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Chondroitinsulfat

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von tinaa, 27. Oktober 2004.

  1. tinaa

    tinaa Registrierter Benutzer

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    hallo an alle,

    ich habe heute wieder mal einen tipp bekommen, kann aber leider nichts damit anfangen.
    kann mir jemand sagen was CHONDROITINSULFAT ist?
    und was bewirkt es bei primär chronischer polyathritis?
    hab schon in ro gesucht, bin aber nicht fündig gewerden. vielleicht hab ich auch was falsch gemacht.
    bin heut nicht so ganz fit.
    :rolleyes:

    liebe grüße
    tinaa
     
  2. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo,

    Chondroitinsulfat ist ein natürlicher Bestandteil im Knorpelgewebe des Körpers und soll wie Glucosaminsulfat bei leichter bis mittelschwerer Arthrose helfen.
    Die Frage ist allerdings, ob von außen zugeführtes Chondroitinsulfat dort ankommt wo es hin soll ins kranke Knorpelgewebe....
    Schau mal ins Deutsche Arthrose Forum, da könntest Du noch fündig werden,

    www.deutsches-arthrose-forum.de

    ....ich habe über längere Zeit in recht hoher Dosierung Glucosaminsulfat ausprobiert aber keine Wirkung verspürt...im Gegensatz dazu merke ich bei der Physiotherapie Erfolge(beginnende Polyarthrose)

    Liebe Grüße:)

    Inga
     
  3. Elke

    Elke wünscht allen

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  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Gelenk

    Hi, ja ein Gelenk hat bekannterweise keine eigegen Blutgefäße und "versorgt" sich über die Gelenkflüssigkeit, auch Schadstoffe werden über diese abtransportiert (Diffusion). Dieser Mechanismus funktioniert simpel gesagt durch Druck und Bewegung im Gelenk, dabei wird die Gelenkflüssigkeit bewegt.
    Die Ernährung des Gelenkes und der Erhalt einer schmierenden Wirkung geschieht auch durch Aufnahme von Gelenknährstoffen.
    Glucosamin- und Chondroitinsulfat sind die bekanntesten Gelenknährstoffe. Glucosamin ist ein wesentlicher Baustein der Proteoglycane, jener Proteine, die Wasser im Knorpelgewebe binden, damit dieses seine dämpfende Wirkung behält. Gemeinsam mit Chondroitin regt es die Bildung neuen Knorpelgewebes an, stärkt die Kollagenfasern und hält gleichzeitig knorpelzerstörende Enzyme unter Kontrolle. Sie arbeiten eng zusammen, um den Knorpel gesund und leistungsfähig zu erhalten.
    Also braucht man diese Nährstoffe und eine entsprechende Bewegung des gesamten Gelenks.
    Die Knorpelzelle ( medizinisch: Chondrozyt) ist der wichtigste Bestandteil des Gelenkes.
    Krankhafte Veränderungen werden als chondral oder osteochondral charakterisiert.

    Bei Problemen oder Gelenkschäden wird vielfach über die Zufuhr von Nährstoffen von außen disskutiert. Sicherlich ist neben den vielen unterschiedlichen meinungen auch eine gewisse Besserung mit dieser Methode möglich, aber oftmals betreffen die Probleme mehr den Mechanismus und dabei unterstützen diese zusätzlichen Nähstoffe kaum.

    Wenn man diese zusätzlichen Nähstoffe einsetzt sollte noch funktionierende Knorpelmasse vorhanden sein.
    Aber es kommt insgesamt darauf an eine gesunde Ernährung betreffs des Knochenaufbaus einzuhalten.
    Empfohlen wird (in den USA) Methyl Sulfonyl Methan als Ergänzungsstoff zu nehmen.

    Ja also man kann natürlich diese Medikamente oder halt Nährstoffe einnehmen, oftmals gehts aber auch über eine entsprechende Ernährung.
    Und wenn man glaubt was für die Gesundheit zu tun,,,,na das auch.
    Jo alles Gute "merre"
     
  5. uwe

    uwe Neues Mitglied

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    Glucosamin und Chondroitin

