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Berufswahl

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von ~Merlin~, 4. November 2012.

  1. ~Merlin~

    ~Merlin~ Neues Mitglied

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    Hey, ich bin 15 Jahre und vor 2 Jahren wurde bei Rheuma (juvenile idiopathische psoriatische arthritis) festgestellt. Ich würde später gerne studieren und in der Medizin arbeiten. Nun weiß ich nur nicht, ob es mir nachher überhaupt möglich ist oder hat irgendjemand Erfahrungen damit? Wie ist es im allgemeinen später mit der Berufswahl? Gibt es Berufe die nicht in frage kommen? LG Merlin97
     
    #1 4. November 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. November 2012
  2. ~Merlin~

    ~Merlin~ Neues Mitglied

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    Hallo Dittmarsche, danke für deine schnelle Antwort! Ja also ich gehe auf ein Gymnasium 10. Klasse und muss mich halt nun langsam entscheiden, da in 2 monaten für mich die Profilwahl ansteht. Von daher wollte ich mich schonmal vorab informieren ;) ja das mit dem Informieren bei einer Uni hört sich gut an aber leider ist die am nächsten dranliegende Uni in diesem Fall auch noch etwas weiter weg :) Naja und falls ich doch nach diesem Jahr mit der Schule aufhören muss ich mir ja eine alternative Suchen... Trotzdem schonmal vielen Dank für deine Antwort und ich glaub ich such mir mal die E-mail adresse von einer Uni raus ;)
     
  3. Judy_Tiger

    Judy_Tiger Mitglied

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    Hallo Merlin,

    vor eniger Zeit habe ich mich dasselbe gefragt wie du. Inzwischen habe ich meine Entscheidung getroffen und habe im Oktober angefangen Medizin zu studieren.

    Ich hatte zunächst auch einige Zweifel, ob das gut gehen kann, aber letztlich habe ich gerade beim Abitur gemerkt, wie viel die Medizin gegen Rheuma machen kann. Darauf hin habe ich beschlossen mir auf jeden Fall diesen Traum zu verwriklichen (glücklicherweise hat's auch mit dem Abi hingehauen). Es ist sicher kein leichtes Studium , das kann ich schon nach 4 Wochen sagen, aber es macht unglaublich viel Spaß!! Und danach stehen dir noch alle Wege offen. Solltest du wirklich merken, dass es mit dem Rheuma nicht klappt als Arzt in der Klinik zu arbeiten, kannst du zu den Krankenkassen, Gesundheitshämter....gehen.

    Also hab Mut, wenn es wirklich dein Traum ist, dann mach ein Praktikum in dem Bereicht und dann probier es aus, denn du wirst es dir nie verzeihen, wenn du es nicht wenigstens versucht hast!

    Wenn du noch frgen hast bzgl. des Studiums, nur her damit ;-)
     
  4. Anne_94

    Anne_94 Neues Mitglied

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    Hallo, Merlin,
    Da ich mit 17 Jahren grade mitten in der Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz stecke, kann ich dir zumindest ein paar Tipps geben.
    Mich hat die Diagnose damals eiskalt erwischt; mein Kindheitstraum bestand darin, Großtierärztin mit Schwerpunkt auf Pferden zu werden. Ich war mir überhaupt nicht sicher, ob das mit RA noch möglich sein würde.
    Letzten Endes habe ich alle Tierärzte im Umkreis von 30 Kilometern abgegrast um einen Praktikumsplatz zu ergattern. Zwei haben zugestimmt, mit mir gesprochen, mir Tipps gegeben, mich über den Beruf aufgeklärt und zu "Einsätzen" mitgenommen. Diese insgesamt zwei Wochen Praktika haben mir sehr geholfen, da ich immerhin in der Lage war, zu erkennen, dass ich diesen Beruf wohl eher nicht ergreifen sollte.
    Ich weiß nicht, inwiefern das bei Medizin als Studiengebiet möglich ist...aber hast du vielleicht die Möglichkeit, dir in diesem Bereich einen Praktikumsplatz zu verschaffen? Falls das nicht geht ruf doch mal deinen Hausarzt/etc an, frag ihn, ob er kurz Zeit für dich hat. Über ihren Berufsalltag können sie dir immerhin etwas erzählen. :)
    An einer Uni könnte man auch anrufen und nachfragen.
    Geb das aber auf keinen Fall auf, nur weil du das Gefühl hast, es könnte nicht hinhauen!
    Ich habe mittlerweile eine Mappe mit knapp 20 Praktika Bestätigungen angesammelt und kann von mir behaupten, wirklich gründlich gewählt zu haben...macht übrigens auch einen positiven Eindruck auf zukünftige Arbeitgeber. ;)

