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Besuch beim Rheumatologe

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Ally, 12. Dezember 2012.

  1. Ally

    Ally Neues Mitglied

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    Guten morgen zusammen,
    Mich würde mal interessieren, wie bei euch ein Besuch beim Rheumatologen abläuft in Bezug auf das Monitoring bzw die kontrollbesuche.
    War nun gestern das 1. mal bei einem Rheumatologen und bin irgendwie unzufrieden. Vielleicht erwarte ich ja auch zuviel??
    Die Diagnose wurde in einer Rheumaklinik gestellt(undifferenzierte Kollagenose).nach 3 Monaten sollte ich zur 1. Kontrolle.
    Dort war ich nun gestern. Viel zeit hat er sich nicht genommen. Hatte nun viele fragen, die er mir zum Teil nicht beantworten wollte und konnte. Außer Blut hat er nichts untersucht. Nach meinen Beschwerden hat er zwar gefragt, aber mir kaum zugehört. Fühlte mich eher abgewimmelt. :( 10 Minuten hat das gedauert danach stand ich mit vielen unbeantworteten fragen auf der Straße.
    Wie ist das bei euch? Wieviel zeit hat ein Rheumatologe für seine Patienten?
    Bin gespannt was ihr berichtet
    liebe Grüße Ally
     
  2. kaufnix

    kaufnix Mitglied

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    Guten Morgen Ally,
    Deine Fragen sind schwer zu beantworten ;) da jeder Mensch unterschiedlich ist; und Rheumatologen sind auch Menschen ;). M.E. lief die ganze Sache wie Du schreibst "zu kurz" ab. Rheuma-Doc´s sind Fachärzte und keine Hausärzte, die im Wartezimmer noch 20 Grippepatienten haben. Das ist der eine Teil. Der andere könnte sein, dass Du selbst nicht gut vorbereitet warst.
    Ich mache es so (halbjährlicher Besuch).
    Ich habe immer meinen Spickzettel dabei, wo die "Ereignisse" des letzten halben Jahres drauf stehen und - ganz wichtig - welche Fragen mir durch den Kopf gehen. Dann bin ich auch so frei, dass ich meinen Spickzettel mit meiner Rheumatologin "abarbeite" bis ICH zufrieden bin. In der Regel sitze ich bei der ca. eine halbe Stunde.
    Was mein Vorteil ist, ich bin in einer Gemeinschaftspraxis von drei Rheumatologen und in München gibt es doch mehr Rheumatologen im Angebot. Also - gefühlsmäßig - nehmen die sich die nötige Zeit. Dies hat jetzt glaube ich auch nix mit meinem Status als Privatpatient zu tun. "Zeit" kann man bei uns "Privaten" nämlich auch nicht abrechnen und für ein ausführliches Gespräch gibt es auch nicht mehr Geld.
    Ob ich jetzt mit dem "Ergebnis" zufrieden bin, ist dann wieder eine andere Sache. Bei mir V.a MB nach durchgemachten MR. Labor aber unauffällig. Ich nehme - um sitzen zu können - meine Katadolon s long hälftig und bei Bedarf Voltaren. Aussage der Rheumatologin; was anderes macht derzeit keinen Sinn; kommen Sie aber, wenn sie nicht damit zurecht kommen. Ist doch schon mal ein fürsorgliches Verhalten, dass ich von meinem behandelnden Arzt erwarte :top:

    Abkürzungserklärung: MR ist Morbus Reiter (steht nicht im Kürzelverzeichnis)
     
    #2 12. Dezember 2012
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2012
  3. Fips =)

    Fips =) Neues Mitglied

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    Hallo!

