Soschn
Dr. Hinkebein
Ihr lieben,
da derzeit wieder eine Art Kurswechsel in der Behandlung chronischer Schmerzen vor sich geht - definitiv mit bedingt durch die Horden an gewissenlosen und betrügerischen Drogensüchtigen welche gerne verschreibungspflichtige, hier auch besonders aus der Klasse der Betäubungsmittel kommenden Medikamente sich unter Vortäuschung schwerer Schmerzen oder in Berufung auf wirklich existierende Erkrankungen sich, meist von hilfsbereiten Hausärzten ihre, ich sags mal jetzt sarkastisch, bitte nicht falsch verstehen;
Dies führte schon zu Rundschreiben seitens der kassenärztlichen Vereinigung und der Apothekerverbände Dieser Zustand ist nicht nur unverfroren und nervig, sondern geht wieder zu Lasten der Schmerzpatienten, die gerade sehr häufig aus unserem Krankheitskreis mit entspringen.
Durch diverse Fortbildungen und Schulungen zu diesem Thema bekam ich mit, dass der Trend auch dahin geht, wie schon erwähnt, man als Patient mit den Schmerzen leben muss und es lernen soll, auch stärkere Schmerzen mit möglichst keiner oder geringer Medikation auszuhalten bzw. die Angabe, dass bei Fibro oder chronischen Schmerzen Schmerzmittel nicht helfen. Hier verweise ich auch auf einen Beitrag auf der Startseite von R-o, wo es um die neuen Leitlinien zur Behandlung von Fibro ging
Die Realität sieht anders aus, bei den meisten von uns. Sicher ist es logisch, dass man nach allen Wegen versucht mit der Krankheit zu leben. Es bleibt uns ja nichts anders über, oder wie seht ihr das?
Psychologische Verfahren, Entspannungsübungen, Kreativität Bewegung, neue Konzepte wie Fantasiereisen, Pilates, TENS, Wärme-Kälte-manuelle Therapie, Physio, Ergo, diverse Bäder, spezielle Bewegungsübungen, Qui-Gong, Meditation, Ahnenbesänftigung, Tanztherapie, Gymnastik, Wassersport, fernöstliche Therapieformen, heilpraktische Ansätze, ich gehe davon aus, dass mindestens die Hälfte der Schmerzpatienten hier schon min. drei der aufgezählten verfahren versucht hat oder auch dauerhaft durchführt.
Es ist der Trend, teilweise wieder wenig und nach Möglichkeit keine "starken" oder generell wenig Medikamente zu geben, es wird auch viel das Hauptaugenmerk auf rezeptfreie Sachen wie Ibu 400, Voltaren 12,4-25 mg, Paracetamol ( Vorsicht damit) gelegt.
Auch spielt immer wieder öfters das Budget eine Rolle, obwohl dies nicht sein sollte. Beratung nach allen Richtungen, neuen Wegen, anderen Aspekten unter ständiger Wahrung der Würde und der Persönlichkeit ist in 3-5 Minuten Verlaufsvisite nicht drin. Oftmals wird man sogar schon von den Praxishelferinnen sozusagen "abgewimmelt", da diese den ihren Chef ja vor den nervigen und zeit- und Budget raubenden Chronikern bewahren wollen. Dies ist für uns, mit Verlaub gesagt, besonders scheisse, wenn eine Akutsituation auftritt!
Ein Mensch, der noch nie über einen längeren Zeitraum Schmerzen hatte, kann nicht wissen, "wie wir uns fühlen". Wie jeder Mensch individuell ist, so ist auch das erleben und verarbeiten von Schmerz individuell- Es nicht mit generellen Abschiebungen in diverse Richtungen, Aussagen, dass man es uns nachfühlen kann, dass man doch jetzt dies und jenes streichen muss etc. pp.
Zu meinem Erschrecken propagieren jetzt auch wieder viele Ärzte auf sogenannten "Medikamentenentzügen" Hier wird, teilweise recht rasch, die Medikamentendosis, vor allem Schmerzmittel, bis zur Null-Linie herabgesetzt. Nur eher selten, ca. 40-50% der Patienten werden hier wieder auf eine neue Medikamentenmischung/Schmerzmedikation eingestellt. Diese Aussage habe ich aus erster Hand von Dr. Risak aus dem Nürnberger Klinikum, Abteilung Schmerztherapie.
Es gibt mir immer wieder zu denken...
