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Cortison und MTX, was wirkt wie ?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Anastacia, 26. Juli 2010.

  1. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Hallo,
    mir konnte bisher noch kein Rheumatologe erklären für was Cortison und
    für was MTX eigentlich zuständig ist.
    Ich nehme Cortison und MTX. Wenn doch schon Cortison entzündungs-hemmend ist, wie soll man denn wissen ob MTX anschlägt ?
    Ich habe meine Dosis Cortison von 5 mg auf 2,5 mg reduziert und schon
    habe ich wieder mehr Entzündungen bemerkt. Da frage ich mich schon,
    ob nur das Cortison etwas bewirkt ?

    Viele Grüsse A.
     
  2. Maria56

    Maria56 Neues Mitglied

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    Hallo Anastacia

    Kortison ist ein schnellwirkender Entzündungshemmer! Kortison kann aber sehr viele Nebenwirkungen machen und ist als Langzeittherapie in hoher Dosis nicht unbedingt geeignet!

    MTX ist auch ein Entzündungshemmenr ~ braucht aber 6-8 Wochen bis die Wirkung eintritt. Durch das Basismedikament MTX kann Kortison eingespart werden oder eventuell mit der Zeit ganz weggelassen werden.
    MTX ist weniger schädlicher als Kortison!
    Würdest Du kein MTX nehmen, dann bräuchtest Du eine viel höhere Dosis Kortison um entzündungsfrei zu sein!

    Da bei Dir nach der Reduktion vermehrte Entzündungen aufgetreten sind, kann daher führen, dass die Reduktion einfach zu früh durchgeführt wurde oder dass Du als Standartmedikamentation einfach die 5 mg Kortison und das MTX brauchst!

    Ich würde dies mit den Arzt besprechen, ob Du doch nicht wieder die 5 mg Kortison nehmen sollst und dann nur noch immer um 1 mg reduzieren. In dieser niederigen Dosis gleich 2,5 mg aufs reduzieren mal finde ich sehr hoch!

    Bei uns Vaskulitis Kranken gehört 5 mg Kortison zur Erhaltensdosis und kann über längere Zeit in dieser niederigen Dosis eingenommen werden.
     
  3. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Hallo Schneeleopard,
    danke für informativen Infos.
    Zur Reduzierung des Cortisons habe ich also im Wechsel, 8 Wochen lang,
    1 Tag 5 mg genommen, nächsten Tag nur 2,5 mg. In dieser Zeit ging
    es mir wunderbar. Als ich nach diesen 8 Wochen jeden tag 2,5 genommen
    habe, habe ich es gleich in den Kniegelenken gemerkt, es war nicht schlimm, aber ich habe halt gleich etwas bemerkt. Ich jogge und das ist mir wichtig und deshalb war ich hier auch dann gleich ungeduldig und
    down. Habe dann meine Rheumatologin angerufen, mit etwas Glück schaff
    ich das beim 3. Anlauf an einem Tag (ist aber eher selten).
    Ich bin dann wieder auf 5 mg...............ich habe aber nach einigen Tagen oder fast 1 Woche keine Besserung bemerkt. Wollte dann wieder Rücksprache mit dem R. halten.................leider wurde ich dann von einem Tag auf den anderen vertröstet und von einer Woche auf die andere, und das um ein Telefant zu führen. Ja, so sieht es leider aus,
    auch ist es bei mir so, daß ich für einen pers. Termin 6 Monate Wartezeit brauche.
    Ich habe also eigenmächtig meine Dosis so erhöht wie es am Anfang
    in der Klink gemacht wurde, d.h. ich habe 3 Tage lang 20 mg genommen, bin dann in 2,5 Schritten jeweils 3-tägig runter und bin nun wieder
    bei 5 mg. Das ist noch nicht so lange her, es ist noch nicht wieder so gut, wie es vorher war, ich merke in meinem Bein noch etwas. aber vielleicht muss ich da noch etwas Geduld haben.
    Dies habe ich dann auch der Ärztin mitgeteilt, als ich sie dann doch mal ans Telefon bekommen habe und sie fand es o.k., ich solle es bloß nicht zu oft machen. Nun werde ich wohl wieder länger die 5 mg nehmen und
    wenn ich ganz schmerzfrei bin wage ich vielleicht wieder den Wechsel
    also 1 Tag 5 mg, den nächsten 2,5 und lasse es dabei.

    So wie man hier liest müssen aber doch die meisten Patienten Cortison und MTX nehmen.
    Wie lange kann es dauern, daß es ohne geht ? Bei mir wurde
    entz. Rheuma im Augsut 2009 diagnostiziert, seitdem nehm die die Medikamente. L.G. A.

