses, schwer zu erkennen und nur deshalb erkannt, weil sie und ihre Mutter nicht locker ließen. Denn wenn eine 17-jährige bereits über Monate immer wieder mit heftigsten Kopfschmerzen ausfällt und keine Ursache zu erkennen ist, werden verständlicherweise mehrere Ärzte konsultiert. Bis dann einer den von Dir genannten Test machte. Ich hatte Dani darauf ansprechen, sie wird morgen ihren Arzt um die entsprechende Untersuchung bitten. Und ihn ebenfalls bitten, ihr nach der Blutabnahme Cortison und Schmerzmittel per Infusion zu geben. Denn ihre Kräfte schwinden zusehends, die Schmerzen lassen nur nach, wenn nichts mehr im Darm ist.

    Ihre Tochter wurde sofort am ersten Krankenhaustag kardiologisch untersucht, denn dass schwere Mandelentzündungen das Herz schädigen können, ist ihr bekannt. Und sollte Ärzten in einem KH auch bekannt sein. Aber immerhin ist dank der Infusionen insofern eine Stabilisierung eingetreten, dass das Blut nicht mehr verdickt ist.

    Ich weiß ja nicht, welcher Erreger kürzlich in der Kita seine Runden drehte, denn viele Kinder erkrankten in den letzten drei Wochen, auch Danis Kleine, hatten kurzfristig hoch Fieber, aber keine Schmerzen. Es war auch nicht das so genannte Drei-Tage-Fieber, es war aber auch kein klassischer Infekt. Und alle Erwachsenen, mit denen die Kleine mehrmals die Woche zusammen ist, sind nun zeitgleich an hohem Fieber erkrankt, Dani und eine Tochter im KH zusätzlich mit heftiger Mandelentzündung. Schon eigenartig. Vielleicht ist es ja eine unglückliche Verkettung mehrerer Erkrankungen, die sich gegenseitig so hoch gepuscht haben. Momentan sind ja wieder viele Menschen an Grippe bzw. grippeähnlichen Symptomen erkrankt, auch Menschen, die über 8 Jahre keinen Infekt hatten, müssen plötzlich das Bett hüten.

    Dani will sich morgen von ihrem Arzt die nötige Verordnung aufschreiben lassen, dass sie über die KK eine Haushaltshilfe bekommt. Denn so kann es nicht weitergehen. Gut, das WoE hat sie mehr schlecht als recht geregelt bekommen. Aber ihr Befinden und Eure Aussagen lassen auf einen sehr langwierigen Genesungsprozess schließen. Und das kann sie nicht alleine regeln. Glücklicherweise ist die Kleine tagsüber in der Kita, so dass Dani sich auch wirklich erholen kann, wenn eine Hilfe da ist, die sich um die wichtigsten Haushaltspflichten kümmert; dafür sorgt, dass die Maus gebracht und abgeholt wird, wie auch nachmittags und abends gut betreut wird. Ich hoffe sehr, dass die Haushaltshilfe sehr schnell genehmigt wird, sie auch bereits Dienstag erstmals kommen darf.

    Allen eine gute Nacht und morgen einen angenehmen Start in die Woche.
    Liebe Grüße
    Erika
     
  13. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Erika,

    leider konnte ich nicht alles, was Du geschrieben hast durchlesen.

    Deshalb nur kurz eine Antwort auf die Frage nach einem Mittel gegen Durchfall. Es heißt Tiorfan (Wirkstoff Racecadotril)

    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=147

    Nicht zu empfehlen ist Imodium (Wirkstoff Loperamid). Eventuell ist der Durchfall durch Keime ausgelöst, die der Körper dann nicht mehr "loswerden" kann (über den Durchfall)


    Gruß waschbär
     
  14. Postmarie

    Postmarie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    380
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    wo Fuchs und Hase guten Nacht sagen
    hallo Erika,
    deine Dani soll mal versuchen Cola ohne Kohlensäure (mit einem Löffel ausschlagen) und Salzstangen zu essen. Hört sich bestimmt doof an aber bei meinen Kindern hat es immer geholfen.
    Ich wünsche gute Besserung
    Liebe Grüße
    Postmarie