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chronische Polyarthritis- merkwürdige erfahrung

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von wynnd, 21. August 2009.

  1. wynnd

    wynnd Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    erst einmal zu mir, ich bin 19 jahre alt, komme aus hh und habe seit 2 1/2 jahren polyarthritis. zurzeit nehme ich ich täglich 1250mg naproxen, 20mg arava und wöchentlich 50mg enbrel.

    bevor gleich unzählige antworten kommen wie unverantwortlich und unmöglich ich mit dieser medikamention umgehe, bitte ich euch zu bedenken, dass sich hier sicherlich jeder nicht immer und ausschließlich nach seiner krankheit richtet und lebt!

    nun zur sache:

    auf einigen feiern trinke ich relativ viel alkohol, nicht so, dass ich zu nichts mehr zu gebrauchen bin, aber doch schon in einem maße, in dem man von mir keine sonderlich hochwertigen motorischen fähigkeiten erwarten sollte. natürlich lasse ich bei solchen gelegenheiten arava und naproxen komplett weg.

    jetzt könnte man meinen, dass ich am nächsten morgen( wohl eher mittag :rolleyes: ) die quittung für dieses verhalten zahlen müsste, aber dem ist nicht so!

    die ewige morgensteifigkeit die ich sonst in den gelenken habe ist völlig verschwunden, ich fühle mich mal ganz abgesehen von einem eventuell etwas schweren kopf völlig gesund!! ich habe in den gelenken überhaupt keine schmerzen!!! als wenn der alkohol die ganze krankheit zur strecke gebracht hätte, was zumindest bei mir noch mit keinem medikament geklappt hat!!
    nach solchen tagen nehm ich ganz normal meine tabletten weiter und habe dann auch die normale morgensteifigkeit wieder ( auch nicht schlimmer als davor) das ganze ist wie gesagt keine einmalige sache, sondern kommt so alle 2 monate mal vor... bis jetzt war es jedes mal das gleiche....

    jetzt meine frage an euch: habt ihr eventuell ähnliche erfahrungen gemacht? und wie kann so etwas sein???


    also nochmal: ich habe lange überlegt ob ich die frage überhaupt stellen kann... meinen arzt wollte ich diesbezüglich lieber vorerst auch nicht befragen...
    also bitte nicht nur negative kritik, es ist wirklich eine ernst gemeinte frage, die mich schon seit längerem beschäftigt:beerchug:

    vielen dank schon einmal für antworten :)


    /bitte verschieben falls ich die falsche rubrik erwischt habe
     
  2. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Hallo Wynnd,

    Keine Angst, ich werde Dir keine Standpauke halten. Komisch ist das allerdings schon, das nachdem Du einen ordendlich abgebissen hast, keine Schmerzen hast. Aber ich glaube, das Alkohol auch betaeubend sein kann, als ich jung war und Zahnschmerzen hatte, habe ich oft Alk. auf den betroffenen Zahn gemacht und die Schmerzen sind oft weggegangen. Vielleicht hat noch jemand eine Antwort fuer Dich.

    Liebe Gruesse
    Debby
     
  3. Nora_Luka

    Nora_Luka Neues Mitglied

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    Naja, vielleicht liegt es ja einfach nur daran, dass du die Zeit deiner eigentlichen "Morgensteifigkeit" einfach verschläfst ;)

    Bin aber kein Experte auf diesem Gebiet- bei mir bewirken kurze Nächte mit Alk das Gegenteil, mir tut alles weh :mad: kann allerdings auch nicht bis Mittag schlafen, sondern wache immer zur selben Zeit auf, egal wann ich zu Bett gehe...

