Es klingt, ehrlich gesagt, ziemlich herablassend und verallgemeinernd, wie du über deine früheren Ärzte sprichst.
Leider ist es so, dass eine seronegative RA deutlich schwieriger zu diagnostizieren ist, als eine seropositive RA.
Aber in den letzten 20 Jahren hat sich da durch eine verbesserte Diagnostik doch Einiges getan. Ich kann mich z.B. nicht erinnern, dass man vor 20 Jahren mal eben so ins MRT geschickt wurde. Oder auch die besseren Möglichkeiten der AK Bestimmung, die es heute gibt. Biologika zur Behandlung gibt es seit gut 20 Jahren. Heißt im Umkehrschluss, dass deine Ärzte früher einfach auch nicht die gleichen diagnostischen oder auch therapeutischen Möglichkeiten von heute hatten.
Hinzu kommt, dass auch heutzutage nur 2 von 3 Rheumapatienten bei einem Rheumatologen mitbehandelt werden. Es gibt einfach zu wenig Internisten, die sich auf diesem Gebiet spezialisieren, was zwangsläufig zu einer nicht optimalen Versorgung der Patienten und langen Wartezeiten führt.
Dieses Verhältnis dürfte vor 20 Jahren noch deutlich schlechter gewesen sein.
Deshalb aber alle über einen Kamm zu scheren, finde ich nicht in Ordnung. Natürlich gibt es richtig gute Ärzte und vielleicht etwas weniger gute Ärzte...aber da spielt manchmal auch die persönliche Chemie eine große Rolle.
Und selbst eine seropositive RA zeigt sich manchmal erst nach etlichen Monaten und braucht mehrere Arztbesuche und viel Geduld bis zur Diagnose/Behandlung (meine persönliche Erfahrung). Aber da konnte meine Ärztin von damals, die heute immer noch dieselbe ist, auch nichts dafür.
Hi,
ich sage das mal so,
Dr. Kalth. hat die Diagnose schon 2005 gestellt.
Ich bin dann bei der Ärztin in der Praxis geblieben, als er nach Bochum ging, die als Angestellte mit in der Praxis tätig war.
Eine Zeitlang war ich dann doch wieder bei Dr. Kalth. in Behandlung.
Dann kam der Moment, als er nur noch Privatpatienten behandelte.
Lange Rede kurzer Sinn.
Weshalb hat man die Diagnose von Dr. Kalth. in der Rheumaklinik 2016
erst in Frage gestellt?
2 andere Rheumatologen hinterher waren auch auf dem Holzweg
Ich habe zwischendurch das Gefühl gehabt, dass ich falsch behandelt wurde.
Meine Medikation wurde dann auf den Kopf gestellt.
Dr. Kalth. hatte mir damals schon gesagt, dass ich 20 mg MTX bräuchte, 10 mg damals aber meine Leberwerte hochgetrieben haben.
Jetzt vertrage ich MTX besser.
Diese Verunsicherung, ausgelöst von den Ärzten war für mich immer schlimm.
Beim ersten Kontakt 2002 mit Dr.Kalth. hat er mir auf die Fingerkuppen gedrückt und sich direkt entschlossen mir Prednisolon verordnet.
Das war für mich sehr hilfreich.
Es stand dann erstmal die Diagnose Seronegative Chronische Polyarthritis auf meinem Laufzettel.
Irgendwann lagen Fleyer über die PSA in seiner Praxis.
Das passte zu meinen Beschwerden.
Mein Bruder hatte Schuppenflechte an den Armen.
Das es so etwas war, wusste damals keiner von uns.
Das habe ich dann erzählt und nach weiteren Untersuchungen, wie zum Beispiel HLA B 13 konnte die Diagnose mit der PSA gestellt werden.
B 13 wurde anschließend von keinem anderen Arzt untersucht.
Immer nur HLA B 17, welcher bei mir negativ ist
B13 ist positiv.
Wenn das alles später in Frage gestellt wird, bist du baff.
Eine falsche Diagnose von meinem Hausarzt hätte mich 2016 fast das Leben gekostet.
Er hielt geronnenes Blut für ein Symptom meiner chronischen Nebenhöhlen Entzündung.
Das kam aber, wie sich gut 2 Monate später herausstellte von einer beidseitigen zentralen Lungenembolie.
Laut Lungenfacharzt hatte ich wohl mehrere kleinere Embolien gehabt, die dann laut Arzt im Krankenhaus zu "fetten Thromben" wurden.
Ich vermute auch das es sich vorher bei mir durch ein kurzzeitiges Erstickkungsgefühl zeigte.
Ich bin davon natürlich immer aufgewacht.
Das hatte ich auch meinem Hausarzt so geschildert
Er hielt das für was harmloses.
Wenn der Lungenfacharzt mir keine Überweisung zum MRT geschrieben hätte, könnte ich nicht mehr über einige Ärzte meckern.
Ich bin da etwas sensibel geworden.
LG
Frank1959