Bluthochdruck unter Leflunomid

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Snoopie2000, 8. April 2021.

  1. Snoopie2000

    Snoopie2000 Mitglied

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    Hallo!
    Seit 4 Wochen nehme ich durchgehend Leflunomid und mein Blutdruck ist exrem gestiegen. Normalerweise liegt mein Blutdruck bei 120/80. Jetzt ist er auf 150/101. Meine HÄ möchte, dass ich nächste Woche zu ihre komme damit sie mir ein Medikament gegen Bluthochdruck verschreibt. Ich fühle mich mit dem hohen Blutdruck nicht gut und möchte auch etwas dagegen tun, sträube mich aber schon wieder ein neues Medikament zu nehmen. Wäre es nicht sinnvoller, ein anderes Basismedikament zu nehmen? Kann ich selbst noch etwas tun, damit der Blutdruck sinkt?
    In 2 Wochen habe ich einen Termin beim Rheumatologen, da erhoffe ich mir eine Lösung für das Blutdruckproblem.
    Welche Erfahrungen habt ihr damit und was würdet ihr raten?
    Liebe Grüße,
    Snoopie
     
  2. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Der diastolische Wert wäre mir zu hoch, das tät mich mehr stören als die 150. Und da würde ich einen Kardiologen draufschauen lassen, anstatt gegen Symptome/NW anzugehen.

    Meiner ist auch hoch seit meiner Therapie. Die Ärzte schiebens aufs Prednisolon, nicht aufs MTX.
    Mein unterer Wert ist allerdings im Rahmen, nur der obere schießt immer mal hoch und muss medikamentös in Schach gehalten werden.
     
  3. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Snoopie,

    ich habe keine ahnung, ob Bluthochdruck induziert durch Medikamente durch etwas anderes, als wiederum ein anderes Medikament dagegen zu nehmen. Grundsätzlich wirkt Hibiskustee (gute loose Qualität) und Rote Beete Saft. Beides ist durch entsprechende Studien belegt.
     
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  4. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Ist Leflunomid das erste Basismedikament für dich, oder gab es bei anderen auch schon Probleme und du musstest wechseln?

    Man hat ja nicht unbegrenzt viele Möglichkeiten und da würde ich das BD Medikament zumindest versuchen, bis du weißt, ob Leflunomid dir hilft. Sollte es nicht helfen, kommt das neue Badismedikament von ganz alleine und dann würde sich der BD bestimmt wieder normalisieren ohne BD Mittel.
     
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  5. Snoopie2000

    Snoopie2000 Mitglied

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    Leflunomid ist das 4 Medikament das ich nehme, die anderen (MTX, Suflasalazin, Quensyl) habe ich nicht vertragen bzw. haben nicht gewirkt (Sulfasalazin).
     
  6. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    ich hatte vor kurzem auch BD-Spitzen mit diastolischen Werten von > 90-100, allerdings morgens früh. Da ich aber sonst eher am unteren Limit bin, bin ich auch sehr erschrocken und zu meinem HA gerast. Der nahm das recht cool und meinte, morgens wäre er sowieso am Höchsten, ich solle mehrere Tage auch über den Tag über messen (stündlich). Einzelmessungen bringen nicht so viel, da es immer wieder Schwankungen gibt.
    Inzwischen hat sich der BD bei mir wieder im Normbereich eingependelt. Ich nehme jetzt auch seit einem Jahr Leflunomid. Bei diesem Medikament ist es bekannt, dass es zur Hypertonien (wie der erhöhte Blutdruck - BD- heisst) kommen kann.
    Eventuell könnte man tatsächlich mal eine 24h Blutdruckmessung beim HA oder Kardiologen in Betracht ziehen.
     
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  7. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Dann wäre die Frage für mich beantwortet und ich würde nicht sofort wieder wechseln. Erst mal ausprobieren, ob es bei dir Wirkung zeigt.
     
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  8. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    ebenso gibt es eine Studie zur Wirksamkeit gegen zu hohen Blutdruck durch Selleriesaft, vorzugsweise wegen der generellen Gesundheit dieses Gemüses frisch gepresst.
     
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  9. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    ... Das wäre die Erklärung, warum meiner zu hoch ist, aufs Leflunomid wäre ich nicht gekommen.
     
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  10. Snoopie2000

    Snoopie2000 Mitglied

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    @Maggy63 nimmst du Medikamente gegen den Bluthochdruck? Beweisen kann ich es natürlich auch nicht, dass Leflunomid schuld ist, aber der Verdacht liegt nahe. Normalerweise habe ich eher niedrigen Blutdruck und erst mit der Einnahme von Leflunomid ist er in die Höhe geschossen.
     
