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Brief an den lieben Gott

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von pepe, 14. April 2005.

  1. pepe

    pepe Neues Mitglied

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    Brief an den lieben Gott!
    Im Spessart lebte eine alte Frau
    für die war das Leben nur grau in grau.
    Mit ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
    mit einem Wort - sie hatte kein Geld.
    Sie überlegte hin und her
    woher denn Geld zu kriegen wär.
    Ihr kam ein Gedanke - o sapperlott -
    sie schrieb einen Brief an den lieben Gott.
    "Lieber Gott, ich bin alt und arm,
    das Geld ist zu wenig, ich bitt um Erbam.
    O schicke mir schnellstens hundert Mark,
    sonst müsste ich hungern, das war doch arg.
    Eine andere Hilfe weiß ich nicht mehr,
    denn ohne Moneten ist´s doch verdammt schwer.
    Aber bitte, beeil dich mit dem Geld,
    sonst ist´s nicht mehr schön auf dieser Welt."
    Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
    der Postbote ihn dann morgens entdeckt.
    Er liest die Adresse - was soll er nur machen?
    An den lieben Gott - das ist ja zum Lachen.
    Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein!
    Der kommt in das Fach von Finanzamt hinein.
    Am nächsten Tag dort angekorrmen,
    wird er von einem Beamten in Empfang genommen.
    Wenn Sie nun glauben, er wirft weg diesen Brief,
    o, so ist das nicht, da liegen Sie schief,
    Er liest die Adresse und denkt wohl daran
    wie man der Frau nur helfen kann.
    Ja glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
    es gibt beim Finanzamt auch jemand mit Herz.
    Ihm kommt ein Gedanke und das ist fein,
    das könnte der Frau eine Hilfe sein.
    Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
    und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
    Doch leider war der Erlös etwas arg,
    statt hundert bekam er nur siebzig Mark.
    Aber diese wurden dann unverwandt
    an die arme Frau gleich abgesandt.
    Die Frau freute sich sehr, man kann es ermessen,
    dass der Herrgott sie nicht hat vergessen.
    So schrieb sie schnell einen Dankesbrief.
    Eilig sie zum Postamt lief.
    In ihren Schreiben hieß es: Lieber Herrgott von Herzen stark,
    dank ich Dir für die siebzig Mark.
    Doch solltest Du mal wieder an mich denken
    und mir gütig ein paar Märkchen schenken,
    dann möcht ich Dich nur um eines bitten,
    das Geld nicht über das Finanzamt zu schicken.
    Denn die Lumpen haben mir ungelogen
    von den hundert Mark - dreißig gleich abgezogen.
     
  2. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo Pepe,

    ist wirklich eine nette Geschichte zum Schmunzeln. ;)
     
  3. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    *gg*

    @Pepe
    Klasse!!!! Diese Frau hat es geblickt. Ich kringel mich vor lachen.

    Liebe Grüße
    Glitzerchen
     
  4. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    kicher

    :D .....kicher........ diese finanzamtschufte aber auch :D
     
  5. Uschi(drei)

    Uschi(drei) Bekanntes Mitglied

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    Hallo!


    Ich denke, mit 30 % ist sie noch gut weggekommen. Oder nicht??



    Lieben Gruß und schönen. schmerzfreien Tag

    Uschi(drei)
     
  6. Neli

    Neli Optimistin

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    Rheinland
    Hallo, liebe Uschi drei,

    bist Du auch ganz sicher,
    daß beim Finanzamt alle Freibeträge
    beachtet worden sind?
     

    Anhänge:

  7. Uschi(drei)

    Uschi(drei) Bekanntes Mitglied

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    Hallo liebe Neli!


    Ich hatte bei meiner Aussage eine ganz andere, aber sehr ähnliche Geschichte im Kopf:


    Der Beginn der Geschichte ebenso, nur hat der Postbote den Brief, der an den Nikolaus gerichtet war, in seiner Verzweiflung an die Bundesregierung (damals noch in Bonn ansässig), geschickt. Die machen dann auch ne Sammlung, weil bald Weihnachten ist und bekommen aber nur 50 DM (damals) zusammen und schicken dieses dem armen, alten Weible.

    Die schickt einen netten Dankesbrief an den Nikolaus, der mit den Worten endet:

    ......... aber, wenn mir wieder mal Geld schickst, nicht über Bonn, die
    Bundeslumpen hab mir glatt 50 DM abgezogen.


    Und deshalb war ich der Meinung, daß sie gut weggekommen ist.

    Schönen Mittag noch
    Uschi(drei)