    Ab welcher Dosis hat denn Cortison Nebenwirkungen, weiß das jemand ?
    Ich habe noch was vergessen, als ich in der Klinik war, sagte eine Krankenschwester zu mir, dass das MTX in viel höheren Dosen zur
    Krebstherapie verwendet wird, na klasse, damals dachte ich mir, das hätte sie mal lieber nicht sagen sollen....und dann soll MTX harmloser sein als Cortison ?
    Na ja, besser man macht sich nicht allzuviele Gedanken darüber.
     
  4. Maria56

    Maria56 Neues Mitglied

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    Hallo Anastacia

    Ich denke das hast Du gut gemacht. Ich wäre vielleicht nicht gleich auf die 20 mg gegangen ~ aber so ist es auch gut!

    MTX ist eine Art Chemotherapie und wird auch in viel höherer Dosis für die Krebstherapie verwendet!

    Tatsache aber ist, das dennoch MTX weniger schädlich ist als Kortison!
    Die Nebenwirkungen von MTX verschwinden bein Absetzen und die Nebenwirkungen von Kortison können bleibende Schäden verursachen.

    Ab welcher Dosis Kortison Nebenwirkungen auftreten ist von Patient zu Patient verschieden. Mir würde gesagt, dass eine Kortison Dosis unter 7 mg pro Tag keine Langzeitschäden verursachen soll.

    Ich persönlich würde probieren in 1 mg Schritten zu reduzieren und ganz langsam. Es gibt 1 mg Kortison Pillen.
     
  5. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    ich habe auch mit MTX, das ja ursprünglich ein Krebsmittel war und auch heute noch ist und bei dem nur zufällig festgestellt hat, dass es auch bei RA und anderen Rheuma-Krankheiten hilft. Leider war ich extrem allergisch und konnte es nicht weiter nehmen. Nach Arava, Sulfsalazin und Humira bin ich jetzt bei Simponi angekommen. Seit 21. Dezember 2005 nehme ich ununterbrochen Kortison, allerdings habe ich es geschafft als Erhaltungsdosis auf die "relativ" ungefährlichen 5 mg zu kommen und dort zu bleiben. Ohne die anderen Medikamente wie MTX usw. wäre ich ziemlich sicher bei mindestens 20 mg in guten Zeiten und wesentlich mehr wenn es richtig schlecht geht.
    Ich habe mich mehr als 2 Jahre gewehrt Kortison zu nehmen ich dusselige Kuh, aber die Angst vor den Nebenwirkungen wie Gewichtzunahme, Stimmungsschwankungen und vor allem auch Osteoporose (bin ja schon über 50) haben zu dieser blöden Verweigerung geführt. Seit ich regelmässig Kortison - nur in Schubzeiten, die man ja trotz der Medis immer wieder hat bis zu 50 mg - geht es mir viel besser. Ich kann mich besser und mehr bewegen und habe weniger starke Schmerzen.
    Es gibt viele, die dauerhaft Kortison nehmen müssen, aber wenn es "nur" bis zu 5 mg pro Tag sind, kann man gut damit leben, denn die Nebenwirkungen sind sehr sehr gering. Anders sind die dran, die dauerhaft wesentlich höhere Dosen nehmen müssen. Zwischen 2,5 und 5 mg ist ein echter Erfolg und ich wünsche Dir, dass Du möglichst lange bei diesen niedrigen Dosen bleiben kannst, wenn Du zum großen Kreis derer gehören solltest, die immer Kortison nehmen müssen.

    Ganz liebe Grüße
    Gabi (bibi ro-lerin seit 06/2003)
     
  6. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo Anastacia,

    in welcher Dosierung nimmst du denn MTX, oder habe ich es überlesen? Evtl. müsstest du etwas steigern um dafür vom Cortison wegzukommen?
     
  7. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Danke, Schneeleopard, werde ich vielleicht mal ausprobieren, aber
    erst später........wenn meine Beschwerden weg sind.........
    ....
     
  8. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Also, das erste halbe Jahr hab ich 10 mg in Form einer Spritze genommen.
    Ich war froh als ich mich nicht mehr spritzen musste.
    Meine Ärztin meinte, es wäre schon eine Reduktion sozusagen von der Spritze auf Tablettenform umzusteigen da da immer etwas mit verloren geht.

    Weiß auch nicht, ich frag mich, wenn ich das mit dem Reduzieren nicht gemacht hätte, dann wäre alles gut. tja, hinterher ist man immer schlauer....
    oder ich hätte trotzdem Beschwerden, ich habe zur Zeit auch wieder ziemlichen privaten Stress, vielleicht rühren daher
    die Beschwerden.
    Nun denne,
    Alles Liebe Euch...............
     
  9. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo Anastacia,

    ....hmmm...10 mg als Tablette ist in der Tat nicht viel. Ich war schon auf 25 mg MTX per Spritze und konnte zwischenzeitlich wieder auf 15 - 20 mg reduzieren. Sonstige andere Schmerzmittel benötige ich daneben nicht mehr. Sprich doch deine Ärztin mal auf eine höhere Dosis MTX an oder nimmst du nur 10mg, weil du es nicht recht verträgst?
     
