Abhängigkeit von Kortison
Hallo,
ich nehme seit 21. Dezember 2005 täglich Kortison. Davor habe ich mich fast 3 Jahre geweigert und entschieden dagegen gewehrt. Hätte ich gewußt, wie Kortison wirkt, hätte ich meine Abwehr schon früher aufgegeben.
Klar, ich habe trotzdem Schübe und war seit 16. September 2002 nicht einen einzigen Tag schmerzfrei, aber seit ich regelmäßig kortison nehme, sind die erträglichen Tage doch deutlich mehr geworden.
Daneben spritze ich wöchentlich Enbrel - war jetzt die 18. Dosis. Davor hatte ich ein Jahr Simponi, das weniger als gar nicht gewirkt hat. Davor hatte ich 2 Jahre und 5 Monate Humira, das nach etwas mehr als 2 Jahren in seiner Wirkung auf Null ging. Davor hatte ich Arava mit Sulfasalazin, was ich wegen extremer Nebenwirkungen mit einem 14-tägigen Krankenhausaufenthalt absetzen musste. Davor hatte ich 9 Monate nur Arava mit nur minimaler Wirkung und davor als Erst-Medikament MTX allerdings intravenös. Handtellergroße brandwundenähnlicher Ausschlag an den Beinen und dem Bauch sorgten dafür, dass es sofort und für immer abgesetzt wurde.
In all den Jahren habe ich immer wieder versucht unter 5 mg zu kommen und bin jedes Mal bitter dafür bestraft worden. 5mg sind meine "besser gehts wohl nicht Dosis" und wenn es mir richtig elend geht, sind es auch schon mal 50 mg. Im "normalen" also nicht extremen Schub sind es etwa 30 mg.
Ich bin 55 Jahre alt und habe einen T-Score von -2,3 in der Lendenwirbelsäule (letzte Messung war Anfang 2008 - seit dem gibt es bei uns in der Stadt kein DXA-Gerät mehr). Kortison ist das einzige Medikament, dass ich durchgehend genommen habe, alle anderen haben irgendwann aufgehört zur wirken.
liebe Grüße Gabi
bibi, rolerin seit 06-2003