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bin neu hier

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Angie87, 8. Januar 2005.

  1. Angie87

    Angie87 Neues Mitglied

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    7. Januar 2005
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    Halli Hallo

    Ich bin neu hier um Forum, und wollt mal grad alle Forumsteilnehmer begrüßen und vor allem Monsti. Denn durch Monsti bin ich auf diese Seite gekommen und auch in dieses Forum, ganz großen dank an sie. Ich habe die letzte Zeit erst mal nur die Beiträge in den Foren gelesen und gemerkt das es ein ziemlich cooles Forum ist wo einem geholfen wird, und das nicht immer nur von der ärztlichen Seite her. So aber jetzt mal grad zu meiner Person, ich heiße Angelika, werde aber meist nur Angie genannt, komme aus Bad Homburg, das ist in Hessen und bin 17 Jahre alt.

    Ich bin seit Ende August in ärztlicher Behandlung aufgrund von Schmerzen im rechten Bein und der rechten Hüfte. Es fanden einige Untersuchungen statt, wie Röntgen und MRT, brachte allerdings kein weiteres Ergebnis. Da ich ein zu kurzes Bein und X-Bein habe, habe ich erst mal neue Einlagen bekommen und sollte abwarten. Hat aber auch nichts gebracht. Mit der Zeit kamen dann immer mehr Schmerzen dazu wie im linken Bein, der linken Hüfte und der ganzen Wirbelsäule. Habe lauter verschiedene Spritzen bekommen, die entweder nichts gebracht haben, oder ich habe allergisch drauf reagiert. Bis es dann Ende November dazu kam, das ich mir im linken Handgelenk etwas verrenkt hatte. Da diese Schmerzen auch nicht weggingen und ich noch dazu über Schmerzen in den Ellenbogen geklagt habe und über eine Art Wiederstand in den Fingergelenk, hab ich dann endlich Blut abgenommen bekommen und wurde auf Rheuma getestet. Habe dann am 21.12 das Ergebnis bekommen und die Blutsenkungsgeschwindigkeit war/ist erhöht, ebenso ist der Rheumafaktor vorhanden. Habe jetzt am 10.02 einen Termin bei einem INTERNISTISCHEN Rheumatologen.

    Allerdings meinte meine Hausärztin auch noch, das es auf jeden fall was körperliches ist, aber sie auch davon ausgeht, weil sie mich sehr gut kennt, und sich in meinem Leben seit Anfang letzten Jahres, also seit Anfang 2004 sehr viel geändert hatte, dass auch die Psyche etwas mitspielt. Ich soll mir mal überlegen, ob ich auch zur Bewältigung mancher Problem und Stresssituation mal zu einem Psychotherapeuten gehen möchte. In dieser Hinsicht bin ich momentan etwas hin und hergerissen, einerseits denke ich, es könnte mir was bringen aber andererseits bin ich mir nicht so sicher damit.

    Nebenbei erwähnt war ich am 6.01 bei einer Neurologin um sicher zu gehen, dass mit meinen Nervenleitungen alles in Ordnung ist, dies ist der Fall. Habe auch einen Befund bekommen dieser enthält das „keine neurologischen Ausfallerscheinungen vorhanden sind“ und als Nebenbemerkung hat sie drunter geschrieben: „psychosomatisch erscheint mir unwahrscheinlich.“

    Was soll den das jetzt nun wieder bedeuten??

    Und ich hätte mal noch ein paar weitere Frage

    Auf der Überweisung zur Neurologin und auf der Überweisung zum Rheumatologen steht Polyarthralgie und somatoforme Schmerzstörung.

    Ich habe mich mal informiert was eine somatoforme Schmerzstörung ist, und die Neurologin meinte das ist meistens eine Verlegenheitsdiagnose und davon geht sie auch bei mir aus. Wisst ihr was darüber, ob das wirklich eine Verlegenheitsdiagnose ist?:confused:

    Und was ist eine Polyarthralgie???

    Und würdet ihr Allgemein sagen eine Psychotherapie bringt was oder ist vollkommen unsinnig?

    Und ähm, ich soll etwas Sport treiben, was könnt ihr mir denn neben schwimmen, während dieser Jahreszeit oder auch allgemein für den Frühling und Sommer empfehlen?

    Ich weiß das war ein sehr langer Text mit vielen Fragen, aber irgendwie hab ich mir das gerade alles von der Seele geschrieben, weil es gibt soviel Leute in meinem Umfeld, die das alle nicht verstehen, was mich momentan beschäftigt

    Freue mich über Antworten

    Danke ciaoi Angie87


    P.S. wünsche ein schönes Wochenende :)
     
  2. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    württemberg
    Hallo, Angie!

