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bluthochdruck durch NSAR?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von towanda, 19. März 2005.

  1. towanda

    towanda Neues Mitglied

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    hallo ihr Lieben,

    vielleicht habt ihr ja einen rat oder tipp für mich. meine grunderkrankung ist MB, jetzt noch sekundäre fibro und/oder psoriasis arthritis, eigentlich werde ich nur auf fibro behandelt, der MB sei schon seit einigen jahren zum stillstand gekommen, subjektiv empfinde ich das anders.
    jetzt habe ich seit ca. 2 jahren erhöhten blutdruck, seit diesem jahr nachgewiesenermaßen zu hohe werte sowohl des systolischen als auch des diastolischen drucks (im mittel so 100 zu 150), auch leichte erhöhung des cholesterinwertes. da ich vegetarierin bin und eigentlich relativ gesund lebe, auch täglich mit meiner hündin draußen bin, 2 mal die woche qigong/tai chi üben...hat mir mein internistischer hausarzt nochmal 1/2 jahr zeit gelassen, bevor ich blutdrucksenkende medis nehmen soll, was ich allerdings in der zwischenzeit tun kann, um den blutdruck zu senken wusste er auch nicht.
    meine vermutung ist, dass der blutdruck auch an den medis liegt, die ich jetzt seit 6 jahren durchgängig nehme, und zwar tgl 10mg brexidol (NSAR Piroxicam) und 10 mg Saroten. ich habe bisher nur artikel gelesen, die die cox 2-hemmer für bluthochdruck verantwortlich machen, NSAR sollen davon ausgenommen sein. oder kann es sein, dass die jahrelangen schmerzen und die muskelverspannungen (fibro) dazu führen? habt ihr ähnliche erfahrung wie ich, und wenn ja, was macht ihr gegen zu hohen blutdruck?
    ein schönes sonniges wochenende wünscht
    Towanda
    :confused: :cool: :(
     
  2. KU

    KU Guest

    Blutdruckanstieg durch NSAR?

    Wirkungsmechanismus

    Der Wirkungsmechanismus von Piroxicam ist eine Hemmung der Cyclooxygenasen, wobei beide Formen, also die COX-1 und die COX-2 gleich stark gehemmt werden. Durch die Hemmung der Cyclooxygenasen kommt es zu einer gehemmten Prostaglandinsynthese und damit zu der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung.

    Nebenwirkungen

    Durch die Anwendung von Piroxicam kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich beispielsweise in Form von Hautreaktionen, Atemwegsverkrampfungen und Blutdruckabfall bis hin zur Schockreaktion äußern können. Weitere Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Bereich, wobei es hier zu Übelkeit und Durchfällen, sowie zu kleinen Blutungen der Magen- und Darmschleimhaut kommen kann. Durch die Blutungen kann eine Anämie, also eine Blutarmut entstehen. Zusätzlich kann es zu Störungen der Blutbildung oder zu Ödemen, also Wasseransammlungen im Gewebe kommen. In seltenen Fällen können Seh- oder Hörstörungen auftreten. Das Auftreten einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung durch die Einnahme von Piroxicam ist ebenfalls selten.

    Durch die Anwendung von Piroxicam kann es weiterhin zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und zu Verstopfung kommen. Ferner können Seh- und Hörstörungen auftreten, sowie Störungen der Blutbildung. Außerdem werden Herz-Kreislaufbeschwerden mit einem (paradoxerweise) Blutdruckanstieg, welcher für diese Arzneimittelgruppe normalerweise selten ist, beschrieben. Weiterhin werden zentralnervöse Störungen, wie beispielsweise Nervosität, Schlaflosigkeit, Depressionen und Verwirrtheitszustände beobachtet. Zusätzlich können Nierenfunktionsstörungen und Blasenbeschwerden auftreten.

    Quelle

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    Auf Deine Frage:

    Ich habe jahrelang ziemlich sorglos täglich 75 mg Diclofenac (ein anderes NSAR) geschluckt und hatte wesentlich zu hohen Blutdruck. Das wussten natürlich auch die Ärzte, gleichwohl ist keinem von Ihnen eingefallen, mir zu empfehlen, einmal das Diclo abzusetzen.

    Nachdem ich es dann in Eigenregie abgesetzt hatte, hat sich mein Blutdruck wieder völlig normalisiert.
     
  3. towanda

    towanda Neues Mitglied

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    hallo Ku,
    danke für deine antwort, dann hat wohl bei dir wirklich das diclo ursächlich zum bluthochdruck geführt. hast du denn eine alternative zum diclo gefunden? mein problem ist, dass ich bei jedem absetzversuch mit sehr großen schmerzen reagiert habe (obwohl ich die geringste dosis nehme) und es deshalb nicht mehr absetzen will, ohne eine alternative dazu gefunden zu haben.
    lg
    Towanda
     
  4. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo towanda,
    ich leide u.a. auch an Bluthochdruck. Ich bilde mir ein, dass er bei mir durch mehrere aufeinanderfolgende Cortisonstöße ausgelöst wurde. Ich hatte schon hohen Blutdruck bevor ich NSAR genommen habe. Ich bin schlank und und ernähre mich "gesund". Die Ärzte wollen es oft gar nicht glauben, dass ich Bluthochdruck habe. Ich kann von den Rheumamedis nichts weglassen, ein Schub hat schlimmere Auswirkungen als die Bluthochdrucktabletten.

    Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Aber mit den Wechseljahren entgleist auch bei gesunden Frauen häufig der Bluthochdruck und das Cholesterin. Ich habe eine Freundin, die treibt Sport, isst total gesund, nimmt keine Medis und hat beides. Ich würde die Schmerzmittel nicht so ohne weiteres absetzen.
    Viele Grüße von Susanne