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Chance Psychotherapie

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Elke, 16. November 2005.

  1. Elke

    Elke wünscht allen

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    Hallo an alle,

    ich denke das dies auch hier ein wichtiges thema ist!

    ich höre immer mal wieder den satz:

    WAS du gehst zum Psychotherapeuten ?? du bist doch nicht verrückt!!

    nein, verrückt bin ich nicht, aber ich habe immer noch große probleme
    damit meine erkrankungen anzunehmen und so oft ich den gedanken
    auch immer wieder durch spiele: was ist, was wird sein, wie geht es weiter,
    was kommt noch, wie mache ich was am besten????
    ich drehe mich im kreis und habe angst vor dem was kommt, möchte alles nicht und verkriche mich immer mehr in mich zurück, möchte keinem auf den nerv gehen und dennoch möchte ich aber auch darüber sprechen können.
    meine angst hinausschreien, aber nicht die familie noch mehr belasten und und und

    ich sprach darüber auch mit meinem therapeuten und er gab mir den tipp, doch solchen menschen die mich das fragen, oder welchen die ANGST vor einer THERAPIE haben, sich das buch bei der Verbraucherzentrale zu kaufen und es sich durch zu lesen. Er hat es auch und man kann es bei ihm im wartezimmer lesen (da muss man fast sagen leider warte ich dort NIE so lange *g*) es ist sehr leicht geschrieben, sehr verständlich und gibt genauen aufschluß über: wann geht man zum therapeuten, reicht mein problem für eine therapie, was macht eine therapie aus, wie komme ich an eine therapie und an einen therapeuten/in und noch so einige fragen die man eben in einer solchen situation hat, das einzige was er an dem buch nicht so toll findet ist der Preis, dies ist leider nicht zu ändern.

    Ich dachte vielleicht gibt es den einen oder anderen hier unter uns, der sich nicht schlüssig ist oder gar angst vor einer therapie hat und dem jenigen könnte dieses buch vielleicht gerade dann weiter helfen
    drum setzte ich den link einfach mal rein.

    http://www.vz-nrw.de/UNIQ113214555403084/SES1451909/link2394B.html

    ich wünsche allen gutes gelingen und kompetente hilfe

    gruß
    elke
     
  2. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    danke für den tipp :)
     
  3. kate

    kate Guest

    hallo elke und alle anderen,

    ich finde es auch gut, wenn man die psychischen probleme nicht auf die lange bank schiebt.
    ich war wg meiner chronischen krankheit (damals noch nicht das rheuma)vor 5 jahren schon mal in einer psychosomatischen klinik (7 wochen) und habe davor eine therapie gemacht (1 jahr).
    leider muss ich sagen, dass es mir damals nichts gebracht hat. (ich hatte keinerlei vorurteile, da ich selbst psychologie studiert habe). weder an meiner psychischen lage noch an der krankheit hatte sich irgendetwas verändert.