    LG

    Nora
     
  4. Krümmel

    Krümmel Neues Mitglied

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    Hallo

    Hallo erstmal
    Also ich will dir auch keine Standpauke halten aber ich finde dein Verhalten auch eher unverantwortlich
    Denn ich denke es fatal zu denken das es dir mit dem Alkohol so gut geht
    ich kann nicht sagen ob es am Alter liegt oder den medis bei mir ist es so wenn ich was trinken würde dann würde es mir noch schlechter gehen
    Du hast vieleicht dieses Hochgefühl noch doch bedenke deine Leber hat schon sehr viel zu verarbeiten irgendwo müssen die Medis ja abgebaut werden und du giebst der Leber noch ein wenig mehr zu tun
    Nein kann ich dir sagen ich halte dein Verhalten nicht für richtig und kann das auch nicht unterstützen aber jeder sollte so leben wie er mag und wenn du das für gut befindest dann mach es
    Nun kann mich jeder zerreißen der will aber es ist meine Meinung
    schönes Wochenende wünscht krümmel
     
  5. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    Hallo wynnd .....

    zwei- oder dreimal hab ich deinen Beitrag durchgelesen und darüber nachgegrübelt.
    Das ist ein Trugschluss, dem du da nachrennst .... mach keinen Sch.....!!!
    So, jetzt ist es raus - soll auch keine Standpauke sein, aber ich finde es irgendwie (vorsichtig ausgedrückt) kribbelig.

    Was auch immer dafür sorgt, dass du diese glücklichen Tage haben darfst, wo keine Morgensteifigkeit und Schmerzen dich plagen - das hast du auf keinen Fall irgendeiner "guten Eigenschaft" des Alkohols zu verdanken. Lass dich da nicht verleiten, Mensch.

    Du nimmst Hammer-Medikamente - regelmäßig, weil du eine chronische Erkankung hast und ohne diese Medikamente nicht klarkämst. Ich will ja nicht sagen, dass ich nicht schon mal über'n Zappen gehauen hätte - keiner von uns trägt da einen Heiligenschein behaupte ich jetzt mal so ganz fröhlich - aber: Du schießst dir mit derartigem Verhalten ein Eigentor!!!!
    Mach das nicht, Mensch.

    Glaub einfach an irgendeinen anderen ganz besonderen glücklichen Umstand, der dafür sorgt, dass es dir gut gehen "kann" - aber das kommt nicht durch den Alkoholkonsum zustande ..... glaub nicht so was ....

    Sei mir nicht böse - ich meine das, was ich schreibe, wirklich nur gut!

    Alle guten Wünsche von
    Marion

    .....
     
  6. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Es gibt ja auch einen einfachen Test, um eine "angenommene" Wirkung des Alkohols festzustellen. Wenn Du weißt, daß Du mal wieder trinkst, stell Dir einfach den Wecker auf Deine übliche Weckzeit. Wenn Du dann aufstehst, dürfte die Morgensteifigkeit da sein. Der Alkohol brennt diese nicht weg, dieser Effekt kommt schlicht durch das (teils viel) spätere Aufstehen als sonst. Nicht umsonst heißt dieses Symptom ja auch "Morgen"-Steifigkeit.
     
  7. padost

    padost Neues Mitglied

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    mmmmh, also ich habe auch "Morgensteifigkeit" wenn ich wirklich mal spät aufstehe, weil ich mich einfach noch nicht einbewegt habe...............
    Diese Steifigkeit ist nicht einfach weg nur weil ich den morgen verschlafen habe.
    Deine Beobachtung, Wynnd, ist schon eine Abklärung beim Doc wert. Ich würde ihn wirklich fragen. Ich will Alkohol nicht gut heißen, ich vertrage zum Beispiel überhaupt kein Alkohol mehr. Natürlich sind das Megamedis die du nimmst und in Verbindung mit Alkohol nicht ohne.
    Ich kann aber nachvollziehen, dass du gerade in deinem Alter auch mal, "normal" sein willst und über die Stränge hauen willst,-- aber leider hast du nun mal diese Erkrankung und deine Leber hat eh Stress.
    Mich würde es an deiner Stelle interessieren, warum dein Körper so reagiert und vielleicht gibt Dein Doc dir ja eine Erklärung.

    Viele Grüße
    Padost
     
  8. Locin32

    Locin32 Immer neugierig

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    Hallo wynnd,


    ich glaube das es damit zu tun hat, das Dein Immunsystem und Dein Körper, damit beschäfftigt sind den Alkohol wieder los zu werden.

    Also, Dein Immunsystem wird durch den hohen Alkoholkonsum so geschwächt das es sich nicht mehr gegen die Gelenke richten kann.

