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besuch beim kieferchirurgen und fragen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von lexxus, 2. März 2006.

  1. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    ich war heute zum panoramaröntgen beim kieferchirurgen und hab einige befunde mehr bekommen, als zunächst angenommen :eek:. der grund meines besuches dort war ursprünglich der, dass ich seit vier jahren gehäuft zum teil sehr starke kopfschmerzen habe. nun habe ich zu etwa selbiger zeit auch 8 kronen bekommen und vermutete einen zusammenhang. mein zahnarzt sah das auch so und veranlsste eine untersuchung beim kieferchirurgen.
    auch der kieferchirurg bestätigte, dass der verdacht durchaus begründet ist. er stellte fest, dass meine schneidezähne nicht genügend schließen und somit aller druck auf den backenzähnen liegt. keine große überraschung, da ich einen deckbiss habe. mein linkes kiefergelenk knackt seit meiner kindheit, das rechte ist nach seiner meinung überbeweglich, auch keine große überraschung, weil ich auch sonst so ziemlich überbeweglich bin. nun hat er aber auch noch kleine dunkle flecken auf dem röntgenbild gefunden, alle im bereich der wurzelspitzen (von wurzelbehandelten zähnen). er meint, das es sich dabei um endzündlichkeiten handeln könne und überweisst mich nun zur szinti mit verdacht auf osteomyelitis. eigenartig finde ich nur, dass diese minimalen entzündungen auf dem alten panoramabild von 2002 noch nicht zu sehen waren und seitdem aber zahnärztlich nicht viel gemacht werden musste. 2002 habe ich noch kein predni genommen, momentan nehme ich seit november keins mehr. kann da ein zusammenhang mit der cp oder der kollagenose (anti-jo-1) bestehen? er meinte auch, schlimmstenfalls müsste auch im 3. quadranten (also links unten) ein wurzelspitzenresektion vorgenommen werden :eek: :eek: .
    ansonsten besteht starker verdacht auf craniomandibuläre dysfunktion, d.h. kopf- und rückenschmerzen aufgrund von kronen/fehlbiss. es sollen dazu noch die kiefergelenke per mrt gecheckt werden (auch auf beginnende arthrose) und ich soll eine "beissschiene" bekommen, die für einen druckausgleich sorgen soll.
    im übrigen habe ich wegen des deckbisses auch 10 jahre lang eine lose zahnspange getragen, die allerdings mehr schaden (zahnschmelzabrieb) angerichtet hat, als dass sie erfolg brachte.
    nach dem termin heut bin ich nun erst mal total geplättet, soviel hätte ich echt nicht erwartet.
    würd mich freuen, wenn mir einer von euch was dazu sagen könnte.
    liebe grüsse
    lexxus
     
    #1 2. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 2. März 2006
  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo lexxus,

    ich kann Dir nur von meiner berufl. Erfahrung sprechen:
    1:) Die Aufbiss-Schiene ist okay - sie verteilt den Druck besser auf den Kiefer.
    2:) Die Entzündungen können sich selbstverständlich nach 2002 gebildet haben, gehen die Entzündungen nicht von selber weg, bzw. evtl. Antibiotikabehandlung oder evtl. sog. Heilinjektionen (ich weiß nicht, ob es die heute überhaupt noch gibt), dann sollten WSR (Wurzelspitzenresektionen) vorgenommen werden, um die Zähne zu erhalten.
    3:) Ob Entzündungen im Wurzelspitzenbereich mit der cP im Zusammenhang stehen, sind die Mediziner meines Wissens geteilter Meinung. Ich kenne eine Zahnärztin, die dies sofort befürworten würde... und ich kenne auch gegenteilige Meinungen.
    Ich für mich würde es eher befürworten - aber wie gesagt, es ist meine Meinung und somit mit Vorsicht zu genießen...

    Mich wundert nur an der ganzen Sache, dass erst jetzt eine PAN gemacht worden ist, wenn Du viele Kronen hast. Ich kenne es, dass unsere Patienten damals regelmäßig per PAN-Aufnahmen gecheckt worden sind, allein um schon Karies rechtzeitig zu erkennen und natürlich auch Entzündungen oder Parodontitis ("Zahnfleischentzündungen mit Taschen") oder Parodontose ("der Kiefer zieht sich zurück", um es einigermaßen zu erklären... es gibt natürlich auch wissenschaftl. Erklärungen, ich wollte es nur so einfach wie möglich vermitteln).

