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Brauche Hilfe

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von gabriele müller, 11. April 2003.

  1. Hallo Forianer!
    Nach langen Untersuchungen und endlosen Arztbesuchen ist bei mir die Fibromyalgie diaknostiziert worden.
    Mehrfach war ich krankgeschrieben und die Krankenkasse hat mich aufgefordert zum med. Dienst zu gehen. Man hat mir einen Psychologen vorgesetzt der das alles auf pychische ebene abschieben will. Soviel ich weiß, ist die Fibromyalgie ursächlich nicht in der Psyche zu suchen, sondern sie spielt aufgrund der Schmerzsymptomatik eher sekundär eine Rolle.
    Der Psychologe meinte, wenn ich die Hausarbeit schaffe ,dann könne ich auch arbeiten gehen. Er hat mir überwiegend Fragen gestellt, ob ich Probleme auf der Arbeit, in der Familie und so weiter habe. Er ist zu dem Ergebnis gekommen, daß ich in eine psychosomatische Rehaklinik soll.
    Ich fühle mich hier mißverstanden. Für mich heißt das, entweder gehe ich in diese Klinik oder ich gehe weiter arbeiten. Ich muß dazu sagen, daß ich seit 15 in einem Krankenhaus 70 % sechs Tage die Woche arbeite und ich merke, ich kann diese Tätigkeit nicht mehr ausüben, sie verursacht doch sehr starke Schmerzen schon nach ein, zwei Stunden Arbeit.
    Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich weiter vorgehen soll, vielleicht kann mir jemand helfen.
    Vielen Dank
    Gaby
     
  2. Hi Gaby
    In der Kurklinik, wo ich immer bin, wird Fibromyalgie behandelt. Wäre die Rheuma-Spezialklinik Eisenmoorbad Bad Liebenwerda. Habe dorthin einen sehr guten Kontakt. Der Chefarzt selbst ist auch anerkannter Fachmann für Fibro.
    Also falls Du nähere Informationen brauchst, frag einfach.
    Wer hat den die Diagnose Fibromyalgie gestellt, hast Du etwas schriftliches von der Kranklenkasse, welche ist denn das. Man kann Widerspruch einlegen. Der medizinische Dienst der Krankenkasse kann keinen klinisch nachgewiesenen Befund ignorieren und einen eigenen stellen.
    Also würd schon helfen. Hab hier eh in so einem Selbsthilfeverband mit so etwas zu tun.
    Schönen Gruß aus Berlin "merre"
     
  3. Hallo Helmut,

    vielen lieben Dank für deine Antwort. Also bei mir wurde Fibromyalgie von einem Rheumathologen diagnostiziert und ich hatte ja auch die Unterlagen gestern zum medizinischen Dienst mitgenommen. Ich war auch bei einem Neurologen dieses Jahr wegen den brennenden Kopfschmerzen, er sagte, es sei nervös bedingt, könnte aber auch mit der Fibromyalgie zusammenhängen. Er hat mir empfohlen zu einer Psychotherapeuthin zu gehen, da ich auch Angste in mir habe. Aber die Ängste sind nicht stark ausgeprägt bei mir, das Problem liegt zur Zeit auch bei meiner Arbeit, ich habe die letzten Monaten einige Krankenscheine machen müssen, denn ich werde dort gemoppt, ganz massiv, so daß ich mir einen Anwalt nehmen mußte, dies verstärkt natürlich mein Krankheitsbild.
    Ich verstehe aber nicht, warum man mir gestern beim medizinischen Dienst einen Psychotherapeuthen vor die Nase gesetzt hat, er hat alles auf die Psychoebene abgeschoben und möchte mich in eine Psychosomatische Klinik übergeben, er sagte, wenn er dies mal als Befund an die Krankenkasse schreibt, könnte ich dies auch nicht mehr mit meinem Hausarzt bereden, es wäre dann definitiv. Ich hingegen fühle mich wirklich absolut mißverstanden und überrumpelt sozusagen. Ich putze seit 15 Jahren im Krankenhaus und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, schaffe ich diese Arbeit nicht mehr, zumal nicht unter solch einer Vorarbeiterin, die versucht, mir das Leben zur Hölle zu machen. Mein Arbeitgeber zweifelt an meiner Arbeitsunfähigkeit, daher wurde ich von meiner Kasse zum meidzinsichen Dienst verwiesen. Ich hingegen kann nur sagen, ich bin eigentlich eine starke Frau, die jahrelang immer mit Schmerzen aerbeiten gegangen ist, immer gegen den Schmerz gearbeitet hat und irgendwann wehrt sich halt der Körper. Momentan fühle ich mich total unter Druck gesetzt... von der Kasse und von der Arbeit... ich weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll.
    Gaby
     