    Die Profilwahl in der zehnten Klasse bindet dich übrigens nicht wirklich an bestimmte Berufe. ;)
    Selbst wenn du, wie ich das getan habe, Chemie nicht weiter belegen solltest, so kannst du doch später Chemie studieren.
    Ich würde dir empfehlen, die Profilwahl wirklich gezielt auf deine Stärken auszurichten.
    Alles was zählt sind die Punkte beim Abitur, der Rest ist eher Nebensache.
    Das dürfte dann auch grade bei Medizin wichtig sein, immerhin ist der NC da meines Wissens sehr hoch angesetzt.

    Hui, du, dann würde ich mich wirklich beeilen.
    Du bist gerade in der 10ten Klasse und überlegst danach abzugehen? Dann müsstest du dich bereits jetzt auf Ausbildungsplätze/Lehrstellen bewerben, damit du nächstes Jahr nahtlos mit dem zu erlernenden Beruf anschließen kannst.
    Sonst entstehen Lücken im Lebenslauf, die sich bei späteren Arbeitgebern gar nicht gut machen.
    Überlege dir bitte gründlich, ob du das wirklich machen willst, dann müsstest du dich nämlich schnellstens über Alternativen informieren. Und eigenlich erfordert die Berufwahl einiges an Zeit, du sollst dich in deinem Job ja auch wohlfühlen.


    So nebenbei...ich weiß nicht, in welchem Bundesland du zur Schule gehst, aber hast du in der Schule noch keine Berufsberatung gehabt?
    Bei mir in Bayern z.B. haben wir das in der 11ten ein volles halbes Schuljahr.
    Das wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit, sich zu informieren.
    Vorrausgesetzt natürlich, ihr habt sowas bei euch auch. :)

    Grüße,
    Anne
     
    #4 4. November 2012
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2012
  5. ~Merlin~

    ~Merlin~ Neues Mitglied

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    Hallo Judy, ja versuchen möche ich es auf jeden Fall! Ich bin gerade dabei, mir für die nächste Zeit erstmal Praktikumsplätze zu suchen, damit ich mal gucken kann, wie es ist ;) Falls ich noch Fragen habe, melde ich mich auf jeden Fall!

    Hallo Anne, erstmal Danke für deine Tipps! Ja eiskalt erwischt hat es mich auch... Wie ich Judy auch schon gerade gesagt habe, bin ich momentan stark am suchen, ob mir jemand ein Praktikum anbietet. Das mit der Profilwahl ist bei uns ein bischen kompliziert, deshalb bin ich froh, dass ich da nach meinen Stärken gehen kann ;) Wir bekommen da jetzt auch endlich einen Infoabend! (Bei uns kommen 2 Jahrgänge gleichzeitig raus durch G8; G9)

    "
    Du bist gerade in der 10ten Klasse und überlegst danach abzugehen? "

    Nein, direkt überlegen tue ich das nicht! Von meinen Noten her schaffe ich es auch locker weiter... finanziell wird es da etwas enger... Ja, wohlfühlen möchte ich mich aufjeden Fall und informationen Sammel ich schon fleißig!

    Ich gehe in Schleswig-Holstein zur Schule und nein eine Berufsberatung hatten wir noch nicht... wir hatten erst ein 1-wöchiges Praktikum und das war bis jetzt alles... In Jahrgang 11/12 Steht nochmal ein 2-wöchiges Praktikum an.

    Grüße Merlin


     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo Merlin97,

    ich finde, du bist noch viel zu jung, um jetzt kategorisch ausschließen zu wollen, was evtl. NICHT geht.....
    Wenn du wirklich in der Medizin arbeiten willst (muss man/n/frau wirklich mögen und ist kein Job, den man eben mal so mitnimmt!), kann ich dir nur empfehlen - wie schon eine Vorrednerin sagte - praktische Erfahrungen auf verschiedenen Sektoren zu sammeln.

