Liebe Rheuma-Online-Gemeinde,
wieder mal suche ich Rat im Namen meiner Mutter! Sie hat letzten Winter im Alter von 73 den allerersten Rheumaschub ihres Lebens bekommen, sehr heftig und leider zunächst nicht adäquat behandelt. Ich hatte im Februar mal dazu geschrieben - und sage nochmals danke für die aufmunternden Worte!
Nun ist sie bei einem Rheumatologen in Nürnberg in Behandlung, von dem sie einen guten Eindruck hat und gern hingeht, soweit man das von einem Arztbesuch sagen kann
Diagnose: Polymyalgia rheumatica.
Unter Cortison (derzeit 7,5 mg täglich nach anfänglichen 10 mg, soll langfristig auf 5 mg runter) geht es ihr jetzt prinzipiell schon deutlich besser. Schulter-Arm-Schmerzen treten dennoch häufig in den frühen Morgenstunden auf, lassen sich aber mit Schmerzmitteln (Tramadol) gut in den Griff kriegen. Ibuprofen und Diclofenac verträgt sie leider nicht (Allergie).
Das Cortison scheint nun allerdings bei ihr depressive Verstimmungen auszulösen: schlapp, niedergeschlagen, total appetitlos (bzw. Reingefülltes will schnell wieder zurück), mutlos und noch so etliche andere Losigkeiten dazu. Internetrecherchen haben mir erzählt, daß das gar nicht sooo selten zu sein scheint.
Meine Mutter hatte in der Vergangenheit schon schlimme depressive Episoden, die durch zeitweilige Einnahme von Fluoxetin und längerdauernde Gesprächstherapie allmählich besser wurden. Es ging ihr so lange gut!
Jetzt haut sie das alles „voll rein“, was der Rheuma-Genesung natürlich auch überhaupt nicht guttut. Sie ist Witwe und lebt allein. Zum Krankheitsgefühl des Rheuma mit Schmerzen, Kraftlosigkeit etc. kommt die psychische Schieflage in Einsamkeit, und das ist eine, Entschuldigung, beschissene Kombination, ein Teufelskreis.
Gibt es Erfahrungen, Tips, Hilfestellung von Ihrer, Eurer Seite? Depression als Nebenwirkung von Cortison? Wie stünde es mit unterstützender Physiotherapie, Wassergymnastik etc. zur Schmerzlinderung und Entspannung und zum Kraftaufbau bzw. -erhalt? Akupunktur? Kann/darf der Hausarzt das verordnen angesichts der Rheuma-Diagnose?
Ich sehe nämlich die Gefahr, daß durch zunehmende Unbeweglichkeit wegen Schmerzen und Depression die Kraft rapide nachläßt, die Sturzgefahr steigt (und eine künstliche Hüfte hat sie schon ...). Sowohl meine Schwester als auch ich leben weit entfernt und können daher nicht akut praktisch helfend da sein. Töchterliche Telefonseelsorge wird natürlich gern und häufig geboten!
Wir freuen uns über jeden Rat und sagen schonmal dankeschön in die Runde!
susschen
wieder mal suche ich Rat im Namen meiner Mutter! Sie hat letzten Winter im Alter von 73 den allerersten Rheumaschub ihres Lebens bekommen, sehr heftig und leider zunächst nicht adäquat behandelt. Ich hatte im Februar mal dazu geschrieben - und sage nochmals danke für die aufmunternden Worte!
Nun ist sie bei einem Rheumatologen in Nürnberg in Behandlung, von dem sie einen guten Eindruck hat und gern hingeht, soweit man das von einem Arztbesuch sagen kann
Unter Cortison (derzeit 7,5 mg täglich nach anfänglichen 10 mg, soll langfristig auf 5 mg runter) geht es ihr jetzt prinzipiell schon deutlich besser. Schulter-Arm-Schmerzen treten dennoch häufig in den frühen Morgenstunden auf, lassen sich aber mit Schmerzmitteln (Tramadol) gut in den Griff kriegen. Ibuprofen und Diclofenac verträgt sie leider nicht (Allergie).
Das Cortison scheint nun allerdings bei ihr depressive Verstimmungen auszulösen: schlapp, niedergeschlagen, total appetitlos (bzw. Reingefülltes will schnell wieder zurück), mutlos und noch so etliche andere Losigkeiten dazu. Internetrecherchen haben mir erzählt, daß das gar nicht sooo selten zu sein scheint.
Meine Mutter hatte in der Vergangenheit schon schlimme depressive Episoden, die durch zeitweilige Einnahme von Fluoxetin und längerdauernde Gesprächstherapie allmählich besser wurden. Es ging ihr so lange gut!
Jetzt haut sie das alles „voll rein“, was der Rheuma-Genesung natürlich auch überhaupt nicht guttut. Sie ist Witwe und lebt allein. Zum Krankheitsgefühl des Rheuma mit Schmerzen, Kraftlosigkeit etc. kommt die psychische Schieflage in Einsamkeit, und das ist eine, Entschuldigung, beschissene Kombination, ein Teufelskreis.
Gibt es Erfahrungen, Tips, Hilfestellung von Ihrer, Eurer Seite? Depression als Nebenwirkung von Cortison? Wie stünde es mit unterstützender Physiotherapie, Wassergymnastik etc. zur Schmerzlinderung und Entspannung und zum Kraftaufbau bzw. -erhalt? Akupunktur? Kann/darf der Hausarzt das verordnen angesichts der Rheuma-Diagnose?
Ich sehe nämlich die Gefahr, daß durch zunehmende Unbeweglichkeit wegen Schmerzen und Depression die Kraft rapide nachläßt, die Sturzgefahr steigt (und eine künstliche Hüfte hat sie schon ...). Sowohl meine Schwester als auch ich leben weit entfernt und können daher nicht akut praktisch helfend da sein. Töchterliche Telefonseelsorge wird natürlich gern und häufig geboten!
Wir freuen uns über jeden Rat und sagen schonmal dankeschön in die Runde!
susschen
. Sonst wär ich vielleicht auch eher auf den Trichter gekommen.