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Cortison

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von JMCL, 15. Dezember 2005.

  1. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Also, ich mach jetzt mal das Cortison zum Thema aufgrund der Postings zum "Guerilla-Marketing", auch wenn dieses Thema nur aus meinem eigenen Beitrag bestehen sollte:

    Resignation, Dein Beitrag hat mir Angst gemacht, und ich bin dankbar für die Beiträge von kukana, Monsti und anderen, die das ganze versachlicht haben.

    Als ich vergangenen Jahr zum ersten Mal mit Cortison "konfrontiert" wurde, war ich unendlich dankbar, endlich diese vertrackten Schmerzen loszuwerden und so einigermaßen am Leben wieder teilhaben zu können. Und ich wurde aber auch zum ersten Mal mit den netten Nebenwirkungen wie Vollmondgesicht, Corti-Bäuchlein konfrontiert und diese Nebenwirkungen haben nicht gerade mein Stimmung gehoben. Als ich vor einigen Wochen wieder mal die Cortisondosis erhöhen musste, hob das auch nicht gerade meine Stimmung. Aber . . die Vorteile überwiegen.

    Fakt ist aber auch, dass ich z.B. Stimmungsschwankungen auch vor RA hatte. Was ich damit sagen will, ist, dass ich vieles von dem, was Du als Entzugserscheinung beschreibst, bereits vor Ausbruch der RA hatte ohne dass es krankheitsbedingt war, es lag einfach in meiner Persönlichkeit. Cortison wird sicherlich diese Persönlichkeitserscheinungen verstärken, aber
    ebenso wenig wie das Wetter ändern kann, kann ich diese Dinge ändern. Und ich habe für mich beschlossen, k e i n e Angst zu haben sondern die Dinge zu nehmen, wie sie kommen und zu versuchen, trotzdem das beste draus zu machen.
    Um das auch deutlich zu machen: Mir ist klar, dass Cortison keine Peanuts sind und ich bin um jede Tablette (ganz allgemeiner Art) froh, die ich nicht nehmen muss.
    Und, damit auch das klar ist, Resignation, ich finde Deinen Einsatz zu Cortison anerkennenswert.
    Trotzdem, Angst ist ein schlechter Wegbegleiter und ich für mich werde dem Cortison weiterhin mit Respekt begegnen, d.h. so wenig und so selten wie möglich, aber wenn nötig, dann ist es auch einfach nur ok.
    So, das war meine ganz persönliche Stellungnahme zum Cortison, musste doch einfach mal sein,
    liebe Grüße
    JMCL
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    ....genau so, soll das cortison lt. ärzte auch eingesetzt werden.

    cortison wird in der anfangsphase der entz. rheumatischen erkrankungen hoch dosiert verabreicht um die entzündungen schnell zu lindern. die anwendungsdauer und weitere dosierung hängt davon ab, wie rasch und effektiv, die hauptsächliche therapie mit basismedis zu wirken beginnt. nach eintritt deren wirkung, kann das cortison ausgeschlichen werden. die geschwindigkeit mit der die dosis reduziert werden kann, häng wieder von der höhe und der einnahmedauer ab.
    die ersten 20 mg konnte ich sehr schnell und problemlos reduzieren. die letzten 10 mg musste ich in vielen kleinen schritten über längere zeit ausschleichen.
    auch unter meiner basistherapie (15mg mtx, 40mg humira s.c., celebrex 200mg 2x1) kann es zeitweise wieder zu entzündungen kommen. in diesem fall verordnet mit der doc eine stosstherapie mit cortison über einen kurzen zeitraum.

    ich bin froh darüber, dass es cortison gibt. richtig angewannt, ist es auch heute noch immer der stärkste entzündungshemmer, den wir zum jetzigem wissensstand der medizin, besitzen.

