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Danke f. Hilfe sagt Eva (SHG)m. Tips

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von gisipb, 2. März 2004.

  1. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Eva möchte sich bedanken für die Hilfe
    und schickt etwas was ihr auch schonmal hier im Forum geschrieben habt..
    Kopiere es mal kurz:

    Johanniskraut beeinträchtigt Wirkung von Medikamenten

    Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein pflanzlicher Wirkstoff (Phytotherapeutikum), der bei depressiven Verstimmungszuständen helfen kann. Der Stimmungsaufheller kann allerdings Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, u. a. mit Ciclosporin A (Sandimmun Neoral).

    (pte, 13.6.2000) - Johanniskraut-Extrakt http://www.steinerarznei-berlin.de/johan.htm kann die Wirkung anderer Medikamente verändern. Wer diese freiverkäufliche Naturarznei einnehme, sollte es deshalb seinem Arzt unbedingt mitteilen, wenn dieser weitere Medikamente verschreibt. Das rät die in Baierbrunn bei München erscheinende "Apotheken-Umschau" (Ausgabe 6/2000). http://www.msp.baynet.de/com/hubertusapotheke/umschau.htm

    Der pflanzliche Stimmungsaufheller könne Wechselwirkungen mit Herzpräparaten, Antidepressiva http://www.psychiatrie.de/therapie/antidep.htm und Gerinnungshemmern auslösen. Auch eine Beeinträchtigung der Wirkung von Ciclosporin, das nach Organverpflanzungen die Abstoßungsreaktion unterdrückt, sei beobachtet worden.

    tpi erkundigte sich in Sachen Ciclosporin A bei Sandimmun-Hersteller Novartis:

    Folgende Wechselwirkungen sind beschrieben worden: Medikamente zur Blutverdünnung (Cumarin-Typ) z.B. nach Herzinfarkten oder Thrombosen; nach Transplantationen zur Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen (Ciclosporin); bei Herzschwäche (Digoxin); bestimmte Asthmamedikamente (Theophyllin); synthetische Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /SSRIs, Amitriptylin); das bei HIV- Infektion eingesetzte Indinavir oder niedrigdosierte Kontrazeptiva ("Pille".

    Die Wirkung der oben angeführten Arzneimittel kann durch eine gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut- Präparaten beeinträchtigt werden. Die Ursache dafür ist vermutlich ein "gemeinsamer" Abbau ( Metabolismus) in der Leber, der zu einer gegenseitigen Beeinflussung der verabreichten Medikamente, z.B. Johanniskraut-Präparat und Ciclosporin A (Sandimmun Neoral), führen könnte.

    Es ist daher unbedingt zu beachten, dass sämtliche Medikamente, auch Substanzen die rezeptfrei in der Apotheke oder in der Drogerie erhältlich sind, bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Ciclosporin A (Sandimmun Neoral) den behandelnden Ärzten bekanntgegeben werden müssen. Der behandelnde Arzt kann danach entsprechend die Dosierung von Sandimmun Neoral anpassen, oder aber die Behandlung mit anderen Medikamenten beenden. Die Behandlung mit Sandimmun Neoral darf keinesfalls, ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt, unterbrochen werden. (Dr. J. Ulleram, Medical Adviser, Novartis Pharma Österreich)

    tpi 2000/1, Juli 2000


    Grapefruitsaft - Chaos im Darm. Nur dort?