Auf diese Art und Weise wird einem suggeriert, dass man, durch das Wort Entzug bedingt, ja auf einer Art und Weise ja doch süchtig ist, obwohl die Pharmaindustrie und große Teile der Forschung sagen bzw. sagten, gerade bei retardierten Opiaten gäbe es keine Abhängigkeit und schon gar nicht bei Sachen wie Novalgin, die Antirheumatika, Sachen wie Lyrica, Neurontin (Gabapentin) etc.
Es ist so, dass man, neben dem eigentlichen Rheuma halt krank ist, hier bedingt durch Aktivitäten, die im Körper vor sich gehen. Wie man es benennt, ist hier egal, dies ändert sich sowieso aller paar Jahre. Aber es ist definitiv ein Unterschied zu psychiatrischen Erkrankungen wie die "stoffgebundenen Süchte", rein psychische oder psychosomatische Erkrankungen oder die gern als Schnelldiagnose der Mediziner genutzten übersteigerte Empfindlichkeit/Hysterie/Hypochondrie.
Keinem herzkranken Menschen oder einem insulinpflichtigen Menschen wird man seine Medikamente entziehen, weil er "süchtig", "abhängig" oder "Missbrauchs-
Anzeichen" hat.
Wir sind in erster Linie, jedenfalls die meisten, körperlich krank. Psychiatrische Erkrankungen oder psychosomatische Erkrankungen, ja auch viele sich chronifizierenden Prozesse sind somit reaktiv bedingt, also hervorgerufen bzw. stark begünstigt durch die Grunderkrankung.
Aber man wird, wie es oft so ist, in Schubladen gesteckt. Daher müssen wir uns einfach wehren und unsren Standpunkt klar machen. Das sammeln und bereithalten von Befunden, gerade auch in digitaler Version erleichtert uns das leben, gerade wenn Not am Mann ist und man den Bereitschaftsarzt bemühen muss oder kurzfristig gezwungen ist, das Krankenhaus aufzusuchen.
Doch der langen Worte genug gewechselt, der Tee ist fast alle und mein Rücken will zu Bett:
Man kann, gerade bei Schmerzen und Bewegungsstörungen den besten Effekt nur erreichen, indem man multimodale Verfahren anwendet, das heißt, mit vielen sich ergänzenden Faktoren arbeitet. Gute Ärzte berücksichtigen dies und schreiben auch die Rezepte für Physio und Ergo auch über den Regelfall hinaus. Wer einen Psychologen benötigt, hat vor allem in den Städten eher das Glück auf einen Platz auf dem Lande. Die oben genannten Optionen können wunderbar ergänzend helfen. Aber man kommt noch besser klar, wenn man sich austauscht. Daher bite ich euch, machen wir doch eine Infosammlung, was für Dinge euch wirklich helfen/geholfen haben und wie ihr das mit den Ärzten regelt. Gerade hier sei doch mal unser Augenmerk auf das gerichtet, was man wirklich an Hausmitteln nehmen kann, bei Schwellungen, Entzündungen, Schmerzen, Wickel, Einreibungen, Rezepturen für diverse Einreibungen oder gar Produkte, die ihr nehmt.
Aber auch alternative verfahren wie diverse Infusionen oder Blockaden/Verödungen der Nerven (meist Klinik wären interessant und natürlich, ob ihr wegen der Schmerzen schon stationär wart, vor allem wo und was es brachte oder nicht brachte.
Helfen wir uns gegenseitig. Schauen wir nach allen Richtungen, geben Bewertungen und Tipps, unter dem Gesichtspunkt der gegenseitigen Akzeptanz, Toleranz, Hilfsbereitschaft und des sinnvollen Austauschs für einen Aspekt unserer Erkrankung(en), der als einer der wichtigsten gilt.
ich hoffe wirklich, dass sich viele der Nutzer und leser beteiligen. Ich weiß auch, das solche Themen schon diskutiert wurden. Aber nur indem man Sachen aktuell hält und immer wieder neue Erkenntnisse beiträgt und zusammen mit alten Erfahrungen bearbeitet, bedenkt und teilt, können alle etwas davon haben.