    Ich denke mal ein paar Tage später müßtest Du eigentlich mehr Probs haben oder?

    Hast Du schon mal einen schweren Infekt gehabt?
    Ist Dir dabei vielleicht aufgefallen das Du im Moment des Infektes kaum noch Probleme mit deinen Gelenken hattest und sobald der Infekt am abklingen war ging es wieder los?


    Gegen Alkohol habe ich im Prinzip nichts und Du musst das auch ganz alleine wissen.
    Mit den Folgen musst Du ja dann auch irgendwann alleine klarkommen also von daher mach so wie Du denkst.

    Liebe Grüße
    Locin32
     
  9. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Auf vielen Beipackzetteln steht, dass Alkohol die Wirkung verstärkt.
    Nun ist es ja nicht so, dass die Medikamente 10 Minuten nach der Einnahme wieder aus dem Körper sind. Normalerweise braucht das viele Stunden, wenn nicht Tage, sogar, wenn Du die Wirkung gar nicht mehr spürst, ist es noch im Körper. Ich denke zu dieser "Verstärkungswirkung" kommt wohl auch eine persönliche Sensibilität dazu. D.h. jeder reagiert anders auf Alkohol, und bei dir verstärkt es wohl stark die Medikamentenwirkung.

    Übrigens: wenn ich die Nacht durchmache habe ich auch keine Morgensteifheit:D... (und es ist nicht Leberschädigend:cool:!!!)
     
  10. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Also

    Hallo,

    generell st bei Alkohol klar zu sehen, daß gerade Alkohol in grösseren Mengen eine nicht unerhebliche Übersauerung im Körper produziert, was wiederum dazu beiträgt, daß sich Schmerzen verstärken - es gibt Alkoholika, die verträglich sind, jedoch gilt für alle Sorten bei chronisch Kranken: FINGER WEG von mehr als 1 Glas max. 2 am Tag !!!!!!!!!!!!!!!!

    Klar, jung, dynamisch, unsterblich !

    Geniessen kann man Jung sein aber auch mit weniger Allohol und wenn man darüber nachdenkt, daß man irgendwie auch älter werden will, werden sich die Auswirkungen dann zeigen.

    Nein, es ist so wie die anderen sagen: Alkohol überdeckt das Problem längere Zeit und dann glaubt man, es komme daher. Alkohol und Tabletten passen NIE zusammen.

    Verantwortung für seinen Körper und sein Leben sieht also anders aus.

    Gruss

    PUMPKIN
     
  11. sisu-natascha

    sisu-natascha Was würde die Liebe tun?

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    Ich schließe mich an - keine Standpauke, aber ein bisschen Nachdenken solltest du...

    Ich nehme auch 20mg Arava und ergänzend, wenn nötig, Ibuprofen 500.

    Ich verzichte komplett auf Alkohol, nach ein paar üblen Erfahrungen bei Verstoß gegen diesen Verzicht...

    Es könnte gut möglich sein, dass du die Morgensteifigkeit verschläfst bzw. der Alkohol die Schmerzen dämmt.

    Generell solltest du aber bei einer Therapie mit Arava keinen Tag aussetzen, sonst bringt die ganze Therapie nix.

    Und die Gesundheit ist doch wichtiger als der Alkohol, oder? ;)
     
  12. e3190

    e3190 Neues Mitglied

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    also ich muss wynnd jetzt mal ein bisschen in schutz nehmen....
    ich bin auch 19 und seid mai 2008 an cpa erkrankt..
    und so blöd es gegenüber euch auch klingt, aber wenn man so jung erkrankt is es echt bescheuerter als wenn man mit 50 erkrankt (jetzt will ich aber keinen beleidigen ;)
    also als ich erkrankt bin kam ich aus dem krankenhaus und durfte von heut auf morgen vieles nicht mehr, unter anderem auch alkohol trinken...und in dem alter ist es einfach sch**** wenn man wie ne nonne leben muss, sich aber gerne noch ein bisschen ausleben möchte...so wie alle anderen in unserem alter..

    allerdings gebe ich den anderen auch recht...pass auf das du da nicht abrutscht...alkohol macht deine erkrankung nicht besser...ich wills dir nicht verbieten (zumal ich dich ja echt gut versteh) aber zu viel is halt leider auch nicht mehr drin für uns...

    liebe grüße eva
     
  13. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    Aha, du musst jetzt als Nonne leben ....
    und alle "älteren" (ich bin 47 :a_smil08:) dürfen dann gleich in die Kiste hopsen?

