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Cortison und Depris?

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von Beezkneez, 26. Januar 2015.

  1. Beezkneez

    Beezkneez Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben, ich bin im Forum auf keinen vergleichbaren Thread gestoßen, aber verzeiht mir, wenn ich nicht gründlich genug recherchiert habe.

    Ich nehme seit einem Jahr 10mg Fluoxetin pro Tag, da ich "ohne" sonst so schüchtern und zögerlich und mega sensibel bin (nicht jedoch weil ich schwer depressiv war). Seit ca. 4 Monaten nehme ich 10mg Prednisolon, zuzüglich anderer Medis, und fühle mich furchtbar. Ich habe kaum noch Lust auf etwas, bin schnell gelangweilt, auch schöne Erlebnisse verpuffen schnell wieder, gefühlt. Ich hasse mich selbst und fühle mich als Vollversager, dabei kann ich z.B. fürs Rheuma ja nichts.

    Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass Winter ist und ich mich im nordostdeutschen Winter noch nie besonders wohlgefühlt habe. Aber da es auch in der Packungsbeilage steht, Predni kann Depressionen begünstigen. Meine Antidepressiva scheinen nicht oder kaum zu wirken.
    Hat jemand auch diese Erfahrung gemacht? Depression verstärkt durch Einnahme von Predni (nicht durch Ausschleichen)? Ich hoffe so sehr, dass ich das Predni bald absetzen kann, und es wirklich daran liegt, denn ich weiß langsam gar nicht mehr, wofür ich noch morgens aufstehe. :(

    Liebe Grüße, beezkneez
     
  2. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    Hallo beezkneez,

    Bei mir ist es anders herum...mich putscht cortison ab 10 mg+ immer sehr auf, habe dann das gefühl das ich total aufgedreht bin und sprühe vor energie über...vielleicht liegt es auch daran das ich dann so gut wie schmerzfrei bin:rolleyes:

    Hab es aber auch schon gehört das es eben anderen wie dir ergeht.
    Unter 10 mg täglich ist es gott sei dank nicht so ...also dieses aufgedreht sein...und bis auf nen cortisonstoss bin ich so gut wie immer drunter...
     
  3. Tinchen1978

    Tinchen1978 Bekanntes Mitglied

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    Huhu Beezkneez,

    ich weiss von der Mutter einer Freundin, dass sie vom Cortison depressiv wurde. Meine Tochter war eher aufgedreht davon. Wenn du aber denkst, dass das Fluoxetin nicht wirklich hilft, hast du das schon mal angesprochen? Ich habe ein AD, das mir nicht geholfen hat, nach drei Monaten abgesetzt und dafür ein anderes probiert (mit Absprache Arzt natürlich). Ich denke, dass die anderen Umstände wie Rheuma und Wetter das dann noch verstärken können, wenn du dich eh schon schlecht fühlst. Solche Gedanken sind schlimm. Bist du in therapeutischer Behandlung und hast du bald einen Termin, wo du das mit den Medikamenten ansprechen kannst?
    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, es geht dir bald wieder besser!

    Liebe Grüße von Tinchen
     
  4. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    Hallo Beezkneez,
    zu diesem Thema hab ich mir gestern überlegt einen ähnlichen Thread zu eröffnen.
    Ich hab ab November 60 mg. Cortison genommen, bis Mitte Januar war ich schrittweise am reduzieren auf 10 mg.
    Ich kann folgendes berichten: das Cortison hat mich im November und Dezember fast wahnsinnig gemacht. Ich war nervös, zittrig, schlaflos, überdreht,... Ich war wie unter Drogen.
    Als ich im Januar dann auf 10 mg. war ist genau das Gegenteil eingetreten. Ich war müde, lahm, lustlos, nachdenklich,...
    Nun hab ich mich wieder etwas beruhigt. Es geht mir seit gestern auch körperlich deutlich besser.
    Mein Arzt hat gemeint, es kommt öfters vor das man Entzugserscheinungen bei der Cortison Reduzierung hat. Hast Du schon höhere Dosen genommen?

    LG
    Tiger 1279
     
  5. She-Wolf

    She-Wolf Weihnachtsfan

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    Vielleicht solltest du das Antidepressivum wechseln? Nicht alles verträgt sich und manchmal gibt es paradoxe Reaktionen. Da steckt niemand drin. Das sind Erfahrungen, die da zum Tragen kommen. Vielleicht muss dein Antidepressivum auch einfach nur angepasst werden. Besprich das auf alle Fälle mit den behandelnden Ärzten, damit sie Abhilfe schaffen können und gute Besserung.

    Wölfin
     
  6. Beezkneez

    Beezkneez Neues Mitglied

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    Danke für eure Beiträge. Mein AD hat mir bisher schon geholfen, nur eben seit der Einnahme von Cortison nicht mehr. Habe es auch mit einer Erhöhung von Fluoxetin auf 30mg versucht, aber ich habe mich gruselig gefühlt, als würde ich gar nichts mehr fühlen können, oder nur wie durch eine Wand, und wenn dann nur negative Gefühle. Nun kann ich wenigstens wieder heulen ;)

    @Tinchen1978: Ja ich habe zum Glück eine Therapeutin (deswegen frage ich mich auch wieso ich immer noch so schlecht drauf bin), und einen Neurologen, mit dem ich das nochmal ansprechen kann. Aber meine größte Hoffnung ist dass der Rheumatologe nächste Woche endlich einwilligt, dass ich das Predni absetzen kann. Er will nämlich nächste Woche das Knie punktieren und Cortison spritzen, und ich will danach einen Monat nur mit Krücken laufen, zur zusätzlichen Entlastung, das ist meine große Hoffnung gerade, wieder voll arbeitsfähig zu sein.

    @Tiger1279: Nein, es kommt nicht von Entzugserscheinungen vom Cortison, da ich ja nie mehr als 10mg genommen habe (außer 2012, diese Behandlung nennt man glaube ich Stoßbehandlung, wo man so höhere Doesn über den Zeitraum weniger Tage bekommt) und noch gar nicht am Ausschleichen bin. Es kommt von der Einnahme. Ich habe hier im Forum auch mehr von Menschen gelesen, die Depressionen vom Entzug hatten, aber in der Packungsbeilage steht etwas von der Einnahme.