    Patienten mit leichter bis mittelschwerer Arthrose hilft Glukosamin

    Hamburg (nke). Die Einnahme von Glukosaminsulfat, einem Baustein der Knorpelzelle, kann bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Arthrose Schmerzen lindern und die Beweglichkeit der Gelenke bessern. Darüber hat Professor Wolfgang Pförringer aus München bei einer Pressekonferenz in Hamburg berichtet. In den USA ist Glukosaminsulfat das von Arthrosekranken am häufigsten verwendete Nahrungsergänzungsmittel.
    Die Wirkung des aus den Schalen von Krustentieren gewonnenen Präparates ist schon seit langem bekannt. Glukosamin wird im Körper gebildet und ist bevorzugtes Substrat für die Knorpelbausteine Proteoglykane und Glukosaminglykane, wie Pförringer bei der von dem Unternehmen Wassen ausgerichteten Veranstaltung erklärt hat. Die Substanz stimuliere die Bildung der Knorpelbausteine und reguliere das gestörte Gleichgewicht zwischen Knorpelauf- und -abbau.
    Man könne davon ausgehen, sagte Pförringer, daß die Substanz eine weitergehende Schädigung bereits angegriffener Knorpelzellen unterbinde und körpereigene Reparaturmechanismen aktiv unterstütze.
    Die Wirksamkeit von Glukosamin bei Patienten mit Arthrose ist auch in randomisierten Studien, allerdings mit wenigen Patienten, nachgewiesen worden. Dabei habe sich für die Arthrose-Kranke eine tägliche Dosis von 1200 bis 1500 Milligramm Glukosaminsulfat als ähnlich wirksam erwiesen wie nicht-steroidale Antirheumatika, sagte der Münchner Orthopäde.
    Die Wirkung von Glukosaminsulfat trete zwar etwas verzögert ein, dafür müßten keine unerwünschten Wirkungen befürchtet werden.
    Glukosamin zu verwenden, sei nur im Frühstadium der Arthrose sinnvoll. "Wenn die Knorpelzelle völlig zerstört ist, nutzt es nichts mehr", sagte Pförringer.
    Professor Karlheinz Schmidt aus Tübingen hat in seinem Vortrag über die Supplementierung mit Antioxidantien wie Vitamin A, C, E und Selen bei Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen gesprochen. Sie sei sinnvoll, denn die körpereigenen Antioxidantien würden durch die Entzündungsaktivität und den damit einhergehenden oxidativen Streß schnell verbraucht.
    Der Rheumapatient habe einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien, der nur durch die Nahrung meist nicht gedeckt werden könne, betonte Schmidt.
    Der Nutzen einer Selen-Supplementierung sei in einer kontrollierten Studie bestätigt worden, an der 53 Patienten mit chronischer Polyarthritis teilgenommen haben. Die Patienten erhielten über 25 Tage entweder 300 Mikrogramm Selen plus Vitamin A, C und E oder Placebo.
    Vor Beginn der Studie sind bei den Patienten in beiden Behandlungsgruppen deutlich reduzierte Serum-Selenspiegel gemessen worden. Unter der Supplementierung sei es zu einem Anstieg der Selenspiegel und gleichzeitig zu einem Rückgang von C-reaktivem Protein und der Menge der Leukozyten gekommen, sagte Schmidt.
    Das deute auf eine Dämpfung der Krankheitsaktivität hin. In der Kontrollgruppe seien Selenspiegel und Entzündungsparameter nahezu unverändert geblieben.

    Studie mit über 200 Arthrose-Patienten bestätigt Effekt

    BERLIN (agr) "Weil es bis heute keine kausale pharmakologische Arthrosetherapie gibt, können wir die Krankheit derzeit bestenfalls verlangsamen, aber nicht stoppen". Daran erinnerte Professor Wolfgang Noack von der Orthopädischen Klinik Spandau auf dem Orthopädenkongreß in Berlin. Neue Hoffnung auf Knorpelerhaltung gibt jetzt Glukosaminsulfat.
    Erste Ergebnisse einer Studie lassen darauf schließen, daß das altbewährte Glucosaminsulfat, ein Derivat des Proteoglykanstoffwechsels, den Knorpelverlust offenbar bremst. Noack hat nun in Berlin auf eine weitere Studie hingewiesen, welche diese Ergebnisse nicht nur bestätigt, sondern erweitert. Die 202 Patienten mit Gonarthrose erhielten drei Jahre lang einmal täglich oral 1500 mg Glucosaminsulfat (GS) oder Placebo. Bei der GS-Gruppe konnte der Verlust des Gelenkknorpels aufgehalten werden. In der Placebogruppe nahm die Gelenkspaltverengung insgesamt um 0,2 mm zu, was auf eine zunehmende Degeneration des Knorpels bei dieser Gruppe hinweist. Die Veränderung der Gelenkspaltbreite wurde durch standardisierte Röntgenbilder ermittelt.
    Durch GS werde aber nicht nur der Knorpelverlust gebremst, sondern auch der Schmerz reduziert und die allgemeinen Gelenkfunktion gebessert, so Noack. Als Gründe hierfür gab er an, daß die Substanz einerseits die Synthese des Proteoglykans fördere und andererseits die knorpelabbauenden proteolytischen Enzyme und Zytokine hemme. "Doch den Patienten interessiert nicht nur, daß er schmerzfrei ist und sich besser bewegen kann, sondern auch, daß sein Medikament weiter wirkt, wenn er es eine Weile nicht nimmt," so der Wissenschaftler. Er zitierte eine französische Studie, die den therapeutischen Nutzen des Glucosaminsulfates auch nach Therapieende bestätigt. Die Untersuchung mit 329 Arthrosepatienten hat ergeben, daß der Wirkstoff nicht nur während der dreimonatigen Behandlungszeit wirkte, sondern die Patienten auch in der zweimonatigen, behandlungsfreien Zeit weniger Beschwerden hatten als unter Placebo.
    Glucosaminsulfat eignet sich demnach offensichtlich auch für eine längerfristige Behandlung bei Arthrose. Trotz der positiven Datenlage ist jedoch weiterhin unstrittig, daß auch Glucosamin keine kausale Behandlung bei Knorpelverlust bieten kann. Hier hofft man, wie der Münchner Orthopäde und Sportmediziner Professor Wolfgang Pförringer sagte, weiterhin auf bahnbrechende Ergebnisse aus der Genforschung.Ärzte Zeitung, 09.01.2002 http://www.aerztezeitung.de
    weitere Infos auf

