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Celebrex bald vom Markt?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von KayC, 19. Dezember 2004.

  1. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    ich hatte das noch gar nicht mitbekommen? confused:

    vom 17.12.2004 Sueddeutsche Zeitung
    vom 17.12.2004 FAZ
    vom 19.12.2004 FAZ
     
    #1 19. Dezember 2004
    Zuletzt bearbeitet: 19. Dezember 2004
  2. Heidi

    Heidi Künsterlin

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    würde mich ja nicht wundern :rolleyes:

    blöd einfach für diejenigen die das brauchen..wie ja schon bei dem viox.
     
  3. flower

    flower Die Ungeduldige

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    Hoffentlich nicht!

    Hallo KayC

    schau mal hier .... http://www.rheuma-online.de/news/466.html

    Ich kann nur jedes Wort, das Doc Langer dazu gesagt hat, DICK unterstreichen.... und hoffe, dass die Öffentlichkeit diesmal einen etwas kühleren Kopf behält (stell Dir mal vor die würden MTX oder div. TNF-Alfa-Blocker wegen ihrer NW vom Markt nehmen).
    Ich plädiere für den informierten Patienten, der unter Kenntnis der möglichen Risiken und Nutzen eine Entscheidung trifft, zu der er/sie stehen kann ohne den Pharma Konzern zu verklagen....

    flower :)
     
  4. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Flower,

    ich stehe dem nicht sensationsheischend gegenüber, ich weiß um die Nebenwirkungen der Medis. ;) Allerdings auch wie die Reaktion von VIOXX hier im Forum war, auch wenn alle anderen eigentlich genauso Bescheid wissen.

    Ich hatte den von Dir angeführten Bericht leider noch nicht gesehen. :(
    Ich fand bei den Zeitungsartikeln nur erschreckend, das es jetzt wirklich von Konzern zu Konzern zieht, was wohl auch zu erwarten war. Es sind seriöse Medien die darüber berichten, nicht Bildzeitungs-Niveau. Das das Problem dieser speziellen Nebenwirkungen wohl alle Cox-2-Hemmer betrifft ist mir bewußt.
     
  5. flower

    flower Die Ungeduldige

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    Hallo Katharina!

    Mein Kommentar war sicher nicht auf Dich bezogen - auch nicht auf die anderen RO Nutzer (tut mir wirklich leid, wenn es so rübergekommen ist), sondern vielmehr ein stilles Stoßgebet zum Himmel...
    Und die Presse hat meiner Meinung nach insgesamt eine beeinflussende Art, allein schon worüber sie berichten und worüber nicht. Klar sind Bild und Spiegel zwei ganz verschiedene Klassen. Aber auch die "seriöse Presse" ist in manchen Fällen nicht ohne Sünde.
    Habe bei der Vioxx geschichte außer bei RO keine Kommentare gesehen, die das ganze wirklich gut in den gesamten Kontext gestellt haben....

    Ganz liebe Grüße,

    flower :) *bitte nicht böse sein*
     
  6. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    ich bin Dir doch nicht böse!.
    Ich hab gestern noch einen guten Bericht von einem Journalisten und die im Moment aktuelle sehr "eingeschränkte" Berichterstattung mit den negativen Folgen für Firmen und! Patienten. Aber ich find den nicht wieder *heul*
     
  7. eierwally

    eierwally Neues Mitglied

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    Nun hat es auch Celebrex erwischt...

    Also ich muß sagen, ich finde den Artikel in den RO-News absolut treffend und einfach nur cool. Als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich nur:"...das gibts ja nicht..."
    Aber ich finde der Artikel bringt einen absolut auf den Boden der Realität zurück (wenn man nicht eh schon dort war).
    Ganz großes Lob von mir an RO deswegen!!!
     
  8. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Hallo Zusammen,

    mir war bekannt das diese NW für alle Coxibe gelten, allerdings ist Arcoxia im Moment das einzige was mir zusätzlich zum Durogesic hilft, deshalb werde ich es zwar mit gewisser Vorsicht weiterhin einnehmen.

    Vor MTX und Kortison schrecke ich ja auch nicht zurück, bin froh das es das Zeug gibt

    Gruß

    Ulla
     
  9. KU

    KU Guest

    Doc Langer gegen den Rest der Welt?

    rheuma-news (Rheuma-Online) vom 21.12.04:

    (...)
    Die im Raum stehende Frage, inwieweit andere Vertreter aus der Gruppe der Cox-2 Hemmer ebenfalls ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bergen, konnte kürzlich zumindest für Celecoxib durch neue Daten beantwortet werden. In einer retrospektiven (rückblickenden) Studie, die von der amerikanischen Zulassungsbehörde für Medikamente (FDA) gefördert wurde, fand sich bei rund 1.4 Millionen Patienten kein Hinweis auf ein gesteigertes Infarktrisiko durch Celecoxib.
    (...)

    dem gegenüber:

    Spiegel Online 21.12.04

    und:

    Spiegel Online 21.12.04

    (...)
    Pfizer sieht sich mit ersten Sammelklagen wegen Celebrex konfrontiert. Die beiden US-Anwaltskanzleien Finkelstein, Thompson & Loughran und Wolf Haldenstein Adler Freeman & Herz LLP haben am Freitagabend Klagen eingereicht. Beide werfen dem Unternehmen vor, im Zeitraum 1. November 2000 bis 16. Dezember 2004 irreführende und unrichtige Äußerungen bezüglich der Sicherheit der Medikamente Celebrex und Bextra veröffentlicht zu haben.
    (...)