    Inhaltsstoffe hemmen im Darm die Aufnahme bestimmter MedikamenteSan Francisco (pte) (25. April 99/07:00) - Grapefruit-Saft gilt wegen seines hohen Vitamin-C-Gehaltes als sehr gesund. Für einige Menschen allerdings kann er gefährliche Folgen haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of California in San Francisco www.medicine.ucsf.edu/. Da die Inhaltsstoffe der Zitrusfrucht die Aufnahme bestimmter Medikamente im Darm hemmen, kann es bei Patienten, die solche Arzneimittel nehmen müssen, zu einer gefährlichen Verminderung der Wirkstoffkonzentration im Blut kommen.Das gilt besonders für diejenige, die an Krebs- oder Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Allergien leiden. Denn Inhaltsstoffe des Saftes aktivieren in der Darmwand die sogenannte P-Glykoprotein-Pumpe und die befördert bereits aufgenommene Medikamente zurück in das Darminnere. Besonders stark betroffen war das zur Krebstherapie eingesetzte Medikament Vinblastin. Dessen Rücktransport in das Darminnere war um das Sechsfache erhöht.Die Aufnahme einiger Medikamente allerdings wird durch den Zitrussaft positiv beeinflußt. So ist aus früheren Untersuchungen bekannt, daß das Grapefruitextrakt die Absorption von sogenannten Protease-Inhibitoren, wie sie zur Behandlung von HIV-Infektionen eingesetzt werden, durch Hemmung eines Enzyms (CYP3A4) zu steigern vermag. Da die Aufnahme einiger Medikamente sowohl durch die P-Glykoprotein-Pumpe als auch durch CYP3A4 beeinflußt wird, empfehlen die kalifornischen Wissenschaftler, Grapefruitsaft etwa zwei Stunden vor der Einnahme von Arzneimitteln zu trinken. Dadurch ließe sich die positive Wirkung von CYP3A4 auf das Absorptionsvermögen der Darmschleimhaut erhalten. Die hemmenden Eigenschaften der P-Glykoprotein-Pumpe auf die Aufnahme von Medikamenten hingegen verlören an Bedeutung. (Spiegel online)Frühere Informationen zu diesem Thema:Stuttgart (pte) (27. November 97/10:50) - Bestimmte Medikamente wirken besser, wenn sie in Kombination mit einem Glas Grapefruitsaft eingenommen werden. Weshalb das so ist, haben Forscher der Universität Michigan www.umich.edu/ entschlüsselt. Die Arbeitsgruppe um Paul Watkins web500gw.itd.umich.edu:8888/ hat im Grapefruitsaft gleich zwei Substanzen isoliert, die die Aufnahme von Medikamenten im Dünndarm fördern. Diese Substanzen stürzen sich wie Kamikaze-Flieger auf ein spezielles Enzym im Dünndarm. Das Enzym läßt wie ein Türsteher bestimmte Medikamente nicht durch: vor allem Allergie-, Aids- und Herzmedikamente. Die Kamikaze-Substanzen im Grapefruitsaft binden an das Enzym und setzen es schachmatt. Die Medikamente können dann leichter die Darmwand passieren und ins Blut gelangen.Gilt nach wie vor: Sandimmun Neoral nicht mit Grapefruitsaft einnehmen!!!Der Grund, weshalb das Immunsuppressivum Sandimmun Neoral nicht zusammen mit Grapefruitsaft eingenommen werden sollte, liegt darin, daß in der Grapefruit bestimmte Inhaltsstoffe vorliegen, die über den selben Mechanismus in der Leber (Cytochrom P-450) abgebaut werden wie Cyclosporin A (Wirkstoff von SIM Neoral). Sollten nun Grapefruitsaft und Sandimmun Neoral gleichzeitig eingenommen werden, könnte der Abbau von Cyclosporin A in der Leber verzögert werden und somit zu einem erhöhten, unerwünschten Wirkspiegel im Körper führen. Eine Zunahme von Nebenwirkungen könnte die Folge sein. Dies gilt jedoch nicht für andere Fruchtsäfte (z.B. Orangensaft). Diese können bedenkenlos mit Sandimmun Neoral zusammen verabreicht werden. (Quelle: Hersteller-Mitteilung an tpi)

