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Bextra, Was gibt es noch?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von IchBins, 20. April 2005.

  1. IchBins

    IchBins Neues Mitglied

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    Hallo,
    war heute beim Arzt und wollte Rezept für Schmerzmittel haben, hatte bisher Bextra. Man sagte mir, ich könne keine Cox2 - Hemmer mehr bekommen, da diese warscheinlich bald alle vom Markt genommen würden und sich das Umstellen auf andere Cox2 - Hemmern nicht mehr lohnen würde. Ich habe statt dessen ein Rezept für Iboprofen bekommen, was ich allerdings nicht gut vertrage (Mein Magen versucht nach Einnahme immer, sich einen Weg nach außen zu bahnen[​IMG], trotz Magenschutz).
    Stimmen diese Gerüchte und was gibt es sonst noch für Aternativen? Für schnelle Antwort währe ich dankbar.
    Gruß,
    Thomas
     
  2. RoswithaC

    RoswithaC Neues Mitglied

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    Hallo Thomas,

    aus einer Pressemitteilung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vom 28.02.05:

    "Der wissenschaftliche Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) in London hat in einem Eilverfahren in der vorletzten Woche eine Reihe von Anwendungsbeschänrkungen für Coxibe (COX-2-Hemmer) und ihre Umsetzung beschlossen. Betroffen sind Celecoxib (Celebrex®), Etoricoxib (Arcoxia®), Parecoxib (Dynastat®), Valdecoxib (Bextra®) sowie das in Deutschland nicht zugelassene Lumiracoxib (Prexige®).

    ...

    Die Anwendung der Coxibe wurde deutlich eingeschränkt. Sie sollen nicht mehr bei Patienten angewendet werden, die eine koronare Herzkrankheit haben oder einen Schlaganfall erlitten haben. Patienten mit erheblichen Risikofaktoren für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) oder periphere arterielle Verschlusskrankheit sollen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung mit Coxiben behandelt werden. Für Etoricoxib besteht darüber hinaus eine Kontraindikation für Patienten, die an einem nicht ausreichend einzustellenden Bluthochdruck leiden. Ärzte und Apotheker wurden bzw. werden in den nächsten Tagen darüber eingehend von den pharmazeutischen Firmen ... informiert.

    In den neuen Fachinformationen wird u. a. darauf hingewiesen werden, dass bei der Anwendung von Coxiben das individuelle Gesamtrisiko des Patienten berücksichtigt werden muss. Das Arzneimittel sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum verabreicht werden. Die Therapienotwendigkeit sowie das Ansprechen auf die Therapie sollten regelmäßig überprüft werden. Patienten, die im Moment einen COX-2-Hemmer einnehmen, wird empfohlen, beim nächsten regulären Arztbesuch über die weitere Behandlung ihrer Beschwerden und ggf. über eine Änderung der Behandlung zu sprechen.

    Die auf EU-Ebene mit den jetzigen, vorläufigen Sicherheitsmaßnahmen noch nicht gänzlich abgeschlossene Risikobewertung der Coxibe war eingeleitet worden, nachdem in den Monaten Oktober bis Dezember 2004 neue Ergebnisse aus klinischen Prüfungen bekannt geworden waren. Danach ist das Risiko für das Auftreten von Herzkreislauf-Komplikationen im Zusammenhang mit der Anwendung von Celecoxib im Vergleich zu Plazebo-Anwendungen etwa um den Faktor 2 bis 3 erhöht. Da davon ausgegangen wird, dass sich diese Risikoerhöhung nicht nur auf Celecoxib bezieht, sondern wegen der im Prinzip gleichen Wirkweise auch auf andere Coxibe (Etoricoxib, Valdecoxib, Parecoxib) übertragen lässt, sind alle in der EU zugelassenen Coxibe in die Bewertung einbezogen worden. Das umfassendere Risikobewertungsverfahren in der EU, für das Gutachten des CHMP im April 2005 erwartet werden, wird fortgeführt.

    Die FDA hat fast gleichzeitig das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Coxiben incl. Rofecoxib (Vioxx®) bewertet und kommt zu einem relativ positiven Fazit, wonach in keinem Fall ausreichende Gründe für eine Marktrücknahme vorlägen. Diese Schlussfolgerung ist freilich mit sehr knapper Mehrheit in dem zuständigen Ausschuss getroffen worden, dessen Mitglieder zu einem beachtlichen Teil frühere Verbindungen zur pharmazeutischen Industrie deklariert haben. Die AkdÄ empfiehlt der deutschen Ärzteschaft weiterhin dringlichst, die Indikation für Coxibe sehr restriktiv und unter Beachtung der von ihr und von der EMEA geäußerten Warnungen bzw. beschlossenen Anwendungsbeschränkungen zu stellen.
    ..."

    Soweit ich weiss, ist das immer noch der Stand der Dinge. Kürzlich habe ich gelesen, dass Novartis dennoch die Zulassung von Prexige weiter betreibt, damit bislang aber erfolglos geblieben ist.