    Es gibt da noch ganz andere Dinge, auf die man verzichten muss: Das beschränkt sich wohl nicht nur auf Freizeit, Feten, Feiern, Alkohol ......

    Da gibt es z. B. Menschen, die plötzlich nicht mehr ihren Beruf ausüben können und deren Existenz unter Umständen den Bach runtergeht.
    Oder Mütter, die sich "hauptberuflich" um Familie, insbesondere um vielleicht noch kleine, unselbständige Kinder zu kümmern haben, ja?

    Also kannst du da bitte mal den Ball ein bißchen flach halten?
     
  14. Locin32

    Locin32 Immer neugierig

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    Hi Eva,


    da sagst Du was. :)
    Ich bin mit ungef. 30 erkrankt auch blöd und auch da nimmt man Dir Schmerzen nicht unbedingt ab, weil man ja noch so jung ist. ;)

    Was ich noch dazu sagen möchte ist dieses:

    Warum ist Alkohol so wichtig für Eure Generation?

    Wenn man mal gegen Abend in diversen großen Läden war, kann vielleicht bestätigen das da Rudelweise Jugendliche die Sprituosenabteilung und Getränkeabteilung heimsuchen.

    Wir haben früher auch mal was getrunken, auch mal mehr aber nie soo...
    Verstehst Du was ich meine?
    Irgendwie ist Alkohol mittlerweile nicht mehr wegzudenken wenn man an Jugendliche denkt und deren Freizeitgestaltung.
    Meine Tochter ist 18, trinkt nur wenig und kann mir deswegen diese Frage nicht wirklich beantworten.

    Wäre schön wenn jemand diese wirklich ernstgemeinte Frage beantworten könnte.

    Liebe Grüße
    Locin32
     
  15. Krümmel

    Krümmel Neues Mitglied

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    Erfahrung

    Hallo
    Erstmal an @e3190Frage:Was ist cpa???? Nun bin ich aber ein wenig angebissen ich bin 41 und meine Erkrankung habe ich bestätigt bekommen mit 35
    Ich kann dir sagen das hat mir den Boden unter den Füssen weggerissen und heute bin ich berreits Pflegestufe2 kann nicht mehr arbeiten und bin nicht in der Lage für mein Einkommen zu sorgen ich bin abhängig geworden von meinem Mann
    Freunde haben sich zurückgezogen und ich kann auch Freizeit mässig nicht mehr viel machen
    Gehöre ich nun auch in die Ecke gestellt?
    Ich bin traurig darüber das man denkt alles was über dreißig ist kann gut mit den Diagnosen umgehen verlass dich drauf es ist noch schwieriger weil bei uns meißt schon Familien dranhängen und fast jede Frau sich berreits so emanzipiert hat und sich das Recht auf eigene Arbeit rausgenommen hat
    Ändere bitte deine Denkweise schnell sowas geht garnicht!
    @Locin=Meine töchter sind auch 19und22 beide trinken nicht und haben oft gelegenheit zu trinken wollen es aber nicht weil sie auch nüchtern besser klar kommen was im übrigen auch ihre eigenen Entscheidungen ist
    Grüße deine tochter so ist es richtig aber die Frage warum Alkohol so wichtig ist kann ich dir auch nicht sagen
    So nun noch was mir am Herzen liegt an den Schreiber dieses Thread lass den Alkohol weg fange an mit und nach deiner erkrankung zu leben und genieße deinen Leben ohne zu trinken ich habe dir ja schon gesagt denk an die Folgen und die Medis sind auch nicht ohne
    Mehr kann ich dir nicht raten aber letztendlich entscheidest du was aus all dem zu machen ist
     
    #15 23. August 2009
    Zuletzt bearbeitet: 23. August 2009
  16. staubi

    staubi Neues Mitglied

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    Es ist schwierig, egal wann man diese Diagnose erhält. Meine Schuppenflechte brach 1997 aus, als ich zum zweiten Mal schwanger war. Als meine Tochter geboren war, hatte ich ein Kind mit Asthma und Eisenverarbeitsungstörung. Leider kam kein Arzt und ich noch weniger darauf, was das bedeutete. Mit knapp drei Jahren bekam sie immer dicke Knie UND kurz darauf die Diagnose juvenile chronische Arthritis, Richtung PSA.