    als dann das rheuma ausgebrochen ist vor knapp 2 jahren, fingen meine probleme wieder an. die langen krankenhausaufenthalte, die zerstörten studienpläne (wollte zurück nach england gehen), mein freund, der mich betrogen hat etc. - das war einfach alles zuviel. bei mir führte das zu einer ganz ausgeprägten ruhelosigkeit, panik, angst und vor allem schlaflosigkeit (nur 1-2 stunden pro nacht). mir hat dann nur insidion und davor amitryptilin geholfen, teilweise auch schlaftabletten. alles andere war vergeblich, die gesprächstherapie, die ich gleichzeitig angefangen habe, hat mich wahnsinnig gemacht.
    das größte problem bei mir ist nicht, dass mein umfeld sich bzw. mich fragt, was ich denn beim psychologen wolle, ich sei doch nicht verrückt etc.
    bei mir ist es umgekehrt!!!!
    da bei meinem MB keine schwellungen von außen zu sehen sind, drängt meine familie mich, eine psychotherapie zu machen, meine krankheit sei wohl psychisch bedingt (die gelenkschmerzen und auch die blasenschmerzen sieht man ja nicht) und so weiter....ich würde mir nur einreden, dass rheuma unheilbar sei und wenn ich positiv denken würde, werde alles besser.
    mittlerweile ist das thema für mich dadurch zu einem roten tuch geworden und wenn ich nun wieder eine psychotherapie anfinge, wäre das für mich ein eingeständnis dafür (in den augen meiner familie), dass meine krankheit psychisch bedingt ist.
    auch für viele ärzte ist das ein gefundenes fressen. klagt man einmal über psychische probleme und schlaflosigkeit, so werden in zukunft alle unerklärbaren beschwerden auf die psyche geschoben. das ist einfach und die ärzte müssen sich nicht eingestehen, dass sie die beschwerden nicht erklären bzw. noch weniger heilen können. dann kommt die schlaflosigkeit nicht mehr vom cortison, sondern von der depression etc. etc.

    sorry, bin gerade vom thema abgekommen.....aber ich denke auch, dass in dem bereich sowohl im umfeld als auch bei den ärzten noch viel aufklärungsbedarf besteht und dass gleichzeitig so manche depression durch eine richtige therapie der rheumatischen grunderkrankung vermieden werden könnte.
    denn wer wird nicht depressiv, wenn er jahrelang von arzt zu arzt rennt, für nichts mehr anderes im leben platz ist, als für die krankheit, weil man nie anständig geholfen bekommt und nur auf schulterzucken oder falsche versprechungen stößt??

    wollte eigentlich nicht so pessimistisch klingen. aber musste das mal loswerden;)

    lg von kate
     
  4. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo ihr lieben,

    gerngeschehen Biglia!

    Kate,
    ich kann dich da schon gut verstehen, ich habe vor dieser therapie schon 3 andere therpeuten/inen durch, diese allerdings auch äuserst negativ in erinnerung!
    ein therapeut meinte das ich mal einen richtigen mann bräuchte und das es mir dann besser geht! ich schreibe lieber nicht meine antwort die er bekam, denn die ist nicht jugendfrei.
    die nächste war dann eine frau, ich dachte das sei besser - weit gefehlt -, sie kam nach ca. 18 monaten auf die idee ich solle mit dem boxen anfangen :eek: denn wenn meine aufgestauten :confused: agressionen raus seinen hätte ich morgen keinen hashimoto und kein rheuma mehr
    tja, und die letzte, auch eine frau, erklärte mir jede stunde (war aber nur 5mal da) das sie trockene alkoholikerin sei und das durch ihr trinken ihre mutter rheuma bekam und nun natürlich wieder geheilt ist :mad: :mad:
    und sie wollte mich in die klinik stecken in der sie ihren entzug gemacht hat, weil die da ja sooooooo gut sind :mad: :eek: :mad:

    es ist sehr erschreckend wenn man nicht den oder die richtige trifft, das steht auser frage, nun war es aber bei mir so weit das ich einfach nicht mehr mit den ganzen erkrankungen klar kam. ich hatte dieses jahr einen schlaganfall und 5 tage später einen herzstillstand was eine op zu folge hat (die nun wiederholt werden muss weil der defi verrutscht ist und mir zusätlich schmerzen bereitet) ich verstand die welt nicht mehr, warum krieg ich immer wieder noch einen oben drauf, was hab ich nur getan?, wem hab ich was getan? das ich sooooo bestraft werden muss?
    meine ärzte sind gott sei dank so das sie mir glauben, mir so gut helfen wie sie können und auch hinter mir stehen, und dennoch sagten fast alle unabhängig von einander das ich mir doch hilfe holen sollte um mit dem ganzen krankheitsgeschehen und auch der ab und an aufkommenden todesangst besser klar zu kommen.
    ic hhabe lange darüber nach gedacht, kam dann an einem punkt an wo ich mir sagte: ok, du weißt was los ist, du kommst alleine aus diesem gedanken-kreis nicht raus, du weißt was du suchst und du sagst direkt beim ersten gespräch was du willst und je nach dem wie der jenige reagiert entscheidest du.
    so hab ich mir eine liste ausgedruckt und alle nacheinander angerufen, das schöne in dem beruf ist das die meisten einen anrufbeantworter habe und ich somit schon nach der sympatie der stimme ausgewählt habe :p und einer war mir von der stimme her soo symphatisch das ich erstmal nicht weiter die liste abtelefoniert habe, und genau der rief mich als erster zurück und sprach so angenehm mit mir das ich mich immer wieder bei ihm meldete und nun einen platz bei ihm habe (und das nicht erst nach den profezeiten 6 monaten)
    ich war nun schon öfter bei ihm und wenn er merkt das ich down bin gibt er mir OHNE aufforderung einen schnelleren termin, er hört gut zu, stellt fragen über die ich noch NIE nachdacht habe und regt so mein eigenes ich an.

    ihr, seht auch ich bin schon öfter aufgelaufen und jeder neuer anlauf fällt sehr schwer, aber wenn man dann den richtigen hat kann es sehr hilfreich sein.
    mein problem kann kein anderer lösen, das muss ich alleine aber ich habe unterstützung bekommen und habe nun die hoffnung irgendwann wieder ruhiger leben zu können.
    keine übermässige angst mehr vor dem nächsten schlaganfall
    lernen auf meinen körper zu hören und rechtzeitiger zu arzt zu gehen
    und mit mir frieden zu schliesen auch wenn ich mir selbst nicht gefalle
    es ist ein langer schwerer weg, aber ich versuche ihn zu gehen
    ob und wie weit ich es schaffe weiß keiner, aber wie heißt es so schön
    wer nicht wagt der nicht gewinnt.

    ich wünsche euch einen leichteren weg, alles gute und keine schmerzen
    gruß
    elke
     
  5. kate

    kate Guest

    hallo elke,

    da hast du ja schlimmes durchgemacht *knuddel*
    ich kann gut verstehen, wie das alles auf dich eingestürzt ist und du dich gefühlt haben musst. es freut mich sehr, dass du jetzt einen therapeuten gefunden hast, der nett ist und mit dir "auf einer wellenlänge" liegt. wir wissen ja, dass es nicht einfach ist, so jemanden zu finden!!
    mit dem anrufbeantworter: musste gerade so grinsen........genauso hab ichs auch gemacht. wenn die stimme schon so klang, als hätte der/die gute zu lang an ihren räucherstäbchen geschnüffelt, war ich schon bedient...
    auch die erfahrungen mit den vorherigen therapeuten sind mir leider nicht fremd.
    aber ich muss sagen, dass ich damals in der kurklinik einen sehr netten therapeuten hatte, nur waren 7 wochen zu kurz.....
    elke, ich drücke dir weiterhin alle daumen!!und natürlich gute besserung,

    alles liebe von kathrin
     
  6. Elke

    Elke wünscht allen

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    vielen dank kate,

    die gute besesrung gebe ich auch gerne an dich zurück!!

    ich hoffe das ich mit der zeit besser mit allem klar komme, aber erst mal
    muss die nächste op hinter mir liegen und dieses mal mit erfolg gekrönt
    werden (hoffe es doch) und dann denke und hoffe ich das ich noch das evtl. neue basis medi gut vertrage und dann endlich werde ich hoffe ich weiter
    bisschen zur ruhe kommen.

    aber ich bin ja nicht alleine, es sind soooooooo viele denen es nicht gut
    geht hier bei r-o und all denen möchte ich auch alles gute wünschen,
    keine schmerzen und all denen, denen es besser oder gar gut geht
    wünsche ich das es lange so bleiben möge.

    liebe grüße
    elke