  4. Pumpkin

    Pumpkin Guest

    Liebe Gaby,

    es ist an der Zeit, daß du klar und deutlich eine Kur beantragst, wo du auch psychosomatisch mitbehandelt werden kannst. Alle rheumatischen Krank-heiten führen gerne zu starkem psychischem Belastungsdruck, Depressionen und sollten schon mitbehandelt werden. Es ist nicht so von der Hand zu weisen, daß man gerade bei Fibro gerne diese Schiene fährt. Auf jeden Fall solltest du, meine persönliche Empfehlung, jetzt Flagge setzen und richtig loslegen.

    1. Krankenkasse Kurantrag stellen
    2. Krankenscheine so lange es geht
    3. Psychotherapie suchen, aber hier bitte darauf achten, ob der Doktor
    dir liegt, sonst so lange suchen, bis es harmonisiert
    4. Kopf frei machen von dem Druck
    5. tritt in den VdK ein, der hilft dir bei vielen Dingen ( www.VdK.de )
    6. wenn immer du glaubst, ungerecht behandelt zu sein, such dir einen
    guten Anwalt für Sozialrecht und Arbeitsrecht !
    (findest auch sehr gute im Internet)
    7. Lass den Kopf nicht hängen und notfalls reich einfach deine Rente selber
    ein, dann wirst du sehen, wie das geht !

    Du bist nicht alleine auf der Welt, wir sind alle da!

    Viel Glück, Pumpkin
     
  5. Peti

    Peti Guest

    liebe gaby!mensch du tust mir schon ein wenig leid.ich gehe ja auch schon seit vielen jahren putzen und weiß genau wie das dann mit diesen schmerzen ist.ich bin auch am ende meiner kraft angelangt und habe mich krankschreiben lassen.wie das bei mir mit meinen putzstellen weitergehn soll auf dauer weiß ich auch nicht.diese arbeit ist bei unseren krankheitsbild einfach zu anstrengend.oft wird die arbeit einer raumpflegerin ja unterschätzt.....es ist knochenarbeit......und somit gift für uns.das du dann noch mobbing über dich ergehen muß gibt dir sicherlich den rest.vorarbeiterinnen können einen das leben schon zur hölle machen.aber bedenke eines:hier geht es um dein leben,um deine gesundheit.versuche einen weg für dich zu finden der dich aus diesen teufelskreis raushohlt.ich drücke dir alle daumen und viel kraft und wärme sende ich dir....halte durch...:-I
     
  6. Hallo alle,

    erst einmal vielen lieben Dank für die netten Antworten und für den Beistand, ich fühle mich richtig wohl und verstanden bei Euch, was mir sehr wichtig ist.
    Ich bin seit Monaten ernsthaft am überlegen, ob ich meine Arbeit kündigen soll, mein Arzt würde mir ein Attest schreiben, daß er mir empfiehlt zu kündigen, da ich unter diesen Umständen nicht weiter arbeiten kann.
    Ich merke ganz deutlich, daß ich diese harte Arbeit nicht mehr packe und den Druck auch nicht mehr aushalte, es nimmt mich voll in Anspruch und holt meine letzten Reserven aus mir heraus.
    Ich weiß jetzt schon, trete ich nächste Woche die Arbeit wieder an, schaffe ich das vielleicht zwei Tage, zumal mich meine Vorarbeiterin versetzt hat auf drei Stellen und dort bin ich dem Durchzug ausgesetzt, wie gesagt, sie versucht mir jetzt das Arbeitsleben zur Hölle zu machen, ich frage mich wirklich, wie gemein können Menschen eigentlich noch werden.
    Ich habe eine Frage an Euch:
    Wenn ich eine Reha antrete, muß ich dort auch einen Teil bezahlen, d.h. muß ich dort einen Tagesaatz bezahlen, ich kenne mich damit nicht aus?
    Wer kann mir von Euch eine Antwort darauf geben.
    Vielen lieben Dank im Voraus
    Eure
    Gaby
     
  7. Hi Gabi
    Kommt auf den Verdienst an, man kann auch befreit werden von der Zuzahlung, Ich such das morgen mal raus und ´setz es rein.
    "merre"