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Berufsunfähigkeitsversicherung

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Talea, 19. Oktober 2014.

  1. Talea

    Talea Mitglied

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    Hallo liebe Leute,

    in der Hoffnung auf viele Leser,von denen vielleicht Einige Erfahrungen mit dem Thema haben,eröffne ich diesen Thread in der Sparte "entzündlich rheumatische Erkrankungen" und nicht beim Unterpunkt Renten ect.


    Wer kann mir sagen,ob es Sinn macht,beim Einstieg in das Arbeitsleben mit einer entzündlich rheumatischen Erkrankung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.Sind die Prämien und/bzw. Risikozuschläge nicht unheimlich hoch,sodass es sich eventuell gar nicht mehr lohnt? Andererseits hat man ja gerade mit dieser Krankheit ein hohe "Chance" tatsächlich berufs und/ oder arbeitsunfähig zu werden und dann ist man auf zusätzliches Geld angewiesen, denn in jungem Alter kann man von einer Erwerbsminderungsrente alleine nicht leben.

    Ich würde mich freuen,von euren Erfahrungen zu lesen,bzw. an wen man sich wenden kann,um unabhängig beraten zu werden.

    Liebe Grüße von Talea
     
  2. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo talea.ich denke mit eienr chronischen Krankheit wird dich leider keine Versicherung mehr nehmen.lg
     
  3. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Talea!

    Ich arbeite in einer Versicherung. Und zumindest bei uns würdest du abgelehnt werden bzw. deine Erkrankung würde komplett ausgeschlossen werden mit allen möglichen Folgeerkrankungen. Mit Risikozuschlägen ist da nichts zu machen.

    Es mag aber andere Gesellschaften geben, die es gegen deutliche Aufschläge (wahrscheinlich nicht zu bezahlen) mitversichern. Vielleicht kann da ein Makler weiterhelfen, der verschiedene Versicherungen anbietet.

    Ich kann dir nur raten, dir eine Gesellschaft/Makler zu suchen, wo du einen anonymen! Probeantrag stellen kannst. Denn einmal unter deinem Namen abgelehnt, brauchst du nirgendwo mehr nachzufragen, da bestimmte Ablehnungen irgendwo gespeichert werden und dann auch anderen Gesellschaften zur Verfügung stehen. Außerdem wird man bei den Gesundheitsfragen immer gefragt, ob schon einmal ein Antrag woanders abgelehnt wurde und da muss man wahrheitsgemäß antworten, um nicht den kompletten Versicherungsschutz zu verlieren.

    Ich für meinen Teil wäre schon überfordert, die Arztbesuche der letzten 5 Jahre korrekt auf die Reihe zu bekommen (auch eine der Gesundheitsfragen).
    Und tritt dann wirklich der Versicherungsfall ein, wird man dir sicher erzählen, dass alles eine Folge deiner rheumatischen Erkrankung ist und du siehst am Ende keinen Cent. Es sei denn, du kannst das Gegenteil beweisen.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen, auch wenn es nichts Positives ist.

    Lg Clödi
     
    #3 19. Oktober 2014
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2014
  4. Talea

    Talea Mitglied

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    vielen Dank clödi,


    sowas hatte ich schon befürchtet..........dann kann man nur hoffen,dass man sich irgendwie durchs arbeitsleben schleppen kann,oder man muss hartzen....


    LG Talea
     
  5. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Wir empfehlen Kunden mit abgelehnter BU, wenigstens eine Unfallversicherung MIT Unfallrente abzuschließen. Dann gibt es wenigstens eine Rente, wenn du aufgrund einer Unfallfolge berufsunfähig wirst. Und das ist auch gar nicht so selten der Fall...

    Ist zumindest eine Überlegung wert und für einen verhältnismäßig geringen Beitrag zu haben ( die Gesundheitsfragen sind hier überschaubar ).
     
  6. Rheinhessin

    Rheinhessin Mitglied

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    Unfallversicherung

    Hi,

    habe vor kurzem auch ne Unfallversicherung abgeschlossen. Erst die 3. hat mich genommen.

    Viel Glück!
    :top:
     
  7. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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  8. atmosphere

    atmosphere Mitglied

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    Hallo, mein Bruder arbeit seit 20 Jahren als Versicherungsmakler für verschiedene Versicherungen und hat genau wie ich eine MB Diagnose.
    Man bekommt damit definitiv keine BUZ mehr. Nicht wenn die Krankheut schon diagnostiziert ist. Man kann aber als junger Mensch mit bekannter Diagnose eine BUZ abschließen und das Rheuma ausschließen lassen.
    Dann ist man wenigstens gegen sämtliche anderen Fälle versichert und bezahlt nicht mehr. Ich würde dazu aber nicht raten und auch lieber die Unfallversicherung wählen.
    Bei meiner BUZ wurde vor 20 Jahren die Psoriasis ausgeschlossen. Darmals hatte ich noch keine MB Diagnose. Heute würde ich trotzdem keinen Cent aus der Versicherung bekommen, da
    die Psoriasis ja mit dem MB in Verbindung steht. Ich habe deshalb meine BUZ auch gekündigt. Geldverschwendung. Meiner Meinung nach macht die BUZ sowieso nur bei typischen Verschleißberufen
    überhaupt Sinn, wie z.Z Handwerker ihn ausübern.
    Heutzutage sollte eine Rheumadiagnose nicht grundsätzlich zu einer früheren erwerbsunfähig führen. Nicht mehr heutzutage und nicht wenn man was dagegen tut.
    Mit einem entsprechenden Beruf kann man ausserdem bis zur Rente auch voll berufsfähig bleiben. Dachdecker und Maurer ist definitiv der falsche Beruf ;)
     
  9. kenneth

    kenneth Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    ich weiß nicht, wie das bei euch so war, aber ich hatte ehrlich gesagt bei keinem Versicherer wirklich die Chance eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Allerdings könntest du dich hier alternativ mal bezüglich einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung umsehen.