    hier gilt auch der satz: keine wirkung ohne nebenwirkung ;)
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Auch ich kann nur bestätigen, ich bin froh das es soetwas wie Cortison gibt.
    Auch ich kenne die vertrackten Nebenwirkungen: Nachdem ich im Nov. 03 und Febr. 04 jeweils stat. eine Cortison-Stoß-Therapie erhalten habe musste ich noch ca. 2 - 3 Monate hochdosiert Cortison oral einnehmen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 15 kg zugenommen und kam mir vor wie das berühmte Michelin-Männchen. Mittlerweile bin ich auf 10 mg (seit 2 Tgen!!) runter - leider hat sich das Gewicht nur mäßig nach unten korregiert, aber ich kann aufgrund einer mit meinen Ärzten abgesprochenen Medi-Therapie wieder voll arbeiten (auch wenn es an manchen Tagen nicht so gut geht). Das verdanke ich u.a. auch dem Cortison.
    Mittlerweile muss ich mich ziemlich beherrschen, wenn ich von Gesunden den Rat bekomme: Du musst das Cortison sofort absetzen. Es fällt mir immer noch schwer diesen Satz einfach runterzuschlucken, im Innersten denke ich dann immer: Ich gönn Euch ja nichts schlechtes, aber....
    So habe ich im letzten Jahr selbst mitbekommen, wie jemand der ein totaler Verfächerter der Therorie "Cortison ist absolutes Gift für den Körper" aufgrund einer langatmigen Sehnenentzündung plötzlich zum Cortison griff - seit dem kommt dieser Satz zumindest von dieser Person nicht mehr.

    Sicherlich muss man mit Cortison besonnen umgehen - schon allein im Hinblick auf die enormen Nebenwirkungen (und damit meine ich nicht die Gewichtszunahme und das Vollmondgesicht).

    Übrigens: Wenn ich Bilder von mir aus der 1. Hälfte 2004 in die Finger bekomme werden die postwendend vernichtet ;-)))
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    :D :D :D hihi, es gibt fast keine ganzkörper - bilder von mir von zwischen 2001 und 2003, sind alle vernichtet :p (ausser die, von der ro bildgalerie von den workhshops und chatertreffen, die kann ich schlecht löschen, sind ja nicht meine bilder ;) )
     
  5. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    ich für meinen teil kann da nur sagen ich bin froh das es cortison gibt!

    ich wüßte nicht wie es mir heute gehn würde, bzw. wie es mir ohne in der ersten zeit ergangen wäre!

    aber:
    ich bin auch froh seit juli kein corti mehr nehmen zu müssen. die nebenwirkungen gibt es überall, auch bei anderen medis.

    wer corti nimmt sollte aufjeden fall immer ein auge auf die entstehenden nebenwirkungen haben, aber auch gleichzeitig daran denken wie es hilft!

    wenn ich irgendwann wieder corti nehmen muß werde ich es ohne bedaneke machen, einfach aus dem grunde weil ich gemerkt habe wie es hilft, wie es mir geholfen hat.

    ich wünsche allen einen schönen rest tag!
    bine
     
  6. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Ich nehme seit 1988 ununterbrochen Cortison mal höher, mal niedriger - sobald ich unter 8 mg gehe, kommt sofort ein neuer Schub. Wir haben viele Medikamente ausprobiert um vom Cortison wegzukommen aber alle Versuche sind bis jetzt gescheitert.

    Also kann ich nur sagen: Cortison ist lebenswichtig für mich - ohne würde ich bestimmt nicht mehr unter euch sein.

    Cortison ist ein Teufelszeug aber für mich lebensnotwendig.

    In diesem Sinne - noch einen schönen Tag an alle.
     
