Liebe Sandra
Der CRP-Wert (C-reaktives Protein)ist Wert der oft bei Entzündungen im Blut gefunden wird auch wenn kein Rheumafaktor vorhanden ist. Laut meines Arztes ist er sogar aussagekräftiger als der Rheumafaktor.
Folgendes findest du unter Rheuma von A-Z:
CRP): Das c-reaktive Protein ist ein sehr empfindlicher Laborwert für krankhafte Veränderungen im Körper. Besonders findet man eine Erhöhung bei Entzündungen (speziell bei bakteriellen Infektionen, weniger ausgeprägt viralen Infektionen, außerdem in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Diagnosen (s.u.) bei rheumatischen und immunologisch bedingten Entzündungen), desweiteren bei Gewebszerfall (z.B. Zellschädigungen bei Verletzungen, aber auch nach Operationen, Zellschädigungen oder Absterben von Zellen aus anderen Gründen.
Das c-reaktive Protein hat in der Rheumatologie eine zweifache Bedeutung. Zum einen ermöglicht es die Unterscheidung zwischen ---> entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und ---> nicht-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Zum anderen ist es ein sehr wichtiger Laborwert für die Verlaufskontrolle und die Therapiekontrolle. So erkennt man beispielsweise die Wirkung einer ---> langwirksamen antirheumatischen Therapie an einem Abfall des CRP. Umgekehrt deutet ein Anstieg des CRP auf eine unzureichende Krankheitskontrolle durch die laufende Therapie. Das CRP wird sehr schnell und sehr stark durch ---> Cortison beeinflußt. Änderungen des CRP sind deshalb im Hinblick auf die Wirkung von therapeutischen Maßnahmen oder im Hinblick auf die Änderung der Krankheitsaktivität nur aussagekräftig, wenn an einer eventuell bestehenden Cortisontherapie keine Änderungen vorgenommen wurden (z.B. Dosisverringerung oder Dosiserhöhung). Das c-reaktive Protein ist weiterhin sehr bedeutsam in der Erkennung von Infektionen. Gerade bei Erkrankungen, die eher nicht mit einem hohen CRP einhergehen, muß eine plötzliche CRP-Erhöhung immer an eine Infektionskomplikation denken lassen (---> systemischer Lupus erythematodes).
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Bei der Kontrolle der Krankheitsaktivität und der Therapiewirkung (Verlaufsmonitoring) kommt es weniger auf die absolute Höhe des CRP an, sondern auf die Änderungen im Verlauf. Ein Patient A mit einer chronischen Polyarthritis und mit einem CRP von 10 mg/dl muß nicht kranker sein als ein Patient B ebenfalls mit einer chronischen Polyarthritis und einem CRP von 5 mg/dl. Vielleicht ist es sogar umgekehrt. Wichtig ist aber, ob bei Patient A unter einer Therapie das CRP auf < 0,5 mg/dl abfällt und niedrig bleibt oder ob es u.U. im weiteren Verlauf wieder zu einem Anstieg kommt. Jeder Patient mit einer chronischen entzündlich-rheumatischen Erkrankung sollte sich deshalb selber im Rahmen des eigenen Krankheits- und Behandlungsmonitoring eine Verlaufsdarstellung seiner CRP-Werte anlegen (entweder als Graphik oder als Tabelle).
liebe Grüße von baba