1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Bitte um eure Hilfe- Verdacht auf beginnende seroneg. rheumatoide Arthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Bebi1984, 5. Februar 2011.

  1. Bebi1984

    Bebi1984 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2011
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen :) ,


    ich bitte euch um eure Hilfe, da ich Angst habe und nicht weiß was ich machen soll. Ich hoffe ihr nehmt euch die Zeit mein Anliegen zu lesen, auch wenn es etwas lang ist. :o



    Bei mir wurde von einem Internisten/Rheumatologen der Verdacht auf eine „beginnende seroneg. CCP-AK-negative rheumatoide Arthritis“ gestellt. Allerdings versuche ich mich krampfhaft dagegen zu wehren, dass es diese Krankheit sein könnte, da ich nach allem was ich hier gelesen habe, nicht viele der typischen Symptome habe.



    Es fing alles im Januar 2008 an, ich hatte eine Schwellung an der Seite der rechten Hand und hatte leichte Schmerzen beim Bewegen der Finger. Bin dann direkt zum Hausarzt, der mir Blut abgenommen hat (großes Blutbild und Rheumafaktor, war alles okay). Nach einem Tag waren die Beschwerden allerdings vorbei und alles war in Ordnung.


    Dann kam es im Mai 2009 wieder, eine Woche nach einer Mandelentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde, hatte ich erneut Schmerzen in der Hand sowie in den Fingern mit einer leichten Schwellung. Die Beschwerden waren nach zwei Tagen wieder weg. Mein Hausarzt nahm wieder Blut ab, untersuchte auch den Wert der Harnsäure und wieder den Rheumafaktor, aber alles war okay. Im Verlauf des Jahres hatte ich noch ein/zweimal Schmerzen mal im Ellenbogen, mal im Knie und wieder an den Fingern, die aber wieder nach einem Tag weg waren.


    Anfang März 2010 wurde ich morgens früh wach und hatte Schmerzen im rechten Knie, so dass ich nicht auftreten konnte und den ganzen Tag auf der Couch lag. Ich wollte am nächsten Tag zum Arzt, allerdings waren die Beschwerden wieder ganz weg. Allerdings kam dann einige Tage später wieder Schmerzen in der Hand, sodass ich dann wieder zu meinem Hausarzt bin. Als ich ihm von der Sache mit dem Knie berichtete, rief er direkt bei dem Internisten/Rheumatologen an, sodass ich zwei Tage später dann bei diesem in der Praxis saß. Allerdings hatte ich keine Beschwerden (lediglich ein leichter Druckschmerz. Er nahm mir Blut ab und es fand sich ein BGS von 13 mm/h und ein CRP (Aprath) von 11.9 mg/l. Er zeigte mir Bilder von dick geschwollenen Händen (rheumatoide Arthritis) und fragte, ob ich auch solche Schwellungen gehabt hätte, was ich verneinte. Er sagte, ich solle wiederkommen, wenn ich wieder eine Schwellung haben würde.
    Eine Woche später hatte ich wieder eine leichte Schwellung an der Seite der rechten Hand, die einen Tag anhielt. Am nächsten Tag war es das linke Handgelenk, was am nächsten Tag aber wieder komplett weg war. Ich bin allerdings nicht zum Arzt gegangen, weil (klingt jetzt echt doof) ich einen dringenden Termin auf der Arbeit hatte. Dann war wieder Ruhe. Im Mai 2010 war die Seite der linken Hand leicht geschollen, allerdings nach 1-2 Tagen wieder weg. Anfang Juni bekam ich an einem Nachmittag ganz leichte Schmerzen auf dem rechten Handrücke, diese waren nach 5 Stunden wieder weg.


    Dann war wieder komplett Ruhe.



