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Brauche einen Rat

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Töns, 28. Juni 2015.

  1. Töns

    Töns Mitglied

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    Einen schönen guten Morgen

    Ich brauche mal einen Rat von Euch.
    Aufgrund meiner RA (GdB 50) habe ich von meinen Werksarzt ein Attest bekommen ( ich bin Tischler in einer mittelgroßen Firma mit ca. 100 Mitarbeitern,ohne Betriebsrat) , in dem steht ,das ich nur die Regelarbeitszeit machen soll und das ich einen leidensgerechten Arbeitsplatz bekommen sollte.Kein schweres Heben,drehen u.s.w.,keine Überstunden und vor allem keine Schichtarbeit.
    In meinem Arbeitsvertrag stehen diese Dinge natürlich drin.
    Nun hat mein Chef eine neue Maschinenstrasse gekauft an der ich jetzt arbeiten soll,was auch geht da ich nichts heben muss oder so.
    Jetzt will er aber das ich Schicht mache ,wogegen ich mich natürlich wehre.
    Der Werksarzt soll nun kommen und den Arbeitsplatz begutachten und das Attest ändern oder zurücknehmen.

    Nun meine Frage : wie kann ich mich dagegen wehren, ohne ständig eine Krankmeldung abzugeben.
    Das Attest vom Werksarzt ist für den Arbietgeber nicht bindent.


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Danke schon einmal

    Gruß Töns
     
  2. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    wie fängt man es an

    Hallo Töns,
    Einen richtigen Rat kann ich dir auch nicht geben aber es hört sich immer gut an von wegen Kündigungsschutz und keine Überstunden keine Schichtarbeit, aber wie setzt man es durch ohne das Vertragsverhältnis zum Chef und den Kollegen zu zerstören.
     
  3. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Gibt es bei euch eine Schwerbehindertenvertretung? Die könnte evtl. vermittelnd eingeschaltet werden.

    Letztlich bleiben geht es um zwei Fragestellungen:
    Gibt es echte Gründe, dass Schichtarbeit für dich nicht zumutbar ist oder hat der Werksarzt damals ein wohlwollendes Kreuzchen bei Schichtarbeit gemacht - und du möchtest diese Sonderregelung weiterhin in Anspruch nehmen?
    Gibt es Arbeitsplätze in der Firma, an denen alle deine Einschränkungen berücksichtigt werden können oder gibt es die in Zukunft durch die neue Maschine nicht mehr?

    LG
    Lächeln
     
  4. Töns

    Töns Mitglied

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    Danke für die schnellen Antworten

    Bei uns gibt es keinen Betriebsrat und auch keine Schwerbehindertenvertretung.
    Es gibt schon noch eine menge Arbeitsplätze, wo ich arbeiten könnte und auch würde ,aber mein Chef hat leider nur zwei Mitarbeiter die die neue Maschine bedienen können.
    Betriebsleiter und Abteilungsleiter sind auf meiner Seite was meinen Chef nicht interesiert.
    Die Schichtarbeit will ich nicht machen weil ich die ständigen zeitumstellungen nicht mehr verkrafte.
    Vielleicht kann ich den Werksarzt überzeugen,kommt Montag oder so.

    Gruß Töns
     
  5. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    Da hat es dein Chef aber auch leicht,wenn bloß 2 Mitarbeiter die Maschine bedienen können bleibt doch viel an deinen Kollegen hängen.
     
  6. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    In welchem Land lebst du?
    Meines Wissens nach ist es in Deutschland Vorschrift, bei der genannten Betriebsgröße einen Betriebsrat zu haben. Ab welcher Größe eine Schwerbehindertenvertretung Vorschrift ist, weiß ich nicht genau.

    Wenn du sagst, du verkraftest die Schichtarbeit nicht, wäre es gut, wenn du in Vorbereitung auf den Werksarzt deine Gründe gut formulierst. Bsp: durch Schmerzen verursachte Schlafstörungen, feste Zeiten für Medikamenteneinnahme, die Nebenwirkungen haben, ...oder was auch immer du als Begründung anführen kannst.
     