    Also in Minuten kann ich das nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich im Wartezimmer schon mal eine Stunde verbringen kann! :rolleyes:

    Ja wie läuft so ein Termin ab?! Er hat eine mittlerweile recht dicke Mappe über mich. Als erstes guckt er die Ergebnisse der letzten Blutkontrolle an (die ja der Hausarzt macht und weiterleitet) sagt was dazu und dann fragt er mich, wie es mir denn seit unserem letzten Termin so geht. Meistens geht es mir gut und der Punkt ist schnell abgehakt. Aber wenn er mich das fragt, habe ich das Gefühl, dass er sich total Zeit nimmt. Lehnt sich oft zurück, hört zu und antwortet auf all meine Fragen. Und das, obwohl das Wartezimmer voll ist! :)

    Dann sprechen wir noch kurz über die Medikamente (ob ich noch genug habe, wie ich sie vertrage) und zack bin ich auch wieder fertig. Aber man sollte bedenken, dass ich gut auf Medikamente eingestellt bin und dann dauert so ein Termin nicht lange. Letztens habe ich ihn mal über Schwangerschaft ausgefragt (ist bei uns in Planung) und da hat er natürlich wieder in Ruhe auf meine Fragen geantwortet. :)

    Aber wenn du nach dem Termin mit unbeantworteten Fragen auf der Straße stehst, dann lief da was nicht gut ab! Das geht eigentlich gar nicht. Gerade wenn die Erkrankung noch nicht lange bekannt ist. Da hat man viele Fragen, die beantwortet werden müssen...
     
  4. Cori

    Cori Optimistin

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    Hallo Ally!

    Ich habe bei jedem Besuch einen Zettel dabei, auf dem ich alles notiert habe, was seit dem letzten Besuch an Auffälligkeiten gewesen ist und was sich an neuen Fragestellungen ergeben hat. Der wird dann abgearbeitet.
    So habe ich es damals bei meinem niedergelassenen Rheumatologen gehalten, und so mache ich es jetzt bei meiner Ärztin in der Rheuma-Ambulanz einer Uni-Klinik.
    Die Besuche dauerten damals und dauern heute bis zu einer halben Stunde. So wird wirklich in aller Ruhe alles besprochen und nichts vergessen.
    Und wenn es zwischendurch mal etwas ganz dringendes, akutes gibt: per Email bekam ich damals wie heute Antwort. Und früher auch per Telefon.

    Es geht um Dich, Ally, und ohne alle Deine Fragen geklärt zu haben, solltest Du das nächste Mal nicht aus dem Sprechzimmer gehen. Sonst läuft da etwas schief.

    Viele Grüße von
    Cori
     
  5. Ally

    Ally Neues Mitglied

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    Vielen dank für eure Antworten!!
    So, wie ihr das beschreibt, hatte ich mir das eigentlich vorgestellt.
    Notizzettel hatte ich mir auch gemacht mit meinen fragen und was mir auf der Seele brennt. Hatte kaum losgelegt, da hat er gleich abgewimmelt und gesagt, daß man sowieso abwarten muss bis das Basismedikament wirkt.was soll man da noch zu sagen?Er war sehr ungeduldig. Quasi Tür schon in der Hand. Und es ist ja nicht so, dass ich beschwerdefrei bin. Im Gegenteil. Nächster Termin in 3 Monaten. Dann werde ich mich in der Hinsicht darauf vorbereiten, dass Geduld nicht seine Stärke ist und beharrlicher sein. Rheumatologen gibt es bei uns nicht viele. Wohne in einer Kleinstadt. Der nächste ist 100 km entfernt.
    Lg Ally
     
  6. Leni83

    Leni83 und Erika

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    erst abwarten, dann neuen suchen ;-)