    :cool:
     
  10. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Nebenwirkungen

    Ich setze mal einen schon etwas älteren Text dazu rein, im Prinzip erklärt das einen Teil der Problematik:

    Schwere Arzneimittelnebenwirkungen sind selten und werden meist erst nach Markteinführung entdeckt.

    Schwerwiegende Nebenwirkungen von Arzneimitteln sind nach Angaben von Experten selten. Sie werden von dem inzwischen emeritierten Münchner Medizinstatistiker Klaus Heilmann mit einem bis zehn Fällen pro einer Million Anwendungen angegeben. Um tödliche Nebenwirkungen zu entdecken, müssten vor einer Markteinführung mindestens 200 000 Probanden getestet werden. Auch wegen der enormen Kosten werden in der Regel 3000 bis 5000 Patienten eingebunden.

    International wird deshalb darauf gebaut, in der breiten Anwendung nach der Markteinführung seltene Nebenwirkungen aufzuspüren. In Deutschland laufen bei Apotheken, Ärzten und Gesundheitsbehörden jährlich rund 80 000 Verdachtsmeldungen auf. Sie können zu Warnhinweisen («Rote-Hand-Briefe»), Anwendungseinschränkungen oder Verkaufsverboten führen.

    Bei der Überprüfung der Verdachtsfälle sind Nebenwirkungen bei ordnungsgemäßem Gebrauch von Wechselwirkungen und Fehlanwendungen nur schwer zu unterscheiden. «Die meisten unerwünschten Wirkungen von Medikamenten sind auf Falschanwendung zurückzuführen», betont Medizinprofessor Heilmann.

    Vor einer Zulassung müssen neue Arzneimittel ein strenges gesetzliches Prüfverfahren durchlaufen. In klinischen Tests wird einer Patientengruppe in so genannten Blindstudien das Medikament gegeben, während eine zweite, gleich große Gruppe ein Placebo (Scheinmedikament) erhält. Die Wirkung wird dann miteinander verglichen.

    Zu dieser ganzen Verfahrensweise kommt dann die Frage inwieweit , ob überhaupt nach kurzer Zeit oder erst nach den oft genannten 5 Jahren eindeutige Angaben zu den Medikamenten möglich sind.
    In unserer Sturie hat man jetzt betreffs der Nebenwirkungen nicht mehr ein konkret angegebenes Beschwerdebild sondern es wird "beschrieben" wie es sich auswirkt. Somit kann man als Betroffener besser ableiten, hab ich sowas oder nicht....Kopfschmerzen z.B. hat man halt öfters - ob es dann Nebenwirkungen sind?.

    Persönlich denke ich sind Medikamente, die schnell und spürbar helfen ein lukratives Geschäft für die Pharmaindustrie. Deshalb wird alles (aber auch alles) unternommen, um sie auf den Markt zu bringen.
    Die Fragen der Prüfung des Medikamentes bis zur Zulassung sind gesetzlich geregelt und ergänzende Vorschriften werden zwar zusätzlich erlassen, aber ob das ausreicht ?, Zweifel sind da sicher angebracht ?
    Und ein ganz wichtiger Fakt, - von Seiten des Staates gibt es immer weniger Geld für solche Praktiken der Überprüfung von Medikamenten.
    Die meisten Studien und viele Forschungen werden von der Pharmaindustrie selber getragen.
    Und noch etwas, Jeder will gesund werden und als chronisch Kranker versuchen die Meisten alles um ihr Leben zu verbessern. Im Vordergrund steht da leider oft die Frage "welches Medikament?"
    Mangelndes Wissen ob der Erkrankung ist häufig der Fall und dann ist es halt so, daß Behandlung oft immer mit Medikamenteneinnahme gleichgesetzt wird.
    Ein Gleichgewicht von Körper und Geist, die Frage eines ausgewogenen Lebenstils um der richtige Umgang mit einer Krankheit spielt oft kaum eine Rolle.
    Die Ärzte werden zugeschmissen mit Medikamentenproben und oft hört man dann "nehmen sie erstmal und denn sehen wir weiter". Zeit für die Frage zu Beschwerdebildern und Lebensgewohnheiten ist oft nicht. Das dauert ja von der Zeit......zu lange.

    Und ein Gesundheitssystem was Medikamente verschreibt und Krankheit verwaltet ist eben..............
    Immer mehr stellt sich heraus, daß sich nicht alles in Zahlen und Aktenzeichen pressen läßt....Verständnis und Fachkenntnis brauchts halt nicht nur bei den Ärzten, aber wenn schon das zuständige Ministerium mehr eine Laienspielgruppe ist..??

    Ja machen wir lieber Schluß (äähh mit dem Text natürlich).....
    einen schönen Tag noch "merre"
     

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