    Mich betrifft diese Problematik auch, ich hatte mehrere Jahre Vioxx genommen, es aber wegen allergischer Reaktionen selbst abgesetzt, kurz bevor es vom Markt genommen wurden. Ich denke auch, mit dieser Wirkstoffgruppe ist nicht zu spaßen. Ich habe seit einem Jahr eine Herzinsuffizienz diagnostiziert, von der auch mein Arzt den Verdacht hegt, dass Vioxx zumindest mit Schuld ist. Deswegen werde ich bestimmt auch in Zukunft die Finger von Cox-2 Hemmern lassen.

    Ich nehme nun Katadolon und Voltaren Resinet zusammen mit Nexium als Magenschutz und erziele eher bessere Ergebnisse als mit Vioxx. Allerdings suche ich auch immer noch nach einem Schmerzmedikament, das mir wirklich hilft ...

    Herzlichst
    Roswitha
     
  3. Manuel

    Manuel Guest

    Eigentlich......

    .........bleibt momentan nur noch Celebrex und Arcoxia....ich selbst nehme Celebrex weil ich es besser Vertrage als Arcoxia "extreme Müdigkeit".

    Da ich so wie Du extreme Magenprobleme mit Diclofenac habe selbst mit Protonenpumpenhemmern zusammen bin ich froh das dieses Medikament "noch" nicht vom Markt genommen worden ist.

    Gute besserung

    Manuel
     
  4. pettersilia

    pettersilia Teufele

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    Ja, langsam wird das wirklich eng...

    Hab jahrelang Vioxx geschluckt, seit es aus dem Verkehr gezogen wurde, bekam ich vom Doc Arcoxia.
    Nicht verschrieben, sondern aus seinem Vorrat.

    Und grad war ich beim Doc, wollte Nachschub.
    Da erzählt der mir, sie hätten alle Vorräte von Arcoxia weggeschmissen.
    Naja und gleichzeitig drückt er mir Celebrex in die Hand...
    Ist das gesünder??

    Zum Glück nehm ich`s nur im Notfall.

    Grüßle - Mary


     
  5. Manuel

    Manuel Guest

    zu Celebrex

    Hallo Mary,

    also mein Doktor hat mir als ich das erste Mal so Cox-2 Inhibitoren bekam jeweils ne 10er Schachtel mitgegeben und gesagt das ich selber ausprobieren soll welches ich am besten vertrage.

    Sowohl Bextra als auch Arcoxia haben mich total müde gemacht, nur bei Celebrex muss ich sagen das ich bisher keine nachteiligen Effekte habe beobachten können..

    Ich hoffe mal das Du Celebrex auch so gut verträgst wie ich.

    Gruss

    Manuel
     
  6. pettersilia

    pettersilia Teufele

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    Danke Manuel,

    eigentlich hoffe ich nur, dass ich das nicht so oft brauche.

    Wenn ich grad Müdigkeit lese...

    Ist das auch so, wenn man Arcoxia nur selten nimmt?

    Ich dachte schon, ich hätte Schlafkrankheit, kann im Stehen schlafen.
    Wach in der Früh auf und bin schon fix und foxi.
    Mittags ein Stündchen aufs Ohr und ich bin den ganzen Nachmittag dämmrig.
    Nur abends.... da halt ich durch.

    Vielleicht doch Frühjahrsmüdigkeit?

    Les grad Karlsruhe....kommst du auch zum Treffen??

    Grüßle - Mary
     
  7. Manuel

    Manuel Guest

    Müdigkeit

    Also ich hab die Müdigkeit immer besonders stark gemerkt als ich so 3-4 Stunden zuvor so ne Tablette genommen hab....natürlich nur dann.

    Da im Körper das Medikament mit seinen Metaboliten so 8-12 Stunden verweilen denke ich mal das man so ne Nebenwirkung so um die 24 Stunden nach der Einnahme bemerken kann.....

    Aber wenn Du die Müdigkeit hast auch wenn Du tagelang kein Bextra oder Arcoxia nimmst dann muss es irgendwas anderes sein......

    Was denn für ein Treffen???? Wann und wo......

    Gruss

    Manuel
     
  8. pettersilia

    pettersilia Teufele

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  9. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Bextra

    Also ich (!!!) finde man sollte mal die Hausärzte und "kleinen" Rheumatologen fragen.
    Diese ganzen "Arzneimittelgeschichten" spielen sich in Bereichen ab, die wirklichkeitsfremd, wissenschaftlich überdimensioniert und wirtschaftlichen Erwägungen verpflichtet sind.
    Ein immer größerer Teil aller Mediziner arbeitet heute in der Forschung und Pharmaindustrie, wobei das oft fließende Übergänge sind.
    Und mir kommt das alles vor, wie in der Autoindustrie - ständig neue Modelle....

    Aber auch was zur Realität:
    -ich bin der Meinung bestimmte Fragen auch zu Risiken und Nebenwirkungen entscheide ich jetzt selber, soll heißen ich habe noch einige Medikamente da....
    -Ibuprofen würde ich nur als Retardtabletten empfehlen , die werden zeitlich versetzt nach und nach abgebaut. Zusätzlich ein Magenschutz einnehmen um das Problem "ein Magen der ein Medikament schwer abbauen kann produziert immer mehr Magensäure um klarzukommen. Also Säureblocker.
    -ansonsten sollte man versuchen medikamentös irgendwie in "einer Richtung zu bleiben". Vielfach finden sich eigenartigerweise bestimmte Inhalte eines Medikamentes auch wopanders anders dosiert wieder.

    alles Gute "merre"