    Hallo Ally,

    das alles kommt mir bekannt vor. Vom keine Zeit haben, bis zur geringen Auswahl an Rheumatologen.
    Mein erster Rheumatologe war wie deiner, keine Aufklärung (außer mit Zetteln, die er mir mitgab), keine Zeit, kein Verständnis.
    Ich war auch sehr enttäuscht und dachte mir aber, gib ihm eine Chance. Ich habe es mir 4 Termine lang (einer war kein Termin, ich hab mich einfach in die Praxis gesetzt und gesagt ich gehe erst wieder, wenn ich was gegen die Schmerzen bekomme) ausgehalten und mir dann einen anderen Arzt gesucht. Erstmal zum Einholen einer Zweitmeinung. Darauf musste ich zwar lange warten, aber ich war ja zumindest antherapiert.
    Der neue Rheumatologe ist ca. 70 km entfernt, aber der Weg lohnt sich allemal, wenn man sich besser verstanden fühlt.
    Und man muss ja nur einige Male im Jahr hin, so dass ich den Weg dann gerne auf mich nehme.
    Wenn es mir mal nicht so gut geht, muss ich mich dann eben fahren lassen oder die Bahn nehmen (das wäre aber sehr umständlich).

    Lass dich nicht entmutigen und suche dir einen Arzt der dir "gefällt", denn ein Vertrauensverhältnis ist unentbehrlich. Mir ist es wichtig, dass ich dem Arzt vertrauen kann, wenn es um solche starken Medikamente geht und darum, wie ich mit meinem Körper bis zum Lebensende klarkomme.

    LG
    Helen
     
  7. chaoskrümel

    chaoskrümel Mitglied

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    Hallo Ally,
    darf ich mal fragen bei welchem Rheumatologen Du warst?Bei mir war es genauso,ich hatte von einer Klinik eine Diagnose Vaskulitis und er meinte nein Sie haben Fibro.Drückt mir 2 Zettel in der Hand und Tschüß. Ich war totalBaff der sieht mich nie wieder.Das ganze hat auch 10 min gedauert unglaublich.
    LG Chaoskrümel
     
  8. Nadine1987

    Nadine1987 Neues Mitglied

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    Hallo,

    also auch ich habe solche Rheumatologen kennengelernt. Man kommt sich nach so einem "Besuch" richtig unverstanden. Meine Diagnose wurde auch in einer Klinik gestellt und in dieser ist eine Spezialambulanz wo ich weiter behandelt werde. Dort fühle ich mich nun auch endlich gut aufgehoben. Ich mache mir auch jedesmal einen Zettel mit Fragen und unter einer Stunde komme ich nie aus dem Behandlungszimmer. Schön ist auch das ich meiner Ärztin immer E-Mails schicken kann wenn ich fragen habe.

    Hoffe du findest auch einen Arzt der dich ernst nimmt und dir vor allem helfen kann.
     
  9. Ally

    Ally Neues Mitglied

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    Guten morgen zusammen,
    Vielen dank für eure Antworten. Sehr interessant was ihr berichtet.
    @chaoskrümel:eine Diagnose über den Haufen zu werfen, die eine Klinik gestellt hat,ist schon ein starkes Stück. Hast du denn schon einen neuen Rheumatologe gefunden? Kommst du auch aus Ostfriesland?
    Das ist ne gute Sache Ärzten bei fragen eine e-Mail schicken zu können. :top:
    Bin mal gespannt was der Rheumatologe in den arztbrief für den Hausarzt schreibt. Mein Zahnarzt hat sich sogar besser informiert. ;)
    Wünsche allen einen schönen schmerzfreien Tag!!!
    Lg Ally:rudolf:
     
  10. michaeljee

    michaeljee Gesperrter Benutzer

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    Hallo, dass ist toll, das ist genial Informationen, ich war auch auf der Suche für diese.
    Grüße
     
  11. ANRE55

    ANRE55 Registrierter Benutzer

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    Hallo Nadine1987! Ich komme auch aus Hessen, ist dein Rheumatologe zufällig nicht in Marburg. Kling so! War auch erst bei eine in Kassel und ging mir auch wie Ally, habe weinend die Praxis verlassen. Habe auf Empfehlung meiner neu HA den Rheumatologe gewechselt. Musste zwar auf einen Termin 4 Monaten warten (bin so lange bei der 1. in Behandlung geblieben). Die Rheumatologin in Marburg hat sich immer Zeit genommen und immer ein offenes Ohr gehabt, da konnte ich auch bei Problemen (z.B. bei Auftreten von Nebenwirkungen) anrufen in der Praxis, dann hat sie zurückgerufen nach der Sprechstunde. Von der 1. wurde ich immer nur abgewimmelt. Es ist schwierig einen guten Arzt zu finden, aber es gibt sie.
     