ich wünsche eine gute Nacht, gute Tage und Wohlbefinden
aus dem nasskalten Oberbayern,
Sosch
PS: Ich mache absichtilich nicht den Anfang. Denn ich habe ihn schon gemacht. Ich schalte mich aber einfach zwischendurch mit ein-
Euer Sosch
da derzeit wieder eine Art Kurswechsel in der Behandlung chronischer Schmerzen vor sich geht - definitiv mit bedingt durch die Horden an gewissenlosen und betrügerischen Drogensüchtigen welche gerne verschreibungspflichtige, hier auch besonders aus der Klasse der Betäubungsmittel kommenden Medikamente sich unter Vortäuschung schwerer Schmerzen oder in Berufung auf wirklich existierende Erkrankungen sich, meist von hilfsbereiten Hausärzten ihre, ich sags mal jetzt sarkastisch, bitte nicht falsch verstehen;
versorgen.AOK Drogen
Dies führte schon zu Rundschreiben seitens der kassenärztlichen Vereinigung und der Apothekerverbände Dieser Zustand ist nicht nur unverfroren und nervig, sondern geht wieder zu Lasten der Schmerzpatienten, die gerade sehr häufig aus unserem Krankheitskreis mit entspringen.
Durch diverse Fortbildungen und Schulungen zu diesem Thema bekam ich mit, dass der Trend auch dahin geht, wie schon erwähnt, man als Patient mit den Schmerzen leben muss und es lernen soll, auch stärkere Schmerzen mit möglichst keiner oder geringer Medikation auszuhalten bzw. die Angabe, dass bei Fibro oder chronischen Schmerzen Schmerzmittel nicht helfen. Hier verweise ich auch auf einen Beitrag auf der Startseite von R-o, wo es um die neuen Leitlinien zur Behandlung von Fibro ging
Die Realität sieht anders aus, bei den meisten von uns. Sicher ist es logisch, dass man nach allen Wegen versucht mit der Krankheit zu leben. Es bleibt uns ja nichts anders über, oder wie seht ihr das?
Psychologische Verfahren, Entspannungsübungen, Kreativität Bewegung, neue Konzepte wie Fantasiereisen, Pilates, TENS, Wärme-Kälte-manuelle Therapie, Physio, Ergo, diverse Bäder, spezielle Bewegungsübungen, Qui-Gong, Meditation, Ahnenbesänftigung, Tanztherapie, Gymnastik, Wassersport, fernöstliche Therapieformen, heilpraktische Ansätze, ich gehe davon aus, dass mindestens die Hälfte der Schmerzpatienten hier schon min. drei der aufgezählten verfahren versucht hat oder auch dauerhaft durchführt.
Es ist der Trend, teilweise wieder wenig und nach Möglichkeit keine "starken" oder generell wenig Medikamente zu geben, es wird auch viel das Hauptaugenmerk auf rezeptfreie Sachen wie Ibu 400, Voltaren 12,4-25 mg, Paracetamol ( Vorsicht damit) gelegt.
Auch spielt immer wieder öfters das Budget eine Rolle, obwohl dies nicht sein sollte. Beratung nach allen Richtungen, neuen Wegen, anderen Aspekten unter ständiger Wahrung der Würde und der Persönlichkeit ist in 3-5 Minuten Verlaufsvisite nicht drin. Oftmals wird man sogar schon von den Praxishelferinnen sozusagen "abgewimmelt", da diese den ihren Chef ja vor den nervigen und zeit- und Budget raubenden Chronikern bewahren wollen. Dies ist für uns, mit Verlaub gesagt, besonders scheisse, wenn eine Akutsituation auftritt!
Ein Mensch, der noch nie über einen längeren Zeitraum Schmerzen hatte, kann nicht wissen, "wie wir uns fühlen". Wie jeder Mensch individuell ist, so ist auch das erleben und verarbeiten von Schmerz individuell- Es nicht mit generellen Abschiebungen in diverse Richtungen, Aussagen, dass man es uns nachfühlen kann, dass man doch jetzt dies und jenes streichen muss etc. pp.
Zu meinem Erschrecken propagieren jetzt auch wieder viele Ärzte auf sogenannten "Medikamentenentzügen" Hier wird, teilweise recht rasch, die Medikamentendosis, vor allem Schmerzmittel, bis zur Null-Linie herabgesetzt. Nur eher selten, ca. 40-50% der Patienten werden hier wieder auf eine neue Medikamentenmischung/Schmerzmedikation eingestellt. Diese Aussage habe ich aus erster Hand von Dr. Risak aus dem Nürnberger Klinikum, Abteilung Schmerztherapie.
Es gibt mir immer wieder zu denken...