    Ende Oktober 2010 ging es wieder los
    22.10.10 Freitag morgens: leichtes Ziehen im rechten Bein, knieabwärts
    mittags/abends: Ziehen wird stärker, Bein nur unter Schmerzen anspannbar, Druckschmerz unterhalb Kniescheibe
    23.10 Samstag: In der Nacht zu Samstag starke Schmerzen/Ziehen im rechten und linken Bein, vor Schmerzen aufgewacht. Samstag im Laufe des Tages nur leichtes Ziehen im rechten Bein, Ibuprofen genommen
    24.10 Sonntag: In der Nacht zum Sonntag erneut Schmerzen/Ziehen im rechten Bein, vor Schmerzen aufgewacht. Ibuprofen genommen. Auf beiden Kniescheiben kleine Blutergüsse???
    25.10 Montag: leichtes Ziehen im rechten Bein am Tag, Knöchel rot und leicht angeschwollen
    26.10 Dienstag, Verlauf wie am Montag, zusätzlich linke Hand Mittelfinger Schmerzen, rechte Hand an der Seite zum kleinen Finger, Schmerzen beim Schreiben , Ibuprofen abends
    27.10 Mittwoch: Verlauf wie Dienstag, morgens Ibuprofen, zusätzlich Schmerzen in der linken Hand mittlerer Handknochen
    28.10 keine Beschwerden mehr
    Ich bin allerdings wieder nicht zu dem Arzt gegangen, weil mir die Erstellung meiner Abschlussarbeit wichtiger war….
    Dann Ende November 2010 hatte ich an einem Tag Schmerzen im rechten Knie mit einer Schwellung. Am nächsten Tag war es wieder vorbei.
    Anfang Dezember bekam ich eine Mandelentzündung, die mit Peniclin behandelt wurde. Drei Tage später bekam ich an einem Nachmittag Schmerzen im rechten und linken Vor-und Mittelfuß, am nächsten Tag (Dienstag) bin ich dann endlich direkt zu dem Internisten/Rheumatologen, der eine leichte Schwellung im rechten Fuß feststellte sowie einen Druckschmerz. Er nahm mir wieder Blut ab, sagte allerdings durch die Mandelentzündung und das Penicilin, wäre eine Diagnose schwierig. Er schickte mich zum Röntgen, wo mir beide Hände und beide Füße geröngt wurde- Befund unauffällig. Am Abend des Tages schwoll mein rechter Fuß an und tat weh, am nächsten Tag (Mittwoch) war die Schwellung fast wieder weg, allerdings hatte ich ein Ziehen in einer Zehe vom linken Fuß. Ich bekam dazu leichte Schmerzen am rechten Fußknöchel, die am nächsten Tag (Donnerstag) wieder weg waren. Allerdings kam am Donnerstag stattdessen ein leichtes Ziehen in der linken Kniescheibe. Freitag kamen zusätzlich leichte Schmerzen im Ellenbogen, die allerdings Sonntag wieder weg waren. Am Montagabend begann wieder die linke Kniescheibe an zu schmerzen, am Mittwoch waren alle Beschwerden weg. Eine Woche später kamen die Blutwerte ( unter anderem: BSG 26 mm/h, CRP 5,7 mg/dl ), der Internist/Rheumatologe sagte mir, er tippe auf rheumatoide Arthritis und wir müssten den weiteren Verlauf abwarten, wenn es wiederkommt, dann ist über eine Basistherapie nachzudenken. Seitdem habe ich keine Beschwerden mehr.



    Da ich hier zwischenzeitlich viel über die Krankheit gelesen hatte, bin ich in der Praxis allerdings in Tränen ausgebrochen, habe über Weihnachten und Silvester nur geweint, weil ich so große Angst habe. Könnte es nicht vielleicht etwas anderes sein? Ich habe in all den Jahren nur Stress gehabt wegen meinem Studium, Klausuren und nebenbei Arbeiten und mich oft sehr verrückt gemacht wegen dem allem. Auch die Beschwerden in 2009 und 2010 waren hauptsächlich immer wenn ich Klausurphasen hatte oder Probleme mit meiner Abschlussarbeit (Ende Oktober und Ende November 2010). Weiterhin habe ich nie Symptome wie Morgensteifigkeit, Müdigkeit oder Beschwerden, die wochenlang anhalten. Bei mir kommen diese auch meistens erst im Verlauf des Tages und sind am nächsten Tag weg.



    Ich war letzte Woche bei meinem Hausarzt und habe mit ihm über den Patientenbrief gesprochen, er hat mir wieder But abgenommen und den CRP Wert und BSG überprüft. Habe gestern die Nachricht erhalten, dass alles in Ordnung sei. Nun weiß ich aber nicht weiter…. :(



    Ich bedanke mich an dieser Stelle bei jedem, der sich die Zeit genommen hat, um sich meinen Bericht durchzulesen.