  7. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Kortison hat aus mir mit 20 Jahren ein kleines Mopsmädchen gemacht und damals war es leider auch fehl am Platz (Bakterien im Kniegelenk). Es dauerte 2 Jahre, bis ich mir im Spiegel wiedererkennen konnte.
    Entsprechend habe ich wirklich 2 Tage durchgeheult, als ich mich mit 44 Jahren damit abfinden mußte, daß am Anfang der Basistherapie nur Kortison ein einigermaßen erträgliches Leben ermöglichen würde.
    Aber: ich habe mich am Anfang mit dem Essen etwas zurückgehalten, war einige Wochen später auch wieder in der Lage etwas Sport zu machen und ich habe kein einziges Kilo mehr drauf bekommen.
    Natürlich macht Kortison abhängig, deswegen wird es ja auch langsam ausgeschlichen. Die letzte Dosis war bei mir zu schnell abgesetzt worden, ich bekam richtige Depressionen, aber nach 2 Wochen war das auch vorbei.
    Wenns wieder sein muß, werde ich es jederzeit wieder nehmen. Aber diese furchtbaren Schmerzen damals, nicht mal NSARs haben geholfen (nur meinem Magen kaputt gemacht)...
    Ich bin sehr dankbar, daß es Kortison gibt und ich befürchte, daß Leute die es einfach so per se ablehnen, einfach nicht genug Schmerzen und auch vielleicht keine Einsicht in die Schwere einer Krankheit haben.

    Liebe Grüße vom
    Emu
     
  8. Resignation2

    Resignation2 Guest

    Hier in diesem Post steht eigentlich alles, was über Cortison zu sagen ist: Die Wirkung, die Abhängigkeit,...

    Dieser Satz sagt alles:

    Daher wäre es sinnvoll, daß Cortison nur von Fachärzten (Rheumatologen, Gastroentereologen, Pulmologen) und Notärzten bei ähnlich strenger Indikationsstellung erst-verordnet werden dürfte - vergleichbar zu Methotrexat und Cyclophosphamid
     
    #8 15. Dezember 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Dezember 2005
  9. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    ich hab jetzt die faxen dicke von resignation und seinem
    cortison-feldzug und äussere mich dazu:


    resignation ist hier neu und zu einem cortison-feldzug aufgebrochen. aus welchen gründen auch immer.

    es trägt zur verunsicherung hauptsächlich der leser bei, weniger bei den geübten usern hier, die über die ordentliche verwendung von cortison gut bescheid wissen. ich unterstelle ihm einfach mal, dass er ganz bewusst so handelt. über die beweggründe kann man nur spekulieren, sie sind aber sekundär, wichtig ist die aufregung und verunsicherung, die er hier reinbringt, und die ich verurteile.

    aufklärung ist immer wichtig und gut, und hervorragende aufklärung ist hier bei ro zu finden, in den allgemeinen beiträgen der user und den beiträgen von doc langer, siehe auch die startseite und alle infos in den tiz-beiträgen.

    niemandem ist geholfen, wenn cortison quasi verteufelt wird (?).

    das heutige hergestellt cortison ist richtig angewendet ein segen für die schmerzgeplagten patienten, wobei zu beachten ist, dass cortison kein schmerzmittel ist, sondern ein ausgeezeichnetes mittel, um entzündungen zu bekämpfen, und auf diesem weg die schmerzen zu bewältigen.

    um auf die immer wieder angesprochene sucht von resignation zu kommen, wie definiert sich sucht:

    ********Ein erhöhtes Suchtpotential haben alle Mittel mit einer schnellen dosisabhängigen Wirkung. Aber so eine Wirkung, die man verspürt ist ja noch keine Sucht.

    Zur Sucht gehört:

    -- Tendenz zur Dosissteigerung
    man hat das Gefühl, man sollte immer mehr einnehmen.