Auf diese Art und Weise wird einem suggeriert, dass man, durch das Wort Entzug bedingt, ja auf einer Art und Weise ja doch süchtig ist, obwohl die Pharmaindustrie und große Teile der Forschung sagen bzw. sagten, gerade bei retardierten Opiaten gäbe es keine Abhängigkeit und schon gar nicht bei Sachen wie Novalgin, die Antirheumatika, Sachen wie Lyrica, Neurontin (Gabapentin) etc.
Es ist so, dass man, neben dem eigentlichen Rheuma halt krank ist, hier bedingt durch Aktivitäten, die im Körper vor sich gehen. Wie man es benennt, ist hier egal, dies ändert sich sowieso aller paar Jahre. Aber es ist definitiv ein Unterschied zu psychiatrischen Erkrankungen wie die "stoffgebundenen Süchte", rein psychische oder psychosomatische Erkrankungen oder die gern als Schnelldiagnose der Mediziner genutzten übersteigerte Empfindlichkeit/Hysterie/Hypochondrie.
Keinem herzkranken Menschen oder einem insulinpflichtigen Menschen wird man seine Medikamente entziehen, weil er "süchtig", "abhängig" oder "Missbrauchs-
Anzeichen" hat.
Wir sind in erster Linie, jedenfalls die meisten, körperlich krank. Psychiatrische Erkrankungen oder psychosomatische Erkrankungen, ja auch viele sich chronifizierenden Prozesse sind somit reaktiv bedingt, also hervorgerufen bzw. stark begünstigt durch die Grunderkrankung.
Aber man wird, wie es oft so ist, in Schubladen gesteckt. Daher müssen wir uns einfach wehren und unsren Standpunkt klar machen. Das sammeln und bereithalten von Befunden, gerade auch in digitaler Version erleichtert uns das leben, gerade wenn Not am Mann ist und man den Bereitschaftsarzt bemühen muss oder kurzfristig gezwungen ist, das Krankenhaus aufzusuchen.
Doch der langen Worte genug gewechselt, der Tee ist fast alle und mein Rücken will zu Bett:
Man kann, gerade bei Schmerzen und Bewegungsstörungen den besten Effekt nur erreichen, indem man multimodale Verfahren anwendet, das heißt, mit vielen sich ergänzenden Faktoren arbeitet. Gute Ärzte berücksichtigen dies und schreiben auch die Rezepte für Physio und Ergo auch über den Regelfall hinaus. Wer einen Psychologen benötigt, hat vor allem in den Städten eher das Glück auf einen Platz auf dem Lande. Die oben genannten Optionen können wunderbar ergänzend helfen. Aber man kommt noch besser klar, wenn man sich austauscht. Daher bite ich euch, machen wir doch eine Infosammlung, was für Dinge euch wirklich helfen/geholfen haben und wie ihr das mit den Ärzten regelt. Gerade hier sei doch mal unser Augenmerk auf das gerichtet, was man wirklich an Hausmitteln nehmen kann, bei Schwellungen, Entzündungen, Schmerzen, Wickel, Einreibungen, Rezepturen für diverse Einreibungen oder gar Produkte, die ihr nehmt.
Aber auch alternative verfahren wie diverse Infusionen oder Blockaden/Verödungen der Nerven (meist Klinik wären interessant und natürlich, ob ihr wegen der Schmerzen schon stationär wart, vor allem wo und was es brachte oder nicht brachte.
Helfen wir uns gegenseitig. Schauen wir nach allen Richtungen, geben Bewertungen und Tipps, unter dem Gesichtspunkt der gegenseitigen Akzeptanz, Toleranz, Hilfsbereitschaft und des sinnvollen Austauschs für einen Aspekt unserer Erkrankung(en), der als einer der wichtigsten gilt.
ich hoffe wirklich, dass sich viele der Nutzer und leser beteiligen. Ich weiß auch, das solche Themen schon diskutiert wurden. Aber nur indem man Sachen aktuell hält und immer wieder neue Erkenntnisse beiträgt und zusammen mit alten Erfahrungen bearbeitet, bedenkt und teilt, können alle etwas davon haben.
ich wünsche eine gute Nacht, gute Tage und Wohlbefinden
aus dem nasskalten Oberbayern,
Sosch
PS: Ich mache absichtilich nicht den Anfang. Denn ich habe ihn schon gemacht. Ich schalte mich aber einfach zwischendurch mit ein-
Euer Sosch

Oder überhaupt davon mal was gehört?
Das hat mir echt gut geholfen.