    #11 15. Dezember 2012
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2012
  12. Nadine1987

    Nadine1987 Neues Mitglied

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    Hallo ANRE55,

    leider muss ich 235km bis zu meinem Rheumatolgen fahren und das auch noch mit Krankentransport aber das nimmt man gerne in Kauf wenn man dann richtig behandelt wird. Habe auch sehr sehr lange gebraucht bis ich diesen Arzt gefunden habe. Und auch bei mir sind nicht nur ein paar Tränen gelaufen. Musste mir auch anhören, dass ich mir mein Bein abbinde damit es so dick wird etc.... Aber ich denke sowas kennen hier viele.

    Wünsche allen einen schönen dritten Adevnt morgen.
     
  13. Ally

    Ally Neues Mitglied

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    Es gibt wirklich deutliche Unterschiede von Arzt zu Arzt,was Fachwissen und Engagement betrifft.werde den nächsten Termin abwarten und wenn ich mich dann immer noch schlecht aufgehoben fühle,dann suche ich mir einen neuen Rheumatologen. Auch wenn ich weiter fahren muss. Ich kann bei fragen nicht mal eben anrufen,geschweige denn einfach mal so vorbei kommen.
     
  14. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo,
    bin zwar net aus hessen aber quasi randhesse :D und die ärztin in kassel kann ich auch nicht empfehlen. meine mum wurde ohne ausschlussdiagnose sofort mit fibro nach hause geschickt von ihr u da ich lange in einer fil.in kassel gearbeitet habe, habe ich von vielen kunden meist nichts gutes gehört...
    ich fahre jetzt zur reha nach bad wildungen und bin gespannt, sollte ich dort gute erfahrungen machen, kann ich mir vorstellen dort auch in die angeschlossene ambulanz zugehen.
    vielleicht auch ne idee für euch oder wart ihr dort und habt weniger gute erfahrungen?
    ich bin jedenfalls sehr gespannt, da thüringen im westlichen teil auch nix gescheites hat.:eek:
     
  15. ANRE55

    ANRE55 Registrierter Benutzer

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    Hallo Norchen,
    war im November zur eine Patientenschulung (Fibromyalgie) in Bad Wildungen, hat einen guten Eindruck hinterlassen, weis aber nicht wie es mit Reha aussieht. Bin mal gespannt was für Erfahrungen du machst.

    MlG Anre
     
  16. Eneu2502

    Eneu2502 Neues Mitglied

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    Hallo Ally, sprichst Du von meinem Rheumatologen?