    Wir kämpfen jetzt 8 Jahre gegen die Krankheit. Ich erhielt meine Diagnose CP (PSA) erst vor zwei Jahren mit 46. Seit einem Jahr ist ein ständiger Schub da, der mir die Hände zerstört. Ich bin Alleinverdiener, habe drei Kinder und einen Mann, die ich unterhalte. Da bereits jeweils Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger stark betroffen sind, gibt mir mein Chef zu verstehen, dass er eine Informatikerin mit starken Ausfällen nicht gebrauchen kann.

    Zum Alkohol, ich bin ziemlich abgeschossen (medikamentös)gerade, aber ein Glas Wein oder manchmal auch zwei trinke ich trotzdem gerne. Sollte ich aber mal Apetitt auf einen Trollinger bekommen und den auch noch trinken, zahle ich am nächsten Tag.

    Also kann ich das mit dem Alkohol nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es auch an der bekannten Andersverarbeitung von Mann und Frau?
     
  17. e3190

    e3190 Neues Mitglied

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    @ marakion und krümmel
    ich hab lang überlegt ob ich den beitrag so schreibe genau aus diesem grund weil man falsch verstanden wird..wenn ihr genau liest steht da auch drin das ich niemanden beleidigen will

    @ locin32
    ich schreib dir ne private nachricht, will nicht das mir wieder das wort im mund rumgedreht wird ;)

    gruß eva
     
  18. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @eva
    Dein Beitrag zeigt mir nur, daß Du wirklich noch sehr jung bist und Dich noch nicht in andere Menschen hinein versetzen kannst. Deswegen glaube ich Dir auch ohne weiteres, daß Deine Worte nicht provokativ gemeint waren. Nur treffen gerade in diesem Forum viele Leute mit dem gleichen Problem zusammen, die diesbezüglich (ich auch) eine völlig andere Meinung haben.

    Da fällt das "Problem", auf Alkohol verzichten zu müssen, eher in eine sehr geringwertige Kategorie. Für viele bedeutet die Erkrankung eine gravierende Veränderung ihres bisher gewohnten Lebens mit Freundeskreisveränderungen, Berufswechseln oder gar Verrentungen im Verein mit Einkommenseinbußen, Krankenhausaufenthalten, Medikamentennebenwirkungen und viel zu häufigen Einbußen bei sozialen Teilnahmen.

    @wynd
    Es geht vielen von uns so, daß wir uns an den letzten Strohhalm klammern, der uns von dieser Krankheit oder zumindest von den Schmerzen oder Einschränkungen befreit. Bei Dir ist es zur Zeit, wie Du glaubst, der Alkohol. Bei anderen ist es das x-te Wundermittel und wir alle tragen die Hoffnung, in Zukunft ein besseres Leben als mit dieser Krankheit leben zu dürfen. Weil es kann doch nicht wahr sein, daß sowas mir (uns) widerfährt? Dieses Warum ist es, daß uns nicht ruhen läßt und weiter nach Besserung suchen läßt. Keiner kann sagen, warum ausgerechnet wir mit diesem Gesundheitsproblem kämpfen müssen. Dies zu akzeptieren, kostet einen Haufen Zeit und auch die Bereitschaft, mit dieser Krankheit zu leben. Mir selbst ist es sehr schwer gefallen und ich habe erst im fünften Erkrankungsjahr damit begonnen, mich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen und bin nach weiteren runden 3 Jahren inzwischen auf dem richtigen Weg.

