Bitte um Tipps...Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen....

Hallo,

ich habe immer noch Schmerzen, trotz diverser Medikamente...

Am Freitag war ich bei einer Schmerztherapeutin in Herne.

Dort erhielt ich folgende Medis:

Novalgin in Tablettenform, da mir von den Tropfen schlecht wurde. Diese soll ich alle 6 Std. einnehmen.

Außerdem erhielt ich Tilidin ret., welche ich alle 12 Std. oder, wenn es nicht ausreicht, alle 8 Std je 1, bzw 2 Tabletten nehmen soll.

Vom Rheumatologe erhalte ich 3,5 mg Coritson, sowie 5 x die Woche Rantudil retard.

Leider leider habe ich immer noch Schmerzen und bin mal wieder krank geschrieben...(bzw. ich gehe gleich zum Arzt)

Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun kann... So langsam verliere ich den Lebenswillen.... hört sich dramatisch an, aber es zermürbt mich so....:sniff:

Heute morgen habe ich nun 2 Tilidin eingenommen und ich merke kaum was.

Wie kann das denn sein???

Stelle ich mich vielleicht auch nur an? Ich traue mich nicht mehr zum Arzt zu gehen..ich komme mir schon fast lästig vor... :o

Morgens ist mein Gesicht völlig zugequollen...alles tut weh... Nachts wache ich auf, weil alles so nass ist...

Gestern war ich arbeiten...Während der Teamsitzung lief mir der Schweiß in Strömen...ich hatte solche Schmerzen...

Im Rücken..in den Knien...im Fußgelenk...in der Hand... wie elektrische Blitze durchzuckt es mich...

Außerdem bin ich erschöpft, erschöpt und nochmals erschöpft....

Hört das denn nie auf....?

Oder kann ich hoffen? Gibt es noch Mittel und Wege??
Soll ich meinen Rheumadoc "nerven"?? Soll ich....?
 
hallo tierfreundin,

tut mir wirklich leid, dass es dir so schlecht geht...du sprichst von nachtschweiß etc...ist ja oftmals ein zeichen für akute entzündungen im körper. vielleicht nimmst du zu wenig cortison, 3,5 mg ist ja nicht so sehr viel. hettest du denn das gefühl, dass das cortison wenigstens ein bisschen hilft. bei schmerzen nehme ich übrigens diclofenac...die helfen mir schon, machen nur hin und wieder probleme mit dem magen.

wünsche dir alles gute!
 
Liebe Anja!

Und ob du deinen Rheumadoc nerven gehen solltest!!!
Es ist sein Job dir zu helfen und bisher scheint ihm das nicht ausreichend gelungen zu sein.
Wie krümel83 schon schrieb, hören sich deine Beschwerden nach einem sehr starken Entzündungsprozess an.
Ich weiß leider gerade nicht welche Diagnose du hast. Bekommst du keine Basistherapie?
Falls du dich nicht gut aufgehoben bei deinen Ärzten fühlst, solltest du überlegen dir jemand anderen zu suchen.
Ich habe schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass man oft "viele Frösche küssen muss, bevor man den Prinzen findet" - arzttechnisch gesehen. ;)
Lass dich nicht davon einschüchtern, dass vielleicht dein Doc nicht mehr weiter weiß. Ein anderer weiß vielleicht mehr.

Gute Besserung!

Liebe Grüße
Sassi
 
Hallo Tierfreundin,
Ich habe auch im Moment mehr Schmerzen.Bei mir hilft ebenfalls Diclofenac.
Nachts schwitze ich stark und auch tagsüber bei geringster Anstrengung.
Ebenso habe ich diese Erschöpfung.
Freue mich schon auf die nächste Besserung.Lass den Kopf nicht hängen.
Gruss Margot
 
hallo anja,

welches rheuma hast du? wäre nett, wenn du das in deiner signatur angeben würdest, so braucht man nicht immer nachzufragen :).

Vom Rheumatologe erhalte ich 3,5 mg Coritson,

diese menge cortison ist wie ein tropfen auf einem heißen stein, bei einer akuten entzündung. ich würde dir empfehlen, die dosis zu erhöhen (in absprache mit deinem rheumatologen).
der zweite schritt wäre die einstellung auf ein basismedikment.

wünsche dir viel erfolg bei deinem doc!
 
Es tut mir auch leid zu lesen, wie schlecht es dir zur Zeit geht. (Übrigens, dass diese elektrisierenden Schmerzen auch Rheuma sind, habe ich bisher gar nicht gewusst. Ich habe das immer auf die Wirbelsäule geschoben.)

Erkundige dich doch bei deinem Hausarzt nach einer Einweisung in ein Akutkrankenhaus (Schmerzklinik). Kannst du ja mal googeln. Du liest dich nämlich, als ob du dringend Abstand zu Allem brauchst. Außerdem scheinst du ja mit so vielen verschiedenen Mitteln regelrecht vollgepumpt zu sein... verträgt sich das alles in deinem Körper? :eek: In so einem Krankenhaus wird alles aufeinander abgestimmt und man hat dort wirklich Wissen und ZEIT für dich und deine Schmerzen und Probleme.
Ich war im letzten Frühjahr 3 Wochen in so einer Schmerzklinik in Bayern (wurde innerhalb von 3 Tagen aufgenommen) und mir ging's fast 1/2 Jahr richtig gut. (Ich habe CP.)

Ich hoffe, dass deine Schmerzen bald wieder abebben und dir dein Umfeld die richtige Hilfe in deiner Situation geben kann. Alles Gute!
Anadins
 
Hallo...

@krümel
ja. ich befürchte auch, dass 3,5 mg zu wenig ist...