    -- Entzugssymptome nach Absetzen oder wenn man es mal mehrere Tage nicht nimmt

    -- Einkreisen der Gedanken um das Mittel
    also z.B. beim Aufstehen schon daran denken, wann man das Mittel wieder nehmen kann


    (geklaut bei frank stuttgart)**************


    zuweilen habe ich das gefühl r. verwechselt cortison mit cocain. auch werde ich mit sicherheit nicht in das von ihm extra jetzt erstellte forum wechseln um über "cortison-entzug" zu reden. ich finde es schon etwas merkwürdig, hier in DIESEM hervorragenden forum mit allen infos zur hand, zum wechseln aufzurufen.

    dort ist partout nix zu finden, aber hier alles.

    wer "entzugserscheinungen" hat, hat zu schnell ausgeschlichen, und sollte sich mit seinem arzt beraten, statt sich verunsichern zu lassen.

    es wird immer patienten geben, die mit einer gewissen dosis cortison leben müssen, nicht weil sie davon nicht weggkommen, sondern weil die entzündungen nicht komplett in den griff zu bekommen sind. das ist etwas ganz anderes.

    so, jetzt hab ich mir meinen frust von der seele geschrieben, und r. kann seinen feldzug in seinem eigenen
    forum weiterführen. meine meinung.


    lieben gruss marie
     
    #9 15. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2005
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    das hier hat r. erst nach meinem beitrag eingefügt:

    Daher wäre es sinnvoll, daß Cortison nur von Fachärzten (Rheumatologen, Gastroentereologen, Pulmologen) und Notärzten bei ähnlich strenger Indikationsstellung erst-verordnet werden dürfte - vergleichbar zu Methotrexat und Cyclophosphamid

    gruss marie
     
  11. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Hallo Ihrs,
    ich habe mich in letzter Zeit hier ziemlich zurück genommen.Leute wie Resignation sind auch ein Grund mit. Dieses Forum kostet uns nur einschalten,lesen(oder auch nicht)und gute Informationen finden. Auch ich mag gerne Medikamente, die nicht giftig sind, wie es so schön ausgedrückt wird. Nur, auch Naturmedizien hat oft Nebenwirkungen, nur wird das in kauf genommen.
    Es war immer möglich, sich auszutauschen. Das hat leider sehr nachgelassen.
    Jeder liest aus allem nur, was er lesen möchte und es kommt oft ein Hetzerei nach. Ich selber nehme seit 1 Jahr Cortison, mit allen Nebenwirkungen, die es geben kann. Aber ich bin dankbar, das ich es nehmen durfte, denn ich konnte viele Schmerzen vergessen, die nun wo ich ständig reduziere, auf einmal alle wieder da sind. Nur leider reagiere ich auf viele Wirkstoffe, mit einer Allergie oder auch einer Überreaktion, das ist etwas, das noch ausgetest wird. Ich vetrage keine Rheuma-Medikamente. Nur kann ich doch daraus nicht ableiten, das alles ein Teufelszeug ist. Viele nehmen gute Medikamente nicht, aus Angst. Oft tragen ja die Beipackzettel einen großen Teil dazu bei. Die Medikamente werden dann weg gelegt und der Arzt wird oftmals nicht einmal davon unterrichtet. Er wundert sich nur, das nun so gar nichts hilft. Die Angst, vor Allergien kann ich sehr gut verstehen, aber auch da gibt es Wege, auszutesten, im beisein des Arztes. Nur für mich ist es nicht verständlich, das viele lieber jammern, als sich helfen zu lassen.
    Hier in diesem Forum gibt es Menschen, die nicht nur eine Ungesunheit mit sich herum tragen, die aber dennoch einen wunderbaren Humor und ein große Hilfsbereitschaft zeigen. Leider wird das auch von Einigen als negativ angesehen. Nun sitze ich wie schon so oft in letzter Zeit hier und überlege , ob ich nicht einfach wieder alles löschen sollte. Aber ich weiß, wieviel Arbeit und Zeit nötig ist, so eine Seite zu erstellen und auch immer auf den entsprechenden Stand zu bringen, darum schicke ich es auch ab. Wer sich nicht verstanden fühlt, oder alles ablehnt, was den Großteil dieser Seite ausmacht, der kann doch einfach darauf verzichten, sie zu lesen. Nur denke ich, das ich vieles nicht wüßte, was ich heute weiß, wenn es diese Seite nicht gäbe. Ich wäre nach wie vor auf ein und der selben Schiene.
    So, nun mache ich Schluß, möglich, das es nicht ganz zu dem passt, was Marie damit erreichen wollte, nur es kommt eines zum anderen und Cortison auf einer Seite wie dieser zu verteufeln und so in Frage zu stellen, läßt einiges hoch kommen. Ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit.
    Grüße
    Gitta
     