    Die Geschichte von Cyclosporin A

    Eine Ferienentdeckung
    Angefangen hat die Geschichte von Novartis in der Transplantationsmedizin mit einer Agarplatte! Auf derartigen, mit Nährmedien gefüllten Platten isolieren und kultivieren unsere Wissenschaftler seit jeher Mikroorganismen. Diese Bakterien oder Pilze können anschließend auf die Produktion biologisch aktiver Substanzen untersucht werden.
    Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Naturstoffgruppen der ganzen Welt war es früher allgemein üblich, die Proben für derartige Untersuchungen im Urlaub oder bei Geschäftsreisen zu sammeln. So brachte auch der Sandoz-Mitarbeiter Hans Peter Frey im Sommer 1969 ein paar Bodenproben mit nach Basel. In den Laboratorien von Sandoz wurden diese Bodenkrümel routinemäßig aufgearbeitet. Einige aus diesen Proben isolierte Pilzstämme wurden ausgewählt, um in verschiedenen Tests auf die Bildung von antibiotischen oder antifungischen Substanzen untersucht zu werden. Einer davon war Tolypocladium inflatum!
    Der Pilz wies zwar keine Wirkung gegen Bakterien auf, hemmte jedoch andere Pilze in ihrem Wachstum und verursachte bei ihnen eine ganz besondere, spezifische Art der Verzweigung (Ramifizierung). Es folgte eine aufwendige chemische Analyse der aktiven Substanz, des Cyclosporins A.

    Das Besondere an Cyclosporin A
    Als Antibiotikum war Cyclosporin A nicht interessant, jedoch stellte sich heraus, dass es die Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems unterdrückt. Eine derartige immunsuppressive Wirkung ist zum Beispiel erwünscht, wenn Krankheiten vorliegen, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe richtet oder bei Organtransplantationen, bei denen das Immunsystem normalerweise versucht, das transplantierte "fremde" Organ abzustoßen.
    Das Besondere an Cyclosporin A ist dabei, dass es nicht alle an der Abwehrreaktion beteiligten Zellen in gleichem Masse hemmt und so die Bekämpfung von Krankheitserregern auch weiterhin möglich ist. "Vergleicht man die Immunantwort mit beißenden Hunden, dann ist Cyclosporin A ein Maulkorb, der bestimmte Zellen des Immunsystems am Beißen hindert, ohne sie umzubringen", veranschaulichte damals Prof. Jean Borel, der Immunologe, der maßgeblich an der Entdeckung von Cyclosporin A beteiligt war, die Wirkungsweise.

    Durchbruch mit Olivenöl
    Im Laufe der Entwicklung stellte sich heraus, dass nach Verabreichung von Cyclosporin in Kapseln die Substanz nicht ins Blut aufgenommen wurde. Die Wissenschaftler ließen sich aber durch diesen Fehlschlag nicht entmutigen und untersuchten an sich selbst, in welcher Form Cyclosporin am besten in den Körper gelangt. Basierend auf den resultierenden Ergebnissen wurde später eine olivenölhaltige Mischung hergestellt, die eine effektive Aufnahme von Cyclosporin ins Blut erlaubt.
    Viele präklinische und klinische Studien und ein weiter, mühsamer Weg waren auch danach noch notwendig, um Sandimmun und Sandimmun Neoral zu entwickeln und damit Cyclosporin zum Nutzen der Patienten einsetzten zu können. Durch Cyclosporin hat sich das Leben von Tausenden von Menschen drastisch verlängert und verbessert. In der Geschichte der Transplantation gilt die Entwicklung von Cyclosporin als Durchbruch, auf den Novartis auch weiterhin bauen wird.