    Erst mal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei RO! Da Du schon ein bißchen "reingelesen",kennst Du Dich ja schon ein wenig aus.
    Wenn die Neurologin schreibt "psychosomatisch eher unwahrscheinlich",meint sie wohl, daß die körperlichen (= somatischen) Beschwerden keine seelischen (= psychischen) Ursachen haben.So verstehe ich es jedenfalls als Laie.
    Es war bestimmt gut, daß Du bereits beim Neurologen warst und es ist auf jeden Fall richtig, daß Du zum internistischen Rheumatologen gehst.
    Zu Deinen anderen Fragen kann ich Dir leider nichts sagen; ich habe ein Churg-Strauss-Syndrom, das ist zwar auch Rheuma, hat aber mit den Blutgefäßen und Organen zu tun und nicht mit den Gelenken o.ä.
    Ganz sicher bekommst Du noch hilfreiche Antworten von anderen Usern,
    auch was z. B. den Sport betrifft.
    Ein schönes Wochenende, gute Besserung und auch noch viel Spaß (es gibt ja auch lustige threads hier) bei RO wünscht Dir Ruth
     
  3. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    ein herzliches

    grüß gott an dich angie.


    WILLKOMMEN...schön, das du dich hier angemeldet und keine scheu davor hast,hier deine fragen zu stellen.

    also zu sport gehören sicherlich alle die dinge, die die gelenke nicht belasten...z.b. schwimmen, walking/nordic walking, rad fahren,spazieren gehen etc.!

    ein internistischer rheumatologe ist sehr wichtig.......um eine diagnose zu erhalten,die dann auch mit den dafür vorgesehenen medikamenten behandelt werden kann.

    verlegenheitsdiagnose nennt man diagnosen, wo sich der arzt nicht so sicher ist, was letztendlich der eigentliche grund der schmerzen ist.

    dafür sollst du ja auch zum intern.rheumatologen gehen.manche ärzte die überweisen, legen sich sehr ungern fest....oder aber wissen es wirklich nicht und wollen dem anderen arzt nicht vorgreifen.;)


    eine entz.rheumatische erkrankung kann schon vorhanden sein, ohne das man sie auf den bildern erkennen kann.
    eine frühzeitige diagnose ist von daher sehr wichtig.

    psychosomatisch....hat dir ruth ja schon erklärt...wobei ich schon der meinung bin, das durch "streßfaktoren" vorhandene schwächen im körper noch ausgeprägter werden.
    oft ist es ja eine sammlung von vielen dingen,die da zusammen kommen.

    denn psyche und körper gehören einfach zusammen.

    wissen wir es doch selbst, sind wir verliebt oder gut drauf, sind die schmerzen auch erträglicher...wo hingegen wenn es schlecht läuft, beziehungsstreß oder familiendruck oder arbeitsmäßig es nicht gut geht wir auch mit den körperlichen beschwerden mehr zu tun haben.:o

    nur gibt es auch krankheitsbilder die von einer kranken/angeknacksten psyche herrühren..und das ist wieder was anderes.-das scheint aber lt.neurologin bei dir nicht der fall zu sein-!
    da gibt es aber auch wirklich keinen körperlichen befund/beweis einer erkrankung.(sofern man das überhaupt, nach den ganzen schlimmen berichten hier im forum, gänzlich ausschließen kann.....:rolleyes:).

    bin 40/w und habe entz.rheuma psoriasisarthritis ohne hautbeteiligung und zusätzl. noch eine sek.fibromyalige/somatoforme schmerzstörung etc.. also das eine schließt das andere nicht aus...frage ist immer nur..was war zuerst da "die henne oder das ei";)!

    wenn unser körper im dauerstreß ist kann es zusätzlich zu schmerzstörungen kommen.

    viele rheumatiker haben neben einem guten intern.rheumatologen, einen hausarzt +noch eine psychologische schmerztherapeutische behandlung.

    in der geht es darum "mit schmerz umzugehen" (was macht man wie und wann und überhaupt...warum machen wir uns selber oft leistungsdruck und lassen nicht mal alle fünfe gerade sein etc.). das kann sehr hilfreich sein und unterstützt eine medikamentöse behandlung durchaus.:)

    hoffe,ich konnte dir ein wenig weiter helfen.

    war ja jetzt auch ein langer text:rolleyes:...sorry;)!"

    wenn du weitere fragen hast, stell sie ruhig hier ein.....

    wünsche dir alles gute und eine schöne zeit hier...(wo man es fast nur noch mit r-o-süchtigen zu tun hat...was aber wiederum nicht behandelt werden kann:D...) und einen tollen kompetenten doc....

    biba
    liebi
     
  4. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Herzlich willkommen

    Hallo Angie,

    herzlich willkommen bei Rheuma-Online. Schön, dass du dich hier angemeldet hast.

    Ruth und Liebi haben dir deine Fragen ja schon weitgehend beantwortet. Mit Polyarthralgie bezeichnet man Schmerzen in mehreren Gelenken.

    Ich wünsche dir, dass du einen guten Arzt findest und auch bald eine Diagnose hast.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    pumuckl
     
  5. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Hallöchen;

    und willkommen.
    Zum Rheuma wurde Dir ja bereits das meiste geschrieben.
    Zur Psychotherapie kann ich nur sagen: Mach es.
    Ich habe selbst mal ne ganze zeitlang eine Gesprächstherapie gemacht und fand es sehr positiv einmal die Woche jemanden zu haben der zuhört und versucht zu verstehen.
    Generell bin ich der Meinung dieses ganze Ableugnen von psychischen Faktoren ist etwas voreilig. Wenn mich einer durch so eine Therapie heilen könnte, ging ich freudestrahlend so oft wie nötig dorthin. Nur leider hat mir das mit meinem Rheuma rein gar nichts gebracht. Ich würde eine Gesprächtherapie aber jederzeit wieder machen. Der ganze Stress und jede Aufregung lässt sich besser verarbeiten wenn man weiss wo man das alles dann abladen kann. Wozu haben wir denn diese ganzen Fachleute wenn es niemand benützt. Mit meinem Auto gehe ich ja auch zum Fachmann wenn irgendwas nicht in Ordnung ist. :)

    Gruss
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Huhu liebe Namensvetterin,

    schön, Dich hier zu sehen und natürlich eine herzliche Willkommensumärmelung! Pass auf, dass Du nicht RO-süchtig wirst ;) :D.

    Deine Fragen sind lieberweise ja schon ziemlich ausführlich beantwortet worden. Es ist gut, dass Du bald den Termin beim Rheuma-Doc hast, und ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du 1. nicht mehr allzu lange auf eine gescheite Diagnose sowie 2. auf eine wirksame Therapie warten musst.

    Leider sind rheumatische Erkrankungen oft schwierig einzugrenzen, gerade zu Beginn der Erkrankung und/oder bei schleichenden Verläufen. Hab ein bisschen Geduld und bleib konsequent am Ball.

    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  7. Angie87

    Angie87 Neues Mitglied

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    Hallo

    und danke für eure zahlreichen Antworten.

    Ich hab aber grad mal wieder eine Frage, vielleicht wisst ihr ja etwas darüber. Wenn man sich für eine Pyschotherapie entscheidet, wer trägt denn da die Kosten? Muss man das vollkommen selbst tragen oder übernimmt die Krankenkasse die Kosten ganz oder nur teilweise??
    Weil wenn die Krankenkasse von den Kosten nichts übernimmt, wird es für mich sehr schwer sein, eine Pyschotherapie zu machen, weil ich es mir finanziell nicht wirklich leisten kann.
    Oder gibt es da vielleicht bestimmt Voraussetzungen? Ich habe zwar schon mal im Internet bei meiner Krankenkasse geguckt, werde aber aus dem Text dort nicht schlau.

    Über Hilfe wäre ich sehr dankbar

    Ciaoi

    P.S. schönen Start in die Woche
     
  8. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    kk übernimmt die kosten...

    also du bekommst vom doc eine überweisung...und kannst erstmal 5x eine probesitzung mit dem "psychologen/in" machen um zu sehen ob die chemie stimmt...erst dann wird ein antrag von dem therapeuten an die kk weiter gegeben (für in der regel 25 sitzungen),die in aller regel bei schmerzpatienten auch bezahlt wird.

    bisher ist mir noch keine ablehnung zu ohren gekommen..im gegenteil, alle (mir bekannten) ärzte finden das gut und auch später kann das durchaus mal hilfreich sein bei antragsverfahren etc.!

    sollte es beim erstenmal nicht "schnackeln";) dann kannst du auch gerne einen weiteren psychologen ausprobieren....

    frag aber vorher nach den schwerpunkten in dieser praxis..denn schmerztherapie sollte einwandfrei dazu gehören...und das können nicht alle...oder haben halt nicht immer die erfahrung damit,

    übers netz kannst du dir spezialisten auch heraussuchen...

    http://www.versorgungslandkarte.de/


    http://www.kvno.de/buerger/arztsuche/arztverz.html

    oder aber über eine für dich zugelassen kv: (deine anklicken und dann über suche weiter gehen).
    http://www.kbv.de/wir_ueber_uns/adressliste.htm

    alternativ kannst du auch bei der für dich zuständigen kv anrufen und danach fragen...oft sind die informationen dort umfangreicher (hab ich gehört...)!

    viel glück bei der therapeutenwahl...
    liebi
     
    #8 9. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2005
  9. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Angie,

    als ich von 1997-1999 meine Psychotherapie absolviert habe, wohnten wir noch in Berlin. Vielleicht haben sich in der Zwischenzeit einige Dinge geändert, ich kann Dir deshalb nur sagen, wie es bei mir ablief:

    Ich bin damals zu meinem Hausarzt (Internist/Psychotherapeut) gegangen und bat um einen Therapieplatz. Der Doc unterhielt sich längere Zeit mit mir, um am Schluss des Gesprächs festzustellen, dass bei mir die wichtigsten Kriterien für ein Anrecht auf Therapie vorhanden seien: Notwendigkeit einer Therapie aus seiner Sicht und meine eigene Einsicht.

    Ich musste damals als freiwillig bei der DAK versicherte Patientin gar nichts zuzahlen und bekam auch problemlos die Höchstanzahl möglicher Therapiestunden bewilligt. Ich bin froh, mich damals für eine Therapie entschieden zu haben und kann Dir eine solche nur wärmstens empfehlen.

    Liebe Grüße von
    Monsti