    http://www.orthonews.de/00000093da0850f03/501365955c07f4707/index.html
     
  6. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich habe seitdem ich 20 bin in einem Knie Arthrose (damals falsch behandelte und verschleppte Gelenkentzündung) und immer wieder Probleme mit dem Knie (bin jetzt 45).
    Vor ca. 3 Jahren habe ich angefangen, Chondroitin und Glucosaminsulfat einzunehmen (mein Hausarzt und mein Orthopäde rieten mir dazu).
    Was ich dazu sagen kann: man muß es sehr lange nehmen, es hilft wohl nur bei leichten und mittelschweren Fällen und man kann Erfolge erst nach ca. 2 Jahren im Röntgenbild erkennen.
    Ich habe mal nach 1,5 Jahren die Röntgenbilder vergleichen lassen, es zeigte sich, daß die Arthrose zumindest nicht schlimmer geworden ist, der Arzt meinte sogar, daß das Röntgenbild etwas besser aussieht. Probleme sind auch weniger geworden.
    Ich werde es wohl weiter nehmen.
    Liebe Grüße
    vom
    Emu
     
  7. uwe

    uwe Neues Mitglied

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    Glucosamin und Chondroitin

    Hallo Emu,

    Bei dem Glucosamin sollte man darauf achten, daß es nicht in der Sulfat oder Jodidform vorliegt. Am Bioaktivsten ist das Glucosaminhydrochlorid.
    Diese Glucosaminform wird am besten vom Körper aufgenommen.
    Unterschiede liegen hier jedoch auch im Preis, da die Herstellung von Glucosaminhydrochlorid teurer ist.

    Uwe
    Infos hierzu... http://www.orthonews.de
     
  8. kurt2

    kurt2 Guest

    Hallo,

    Zum Thema Chondroitinsulfat kann ich einen Erfahrungsbericht beitragen.
    Ich habe eine Bekannte, die seit Jahren unter Gelenkschmerzen leidet. Hat sich aus den USA eine Dose Nutrition (= Nahrungsergänzungsmittel) mitgebracht, darin enthalten Chondroitinsulfat + MSM. Mit der Einnahme haben sich die Beschwerden verbessert, nachdem das Präparat aus war, sind sie in voller Stärke wiedergekehrt.
    Dann hat sie von einem Arzt erfahren, daß es seit kurzem so etwas auch in Österreich gibt, darin Chondroitinsulfat, MSM, Glucosamin, Kollagenhydrolysat und noch ein paar andere Dinge enthalten. Das Produkt heißt maraton (Webseite www.lentiapharm.at). Sie nimmt es jetzt fast drei Monate, die Schmerzen sind praktisch weg und nicht mehr zurückgekehrt. Allerdings muß eine wesentlich höhere Dosierung eingenommen werden, als auf der Verpackung vorgeschrieben, hat ihr der Arzt so verordnet. Was Uwe und Merre schreiben, stimmt. Soweit ich herausgefunden habe, handelt es sich bei den Zutaten um Bio-Rohstoffe, Chondroitinsulfat wird aus Fischknorpeln hergestellt, Glucosamin aus Krabbenschalen, MSM aus Pinienharz, Kollagenhydrolysat aus Schweineschwarten.