[FONT="]@Kati: ich wollte nichts erzählen (man würde sterben, wenn man Kortison absetzt), ich habe im Internet nur öfter gelesen: „Kortison nie abrupt absetzen, das kann lebensgefährlich werden“. Habe nun aber verstanden, dass das nur für eine längere Therapie gilt und man keine Bedenken haben braucht, wenn man es ca. eine Woche genommen hat. [/FONT]
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[FONT="]Ich bin seit vielen Jahren an meiner psychischen Störung dran. Leider geht es mir aktuell körperlich so schlecht, dass ich etwas dagegen tun muss. Ich schlafe seit Wochen kaum noch, es ist immer rund um die Uhr jemand bei mir, ich habe schlimmste Schmerzen. Was Du von der Frau aus dem KH schreibst, klar „möchte“ ich so etwas nicht, ich habe viel wegen meiner Psyche versucht, ich habe eine schwere PTBS und komme selbst ohne Medikamente, die ich wegen etwas Körperlichem nehmen muss, schwer klar.[/FONT]
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[FONT="]Insbesondere weil im Beipackzettel steht, dass Kortison bei psychischen Erkrankungen kritisch (und anregend) ist, hatte ich leider zuviel Angst, dass ich dann sterbe (sicherlich irrational).[/FONT]
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[FONT="]@Caro:[/FONT]
[FONT="]Insgesamt war ich wohl recht durcheinander, welchem Plan ich folgen sollte:[/FONT]
[FONT="]Meine Hausärztin gab mir ganz am Anfang einen Plan für eine einwöchige Kortisontherapie, der ging mit 2 Tage 30mg los, dann reduzieren.[/FONT]
[FONT="]Sie schickte mich aber zu dem Zeitpunkt zu einer Internistin und zu einem internistischen Rheumatologen.[/FONT]
[FONT="]Die Internistin (mit Zusatzbezeichnung Rheumatologin) sagte, ich solle jeden Tag 10mg Kortison nehmen, einfach als Versuch, nicht weil es bisher einen Anhaltspunkt für Rheuma gäbe. Einen Tag später war der Termin bei dem Rheumatologen. Er sagte, wenn ich es vor Schmerzen nicht mehr aushalte, soll ich 20mg nehmen.[/FONT]
[FONT="]Er nahm Blut ab, der Besprechungstermin steht noch aus, die Werte wurden aber schon an meine Ärztin geschickt, es war nichts auffällig, außer leicht erhöhter ANAs (1:160), die ich seit vielen Jahren so habe und die auch schon mal höher waren.[/FONT]
[FONT="]Meine Ärztin schickte mich dann zu einem Orthopäden. Der veranlasste das MRT, in dem man Entzündungen und Flüssigkeit ums Sprunggelenk sah. Er schaute sich auch die Blutwerte an und meinte, wenn CRP und BSG negativ seien, könnte ich kein Rheuma haben.[/FONT]
[FONT="]Meine Ärztin hat auch einen Bogen von einer Rheumapraxis da, bei der man sich zu einer Akutsprechstunde anmelden kann. Dort wird auch CRP und BSG abgefragt, um zu schauen, ob man akut kommen darf oder nicht. Sie meinte, wenn sie da rein schreibt, CRP und BSG negativ, dann glaube sie nicht, dass ich dann als akuter Rheumafall gelte, weil sie sich auch unsicher ist, ob es mit negativem CRP und BSG überhaupt etwas Rheumatisches sein kann. Scheinbar gibt es da keinen Konsens unter den Ärzten.[/FONT]
[FONT="]Ich wurde dann noch zu einem Chirurgen geschickt, der sich das MRT anschauen sollte. Er gab mir seinen Standardbehandlungsplan mit den 60mg.[/FONT]
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[FONT="]Irgendwie hat jeder also zumindest was die Dosierung betrifft einen anderen Vorschlag. [/FONT]
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[FONT="]@Inge: ja, danke, das habe ich z.T. auch schon gemacht, leider halte ich es in Arztpraxen noch schlechter aus. Habe mich dann manchmal einfach vor ein Krankenhaus gesetzt. Bin eigentlich kaum in der Lage, in eine Arztpraxis zu gehen, das Haus zu verlassen. Psychotherapien habe ich schon einige hinter mir, mein psychischer Zustand war schon wesentlich schlimmer als im Moment. Es gab Zeiten, da konnte ich auch fast keine Nahrung zu mir nehmen, nur Kartoffeln und Möhren, weil alles andere Todesängste mit Notarzt rufen auslöste. Meine PTBS ist leider ziemlich massiv. Bin schon froh, dass es etwas besser ist, aber leider immernoch sehr schlecht. Mein Psychiater sagte irgendwann, er verschreibt mir keine Antidepressiva mehr (nachdem wir vieles zusammen versucht hatten), denn selbst wenn wir die Tropfen genommen haben und ich mit einem Tropfen anfangen konnte, endete es meist im Fiasko. Er sagte, wir müssen erst versuchen, mich über den Alltag ein bisschen zu stabilsieren, dass die Traumastörung ein bisschen in den Hintergrund treten kann und ich nicht bei allem, was ich intus nehme, dieses Kontrollverlustgefühl mit traumatischen Ängsten bekomme, sondern ein klein wenig wieder ein Vertrauen in meinen Körper bekomme, dass ihn so schnell nichts umbringt. Er meinte, das gehe aber nicht über den Kopf/Verstand, weil es eben traumatisch bedingte Todesängste sind, sondern über gewisse Dinge im Alltag, die wir versucht haben, zu stabilisieren.