  12. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    entenhausen
    So, nun mache ich Schluß, möglich, das es nicht ganz zu dem passt, was Marie damit erreichen wollte, zitatende.....

    ....keine sorge, gitta, passt schon! :D

    lieben gruss marie
     
  13. Neli

    Neli Optimistin

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    @resignation 2



    Also jetzt möchte ich auch mal etwas zu Deinem Cortison-Aufstand hier sagen.

    Lilly hat mir die Frage schon vorweggenommen, warum Du Dir so

    einen fürchterlich traurigen Nick ausgesucht hast.

    Ich denke, wir versuchen hier alle optimistisch in die Zukunft zu sehen

    und wir helfen uns gegenseitig so gut es geht.

    Und außerdem haben wir ja auch noch Dr. Langer,

    dem sicher keiner so schnell das Wasser reichen kann.

    Dein ewiges Gestänkere über Cortison trägt in keinem Fall dazu

    bei, die Leute über unsere schwere Erkrankung und ihre

    heutzutage segensreiche Bekämpfung aufzuklären.

    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass mancher, der nicht

    so gut Bescheid weiß, sich davon abhalten lässt, das dringend

    erforderliche Cortison zu nehmen.

    Ich würde sehr gerne mal wissen, wer Du bist, was Du für

    Krankheitserlebnisse hast,dass Du angeblich

    so gut Bescheid weißt. Stell Dich doch bitte mal vor.

    Wenn Du solche schlimmen Entzugserscheinungen beim

    Heruntersetzen von Cortison hattest, dann ist anzunehmen,

    dass Du es zu radikal gemacht hast oder dass Du von Deinem

    Rheumatologen nicht richtig aufgeklärt wurdest.



    Im letzten Workshop hat Dr. Langer wieder darauf hingewiesen:

    So viel Cortison wie nötig, aber so wenig wie möglich.

    Ich hoffe, ich habe es hier richtig wiedergegeben.



    Viele liebe Grüße

    Neli
     

    Anhänge:

    #13 15. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2005
  14. claudia-dd

    claudia-dd Neues Mitglied

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    an resignation,

    ich habe eine ganze weile überlegt, ob ich hier auch was dazu schrieben sollte....

    als langjähriger rheumapatient (cp seit 1992) habe ich die ersten 10 jahre cortison mal in höhere , mal in niedriger dosis zu mir genommen. natürlich mit den entsprechenden nebenwirkungen....mir war aber der zustand meiner entzündungen wichtiger, als mein "vollmondgesicht".

    wenn ihr mich vor 4 wochen nach corti gefragt hättet, so hätte ich den satz noch mit....ich hoffe, es nie wieder nehmen zu müssen, da ich durch enbrel , mtx und die restlichen medis relativ gut eingestellt bin.

    mittlerweile ist eine situation für mich enstanden, mit der niemand gerechnet hat und wenn es das corti nicht geben würde...wer weiß, wo ich jetzt wäre :confused: . jetzt nach einer woche corti merke ich zwar schon leicht die "nebenwirkungen" aber mir ist mein leben wichtiger, als dies abzulehnen.

    so wie die anderen vorschreiber schon geschrieben haben, cortison hat seine vor-und nachteile aber wenn man krank ist und man damit geholfen bekommt, überwiegen für mich die vorteile.

    gruß

    claudia
     
    #14 15. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2005
  15. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Wenn ich gewußt hätte, was das Wort "Teufelszeug" so alles heraufbeschwört ... dann hätte ich mich doch lieber anders ausdrücken sollen - aber manchmal wird einem ja das Wort im Munde verdreht (R). Alle anderen User wissen, wie ich es gemeint habe.