    Also wenn ich das alles hier so lese, wundere ich mich über meine Rheumatologin nicht mehr.
    Hier mal meine Erfahrung:
    Meine Psa Diagnose wurde nach einer Hausarztodysee auch in einer Rheumaklinik dieses Jahr gestellt. Nach der Entlassung Mitte Juni hatte ich dann am 29. Oktober meinen ersten Termin bei einer Rheumatologin. Ich hatte mir auch eine Liste geacht, was ich diese alles fragen wollte bzw. was ich sagen wollte. Aber Pustekuchen, da er ganze Besuch lief so schnell ab, dass ich überhaupt nicht dazukam was zu sagen. Sie hatte nicht einmal gefragt wie es mir geht und ob ich Beschwerden oder Fragen habe. Nur Blut wurde mir genommen (völlig blödsinnig, da ich 2 Tage vorher erst bei meiner Hausärztin zur Blutabnahme war, was ich wegen MTX ja aller 4 Wochen machen muß). Dann setze sie einfach das Cortison ab, also über ein Ausschleichen innerhalb von 4 Wochen. Als ich sie fragte, was ich tun sollte, wenn nach dem Auslaufen des Cortisons die Beschwerden wieder kommen, erhielt ich die Antwort, dass ich mich dann an meine Hausärztin wenden sollte. Diese wäre immer meine erste Ansprechpartnerin. Ok. Prompt kamen nach dem Absetzen des Cortisons die Beschwerden wieder. Geschwollene Gelenke, Schmerzen, Steifheit, etc. -das kennt Ihr ja alle. Ich also vorgestern zu meiner Hausärztin. Diese hat mich garnicht zu Wort kommen lassen, nicht mal detailliert gefragt was ist, sondern gelich gesagt, wenn ich Beschwerden habe, soll ich mich an meine Rheumatologin wenden. Sie wäre für die Rheumabeschwerden nicht zuständig und würde auch keine Medikamentierung treffen. Was sagt man denn nun? Nebenbei bemerkt, ist Deutschland mit Rheumatologen ja nicht flächendeckend bestückt. Ich muß fast 2 Stunden mit dem Auto zur nächst gelegenen Ärztin fahren und muß jedesmal auch einen Tag Urlaub nehmen. Tja, da sitze ich nun jetzt hier und stopfe mich mit Schmerzmitteln voll und laufe wie ne 100jährige. keinen Plan was ich jetzt tun soll. Ich werde nächste Woche mal bei meiner Rheumatologin anrufen und nachfragen. Schaun wir mal was passiert. Zum Glück habe ich für den Rest des Jahres Urlaub, so dass ich für solche Dinge Zeit habe. Aber ich habe ja hier an den Beiträgen gelesen, dass es wohl überall so ist.
    So, dass war mein beitrag zu diesem Thema. LG an alle.
     
  17. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo Eneu,

    erstmal-sorry-aber, so läuft es nicht bei allen Rheumatologen ab. HIer in diesem Forum sind natürlich die meisten Patienten aufgrund ihrer Erkrankung bei einem Rheumatologen in Behandlung. Aber derartige Vorwürfe-auch zurecht-wie sie hier beschrieben werden wirst auch auf Seiten rund um Erkrankungen für Orthopäden, Augenärzte, Hautärzte etc. finden.

    Leider gibt es immer wieder Ärzte die sich wenig Zeit für ihre Patienten nehmen. Warum auch immer. Und leider sind manche Fachärzte flächendeckend rar gesäät.

    Aber Deine Hausärztin scheint sich ja auch aus der Verantwortung zu nehmen, da hast Du scheinbar Pech mit Beiden.

    Ich habe einen guten Hausarzt der zwar nie in die Therapie des Rheumatologen fuscht aber, immer auf dem Laufenden ist. Und, mein Rheumtologe ist auch kein Fan von Cortisongabe bei der PSA aber, als ich dieses Jahr einen heftigen Schub hatte hat mein Hausarzt eine Stosstherapie mit Cortison vorgeschlagen welche der Rheumatologe sofort übernommen hat.

    Das mit der doppelten Blutentnahme gibts sehr häufig. Du hättest ja auch die Werte die Deine Hausärztin bestimmt hat mitnehmen können. Woher soll denn der Rheumtologe die Werte kennen (sind es denn genau die selben Werte die bestimmt werden, Blutentnahme ist ja nicht gleich Blutentnahme) wenn Du sie nicht zur Besprechung mitbringst oder die Hausarztpraxis sie zum Rheumatolgen faxt, auch eine Möglichkeit welche die Krankenkassen entlastet, hilft doppelte Untersuchungen zu vermeiden und Dir eine weitere Blutentnahme zu ersparen.

    Ich muss leider auch viele regelmässige jährliche Kontrollen in Zeiten meines Urlaubs legen, das kenne ich sehr gut.

    Vielleicht sprichst Du beim nächsten Termin mal Deine Rheumatologin drauf an was Dich stört oder was Du erwartest-was man als Patienten durchaus darf: Erwartungen haben., sich einen neuen Arzt zu suchen-wenn das mal so einfach wäre.