@Sassi
ich weiß ja im Grunde genommen, dass es sein Job ist, aber ich habe sooo schlechte Erfahrung mit Ärzten gemacht... Ich war sogar in Sendenhorst in der Rheumklinik, wo man mir gesagt hat, es sei psychosomatisch...
Bei meinem Rheumadoc fühle ich mich gut aufgehoben, trotzdem mag ich nicht zu oft nerven... :o daran sollte ich arbeiten. :)

@roselo
ich habe bereits eine Stoßtherapie hinter mir. Zu der Zeit war ich das erste Mal schmerzfrei...das war ein tolles Gefühl..
Leider sagte man mir in Sendenhorst, dass hätte nur gewirkt, weil Cortison aufputschend wirkt... tja... und nun versuche ich mit 3,5 mg auszukommen..
Bzgl. des Schwitzens kann ich nur sagen, dass ich auch, bevor ich die Medis nahm, geschwitzt habe..ich schwitze seit Monaten so...

@Margot
man verzweifelt nach so langer Zeit schon mal... Ich habe nun seit Oktober/November Schmerzen, Nachtschweiß etc... so langsam packe ich es auch seelisch nicht mehr...

@Lilly
Ich werde es ändern. Ich habe eine Spondyloarthritis.
Lt. MRT zur Zeit keine Entzündung in der Wirbelsäule, nur Enthesitis... :uhoh:
Eine Basistherapie erhalte ich nicht. Das verwundert mich auch stark... Deshalb denke ich ja auch, ich stelle mich an...vllt. ist es gar nicht so schlimm... aber kann das sein, dass ich Rheumaknoten habe?? Das gibt es doch nur bei RA, dachte ich...:rolleyes:

@Anadins
am liebsten würde ich auch in ein Krankenhaus gehen...ich brauche in der Tat Abstand und Hilfe... aber ich habe in Sendenhorst so schlecht Erfahrung gesammelt...da habe ich fast Angst...bibber..

Euch allen wünsche ich auch gute Besserung!!

Danke...
 
Hallo Anja,
das du verzweifelst kann ich gut nachvollziehen.
Uns ging es ja mit meiner Tochter in Sendenhorst nicht anders.
Mir ambulant auch nicht, habe ja 8 Jahre bis zur Diagnose gebraucht und die Medis, ich bekomme ja 2 Basismittel helfen mir leider nicht wirklich.
Soll bald die 3. bekommen, hoffe du hast bald mehr Erfolg, als wir.

3,5mg Cortison ist fast nichts, das stimmt leider.
Ich würde dem Rheumadoc nerven, das er endlich ne Basistherapie anfängt, den so wird es nichts bei dir fürchte ich.

Nerv ihn, es ist sein Job dir zu helfen.

Kopf hoch.
 
hallo anja,

@Lilly
Ich werde es ändern. Ich habe eine Spondyloarthritis.
Lt. MRT zur Zeit keine Entzündung in der Wirbelsäule, nur Enthesitis... :uhoh:
Eine Basistherapie erhalte ich nicht. Das verwundert mich auch stark... Deshalb denke ich ja auch, ich stelle mich an...vllt. ist es gar nicht so schlimm... aber kann das sein, dass ich Rheumaknoten habe?? Das gibt es doch nur bei RA, dachte ich...:rolleyes:

auch eine enthesitis ist eine akute entzündung (entzündung im sehnenansatzbereich) :),- der nachtschweis deutet auch auf einen schub...

Schmerzen im Sehnenansatzbereich treten häufig in Verbindung mit einer erhöhten Entzündungsaktivität auf. Daher sollten sie nicht vernachlässigt werden.

Die Enthesitis ist eine schmerzhafte Entzündung am Übergang der Sehnen auf den Knochen, die vor allem bei Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis) und verwandten Krankheiten auftritt. Wie spanische Wissenschaftler auf dem Jahreskongress der europäischen Rheuma-Organisation European League Against Rheumatism (EULAR) Mitte Juni in Barcelona, zeigten, handelt es sich hierbei jedoch vermutlich nicht nur um ein typisches Symptom, sondern um einen wichtigen Faktor in der Krankheitsentstehung.
Die Forscher untersuchten 107 Patienten mit Morbus Bechterew und 92 Patienten mit Psoriasis-Arthritis auf das Vorliegen einer Enthesitis. Wie die Auswertung ergab, ließen sich die Sehnenbeschwerden bei Psoriasis-Arthritis sogar deutlich häufiger nachweisen als bei Morbus Bechterew (42,4 Prozent gegenüber 12,1 Prozent). Bei beiden Erkrankungen war die Achillessehne besonders von den Schmerzen betroffen. Darüber hinaus traten die Beschwerden bei beiden Erkrankungen dann häufiger auf, wenn eine besonders hohe Krankheitsaktivität vorlag.
Aus diesem Grund vermuten die Wissenschaftler, dass die Enthesitis bei beiden rheumatischen Erkrankungen als eine Komponente des entzündlichen Krankheitsprozesses angesehen werden kann. Sie empfehlen, Patienten mit entsprechenden Erkrankungen im Klink- bzw. Praxisalltag auch auf das Vorliegen einer Enthesitis zu untersuchen.

quelle
 
Hallo,

Danke für den Link...

Ich habe allerdings nicht an der Achillessehne die Entzündung sondern im LWS-Bereich... :rolleyes:

Oder ist das nicht relevant?
 
hallo anja,

ganz egal.... entzündung ist entzündung....

Sehr richtig!

Deine Schmerzen, Schweißausbrüche und die Müdigkeit sprechen eine sehr deutliche Sprache!

Nicht dir sollte es peinlich sein, dass du den Arzt nervst, sondern dem Arzt sollte es mehr als peinlich sein, dass er dich so im Regen stehen lässt!

Nicht aufgeben! :butterfly:

Liebe Grüße
 
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