    Nicht schlecht ist prinzipiell, von der Pike auf einen Beruf zu erlernen (ohne Studium!) und danach zu studieren - das fördert sowohl die menschliche als auch soziale Kompetenz nicht unerheblich und die fachliche sowieso, und es könnte dir eine sehr pragmatische Orientierung bieten.
    Da aber auch dieses noch lang hin ist (ohne Abitur geht aktuell noch nichts...), könntest du ganz reale Vor-Erfahrungen sammeln - in sozialen, medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Das Spektrum ist sehr breit, und du wirst dich wundern, was dir alles an Details NICHT klar war.

    Wenn du mehrere solcher Tätigkeiten absolviert haben wirst, wird dir klar, ob oder ober nicht - nämlich, ob ein solcher Beruf dir tatsächlich für ein Leben lang vorschwebt.
    Es ist sicher kein leichtes, immer ein verantwortungsvolles, oft undankbares und wenig wertgeschätztes Metier - das ist nur ein Teil der "schwachen" Seiten, derer es noch viele gibt.

    ABER: es kann auch ein sehr erfüllendes, bereicherndes, in jeder Hinsicht "bildendes" (geistig, charakterlich, reifetechnisch und und und) und ausgesprochen vielseitiges Metier mit persönlich äußerst prägender Note sein.

    Mach dir ein Bild - denn DU musst irgendwann eine konsequente Entscheidung treffen.
    Wenn du dazu in ein paar Jahren in der Lage bist, hast du die halbe Miete schon gewonnen ;)

    Nur Mut - auch mit Krankheiten geht vieles; aktuell weißt du ja gar nicht, was aus dir gesundheitlich wird, und solltest dich daher auch nicht "vorausschauend" einengen....meine Meinung!


    Du hast noch ein paar Jahre Zeit - nutze sie unvoreingenommen und entscheide nach deinem Herzen :)


    Grüße, Frau Meier
     
    #6 6. November 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. November 2012
  7. kroeti

    kroeti Mitglied

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    Hallo Merlin,

    ich kann dir auch nur empfehlen verschiedene Praktika zu machen, so etwas geht hier bei uns ( Niedersachsen) auch mitunter z.B. im Krankenhaus oder Pflegestationen oder Ärzten.Ich selbst wollte auch lange Zeit Medizin studieren, Praktika gab es damals noch nicht, aber ich konnte immer in den Ferien im Altersheim auf der Pflegestation arbeiten- zusammen mit vielen Kontakten im Krankenhaus ( meine Mutter lag damals lange dort), entschied ich mich dann doch dagegen und wurde Gymnasiallehrerin.
    Viele meiner SchülerInnen hatten den Wunsch Medizin zu studieren- manche haben es sich nach entsprechenden Praktikas auch anders überlegt, manche studieren/ bzw. studierten es mit großer Freude.
    Derartige Praktika kann man auch außerhalb der vorgesehenen Schulpraktika machen, wenn man einen Teil seiner Ferien opfert.
    Nur aus der Überlegung heraus, dass du das gesundheitlich nicht schaffst, solltest du den Traum noch nicht begraben.

    Das Profil in der Oberstufe sollte man sich gut überlegen und nach folgenden Punkten schauen:
    1. Welche Fächer mache ich gerne und bin dort auch noch gut ( Stichwort Numerus Clausus für Medizin)
    2.Wenn es Berufsvorstellungen gibt, dann ist es schon günstiger wenn man in diese Richtung "arbeitet", also für Medizin z.b. Biologie als Leistungsfach hat.
    Das ist aber nicht notwendig- ich war auf einem sprachlichen Gymnasium und habe anschließend Naturwissenschaften studiert....

    Bei der Berufswahl gibt es eigentlich nur einen Entscheidungsgrund:
    Kann ich mir vorstellen, den Beuf 40 Jahre lang zu machen- und das auch mit Freude. Heutzutage änderen sich zwar Berufsfelder bzw. Tätigkeiten häufiger als früher, aber natürlich gibt es auch Berufe, die sich in den kommenden Jahren nicht sehr ändern.
    Rechtsanwalt, Arzt, Lehrer z.B. - da kann man sein Berufsfeld nur begrenzt ändern. Aber auch in den Berufen gibt es unterschiedliche Ausrichtungen.