    Ich hoffe, dass mir einer von euch helfen kann, vielleicht kommen einem die Symptome und der Verlauf bekannt vor?


    Schöne Grüße und lieben Dank,



    Bebi
     
  2. Witty

    Witty Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    1.810
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Es könnte sich um eine infektreaktive Arthritis nach einer Streptokokken-Infektion handeln. Diese Arthritiden haben keine positiven Rheumawerte und können nach einer Behandlung ausheilen.
    Hier ein Auszug von Rheuma A-Z (nicht mit dem rheumatischen
    Fieber verwechseln)
    Eine heute zunehmende Form des Streptokokkenrheumatismus ist die infektreaktive Arthritis nach einer Streptokokkeninfektion (sogenannte Poststreptokokken-reaktive Arthritis, abgekürzt PSRA). Diese Erkrankung kann auch ältere Menschen betreffen. In ihrem Erscheinungsbild entspricht sie den anderen infektreaktiven Arthritiden (siehe "infektreaktive Arthritis"). Eine Poststreptokokken-reaktive Arthritis befällt vor allem die großen Gelenke der unteren Körperpartie. Meistens ist nur ein Gelenk betroffen ("Monarthritis"), am häufigsten das Kniegelenk. Allerdings können auch mehrere Gelenke beteiligt sein. Typisch ist ein charakteristisches zeitliches Intervall zwischen der Mandelentzündung und dem Auftreten der Arthritis. Zunächst kommt es zur Mandelentzündung, die dann abklingt. Eine Woche bis drei Wochen nach Verschwinden der Mandelentzündung kommt es dann zur Arthritis.
    Die Dauer der Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Bei einer Poststreptokokken-reaktiven Arthritis klingt die Arthritis im Verlaufe von einigen Wochen ab, es kann aber auch zu monatelangen Verläufen kommen. Bei einigen Patienten bleiben die Beschwerden mit wechselnder Intensität sehr lange bestehen, es können sich sogar chronische Verläufe entwickeln.
     
  3. Bebi1984

    Bebi1984 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2011
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Witty,

    besten Dank für die Information :top: Ich werde das mal mit meinem Arzt abklären. Allerdings würde dagegen sprechen, dass ich die Beschwerden auch hatte, ohne dass diesen eine Mandelentzündung vorausging.

    Schöne Grüße
     
  4. Witty

    Witty Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    1.810
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Der Arzt sollte mal den ASL-Titer testen, um zu sehen ob eine Streptokokken-Infektion vorlag od. noch aktuell ist. Diese können sehr hartnäckig sein. Manchmal werden solche Infektionen anfgangs auch gar nicht so doll bemerkt, aber die können wenn nicht richtig behandelt, das Antibiotika zu wenig ist, immer wieder auftauchen und Folgeschäden verursachen.
     
  5. padost

    padost Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2006
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hi, es kommt schon vor, dass sich Viren an Gelenke setzen, wenn sie nicht richtig ausgeheilt werden. Ich würde es auch so machen, was Witty vorgeschlagen hat.- Es kann sonst chronisch werden.
    Gerade bei Stress hat der Körper viel zu tun, auch bei mir sind dann die Rheumabeschwerden im Fordergrund.
    Auf alle Fälle mußt du dran bleiben. Wenn du keine Zeit hast direkt zum Doc zu gehen, wenn die Gelenke angeschwollen sind, oder Wochenende ect,- mach Fotos. Ist immer besser als dann zum Doc zu gehen und zu sagen, aber gestern war´s dick.

    Viel Glück, Padost
     
  6. Bebi1984

    Bebi1984 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2011
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    @ Witty
    Ach so, ich hätte nicht gedacht, dass Streptokokken so hartnäckig sind. Ich werde meinen Arzt auf den ASL Titer ansprechen. Danke dir!

    @Padost
    Danke für deine Offenheit und deine Antwort, ich dachte schon ich bilde mir das ein mit dem Stress und dass es dann losgeht. Und mit den Fotos habe ich bereits einige Male gemacht, allerdings sind meine Gelenke meistens gerötet gewesen und die Schwellung konnte man nicht so gut sehen.