    Vielleicht ist hier ja jemand, der noch besser und uptoday informiert ist, denn ich bin schon eine Weile aus meinem Beruf raus.
    Liebe Grüße
    Colana
     
  3. ClaudiaC

    ClaudiaC Neues Mitglied

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    Hallo lexxus,

    eine Beisschiene hatte ich mal bekommen als ich mit den Zähnen knirschte, hat sehr gut geholfen und musste nur nachts getragen werden. Seitdem hatte iach damit auch nie wieder Probleme.

    Vor Jahren hatte ich aufgrund des EBV ziemlich Theater mit den Zähnen. Rheuma hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

    Unter anderem hatte ich zu dem Zeitpunkt auch eine entzündete Wurzelspitze, die trotz Medikamenten nicht abheilen wollte. Aufgrund dessen wurde dann eine Wurzelspitzenresektion vorgenommen. Das war etwas unangenehm, aber nicht weiter schmerzhaft und seitdem herrscht Ruhe an dem Zahn.

    Zum Abklären meine Beschwerden, das war bevor die rheumatische Erkrankung festgestellt wurde, hatte der Zahnarzt dann nochmals so eine Panoramaaufnahme gefertigt. Momentan ist da alles ok. Wegen Deines Berichtes, werde ich das auf jeden Fall mal regelsmässig kontrollieren lassen.

    Lass es behandeln, bevor es richtig unangenehm wird. Ich hatte damals Entzündungen bis in den Kieferknochen und gegen die Schmerzen sind Gelenkschmerzen die reinste Erholung.

    Falls Du noch Fragen hast.....

    Gruß Claudia
     
  4. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Lexxus,

    ich kann zwar verstehen, dass man zum Ausschluss bzw. zum Nachweis einer Osteomyelitis ein Szinti machen möchte (habe ich auch gerade hinter mir) aber Du solltest Dir nicht zuviel davon versprechen - vor allem von den Konsequenzen die dann folgen.
    Wie gesagt habe ich das Szinti wg. dem gleichen Verdachtsbefund gerade hinter mir (Anfang Jan.) - bei mir hat sich der Verdacht bestätigt (habe aber schon vorher damit gerechnet).
    Behandelt wird die Osteomyelitis jedoch zunächst einmal nicht: Zum einen ist eine adäquate Behandlung dieser Erkrankung derzeit kaum gegeben und selbst die angebotene Antibiotikabehandlung bringt nur in ca. 20 % der Behandlungsfälle etwas - auch kann aufgrund einens Szintis nur ein Verdacht geäußert werden, da normale Knochenumstrukturierungen das gleiche Reaktionsmuster zeigen - eine wirklich verlässliche Diagnose kann nur aufgrund einer Knochenbiopsie gestellt werden (lt. Aussage meiner behandelnden Ärzte) - und davon sollte man absolut die Finger lassen.
    Übrigens sollte man - ebenfalls die Auskunft die ich erhalten habe - solange man nicht besonders arge Schmerzen hat auch keine Behandlung durchführen. Bei mir ist es so, dass Anfang des nächsten Jahres wieder ein Szinti gemacht werden soll - anschließend wird dann - Befundabhängig - überlegt wie es weitergehen soll.

    Übrigens gibt es doch eine Behandlungsoption, allerdings muss diese von pflichtvers. Patienten größtenteils selber gezahlt werden und zwar eine Kombi-Behandlung von Hyperbahrersauersofftherapie und einem bes. knochengängigem IV-Antibiotika.
     
