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bin ziemlich frustriert

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von wolke, 9. Februar 2005.

  1. wolke

    wolke Neues Mitglied

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    ich brauche jetzt ein bißchen zuspruch. Gestern war ich bei meinem Rheumatologen und er hat mir eröffnet das ich mich umgehend in chirurgische Behandlung begeben muß um eine knietep und die einsteifung meiner handgelenke durchführen zu lassen. Eigentlich ist es nichts neues ich habe mir schon so was gedacht aber irgendwie ist es doch wieder anders wenn es dir jemand ins gesicht sagt. Des weitern hat er gemeint das ich eigentlich für den Arbeitsmarkt unbrauchbar geworden bin da man ungerne auf kräfte zurückgreift die handycaps vorweisen. Eigentlich weiß ich das auch aber es macht mir schwer zu schaffen das ich immer hart an mir gearbeitet habe um eine bißchen erfolgreich zu sein. Irgendwie komme ich mir nutzlos und überflüssig vor und empfinde mich als last.
    Und es macht mich total fertig das man mir meine Handgelenke zu sammenschrauben will und ich sie nicht mehr richtig bewegen kann, eigentlich kann ich das jetzt auch nicht richtig aber sie sehen wenigstens nicht festgeschraubt aus.
    Ich weiß das es vielen hier auch schlecht geht aber ein bißchen Frust darf man mal habe, oder
     
  2. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

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    Hallo Wolke,
    ich kann es Dir voll nachempfinden, wie es ist, wenn einem der Doc genau das bestätigt, was man eigentlich selbst schon weiß. Im Grunde genommen hofft man doch, dass es doch nicht so schlimm ist und man noch ein bißchen warten könnte. Und dann kommt der Tag, wo man dem Doc Recht geben muss.
    Ich finde allerdings, dass die Aussage, dass Du für den Arbeitsmarkt nicht mehr zu gebrauchen bist, sehr hart :mad: . Meine Doc's haben mir immer Achtung und Respekt gezollt, dass ich bei meinen vielen Handycaps (5 Teps und viele weitere OPs) immer einen Weg gefunden habe weiter zu arbeiten, bis ich selbst zu der Erkenntnis gekommen bin, dass es besser ist mit der Arbeit aufzuhören.
    Jetzt bin ich seit einigen Monaten in Rente. Und es war ziemlich schwer, sich damit abzufinden.
    Ich rate Dir, wenn Du einen guten Arbeitgeber hast, lasse die OPs machen und entscheide danach selbst, wie es weitergehen kann.
    Ich wünsche Dir alles Gute.
    Chipsy :)
     
  3. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    hallo wolke

    natürlich hast du das recht frustig zu sein. klingt ja auch nicht grade angenehm, was dir der doc da gesagt hat - auch wenn dir der gedanke dran nicht fremd war. man schiebt es ja immer soweit von sich, solange es noch irgendwie geht... mach ich ja auch nicht anders - bis ich mich dann ins unvermeidliche füge.
    lass dich doch ruhig erstmal von einem chirurgen anschauen und beraten - vielleicht hat der ja noch andere vorschläge. letztendlich hast du ja doch immer selbst das recht der entscheidung, was wirklich gemacht wird.
    knietep ist ja bei vielen hier auch gemacht worden. da kann dir sicher mancher andere was dazu schreiben.
    handversteifung war bei mir vor gaaanz vielen jahren mal ein thema - sie wollten es in "gebrauchsstellung" versteifen. ich hab mich damals aus verschiedenen gründen dagegen entschieden - vielleicht bringt es dir ja wirklich etwas ? guck und lass dich beraten, was es dir persönlich für verbesserungen bringen könnte (z.b. stabilisierung der gelenke...?) - vielleicht gibt es ja noch ganz andere möglichkeiten.

    lass dich nicht unterkriegen, auch wenns abgedroschen klingt - es geht immer irgendwie weiter, es finden sich neue wege. ich wünsch dir viel geduld und kraft und gute ärzte
    sei gedrückt von nenufar
     
  4. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    hallo wolke,

    natürlich darfst du hier mal so richtig frust ablassen (habe ich gestern auch getan).

    ich kann das mit den handgelenken voll und ganz nach vollziehen, aber sieh es doch wirlich so, wenn dein handgelenk versteift ist, dann ist es auch nicht anders als heute. vielleicht hast du dann auch in bezug auf schmerzen weniger probs.

    und die sache mit dem arbeitsmarkt, das kann man aus zwei richtungen sehen. ich arbeite in einem großen unternehmen, und die sind froh das sie leute einstellen können die einen schwerbehindertenausweiß haben (hast du so einen?), weil ab einer bestimmten firmengröße muß auch ein bestimmter prozentsatz an schwerbehinderten beschäftigt sein.
    also nicht brauchbar für den arbeitsmarkt...so ein quatsch!!!

    und vorallendingen wenn du der meinung bist das du noch arbeiten kannst und dich nicht fühlst als wenn du eine last bist, dann bist du es doch auch nicht, oder?
    ich kann dir die frage auch beantworten: du bist es nicht!

    also kopf hoch!
    lg bine
     
  5. Trixi

    Trixi (vor)laut

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    Unbrauchbar

    Hallo wolke,

    also - ich war jetzt ein ganz klein wenig stutzig bei deinem Beitrag.

