Hallo erstmal an alle,
ich bin ganz neu und auch noch sehr verwirrt, habe bisher die Verdachtsdiagnose SLE und bekomme seit zehn Tagen Prednisolon als Stosstherapie ( drei Tage 100 mg, drei Tage 50 mg, jetzt 10 mg ) - und merke erst jetzt, wie schlecht es mir VORHER ging, da mit dem Cortison sich so vieles verbessert hat. Ging Euch das auch so ?
Aber zum besseren Verständnis : seit ca. 12 Jahren bin ich wegen häufiger Rückenschmerzen bei einer orthopädischen Gemeinschaftspraxis. Da ich auch schmerzhafte, geschwollene Fingergelenke und Knie habe, wurde irgendwann gesagt, ich hätte eine reaktive Arthritis und ich bekam Diclofenac und im Verlauf der Jahre weitere Schmerzmittel und Spritzen.
Vor zwei Jahren war ich im Urlaub in Spanien , schwanger im sechsten Monat und hatte dort ( wie schon öfter ) eine heftige Sonnenallergie ( dachte ich ), vor allem im Gesicht und Hals/ Dekolleté. Es kam ein Husten dazu, der sich bis heute hält und auch nicht auf Antibiotikum reagiert. Blasenentzündung mit leichter Blasenschwäche, die ja in der Schwangerschaft auch normal ist. Zurück aus dem Urlaub verstarb meine Mutter an Krebs. Drei Monate später wurde meine Tochter geboren. Seit diesem Urlaub ging es mir nur elend - müde, geradezu erschlagen, Schmerzen in den Knien und Schultern, sodass ich nicht schlafen kann und alle halbe Stunde aufwache, dadurch natürlich Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, verschwommenes Sehen, verwechsele Worte ( Ampel statt Lampe ) und fühle mich den normalen Herausforderungen im Alltag ( duschen, Wäsche machen, mit den Kindern zum Arzt oder etwas Spielen) gar nicht gewachsen. Verabredungen mache ich überhaupt nicht mehr ( seit einem Jahr) und mein Mann versteht die Welt nicht, weil er die Frau an seiner Seite nicht mehr kennt.
Bei meinem letzten Besuch beim Orthopäden sprach ich den Arzt an, dass er wegen Rheuma/Abklärung noch ein Blutbild machen wollte, und das tat er dann auch. Ergebnis : kein Rheumafaktor, Ana erhöht mit homogenem Muster - deshalb Vorstellung beim Rheumatologen ( ist in der Praxis, ein Glück ). Dieser befragte mich und stellte ein leichtes Schmetterlingserythem fest und sagte, es könne sich um Lupus handeln. Ich bekam - als Versuch - die Stosstherapie mit dem Cortison verschrieben und neue Bluttests wurden gemacht - Enas negativ, aber ddns wurde nicht untersucht ( ? ). Außerdem sind meine Lymphozyten ERHÖHT und ich habe eine Anämie.
Das Cortison wirkte überraschend schnell, bereits nach einigen Stunden wurden die Schmerzen weniger und nach zwei Tagen fühlte ich mich wie ein anderer Mensch. Mit zehn mg ist es nicht so stark, aber ich habe den Eindruck, dass der Körper sich darauf einstellt - nach drei Tagen mit zehn mg geht es besser. Mich erschreckt, in wie vielen Bereichen sich das bemerkbar macht - ich kann besser sehen, meine Verdauung funktioniert ( endlich mal wieder ), ich kann schlafen und der heftige Juckreiz, den ich sonst hatte, ist komplett weg. Meine Haut sieht viel besser aus ( hatte sonst überall diffuse Rötungen, auch sehr trockene, schuppige Haut ). Da ich alle diese Symptome, die jetzt verbessert sind, immer unter " schließlich wird man älter ", " du bist wohl depressiv wegen der Ereignisse - Tod der Mutter ", " als Mutter ist man nunmal permanent erschöpft" abgetan habe, denke ich jetzt, dass das alles Krankheitssymptome waren. Findet sich jemand hier wieder ? Hat Cortison bei euch auch diese Wirkung gehabt ? Und wäre die Wirkung auch da,wenn es "psychosomatisch" wäre ? Ich habe am Mittwoch den Termin bei Rheuma doc wegen der letzten Untersuchung ( habe die Blutwerte für meinen Hausarzt geholt, noch gar nicht mit dem Rheumadoc gesprochen ), und nachdem es mir jetzt so viel besser geht, habe ich Angst, dass er mir sagt, eigentlich haben sie gar nichts, es gibt keine Behandlung mehr und es wird mir wieder so schlecht gehen wie vorher.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mich vielleicht beruhigen - ich wäre so dankbar !!
Danken möchte ich sowieso schonmal für die Mühe, meinen langen und wahrscheinlich auch etwas verworrenen Text gelesen zu haben, sorry, ich bin momentan einfach sehr durcheinander.