    Viel Glück und Alles Gute wünscht das
    Käferchen
     
    #17 16. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Dezember 2012
  18. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo eneu,
    das klingt wie meine rheumaärztin:rolleyes:
    nur hat sie mir das mtx abgesetzt, omay war richtig, aber wenn ich schmerzen bekomme soll ich zum hausarzt gehen und cortison erhöhen? das ist doch kein schmerzmittel...war die antwort...nur meine hausärztin behandelt mich dann und schüttelt nur mit dem kopf.
    darf ich fragen bei welcher rheumaärztin du bist? gern auch als pn
    hoffe das ich jetzt einen termin anfang januar bekomme u sie mit einem neuen basis beginnt, schmerzen sind kaum noch auszuhalten:eek:
     
  19. Eneu2502

    Eneu2502 Neues Mitglied

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    Blutentnahme......

    Hallo käferchen,
    ich hatte die Blutwerte alle mit. Die waren auch ok, hat mir die Rheumatologin bestätigt. Trotzdem hat sie nochmal Blut genommen. Das stört mich insofern ja auch nicht. Bin ich mittlerweile gewöhnt. Das was ich so schlimm finde, ist, dass sich keiner von den beiden Ärzten richtig verantwortlich fühlt. Der eine sagt "geh zum Hausarzt" und die andere sagt "geh zum Rheumatologen". Ja was soll man tun wenn man nen Schub kriegt? Das ist eh schon schlimm genug. Mittlerweile kann ich nicht mehr schmerzfrei laufen und selbst so watschle ich wie eine Ente weil die ganzen Füße, Großzehengrundgelenke, Archillesfersen und Fersen so schmerzen. Der Fuß ist auch total geschwollen. Die Ärztin hat ihn nichtmal angeschaut. Kann ja auch ein Thema für einen Orthopäden sein? Aber Du hast natürlich recht, der Service bei allen Fachärzten ist bescheiden. Ewige Wartezeiten auf einen Termin und dann mehr oder weniger Durchgangsverkehr. Außnahmen bestätigen natürlich die Regel!!! Leider nicht bei mir. Aber ich habe es auch nicht meiner Hausärztin zu verdanken, dass die Psa überhaupt diagnostiziert wurde. Die hatte mich als Psychopat bzw.Hypochonder immer wieder heimgeschickt und wollte mich in eine Psychatrie einweisen obwohl ich geistig und seelich topfit war und meine geschwollenen Gelenke und mein Gang mehr als deutlich waren. Ich hatte das Glück, dass sie gerade damals sehr viel Urlaub hatte und ich deshalb bestimmt 5 x bei verschiedenen Notärzten war, welche sofort auf eine rheumatische Erkrankung getippt haben und entsprechende Maßnahmen getroffen haben. Ich wollte die Hausärztin wechseln aber bei jedem Hausarzt wo ich war bekam ich die Antwort, dass sie keine neuen Patienten annehmen.
     
  20. Eneu2502

    Eneu2502 Neues Mitglied

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    Hallo norchen,

    meine Rheumatologin ist in Kahla. Wo mußt Du denn hin? Bist ja auch aus Thüringen und vielleicht ist Deine oder deiner ja besser. Ich wäre sehr gern zu dem Rheumatologen aus der Klinik wo ich lag ( ich lag hier in Weißen in der Rheumaklinik) hingegangen. Aber ich glaube, der macht nur Privatpatienten. Das ist sehr schade, denn der war wirklich einzigartig gut. Sollte dein Rheumadoc besser sein, kannst Du mir ja mal den Namen schicken. Ich habe jetzt den nächsten Termin im Februar und werde mal sehen ob ich irgendwie so über die Runden komme. Das ist mir zu blöd. Oder ich warte ab bis meine Hausärztin wieder Urlaub macht ( die macht ständig Urlaub) und gehe dann wieder zu ihrer Vertretung. Die beiden Ärzte sind gut, nehmen aber leider auch keine neuen Patienten auf.