    Immer mit der Ruhe - nur nix überstürzen. Ich schlage vor, du suchst dir jetzt mal einen Arzt und ein KH das dir zusagt und wo du dir vorstellen kannst, dass du dich wohlfühlen kannst. Eine Knie-Tep ist nicht so schlimm wie es klingt. Durch die neue Bewegungsfreiheit die man dadurch gewinnt, steigt auch die Lebensqualität. Handgelenksversteifungen hab ich selbst aus verschiedenen Gründen abgelehnt - wenn sich in dir alles gegen eine Versteifung sträubt, dann solltest du das auch nicht machen lassen, da kann der Doc sagen was er will.

    Das ist schlicht eine äußerst unqualifzierte Aussage deines Arztes. Jeder Mensch wird gebraucht. Sicher kann man nicht leugnen, dass es chronisch kranke Menschen am Arbeitsmarkt schwer haben. ... das ist aber noch lange kein Grund von vornherein die Flinte ins Korn zu werfen. Ein Job gibt Selbstvertrauen und -bestätigung und wenn sich jemand selbst zumuten will am Arbeitsmarkt zu bestehen, dann kann er das auch.

    Rein menschlich gesehen, finde ich es von diesem Arzt sehr fahrlässig dich mit Aussagen wie diesen ins Leben zu entlassen. ... am besten du atmest bei Situationen wie diesen tief durch, überlegst konstruktiv und tust letztendlich was dir deine eigene Vernunft und deine innere Stimme sagt.

    Nur nicht unterkriegen lassen ...

    lg
    Trixi
     
  6. Angel2601

    Angel2601 Neues Mitglied

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    Hi Wolke, ich schliesse mich den anderen an mit den Aussagen!!!

    Ich kämpfe seit über 3 Jahre gegen die Ärzte. Bei mir sollte meine Daumen steif gelegt werden, ich habe es nicht gemacht, ohne Daumen ist es qualvoll. Mit meine Rhizarthrose bds. habe ich Köcher bekommen, die Helfen einwenig.

    ICh habe gelernt mit Schmerzen zu leben, ich weiß das ich nicht richtig aber besser so als wenn die Hände unbrauchbar wären.

    Tja, das mit dem Arbeiten ist bei um andersrum. Arbeitsamt ( bin von KK ausgesteuert worden ) sagt anhand meine ganze Behinderungen kann ich nicht arbeiten und auf dem Arbeitsmarkt ist füt mich nichts dabei. NUR, mein Problem sind die Ärzte!!! Ich kann laut dene den ganzen Tag vollschitig arbeiten. Diesen Kampf habe ich auf mich genommen und Kämpfe und Kämpfe!!!

    Ich wünsche Dir alles Liebe UND GIB NET AUF!!!!!!!!!!

    Gruß Caro
     
  7. Nina

    Nina early bird

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    Hallo Wolke,
    aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen, dass dein Arzt sehr realistisch denkt. Meiner leider nicht, der denkt jeder Arbeitgeber müsste mir nachlaufen.
    Ich bin jetzt berentet und zwar nicht weil ich nicht mehr arbeiten kann, sondern weil ich keinen Job finde. Da ich meinen alten Beruf wegen der RA nicht mehr ausüben konnte, habe ich drei Jahre lang eine Umschulung gemacht und bin jetzt qualifiziert und gut ausgebildet. Aber ich habe so viele Absagen auf meine Bewerbungen bekommen, dass ich sie gar nicht mehr gezählt habe.
    Der Arbeitsmarkt ist halt sehr hart umkämpft und da habe die Menschen mit einer Erkrankung sehr wenig Chancen.
    Ab 1. März bin jetzt Rentnerin und das mit 49. So ist das Leben.
    Trotzdem merke ich, dass ich jetzt viel besser mit meiner Krankheit leben kann. Jetzt muss ich nicht mehr um halb sechs aufstehen und kann ich mich tagsüber hinlegen, wenn ich müde bin oder aufstehen, wenn mir der Rücken schmerzt. Und das ist eine riesen Erleichterung.
    Alles Gute
    Nina




    QUOTE=wolke]ich brauche jetzt ein bißchen zuspruch. Gestern war ich bei meinem Rheumatologen und er hat mir eröffnet das ich mich umgehend in chirurgische Behandlung begeben muß um eine knietep und die einsteifung meiner handgelenke durchführen zu lassen. Eigentlich ist es nichts neues ich habe mir schon so was gedacht aber irgendwie ist es doch wieder anders wenn es dir jemand ins gesicht sagt. Des weitern hat er gemeint das ich eigentlich für den Arbeitsmarkt unbrauchbar geworden bin da man ungerne auf kräfte zurückgreift die handycaps vorweisen. Eigentlich weiß ich das auch aber es macht mir schwer zu schaffen das ich immer hart an mir gearbeitet habe um eine bißchen erfolgreich zu sein. Irgendwie komme ich mir nutzlos und überflüssig vor und empfinde mich als last.
    Und es macht mich total fertig das man mir meine Handgelenke zu sammenschrauben will und ich sie nicht mehr richtig bewegen kann, eigentlich kann ich das jetzt auch nicht richtig aber sie sehen wenigstens nicht festgeschraubt aus.
    Ich weiß das es vielen hier auch schlecht geht aber ein bißchen Frust darf man mal habe, oder[/QUOTE]