Juliane
Neues Mitglied
Hallo liebe R-Oler, ich brauche mal eure Schulter und euren Rat, da ich Probleme mit meinem Arbeitgeber habe, wird allerdings ein längerer Text. Seit Sept. 04 habe ich nach stat. Aufnahme die Diagn. Fibro. und beginnende Polyarthrose gehabt (3 Wochen AU). Ich habe meinen Arbeitgeber (Dr. med.) inform. und mit ihm eine Stundenreduzierung auf 18Std./Woche ab 01.01.05 vereinbart. Alle weiteren anfallenden Überstunden (z.Zt. 34,5) habe ich geleistet und mir ab und zu erlaubt "Nein" zu sagen, wenn ich andere wichtige Termine hatte (kam nicht gut an). Wegen neuer Befunde V.a.Vaskulitis, mein Arbeitgeber war als Untersucher selbst an der Verd.diagn.beteiligt, hatte ich Ende 05/05 einen amb. Termin in der Rheumatologie ausgemacht. Gott sei Dank habe ich 4 Tage vorher nochmals in dem Sekretariat angerufen mit dem Ergebnis der stat. Aufnahme (wußte nicht davon). Ich habe meinen Arbeitgeber umgehend inform., was eine kleine Katastrophe auslöste. Der Chef hat beim Rheumatologen angerufen ob das denn wirklich nötig sein, kompetente Ärzte könnten das auch ambulant lösen (ist mir später vom RheumaDr. berichtet worden). Die Ehefrau des Dr. übte massiv Druck auf mich aus, da zu der Zeit 3 Tage Ferien in Nieders. anstanden, ich könnte das doch wohl verschieben. Ich hab mich x-mal entschuldigt und erklärt das ich von 3-4 Tagen Aufenthalt gehört hätte. Ich bin gefahren mit der Auflage mich zu melden, wann ich wieder zur Verfügung stehe. Aus den 3-4 Tagen sind 10Tage geworden mit umfangreichen Unters. und 3maligen Anrufen in der Praxis, das es noch etwas dauert. Kommentar der Ehefrau: Sie wissen doch, das die anderen für Sie Überstunden machen müssen. Diag.: Spondarthopathie (klinisch und labormäßig gesichert), sek. Fibro., Angiodysplasie. Mein RheumaDr. hat mir eine zügige Reha empfohlen, dies habe ich meinem Chef am 1.Arbeitstag 6.6.05 sofort berichtet. 2 Wochen vor Urlaub bekam ich eine akute Kreuzbeinentzündung mit heftigen Schmerzen. Ich hatte nach Überstd.frei gefragt, was mit einem Stop belegt wurde. Ich bekam Triam usw. i.m. und habe wegen des Stops eine AU abgelehnt, hätte komisch ausgesehen. Kurantrag ging am 29.6. bei der BfA ein, Bewilligung erfolgte am 21.7., Postzustellung am 28.7., Rehabeginn am 11.8. Bad Wildungen. Zu der Zeit hatten wir unseren Sommerurlaub, am 4.8. um 7.50Uhr habe ich meinen Chef davon in Kenntnis gesetzt und die Unterlagen ausgehändigt. Großes Entsetzen, geht nicht da eine Kollegin während des Urlaubs wegen Risikogravidität auf Dauer ausfällt und innerhalb einer Woche sowieso nicht. Ob ich nicht verschieben könnte, mindestens bis Monatsende, da neue Azubine da ist und sich neue Kräfte vorstellen und eingearbeitet werden müssen. Habe mich in B.Wil. gemeldet, nä. Termin am 25.08 ausgemacht, was mir auch privat noch möglich ist, da wir am 16.-18.9. ein verlängertes Wochenende in Bremen schon bezahlt haben. Habe vorsichtshalber beim Veranstalter angerufen ob die Versicherung eintritt: Nein, nichts zu machen, 2Pers.= 400Euro. Habe über Kollegin meinen Chef vom neuen Datum (Bestätigung liegt vor) inform. und berichtet das wegen des Wochenendes ein spätere Termin für mich nicht machbar ist. Habe am gleichen Tag am Abend 20.00 privat angerufen, da ein Rückruf nicht erfolgt war. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Der Termin wäre unmöglich, alles eine Frechheit, da ich die Praxissituation kenne, ich hätte schon so oft krank gemacht (stimmt definitiv nicht) und die anderen hätten darunter leiden müssen. Außerdem sollte ich mir mal überlegen wer mir mein Geld bezahlt und noch "gut dotiert" dazu. Ich könnte ja Ende Sept. nach dem bewußten Wochenende gehen oder das ganze stornieren. Mein Einwand, das das dann Okt wäre und ich nicht gewillt sei, 400 Euro in den Wind zu schießen brachte nichts und gipfelte in der Aussage meines Chefs, der mitgehört hatte: Wer so krank ist und eine Reha kriegt ist doch wohl zu krank um in Urlaub zu fahren. Dies wurde im Hintergrund von der Ehefrau bestätigt. Meine Antwort darauf: Wenn ich so krank bin das ich eine Reha kriege und zu krank bin um an einem verlängerten Wochenende wegzufahren bin ich auch zu krank zum arbeiten und muß mich krank schreiben lassen. Damit wurde das Gespräch von seiner Seite aus beendet, damit man übers Wochenende Zeit hat nachzudenken. Gestern habe ich angerufen und mich der Situation und des Arbeitsklimas wegen auf einen späteren Termin eingelassen. Bin auf das Angebot am Montag gespannt. Meine Fragen sind: 1. Kann ich aufgrund der Geschichte aus gesundheitlichen Gründen kündigen ohne Sperrfrist oder eine Verweigerung aus Praxisgründen (mir reichts)? 2. Kann ich zum 1.10. kündigen und die Kur läuft dann noch? 3. Kann ich eine schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers hinsichtlich des nä. RehaTermins verlangen? 4. Können aus Praxisgründen in der nächsten Zeit trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung weitere Überstunden von mir verlangt werden? 5. Alles, was dir sonst noch dazu einfällt. Bin ich wirklich nur zu stur? Danke für eure Geduld, Juliane.