  10. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hallo Anastasia,


    ich kann Dir auch nur empfehlen wieder auf die Spritze umzusteigen.
    Bei mir sind "damals" alle Nebenwirkungen, u.a. auch Gelenkschmerzen, ziemlich schnell weg gegangen.

    Bei der Dosierung spielt meines Wissens auch das Koerpergewicht eine Rolle. Je leichter man ist, desto weniger viel MTX ist notwendig.
    Genaue Grenzen kann ich Dir leider dazu nicht nennen.

    Mein Cortison reduziere ich auf anraten meines Arztes sogar nur in 0,5mg Schritten. Die 1 mg Tablette kann ich gut teilen. Sie ist sogar groesser als meine 2,5mg Tablette.
    Versuche mich grade wieder mit der reduktion auf 3mg (bei gleichzeitigen 15mg MTX)
    werde jetzt versuchen alle 4 Wochen 0,5mg weiter runter zu kommen.
    Bitte Daumen druecken :) Denn auch wenn 3,5mg nicht viel ist, aber ihr wisst es ja selber, am liebsten waere es uns, wenn wir garnichts mehr braeuchten.
    Gleichwohl ich auch Angst habe mit diesem "Reduzierungswahn" zu hektisch zu sein.
    3,5mg Kortison und 15mg MTX ist doch i.Ordnung. Nur wegen des Reduzieren wollens den "Stein" vielleicht wieder ins rollen zu bringen...

    Laeufst Du im Augenblick noch, oder machst Du Pause?
    Ich habe bemerkt, wenn ich "Schmerzen" habe gehen sie oft nach der Bewegung weg. Wie ist das bei Dir.

    Viele Gruesse
    Inga
     
  11. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Hi DesperadoGirl,
    ich vertrage mtx schon. Als bei mir das Rheuma diagnostiziert wurde, wurde mir in der Klinik 10 mg per Spritze verordnet, auch unter Berücksichtigung des Körpergewichtes, ich wiege so ca. 59 kg.
    Ehrlich gesagt war ich froh, daß ich mich nicht mehr spritzen musste, ist
    ja auch kein Vergnügen. Aber Du hast recht, ich kann gerne mal fragen,
    leider habe ich meinen Termin erst im Oktober. L.G. A.
     
  12. Anastacia

    Anastacia Neues Mitglied

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    Hi Biene,
    wie schon an desperadosgirl geschrieben, war ich froh mich nicht mehr spritzen zu müssen. Meine Schmerzen sind am Anfang meiner Diagnose
    auch sehr schnell besser geworben, ich glaube aber, dass das am cortison
    lag, denn mitx wirkt ja nicht so schnell.

    Eine Reduzierung in 0,5 mg Schritten hat mir noch kein Arzt empfohlen, leider. Machst Du das auch 3-tägig ?

    Du sprichst mir aus der Seele, ich hab mit meinem Reduzierungsversuch
    auch nur wieder was angerichtet, echt, mir ging es soo super als ich im
    Wechsel 5 mg und 2,5 mg genommen habe. Laufen war auch kein Problem, ich lauf sogar manchmal Halbmarathon, das wäre momentan
    nicht so gut, dabei hätte ich Schmerzen. Gerade habe ich gelesen, dass
    Du also 4-wöchig um 0,5 mg reduzierst.
    Ich verstehe eigentlich nicht, wenn man in akuten Fällen, also auch bei
    mir, als ich in der Klinik war, dann bei 20 mg anfängt und 3tägig um
    2,5 reduziert, das ist doch dann eigentlich auch total schnell und das bei
    akuter Entzündung.
    Ich laufe momentan schon, denn die Schmerzen kommen ja nicht vom Laufen, sondern vom Rheuma.........wenn ich länger laufen würde, also
    momentan 1 1/2 Std. würde ich es momentan büßen und hätte hinterher
    mehr Schmerzen im Bein, das zieht dann irgendwie von unten rauf in die Wade, manchmal denk ich auch, das sind die Knochen. beim Laufen ist das nicht mal so schlimm. Wenn ich die Schmerzen habe, merke ich sie auch wenn ich nicht laufe, sondern eben nur gehe oder beim Treppensteigen, sie sind aber auch nicht permanent da und auch erträglich, aber sie waren vorher nicht. Ich hoffe, dass ich sie noch los werde, denn mein Medikamenten-Experimentierversuch war erst vor ca. 4 Wochen.
    Ich drücke Dir die Daumen, daß bei Dir alles so klappt wie Du es Dir vorstellst, aber habe Geduld, ich habe damit das Gegenteil erreicht.
    Vielleicht gehe ich auch nochmal zu einem neuen Rheumatologen wenn ich
    schneller als Oktober einen Termin bekomme. Mal eine andere Meinung hören. Aber Ihr helft mir auch schon sehr............Ihr wisst ja wie das bei
    den Ärzten ist.
    AllesLiebe A.