Leider könnte ich aktuell oft schreien vor Schmerzen in den Füßen, habe das Gefühl, mir zerschneidet jemand meinen Fuß, sonst hätte ich mich wahrscheinlich auch gar nicht zu dem Kortison entscheiden können. Heute Nacht tat mir mein großer Fußzeh so extrem weh. Heute sind noch zwei Finger der einen Hand und das Handgelenk dazu gekommen. Ich habe in meiner Verzweiflung sogar Tramal genommen, vor dem ich ziemlich Angst hatte und Ibuprofen. Die Schmerzen sind schier unaushaltbar.

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[FONT="]@Frau Meier:[/FONT]
[FONT="]Als es damals mit der Borreliose los ging (vor ca 15 Jahren), da war man sich am Anfang auch nicht sicher, ob es nur Borreliose ist oder zusätzlich etwas rheumatisches. Damals waren die ANAs bei 1:640 und die Borrelienwerte erhöht. Damals war ich bei einem Rheumatologen, der sich auch mit Borreliose gut auskannte. Er sagte, ich solle eine Woche lang 5-10mg Decortin nehmen und wenn sich dann an den Schmerzen nichts verbessert, dann kämen sie von der Borreliose und nicht durch Rheuma. Wenn es Rheuma wäre, müsste sich unter dieser Medikation etwas bessern. [/FONT]
[FONT="]Mich verwirrt, dass die beiden Rheumatologen mir 10mg bzw. 20mg aufgeschrieben haben und nicht mehr. Der Chirurg hatte mir mehr aufgeschrieben. In den letzten zwei Tagen sind die Schmerzen stärker geworden. Bisher zeigen sich im Blut keine Entzündungszeichen.[/FONT]
[FONT="]Jeder Arzt sagt irgendwie etwas anderes (wenn CRP und BSG normal, kann es nichts Rheumatisches sein, doch, kann sein, mit 10-20mg müssten Sie etwas merken, nein, vielleicht war es zu niedrig).[/FONT]
[FONT="]Damals wurde die Borreliose lange Zeit nicht erkannt. Ich habe immer mal wieder Schübe, die aber von der Symptomatik anders sind, als das was ich jetzt habe. Es flammt aber immer mal wieder auf. Die Ärztin, die mich auf Borreliose behandelt, sagt, es könne (aber muss nicht) sein, dass die Beschwerden durch die Borreliose kommen. Sie sagt, man kann es wohl nur durch verschiedene Therapieversuche herausfinden. [/FONT]
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[FONT="]Ich bin mir einfach unsicher, ob es nicht zumindest eine kleine Besserung der Beschwerden durch die 20mg (heute habe ich 30mg genommen) geben müsste, wenn es etwas rheumatisches sein sollte (so wie es damals der Rheumatologe sagte, aber jeder sagt eben etwas anderes). Weiß ja leider noch nicht mal, welcher Arzt "recht hat", der Orthopäde sagte das so überzeugt: wenn CRP und BSG negativ sind, können Sie kein Rheuma haben. Aber da Ibuprofen und Tramal alleine nichts brachten und ein anderer Arzt sagte: doch es gibt auch seronegatives Rheuma, habe ich mit dem Kortison angefangen.
Rufe am Montag den Rheumatologen an, der die Blutwerte veranlasst und mir die 20mg aufgeschrieben hat.
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