    Und beim geldlichen Punkt:
    Es gibt in manchen Fällen auch schon Bafög für Oberstufenschüler oder auch andere Hilfen, z.B. vom Förderverein des Gymnasiums usw.

    Viel Erfolg bei deiner Berufswahl
    wünscht dir Kröti
     
  8. Judy_Tiger

    Judy_Tiger Mitglied

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    Hey,

    also ich melde mich nochmal kurz wegen der Praktika zu Wort:

    - Wenn du herausfinden willst, ob du mit den Patienten arbeiten kannst, kann ich dir ein Pflegepraktikum wärmstens empfehlen. Da ist man nämlich unheimlich nah am Patienten und merkt, ob man so viel Nähe überhaupt zulassen kann. Wenn nicht, wird's eher schwierig mit dem Arztberuf bzw. es wir dir viel schwerer fallen gut auf deine Patientne einztugehen. (Noch am Rande: Auch wenn viele furchtbare Gerüchte über Pflegepraktika in Medizinerforen kursieren, mir hat es Spaß gemacht und es war unglaublich schön zu sehen, wie man den Menschen helfen kann und es ihnen wieder besser geht)

    - Ich würde auf jeden Fall Gespräche mit Ärzten in unterschiedlichen Fachrichtungen führen. Da kannst du einfach mal fragen, wie es denn mit der körperlichen Belastung ist. Mit 15 bis du für ein ärztliches Prakikum wahrscheinlich noch zu jung, 16 ist die magische Altersgrenze.

    - Von den Fächern her würde ich das wählen, was dir gefält. Allerdings würde ich mir Gedanken machen, wenn ich Medizin studieren will und Biologie und Chemie hasse. Das brauchst du v.a. in den ersten vier Semstern ganz massiv und wenn da das Grundverständnis und das Interesse fehlt.....eher suboptimal.

    Also dann, viel Glück!
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Nur ergänzend zum grundsätzlichen Mutmachen:



    Es gibt heute und gab früher zahlreiche prominente Rheumatiker, die sehr feinmotorisch ausgerichteten Berufen (oder Berufungen?) nachgingen:

    Raoul Dufy war Kunstmaler und hatte eine langjährige RA

    Nicky de Saint-Phalle, die die "Nana"-Plastiken erschuf, litt viele Jahre an RA

    Christian Barnard, der charismatische Herzchirurg, der die ersten Herztransplantationen am Menschen vornahm, war - allerdings im nicht mehr ganz jugendlichen Alter - an RA erkrankt.


    Das sind nur drei von unzähligen Beispielen ;)
    Also: mach dein Ding!
     
  10. FragenAnsLeben

    FragenAnsLeben Neues Mitglied

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    Hi Merlin,
    es würde sicher darauf ankommen, in welchem Bereich du später tätig bist.
    Krankenhausärzte haben echt ein ganz schönes Lauf- und Stehpensum, im Grunde die ganze Schicht durch. das könnte bei Fortschreiten deiner Erkrankung oder jetzt schon zum Problem werden.

    Bei Niedergelassenen Ärzten ist die körperliche Belastung sehr unterschiedlich. Psychiater/Neurologen können sicher ihren ganzen Arbeitstag hinterm Schreibtisch verbringen. Hausärzte, Radiologen und andere sicher auch.
    Orthopäden, Gastro-Entero-Docs sind wiederum einer erheblichen Belastung ausgesetzt, weil sie die Untersuchungen im stehen durchführen und auch kräftig zupacken müssen.

    Wenn du es willst, kannst du es! An der Uni gibt es, abhängig von deinem Grad der behindeurng Studienassistenz. Den praktischen Teil der Ausbildung wirst du auch schaffen, musst vielleicht flexibler sein. Auch auf längere Sicht gibt es in den neuen Bundesländern auf dem land einen derartigen Ärztemangel, dass man sich auf dich einstellen wird.

    Wenn alles nichts hilft, gibts für Mediziner auch Schreibtischjobs.