Cortisonmyopathie und Cortisontendopathie im Ganzen Körper?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von erdenmutter, 2. Juni 2017.

  1. erdenmutter

    erdenmutter Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. Dezember 2008
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rossdorf
    Hallo Zusammen,

    ich hoffe, ich bin jetzt mit diesem Thema auch richtig hier?

    Ich habe die Diagnose einer undifferenzierten Kollagenose und bin seit Mitte 2009 auf 200mg Azathioprin und 5 mg Prednisolon eingestellt. Seit Anfang 2011 habe ich durchgängig!!! Hüftsehnenentzündungen mit Schleimbeutelentzündungen bds, jetzt chronisch. Seit Mitte 2015 kamen dann Sehnenentzündungen in bd. Unterarmen, vorallem li und in den Daumen hinzu. Seit Oktober 2016 dann noch Sehnenentzündungen in bd. Füßen bds. (Schwellung unterhalb der Knöchel). Nur noch hohes Cortison wirkt, sobald ich unter 20 mg komme bricht Alles so stark raus, dass es überhaupt nicht mehr geht. Mit 20 mg kann ich es mit Schmerzmittel, Kühlung und Stützverbänden halten. Die Schwellungen gehen leider nicht weg!

    Da ich ja noch keine sichere Diagnose habe und auch mit dem Cortison nicht mehr auf die Grundeinstellung komme, habe ich das Gefühl, dass mein Immunsuppressivum vielleicht nicht mehr wirkt. Mein Rheumatologe will mich nicht auf ein anderes Medikament einstellen, solange ich keine nachweisliche Diagnose habe. Daher war ich in der Diagnose-Klinik.

    Dort bekam ich Folgendes mitgeteilt und auch schriftlich nun heute zugeschickt:

    Ich soll an einer reinen Cortisonmyopathie mit einer klaren Cortisontendopathie leiden. Das die unspezifische Rekrutierungspathologie schon lange Jahre vor dem Cortison diagnostiziert wurde, und ich das Cortison vorallem wegen meiner Muskelbeschwerden bekommen habe, wurde leider nicht verstanden.

    Ich kann mir jedoch vorstellen, dass ich jetzt noch zusätzlich eine Cortisonmyopathie habe und mit dem Cortison kann man da wohl auch nichts herausfinden.

    Allerdings steht in dem Arztbrief, dass meine chronischen Sehnenentzündungen eine klare Nebenwirkung des Cortisons wären und es sich um eine sogenannte Cortisontendopathie handeln würde. Ich soll jetzt das Cortison absetzten und dann hätte ich keine Entzündungen mehr.

    Ich habe noch nie von einer Cortisontendopathie gehört?!?:confused::confused::confused: Kennt sich denn jemand damit aus? Ich frage mich, warum ich schon Sehnenentzündungen hatte, bevor ich das Cortison genommen habe und warum die Entzündungen schlimmer werden, wenn ich mit dem Corti runter gehe?

    Kann sich denn die Cortisonmyopathie auch verbessern, wenn man höheres Cortison nimmt? Cortison führt als Nebenwirkung ja auch zu starken Wassereinlagerungen. Lagert sich das Wasser hier auch in Muskel und Sehnengewebe ein? oder nur ins Bindegewebe?

    Wie ist es denn bei Euch? Ich bin jetzt echt stark verunsichert!

    Vielen Dank für Eure Hilfe!
     
    #1 2. Juni 2017
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juni 2017
  2. ManuSkript

    ManuSkript Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    4. Juni 2008
    Beiträge:
    1.291
    Zustimmungen:
    627
    Hallo erdenmutter,
    tja, an Deiner Stelle würde ich die offenen Fragen noch mit Fachmedizinern klären.

    Die Fachbegriffe im Zusammenhang mit Cortison sind mir neu - die Nebenwirkungen nicht.
    D.h. Probleme betreffend Hormone, Muskeln, Sehnen, Bänder, Bindegewebe, Knorpel, Haut usw.,
    bei Langzeiteinnahme (über mehrere Jahrzehnte) von Cortisol, in unterschiedlicher Dosis,
    sind mir vertraut.

    Ein sehr wirkungsvolles Medikament also dieses Cortisol,
    welches sich ziemlich "weitreichend auswirken" kann.

    Dir, wünsche ich noch eine hilfreiche Klärung betreffend Deiner offenen Fragen,
    sowie eine erträgliche Befindlichkeit.

    MfG.
     
    #2 3. Juni 2017
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2017
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden