1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Bin am Verzweifeln... eine richtige Diagnose bleibt aus :-(

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Katana678, 28. April 2014.

  1. Katana678

    Katana678 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2014
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich bin neu hier, daher erzähl ich mal ein bisschen was über mich...

    Ich bin 24 Jahre alt und habe nun seit Mitte 2010 Schmerzen im ISG/Lendenwirbelsäule ausstrahlend in Po und teilweise Beine.
    Die Beschwerden fingen mit einer Schwangerschaft an und gingen nicht mehr weg. Seitdem war ich bei vielen Ärzten (Orthopäde, Neurochirurg, Neurologe, Rheumatologe, Internist) und habe einige Medikamente durch - aber die Linderung und Diagnose bleibt aus...

    Seit Weihnachten sind meine Schmerzen so stark, dass ich nicht mehr arbeiten gehen konnte und seither krankgeschrieben bin. Da ich einen Beruf ausübe, in dem ich überwiegend stehen und laufen muss habe ich nun eine Umschulung über die Rentenversicherung beantragt. Meine Beschwerden werden bei Belastung (Laufen, Stehen, Putzen... dazu reicht schon eine halbe Stunde aus) schlimmer. Ich bin daher auch im Haushalt mittlerweile keine große Hilfe mehr. Die Schmerzen sind mal links mehr, mal rechts mehr - allerdings immer da.

    Bisher wurden 3 MRT´s gemacht, alle waren ziemlich ähnlich: Kein Nachweis einer aktiven Arthritis. Ausgeprägte subcorticale Sklerose mit Kortikalerosion rechts distal, geringer links. Kein Knochenmarksödem. Somit wie bei abgelaufener IS-Arthritis rechts.

    Bei mehreren Blutbildern in den letzten 2 Jahren waren fast alle Werte normal, bis auf kleinere Ausreiser:
    CRP auf 1 Blutbild erhöht, beim Rest im oberen Normalbereich
    Cholesterin erhöht bei allen Blutbildern
    alpha1-globuline erhöht (4,9%)
    alpha2-globuline erhöht (10,5%)
    HBE=MCH zu niedrig
    HLA-B27 negativ
    Leider kann ich Blutbilder nicht besonders gut aufschlüsseln, ich kann daher nicht sagen welcher Wert nun wichtig ist oder nicht...

    Der Rheumatologe kann kein Rheuma feststellen, schließt es aber noch nicht aus, daher befinde ich mich dort weiterhin in Behandlung. Vor ein paar Wochen war ich stationär zur Schmerztherapie, dort wurde ich mit der Diagnose Chronisches Schmerzsyndrom Gerbershagen 3 entlassen - darüber bin ich nicht sonderlich glücklich, da es mir psychisch eigentlich wunderbar geht...

    Medikamente hatte ich das Gefühl, schlagen bei mir kaum an egal was ich nehme... in der Schmerztherapie bekam ich Oxycodon, darauf hab ich keinerlei Besserung verspürt... jetzt nehm ich Tramal Long 200 mg 2xtgl und Sevredol 10mg nach Bedarf mehrmals täglich, dazu Pantoprazol und Macrogo - trotzdem hab ich Schmerzen!

    Meine Mutter leidet an einem George-Strauss-Syndrom und mein Kind hat eine Kugelzellenanämie, vielleicht ist das noch interessant zu wissen... bei mir wurde allerdings keines von beiden festgestellt.

    Kann mir vielleicht hier noch jemand weiterhelfen und hat eine Idee?

    Lg
    Katana
     
  2. Luna-Mona

    Luna-Mona Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2011
    Beiträge:
    1.268
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mittelhessen
    Hallo Katana,

    ein herzliches Willkommen hier im ro. Wie Du Dich fühlst, kann ich gut verstehen, denn auch bei mir bleibt eine richtige Diagnose bisher aus. Nur die Uveitis steht fest. Deshalb kann ich mich hier auch nicht richtig vorstellen, es gibt nur Verdachtsdiagnosen, die sich nicht bestätigt haben. Mein Rheumatologe hat dennoch MTX-Spritzen verordnet, er sagte, wir müssen nicht erst warten, bis die Gelenke oder andere Organe zerstört sind. Inzwischen habe ich mich an den Zustand "keine richtige Diagnose" gewöhnt, nur manchmal fragt die Ärztin in der Augenklinik noch danach. Die Uveitis ist nicht mehr aufgeflammt, immerhin.
    Die vielen Arztbesuche und Verdachtsdiagnosen haben Spuren in meiner Psyche hinterlassen. Ich habe inzwischen eine Psychotherapie begonnen, die mir tatsächlich hilft, gelassener zu werden. Gesund werde ich dadurch nicht, aber jeder weiß, dass Körper und Seele zusammengehören und so wirkt sich auch bei mir eine ruhigere Psyche positiv auf die körperliche Erkrankung aus. Die starken Medikamente konnten reduziert werden.

    Ich wünsche Dir ein schmerzarmes Wochenende.

    Liebe Grüße
    von Luna-Mona