  7. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Zwei Mitarbeiter von 100 können die Maschine bedienen. Jetzt hat mal einer Urlaub und der andere wird krank...dann kann keiner mehr arbeiten, weil die Maschine nicht bedient werden kann?? Das ist aber ein dünnes Eis auf dem dein Chef da baut.

    Was die Schichtarbeit angeht: die will wohl niemand gerne machen. Vor allem, wenn man nicht mehr ganz jung ist. Aber ob das Rheuma jetzt begründet, dass man nicht mehr in Schichten arbeiten kann? Ich glaube, da brauchst du sehr gute Gründe, wenn der Werksarzt kommt. Denn der Arbeitgeber hat ja auch Interessen, die zu berücksichtigen sind und die Arbeitsabläufe können ja auch nicht stillstehen.

    Was den Betriebsrat angeht: der ist in Deutschland nicht Pflicht. Die Initiative zur Gründung eines BR muss von den Mitabeitern ausgehen. Es muss ja dann auch jemand machen;)
     
  8. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

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    Hallo Töns,

    wenn du schreibst RA und 50 % Schwerbehinderung, gehe ich davon aus, dass du einen amtlichen Schwerbehindertenausweis hast. Sollte die Firma dir kündigen wollen, brauchen sie dazu die Genehmigung des Landschaftsverbandes / Integrationsamt.

    Hatte mal einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis, da hatte der Arzt einem Schwerbehinderten eine Bescheinigung ausgestellt, dass er nicht heben, sich nicht bücken usw. darf. Zum Fegen brauchte der Chef ihn auch nicht und hat die Kündigung ins Haus flattern lassen. Der Betroffene hat sich sofort an einen örtlichen Sozialverband gewandt. Mit diesem und einem Vertreter des LWL ( Letzterer muss die Kündigung genehmigen ) gab es am Arbeitsplatz einen Termin. Letztendlich hat der Chef die Kpndigung zurück gezogen, vermutlich aus humanen Gründen.

    Der LWL hätte in diesem Fall der Kündigung zustimmen müssen, weil der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, einen Arbeitsplatz zu "erfinden", wenn der Arbeitnehmer die bisherige Tätigkeit laut ärztlicher Bescheinigung nicht mehr ausführen kann.

    In deinem Fall würde ich dir raten, dir Unterstützung beim http://www.sovd.de
    oder http://www.vdk.de/deutschland/ zu holen. Man muss nicht beim ersten Termin sofort Mitglied werden, und wenn, kann man irgendwann wieder kündigen.

    Hier noch Infos zum LWL:
    http://www.lwl.org/LWL/Soziales/integrationsamt/kuendigungsschutz

    Viel Glück! :top:
     
  9. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    Das sind immer solche Fälle die man durchkriegt, aber fürs Betriebsklima eher schlecht sind,wo man irgendwann mit Abfindung den Betrieb verlässt und ob man mit unserem Handicap was neues findet ist fraglich. Ich habe ein ähnliches Problem, ein relativ sicheren Posten verlassen um ein günstigeren Job anzufangen , wo es dann nach der Probezeit heißt passt nicht so.
     
  10. Töns

    Töns Mitglied

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    Hallo
    Danke für die vielen Antworten

    Der Wekrsarzt kommt nächste Woche Montag.Ich habe ihn schon angeschrieben ob er noch Unterlagen haben will.
    Wie schon gesagt wurde,ist ein Betriebsrat keine Pflicht.
    Einen Schwerbehindertenausweis habe ich natürlich auch.
    Das mit den zwei Mitarbeiten für die neue Maschine soll sich ja noch ändern,nur man muß auch die richtigen Leute erst finden.
    Eine Kündigung brauche ich nicht befürchten,da ich trotz der Behinderung(zwei fast komplett steife Handgelenke)immer noch mein Soll erfüllen kann.

    Gruß Töns