    Der Unterschied zu einer BU ist einfach nur jener, dass du die Rente nur dann ausbezahlt bekommst, wenn du nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten kannst.

    Lg
     
    #9 9. März 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. Januar 2017
  10. Mupfel

    Mupfel seropositive RA u. Fibro

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    Ich habe deinen Beitrag gerade erst gelesen und musste doch jetzt schmunzeln.
    Zunächst einmal ist es nicht so, dass eine BUZ nur bei körperlich schweren Berufen sinnvoll ist.
    Es gibt den Ausschluss der Verweisung , somit kann der Versicherungsnehmer nicht dazu gedrängt werden, einen anderen Beruf zu erlernen oder auch auszuüben

    http://m.focus.de/finanzen/versicherungen/tid-6916/berufsunfaehigkeit_aid_67477.html

    Und das eine rheumatische Erkrankung nicht generell zu einer verfrühten Berentung
    führen sollte.... Das hört sich für mich wie aus einer Werbebroschüre für Medikamente oder was auch immer an.

    Ich habe reichlich Kontakt mit Rheumatikern und ich kenne keinen einzigen, der seinen Beruf ohne Abstriche bis zum normalen Rentenalter ausüben kann oder konnte. Solche Aussagen wie die deinen sind für mich wie ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der einfach nicht mehr kann. Es geht hier nicht ums WOLLEN sondern ums KÖNNEN.

    Und dann setzt du noch eins drauf und schreibst davon, dass man auch dagegen etwas tun muss.

    Das ist zuviel für mich und ich wundere mich, dass niemand auf deinen Beitrag reagiert hat.
     
  11. Rhino

    Rhino Neues Mitglied

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    #11 19. März 2015
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juni 2015
  12. lady d.

    lady d. Mitglied

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    Unfallversicherung

    Hallo Ihr Lieben,

    wie steht es denn mit der Unfallversicherung? Da gibts doch auch ne Frage zu Vorerkankungen etc. . Stehe dem echt skeptisch gegenüber. Selbst wenn die einen nehmen, werden die sich im Fall der Fälle sicherlich winden und einen Zusammmenhang mit Vorerkr. herstellen.

    Was meint Ihr?

    LG, lady
     
  13. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Hallo Lady,

    ich arbeite bei einer Versicherung und bei uns müssen 7 Fragen beantwortet werden.
    Es geht darum herauszufinden, ob ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Du wirst gefragt, ob du schon mal einen Unfall oder einen Oberschenkelhalsbruch hattest. Gefragt wird auch nach schweren Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck ist kein Problem wenn behandelt) und ob du unter Schwindel leidest.
    Eine Frage bezieht sich auf schwere Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes, MS, Epilepsie und weitere). Es geht hauptsächlich um Erkrankungen, bei denen die Unfallgefahr erhöht ist. Ich würde da bei Rheuma grundsätzlich kein Problem sehen. Kommt natürlich auf deine persönliche gesundheitliche Situation an. Das lässt sich aber durch einen Probeantrag (eventuell sogar anonym) herausfinden.

    Die Unfallrente ist ja ganz klar an einen Unfall gebunden und richtet sich nach der Invaliditätsstaffel. Da kann sich die Versicherung kaum rauswinden. Bei einem Jahresbeitrag als Frau von unter 100€ jährlich geht man da, wie ich finde, kein großes Risiko ein. Bei der BU reden wir ja von ganz anderen Beiträgen.

    Lg Clödi.
     
  14. Anni

    Anni Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    ich habe mich vor 13 Jahren selbständig gemacht und versucht, eine BU abzuschließen. Da ich 1994 eine Lungenembolie hatte, lehnte mich eine Versicherung nach der anderen ab. Alle auf Grund meiner Embolie. Ich war so verzweifelt, wollte aber nicht aufgeben. Ich fand eine super Versicherungsmaklerin, die weitere 1 1/2 Jahre versuchte, eine BU zu finden. Und sie hat es tatsächlich geschafft. Die Versicherungsgesellschaft hat mir eine BU angeboten mit Ausschluss Allergie und daraus resultierende Folgeerkrankungen (bin Asthmatikerin und Allergikerin) und mit einem 50% Aufschlag!!!!!!!, aber meine Embolie war für die nicht weiter schlimm. Heute bin ich froh das ich diese Versicherung habe, da ich auf Grund meiner rheumatischen Erkrankung, meine Selbständigkeit aufgeben müsste und ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann! Der Antrag läuft seit letztem Jahr Dezember und ich warte immer noch auf Antwort. Ich bete jeden Tag, das sie nicht ablehnen, denn es bedeutet nicht das die Versicherung auch zahlt.....also, drückt mir die Daumen......um deine Frage zu beantworten, ich denke das die Versicherung dir eine BU mit Ausschluss rheumatische Erkrankung und deren Folgeerkrankungen anbieten wird......
    Liebe Grüße
    Änni
     
  15. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Änni, ich wünsch dir, dass alles klappt und du bekommst, was dir zusteht.

    Das Problem bei "Ausschluss von Rheuma und Folgekrankheiten" ist eben, dass Rheuma eigentlich alles im Körper betreffen kann, die Gelenke, die inneren Organe, die Augen, die Haut .......und dass man - außer bei einem Unfall - kaum eine Chance haben dürfte zu beweisen, dass die gesundheitlichen Probleme keine Folgeerkrankungen vom Rheuma sind.
    Und damit zahlt man die Beiträge umsonst ein.