    Einen schönen Abend noch.
     
  16. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi alle,

    wir werden uns doch nicht von der Ansicht eines einzigen Menschen so provozieren lassen!

    Fast alle mit der entzündlichen Rheuma-Version haben mehr oder weniger lange Erfahrung mit Cortison. Die meisten von uns können dank langer Übung gut damit umgehen. Natürlich hat Cortison - wie nahezu jedes Medikament - Nebenwirkungen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass es diesen Stoff gibt, da nehme ich die Nebenwirkungen billigend in Kauf, wie bei allen anderen Medikamenten, die ich zu mir nehme. Schlimmer sind für mich die Medis, die mir nicht genug helfen, aber dennoch jede Menge Nebenwirkungen haben - bei mir sind das fast alle NSAR/Schmerzmedikamente.

    Zu:



    ... sage ich: Mtx wurde mir genauso vom Hausarzt verordnet wie das Cortison. Heute verschreibt er mir Arava.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  17. Tina_38

    Tina_38 Ich liebe Orcas

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    Hallo Marie , Claudia und Stine ,

    Ich weiß was ihr damit gemeint habt , ich selbst muss auch immer wieder Cortison nehmen , nicht nur des Rheumas wegen , und bin echt froh das es mir immer wieder Hilft . Auch wenn ich neu hier bin lasse ich mich von soetwas nicht beeinflussen .


    LG Tina
     
  18. Resignation2

    Resignation2 Guest

    Stellungnahme

    1.) Ich habe in diesem Forum Duzende von Threads über Methotrexat und Leflunomid gelesen. Es hat mir sehr geholfen. DANKESCHÖN

    2.) Irgendwie ist hier Unruhe aus wenigen, aus meiner Sicht völlig harmloser Posts entstanden. Das habe ich niemals gewollt. ES tut mir leid

    3.) @Admins: Ich empfehle, den Thread zu beerdigen; er führt zu nichts als Unmut.

    4.) Einzig zielführend wäre eine Diskussion des Konsensuspapiers - entstanden auf der Konsensuskonferenz der leitenden Fachärzte.
    Falls erwünscht, hier der Link dazu - falls nicht - löschen.(Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften )
    http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/060-002l.pdf
    Anm.: Dieses Konsensuspapier spiegelt nicht vollständig meine Meinung wieder, stellt aber die sog. "herrschende Meinung" der Fachkreise dar.

    5.) Ich werde weiterhin viele Threads zu Methotrexat und Leflunomid (Arava) lesen.

    6.) Alles Gute
     
  19. Lilly

    Lilly offline

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    wir befinden uns in einem forum für *erwachsene*.... keiner hier fängt einen knatsch an, und ruft dann um hilfe, wenn er nicht mehr weiter weis ;) ......

    ........was für uns eine zielführende diskussion darstellt, das können wir schon selber entscheiden s.o. unter *erwachsen* :D
     
  20. Monsti

    Monsti das Monster

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    am Pillersee in Tirol
    Hi Resignation,

    jetzt mach Dir doch nicht so einen Kopf! Du wirst mit der Zeit genauso wie viele von uns die für Dich passende Medikation finden. Ich sage stets: Wir sind keine Maschinen einer bestimmten Marke, sondern Individuen. Was Dir hilft, hilft mir möglicherweise gar nicht, sondern schädigt mich nur. Umgekehrt ist es genauso. Wir tauschen uns hier untereinander aus und geben Erfahrungen weiter. Manchmal gibt es auch hitzige Diskussionen - aus fast jeder habe ich etwas gelernt. Andere sicher auch.

    In diesem Sinne, auf ein konstruktives Miteinander! Liebe Grüße von
    Monsti