Blutarmut

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von jolka, 8. August 2019.

  1. jolka

    jolka Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich war lange nicht online.Ich habe in den letzten Jahren mehrere Biologika durch probiert und bin bei Xelianz gelandet, dazu nehme ich minimum 7,5 mg Prednisolon. Nun sagte mir mein Hausarzt, dass ich eine Eisenanämie habe, die seit einem Jahr mehr wird. Ich soll jetzt Ende des Monats ins Krankenhaus, weil er meint,es könnte auch eine Anämie durch eine Blutung sein. Es sollen Magen und Darm gespiegelt werden und das Knochenmark untersucht werden. Ich dachte, Eisenmangel gehört wie Vitamin D Mangel schon fast zum Rheuma dazu?! Welche Erfahrungen habt Ihr?
     
  2. Ranunkel

    Ranunkel Aktives Mitglied

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    Hallo jolka,
    im Zusammenhang mit meiner rheumatischen Erkrankung habe ich auch massiven Eisenmangel kennengelernt. Allerdings schließen die Ärzte gerne aus, dass nicht doch
    eine innere Blutung vorliegt. War bei mir aber nicht der Fall.
    Alles Gute für Deine Untersuchungen,
    Ranunkel
     
  3. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Zum Rheuma (speziell gemeint ist hier die rheumatoide Arthritis!) gehört in den aktiven Phasen eine Anämie mit kleinen Erythrocyten (roten Blutkörperchen) fast regelhaft dazu. Diese wird gerne als Eisenmangelanämie gedeutet, ist aber meist keine, sondern eine "Entzündungsanämie", bei der ein so genannter "innerer Eisenmangel" entsteht. Das bedeutet, dass das vorhandene Eisen in den körpereigenen Speichern nicht verwertet, sondern "gebunkert" wird, wodurch die roten Blutkörperchen weniger Hämoglobin (den roten Blutfarbstoff) enthalten und kleiner werden.
    Sobald die Aktivität des Rheumas gut kontrolliert ist, gleicht sich diese Form der Anämie wieder aus und nehmen die "gebunkerten" Vorräte an Eisen wieder ab, weil es vermehrt in die roten Blutkörperchen eingebaut wird.

    Bei einem echten Eisenmangel (den gibt es auch bei Rheumatikern, aber meist aus anderer Ursache) sieht das Blut genauso aus, weist aber andere Speicherwerte auf. Das Problem ist, dass viele Hausärzte nur das Eisen im Blut bestimmen - aus meiner Sicht ein ziemlich entbehrlicher Wert - und nicht den eigentlich wichtigen Parameter Ferritin (ggf. auch Transferrinsättigung und Transferrin, die zur Differenzierung in manchen Fällen auf ihre Weise beitragen).
    Eine Entzündungsanämie macht hohe Ferritinwerte, ein Eisenmangel niedrige.
    Eisen im Serum hilft zur Diagnosestellung einer Eisenmangelanämie nicht.

    Die endoskopische Untersuchung kann unbenommen von hohem oder niedrigem Ferritin sehr sinnvoll sein, weil auch im Magen-Darm-Trakt (nicht selten!) Ursachen für beide und sogar noch weitere Anämieformen liegen können.

    Es ist möglich, beides - also Eisenmangel- UND Entzündungsanämie zu haben, dann kann Ferritin "falsch" normal sein, und es ist ebenso möglich, kleine rote Blutkörperchen zu haben, obwohl weder ein Mangel an Eisen noch eine Entzündung besteht. Das führt hier aber zu weit und berührt das Thema Rheuma nicht ;)
     
  4. jolka

    jolka Registrierter Benutzer

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    Danke für Eure Antworten! Also, schaden kann es nicht, obwohl ich Krankenhaus absolut nicht leiden kann. Ich habe etwas Angst, dass durch die Biologika ein Tumor irgendwo gewachsen ist. Aber das ist nur mein eigenes Kopfkino. Mal sehen...
     
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