    Was unterscheidet Sandimmun und Sandimmun Neoral?
    Beide enthalten Cyclosporin A als aktive Substanz, unterscheiden sich jedoch in ihrer Formulierung. Mit der Entwicklung von Sandimmun Neoral wurde die Formulierung verbessert, da die aktive Substanz sehr fein in einer homogenen Mikroemulsion verteilt ist. Die Aufnahme und Verfügbarkeit von Cyclosporin im Körper wird damit verbessert. Blutkonzentrationen sind aus diesem Grunde weniger schwankend und besser voraussehbar. Für die Patienten hat die Einführung von Sandimmun Neoral entscheidende Vorteile gebracht und die Transplantationserfolge vergrößert.
    Wer benötigt Sandimmun/Sandimmun Neoral?
    Patientinnen und Patienten, denen Organe transplantiert (z.B. Niere, Herz, Lunge) oder bei denen eine Knochenmarktransplantation vorgenommen wurde.
    Patientinnen und Patienten, die an bestimmten Autoimmunerkrankungen leiden, wie Rheumatoider Arthritis oder Schuppenflechte (Psoriasis).
    Warum benötigen sie Sandimmun/Sandimmun Neoral?
    Wenn ein Organ transplantiert wird, erkennt unser Immunsystem, dass es sich bei dem neuen Organ um ein "fremdes" handelt. Die fremden Zellen werden erkannt, angegriffen und schließlich zerstört. Wenn das Immunsystem eines Patienten nicht beeinflusst wird, werden Transplantate abgestoßen und sind nicht mehr funktionsfähig.
    Wie wirken Sandimmun/Sandimmun Neoral?
    Sandimmun und Sandimmun Neoral unterdrücken die Abwehrreaktion unseres Immunsystems teilweise und ermöglichen so das Überleben eines transplantierten Fremdorgans. Krankheiten wie Rheumatoide Arthritis und Psoriasis lassen sich auf eine krankhafte Reaktion des Immunsystems gegen Komponenten des eigenen Körpers (Zellen, Gewebe, Antikörper) zurückführen (Autoimmunkrankheiten). Auch in diesen Fällen unterdrücken Sandimmun und Sandimmun Neoral die Aktivierung von bestimmten Zelltypen (T-Zellen), die an der Abwehrreaktion beteiligt sind, schneller und effektiver als herkömmliche Therapien.
    Welche Substanz in Sandimmun/Sandimmun Neoral ist wirksam?
    Die aktive Substanz ist Cyclosporin A, ein natürlich vorkommendes zyklisches Peptid.
    Wie wird die aktive Substanz produziert?
    Cyclosporin A wird von einem filamentösen Mikropilz, Tolypocladium inflatum, gebildet. Diese Pilzart lässt sich recht häufig aus torfigen, alpinen Böden isolieren. Auch heute noch wird die Substanz durch Fermentation aus diesem Pilz gewonnen.
    Seit wann gibt es Sandimmun und Sandimmun Neoral?
    Sandimmun wurde 1982, Sandimmun Neoral 1994 erstmals eingeführt. In den meisten Ländern wurde Sandimmun inzwischen durch Sandimmun Neoral ersetzt.
    Welche Eigenschaften zeichnen Sandimmun/Sandimmun Neoral aus?
    Die mehr als 15-jährige Erfahrung hat gezeigt, dass Sandimmun und Sandimmun Neoral erfolgreich die Abstoßung von Organen verhindern und Patienten somit für einen längeren Zeitraum mit einem funktionierenden Transplantat leben können. Die Formulierung von Sandimmun Neoral hat die Wirksamkeit verbessert, ohne die Nebenwirkungen zu verstärken und den Zeitraum zur Stabilisierung der Blutwerte im Anschluss an eine Transplantation verkürzt.
    Die umfassende Geschichte des Cyclosporins können Sie nachlesen in:
    The History of the Discovery and Development of Cyclosporin (Sandimmun).
    J.F. Borel, Z.L. Kis und T. Beveridge. In: The Search for Anti-Inflammatory Drugs. Vincent J. Merluzzi und Julian Adams (Eds). Birkhäuser Boston 1995.

    http://www.arthritis.ch/dt/ra/disease/therapy.html

    Ich kopiere es gerne und schick es Eva, wenn Ihr was dazu schreiben möchtet.Ich denke mit Ihrem WISSEN kann sie gut eine Rheumagruppe leiten in Bratislawa, von der Rheumaliga bekommt sie schon viel Hilfe und auch von Rheuma-Online.
    Alles liebe ich habe im Moment wenig Zeit.
    Gruß Gisi mit Jane

    Eva m. Premierminister
     

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