Liebe Grüße
Tina :o
ich bin ganz neu und auch noch sehr verwirrt, habe bisher die Verdachtsdiagnose SLE und bekomme seit zehn Tagen Prednisolon als Stosstherapie ( drei Tage 100 mg, drei Tage 50 mg, jetzt 10 mg ) - und merke erst jetzt, wie schlecht es mir VORHER ging, da mit dem Cortison sich so vieles verbessert hat. Ging Euch das auch so ?
Aber zum besseren Verständnis : seit ca. 12 Jahren bin ich wegen häufiger Rückenschmerzen bei einer orthopädischen Gemeinschaftspraxis. Da ich auch schmerzhafte, geschwollene Fingergelenke und Knie habe, wurde irgendwann gesagt, ich hätte eine reaktive Arthritis und ich bekam Diclofenac und im Verlauf der Jahre weitere Schmerzmittel und Spritzen.
Vor zwei Jahren war ich im Urlaub in Spanien , schwanger im sechsten Monat und hatte dort ( wie schon öfter ) eine heftige Sonnenallergie ( dachte ich ), vor allem im Gesicht und Hals/ Dekolleté. Es kam ein Husten dazu, der sich bis heute hält und auch nicht auf Antibiotikum reagiert. Blasenentzündung mit leichter Blasenschwäche, die ja in der Schwangerschaft auch normal ist. Zurück aus dem Urlaub verstarb meine Mutter an Krebs. Drei Monate später wurde meine Tochter geboren. Seit diesem Urlaub ging es mir nur elend - müde, geradezu erschlagen, Schmerzen in den Knien und Schultern, sodass ich nicht schlafen kann und alle halbe Stunde aufwache, dadurch natürlich Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, verschwommenes Sehen, verwechsele Worte ( Ampel statt Lampe ) und fühle mich den normalen Herausforderungen im Alltag ( duschen, Wäsche machen, mit den Kindern zum Arzt oder etwas Spielen) gar nicht gewachsen. Verabredungen mache ich überhaupt nicht mehr ( seit einem Jahr) und mein Mann versteht die Welt nicht, weil er die Frau an seiner Seite nicht mehr kennt.
Bei meinem letzten Besuch beim Orthopäden sprach ich den Arzt an, dass er wegen Rheuma/Abklärung noch ein Blutbild machen wollte, und das tat er dann auch. Ergebnis : kein Rheumafaktor, Ana erhöht mit homogenem Muster - deshalb Vorstellung beim Rheumatologen ( ist in der Praxis, ein Glück ). Dieser befragte mich und stellte ein leichtes Schmetterlingserythem fest und sagte, es könne sich um Lupus handeln. Ich bekam - als Versuch - die Stosstherapie mit dem Cortison verschrieben und neue Bluttests wurden gemacht - Enas negativ, aber ddns wurde nicht untersucht ( ? ). Außerdem sind meine Lymphozyten ERHÖHT und ich habe eine Anämie.
Das Cortison wirkte überraschend schnell, bereits nach einigen Stunden wurden die Schmerzen weniger und nach zwei Tagen fühlte ich mich wie ein anderer Mensch. Mit zehn mg ist es nicht so stark, aber ich habe den Eindruck, dass der Körper sich darauf einstellt - nach drei Tagen mit zehn mg geht es besser. Mich erschreckt, in wie vielen Bereichen sich das bemerkbar macht - ich kann besser sehen, meine Verdauung funktioniert ( endlich mal wieder ), ich kann schlafen und der heftige Juckreiz, den ich sonst hatte, ist komplett weg. Meine Haut sieht viel besser aus ( hatte sonst überall diffuse Rötungen, auch sehr trockene, schuppige Haut ). Da ich alle diese Symptome, die jetzt verbessert sind, immer unter " schließlich wird man älter ", " du bist wohl depressiv wegen der Ereignisse - Tod der Mutter ", " als Mutter ist man nunmal permanent erschöpft" abgetan habe, denke ich jetzt, dass das alles Krankheitssymptome waren. Findet sich jemand hier wieder ? Hat Cortison bei euch auch diese Wirkung gehabt ? Und wäre die Wirkung auch da,wenn es "psychosomatisch" wäre ? Ich habe am Mittwoch den Termin bei Rheuma doc wegen der letzten Untersuchung ( habe die Blutwerte für meinen Hausarzt geholt, noch gar nicht mit dem Rheumadoc gesprochen ), und nachdem es mir jetzt so viel besser geht, habe ich Angst, dass er mir sagt, eigentlich haben sie gar nichts, es gibt keine Behandlung mehr und es wird mir wieder so schlecht gehen wie vorher.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mich vielleicht beruhigen - ich wäre so dankbar !!
Danken möchte ich sowieso schonmal für die Mühe, meinen langen und wahrscheinlich auch etwas verworrenen Text gelesen zu haben, sorry, ich bin momentan einfach sehr durcheinander.
Liebe Grüße
Tina :o