    Einen leichten Weg bzw. eine Abkürzung an all den Medikamenten, Nebenwirkungen, Krankheitsbeschwerden und Folgen vorbei, den gibt es leider nicht. Auch Du wirst das einsehen müssen. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei dem schweren Weg, der noch vor Dir liegt.
     
  19. pothase

    pothase Gesperrter Benutzer

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    c p a

    hallo .. also ich werde 58 :D..und habe die erfahrung in fast 30 jähriger krankheit gemacht..das es nach alkohol am nächsten morgen besser geht...aber die quittung kommt dann 1- 2 tage später mit zehenschmerzen und hals..und nacken sowie hüftgelenke..ich nehme seid 2 jahren ca Targin ..ein reines schmerzmittel..weil die rheumafaktoren nicht mehr behandelt werden können.. habe beide hüftgelenke ... 1 schultergelenk..1 kniegelenk u. einige fingergelenke zum teil steif oder unbeweglich..:mad:
    habe gerade einen schub..und nehme nicht die vorgeschriebenen 2 x 5 mg .
    sondern 3 x 10 mg... um die schmerzen auszuhalten..habe meinen eigenen Einzelhandels Laden und arbeite jeden tag noch 9 std. :top:
    eine erfahrung habe ich in den ganzen jahren gemacht... nur nicht stille stehn und rosten....auch wenns schmerzt...bewegung...hat mir über vieles hinweggeholfen...und meinen inneren schweinehund besiege ich immer wenn ich mir selöbst sage...es gibt mitmensche ..denen gehts viel schlimmer..
    mit einem fröhlichen .. moin , moin :a_smil08: wünsche ich euch allen das beste
     
  20. Salvia

    Salvia Neues Mitglied

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    Auch auf die Gefahr hin, dass ich den flachgehaltenen Ball wieder hoch spiele...Ehrlich gesagt kenne ich diese Phase, dieses "hier und heute und was danach ist, spielt erstmal keine Rolle". Mir gings genauso, ich war zwar etwas älter, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Was sicher nicht der Fall ist - dass Alkohol der Schmerzkiller schlechthin ist, die Kutsche kommt retour und zwar nicht nur doppelt. Über weitere Gefahren muss man glaub nicht sprechen. Aber darum geht es vielleicht auch nicht.

    Es geht vielleicht darum, dass man Grenzen da durchbrechen möchte, wo sie einem körperlich oder der Vernunft wegen gesetzt sind, nur für diesen Moment oder Abend. Man ist nicht junger Rheumatiker, sondern nur...einfach abfeiern und jung sein. Nicht ständig (hoffentlich), sondern eben ab und zu.

    Und da rede ich nicht von dauerhaftem Wegschießen, das gabs in meinem Freundeskreis nicht. Aber betüddeln allemal und durchtanzen, auch wenn es die Knie mir manchmal nicht gedankt haben. Wenn man sein Maß kennt, jahrelange vorherige Erfahrung mit den Medis und natürlich über das "was ist wenn" mit dem Arzt gesprochen hat...ist gegen manchmaliges Abfeiern nichts einzuwenden.

    Heute interessieren mich durchtanzte Nächte nicht mehr, weil Interessensverschiebung und ich ohnehin am nächsten Tag platt wäre und das nicht mal primär vom Rheuma.

    Ich habe immer bewundert, wie viele Erkrankte regelmäßig ihre Medis einnehmen und die Kuren einhalten. Das ist der andere Weg, sich frei zu fühlen, befreit von den Schmerzen. Meiner wars irgendwann nicht mehr, aber ich war auch nicht von dieser Regelmäßigkeit abhängig. Ich hatte eine gute Zeit, von der ich immer noch zehre. Ich hätte mich als Sklave der Krankheit gefühlt, wenn ich immer auf den Tablettenplan gehört und meinen Tagesablauf, die Do's und Dont's komplett nach ihr geplant hätte. Jeder merkt, was einem gut tut, normalerweise.

    Das soll keine Ermutigung für alkoholgeschwängerte Nächte als Therapie sein, sondern einfach ein...Gedanke dazu. Ich bin jetzt müdigkeitsgeschwängert. Gute Nacht :)