  5. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    vielen dank für eure antworten.
    1997 war bei mir an zwei zähnen schon mal eine wsr vorgenommen worden, gerade dehalb graut mir so davor, es war die schlimmste behandlung, die ich je erlebt hab. grund waren ständige enrzündungen in den wurzelspitzen, insofern kann ich dir nur zustimmen claudia, dieser schmerz ist echt kaum zu toppen.
    wegen der anstehenden szinti hatte ich den doc auch gefragt, ob das wirklich notwendig und sinnvoll ist, da alle meine ärzte bezüglich des rheumas ein szinti wegen meines noch eher jungen alters (bin 29) ablehnten. zumal man ja entzündlichkeiten auch im ultraschall ganz gut sieht.
    schmerzen hab ich im moment keine, die mögliche osteomyelitis war eher ein nebenbefund, und selbst an den stellen, wo bereits eine wsr gemacht worden war, waren dunkle flecken im röntgenbild zu sehen. insofern stellt sich da auch mir die frage ob das wirklich eine sinnvolle behandlungsmöglichkeit ist. die sache mit dem sauerstoff klingt gut und logisch (die gängigen bakterien in diesem bereich sterben wohl unter sauerstoff ab), sowas in der art hatte ich auch schon gelesen, fragt sich nur, wie hoch am ende die kosten sind.
    alles in allem meinte der arzt ja auch, dass wir keine hektik machen müssen und es sowieso eine weile dauern wird, bis ich einen termin zur szinti bekomme. aber beunruhigen tut mich das eben schon, zumal ich mir lieber noch mal den blinddarm rausnehmen lassen würde, oder besser noch gleich alle zähne ziehen, als noch mal ne wsr durchzustehen :( .
    liebe grüsse
    lexxus
     
  6. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Das verstehe ich nicht ganz - den ein Szinti gehört eigentlich zur Standart-Untersuchung in der Rheumatologie - und da ist es eigentl. auch ganz unerheblich, wie alt der Patient ist - ich habe in den letzten 5 Jahren insgesamt 5 Szintis gehabt!!!
    Wie gesagt in der Rheuma-Ambulanz in der ich in Behandlung bin ist das eine Standartuntersuchung bei der Diagnosefindung.
     
  7. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    @trombone, naja, die meinen halt, wegen der hohen strahlenbelastung macht man eine szinti wohl eher lieber jenseits der wechseljahre. kann selbst nicht gut beurteilen, wieviel röntgen pro jahr sein darf. hab schon überlegt, mir mal nen röngtgenpass zuzulegen, falls es sowas gibt.
    liebe grüsse und allen ein schönes wochenende :)
    lexxus
     
  8. pepper

    pepper Guest

    kiefergelenksentzündung bei cp

    hallo colana,

    ich habe aufgrund eines schubes (mal wieder) starke kiefergelenksschmerzen. seit monaten doktern mein zahnarzt und ich an einem termin für meine 4 vollkronen für die backenzahe. leider klappt das nicht, da ich acuh noch ein sehr enges kiefer habe und meinen mund unmöglich länger wie 10 min. aufhalten kann ( habe vor 2 jahren schon mal 2 vollkronen bekommen und dachte während der behandlung, ich übersteh das nicht, hat alles eeeewwiggg gedauert). nun war meine idee : vollnarkose oder mind. eine sedierung. mein zahnarzt selbst ist dafür nicht ausgestattet, er meinte, ich müsste in die zahnklinik.
    geht das so locker? termin ausmachen, besprechen, narkose?

    liebe grüsse und gute nacht !!
     
  9. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    ich denke eher, dass man sich evtl. Gedanken über die Kosten machen - denn die Begründung mit der Strahlenbelastung ist eingenlich mumpiz: Wenn Du im Flieger einmal über den großen Teich fliegst hast Du eine mind. 10-15 mal höhere Strahlenbelastung als beim Röntgen oder beim Szinti!!!
    Sicherlich soll das keine Werbung für unnötiges Rönten sein - da halte ich auch nichts von (z.B. kam bei meinem letzten Szinti raus, dass ich eine relativ frische Rippenserienfraktur hatte und man zum Röntgen geraten hatte - habe aber mit dem HA und dem Rheuma-Doc überlegt, dass diese Untersuchung unsinnig in diesem Fall sei, da es keinerlei Behandlungsrelevanz hatte).

    Übrigens: Einen Röntgenpass erhälst Du eigentlich bei jedem Arzt der ein Röntgengerät hat und/oder bei Deiner Krankenkasse (z.B. kann man diesen als TKK-Mitglied auch Online anfordern).