  11. Snoopie2000

    Snoopie2000 Mitglied

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    @Clödi dein Tipp klingt sehr vernünftig, danke! Ich werde jetzt bis zum Rheumatologenbesuch regelmässig selbst Blutdruck messen und dann mit dem Rheumatologen alles besprechen.
     
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  12. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    @Snoopie2000 Ich hab ne Weile Tabletten genommen, dann nach einer Langzeitmessung im Krankenhaus meinte die Ärztin, im Durchschnitt gesehen wäre der Druck eher zu niedrig, ich könnte die Pillen reduzieren und evtl ganz weglassen. Hab ich auch gemacht. Jetzt nehm ich die nur noch, wenn der Druck merklich zu hoch ist. Eigentlich sollte ich regelmäßig messen, aber wie es dann so ist, ich vergesse das immer wieder....
     
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  13. Tini72

    Tini72 Mitglied

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    Ich beschäftige mich auch gerade mit genau dieser Thematik. Ich habe kürzlich den Versuch mit Sulfasalazin gestartet; leider geht´s damit nicht weiter. Leflunomid habe ich dann ins Auge gefasst - aber bereits Prednisolon bereitet mir hin und wieder Probleme mit meinem Blutdruck, der eigentlich immer "zu niedrig" war. Jetzt kommt´s ab und an zu 160/90 und der Puls rast. Das will ich durch die Einnahme von Leflunomid nicht noch zusätzlich triggern. Bei meiner Recherche habe ich folgenden Artikel gefunden:
    https://www.rheumaguide.de/content/konventionelle-dmards-beeinflussen-relevant-den-blutdruck

    Da mir, wenn es mit Sulfasalazin nicht klappt, zu Leflunomid oder Methotrexat geraten wurde werde ich es wohl mit letzterem versuchen.... obwohl ich davor eine Heidenangst habe.
     
  14. PiRi

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    Warum Angst? Ich nehme es seit etlichen Jahren ohne irgendwelche Nebenwirkungen.
     
  15. Tini72

    Tini72 Mitglied

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    Ich habe leider eine Angststörung. :(
    Aber es hilft auf jeden Fall, immer wieder zu lesen, dass viele Anwender es auch ohne Nebenwirkungen vertragen!!
     
  16. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Das tut mir sehr leid.
     
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  17. Snoopie2000

    Snoopie2000 Mitglied

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    Tini72: es tut mir leid, dass du eine Angststörung hast. Ich kenne mich mit diesem Krankheitsbild auch überhaupt nicht aus und will dir auf keinen Fall zu nahe treten. Aber ich denke, dass du ein Medikament nie nach der Anzahl der (möglichen!!) Nebenwirkungen aussuchen solltest. Ich befürchte, dass man ein Medikament erst mal eine zeitlang einnehmen muss und dann erst entscheiden kann ob es passt oder nicht.Falls das aufgrund deiner Angststörung nicht möglich ist, ist das natürlich eine andere Sache.
    LG
    Snoopie
     
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  18. Tini72

    Tini72 Mitglied

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    Ich finde, dass man Vorerkrankungen dabei berücksichtigen sollte.... Nicht nach der Anzahl sondern der Form möglicher Nebenwirkungen. Aber natürlich entscheide ich es nicht allein mit dem Medikament, sondern bespreche das mit dem Rheumatologen. Klar: der hat damit wesentlich mehr Erfahrungen als ich!

    Aktuell ist es eh etwas schwierig mit der Therapie, da ich zwar zwei Diagnosen habe - aber zwei massive gesundheitliche Störungen, die dazu nicht passen. Insofern komme ich Anfang Mai nochmals in eine Klinik, ein Zentrum für seltene Erkrankungen. Ich bespreche mit dem Rheumatologen ob wir davor überhaupt noch beginnen sollten.
     
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  19. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    @Tini72, ich mache das bei neuen Medikamenten, die mir nicht geheuer sind, so, dass ich meinen Mann bitte, mich ne Weile im Auge zu behalten, falls irgendwas sein sollte. Wäre vielleicht für dich auch eine Möglichkeit.
     
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  20. Tini72

    Tini72 Mitglied

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    Ja. Das ist sinnvoll vor allem zu Beginn. Finde ich eine gute Idee!
    Bei den Medikamenten geht es mir aber auch um die Langzeitwirkungen bzw. Nebenwirkungen. Also Leflunomid z.B. abgesehen vom Bluthochdruck... kann ja auf die Augen gehen. Meine ich. Und ich bin eh schon blind auf einem Auge. Oder Polyneuropathie... hab eh schon Probleme damit. So etwas meine ich. Ich schaue dann schon eins auszusuchen, was dann nicht gerade diese Nebenwirkungen haben kann.
     
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