Benepali bei der Verdachtsdiagnose Psoriasis-Arthritis

Dieses Thema im Forum "Biologika und niedermolekulare Wirkstoffe" wurde erstellt von sportskanoneLB98, 11. September 2020.

  1. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    Hallo,
    ich war heute wieder bei meinem Rheumatologen. Bei den Untersuchungen kam nichts heraus, weshalb er mir jetzt zum Test 4 Pens Benepali 50 mg verschrieben hat. Der Wirkstoff ist Etanercept. Er meinte, dass dieses Medikament recht schnell wirkt und somit die Verdachtsdiagnose Psoriasis-Arthritis bestätigt werden kann oder nicht. Grundsätzlich ist er trotz negativen Ergebnissen der Meinung, dass ich zumindest eine leichte Form der Psoriasis-Arthritis habe.
    Mich wundert es nur, dass er direkt ein Biosimilar verschrieben hat, da dies doch erst verschrieben wird, wenn andere Medikamente nicht wirken, beispielsweise MTX. Oder habe ich das falsch gelesen hier im Forum?
    Dieses Medikament soll ich mir 1 Mal pro Woche spritzen, wobei es spätestens nach der 2.Spritze Wirkung zeigen sollte. Wenn das Medikament nicht wirkt, soll ich es absetzen und in 3-4 Wochen nochmal kommen. Muss ich irgendwas beachten? Ich muss nur die übliche Zuzahlung für die AOK Baden-Württemberg leisten oder? Irgendwie habe ich ein bisschen Angst, dass sie meine Kasse quer stellt, da ich direkt dieses mega teure Medikament (1115€ für 4 Pens) verschrieben bekommen habe.
    Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen.
    Liebe Grüße, sportskanoneLB98
     
    #1 11. September 2020
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2020
  2. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    Update:
    Ich habe in einer Apotheke nachgefragt, wie das mit der Kostenübernahme läuft. Dort meinte man, dass die AOK keine Probleme machen sollte. Deshalb habe ich nun die Pens bestellt und hole sie heute ab.
    Nun ist aber das Problem, dass ich eine leichte Erkältung, nur Schnupfen, bekommen habe (kein Corona!). Soll ich das Biosimilar trotzdem spritzen oder lieber noch eine Woche warten?
     
  3. general

    general Registrierter Benutzer

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    Warum fragst du nicht bei deinem Arzt nach?

    Was deine Frage nach den Biologika betrifft hast du sicher recht ;)
     
  4. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Sportskanone,
    mich irritiert ein wenig dein Rheumatologe bei seiner Medikamentenauswahl ohne gesicherte Diagnose. Oder habe ich bzw. meine Else etwas überlesen? Für mich ist es sehr ungewöhnlich, dass ohne gesicherte Diagnose ein Biological bekommst, zumal die aktuelle Untersuchung wie du schreibst nichts gebracht hat.

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich in eine Akutklinik oder stationär in eine Rheumaklinik einweisen lassen, da dort sofort viele Untersuchungen stattfinden können, auf die man sonst einige Zeit warten musst. Falls ich es überlesen habe, dass du schon dort warst, sorry ich bin sehr stark sehbehindert. Aber auch für den Fall, dass du da schon warst, würde ich mir auf jeden Fall eine 2. Meinung einholen, da bei sehr vielen hier ein steiniger Weg war, bis eine wie auch immer geartete Diagnose feststand.

    Aber nur auf Verdacht und Ausprobieren, ob ein so heftiges Medikament wirkt, finde ich mehr als fragwürdig. Ich bin wie fast alle hier kein Arzt und nur Laiin, aber so ein Verfahren ist mir bisher völlig unbekannt, zumal es sich nicht um Bonbons handelt, sondern um ein Biological, welches vor der Einnahme gründlicher Untersuchungen bedarf, die dann bei gesicherter Diagnose und meist auch wenn andere Basismedikamente nicht den gewünschten Erfolg zeigen eingesetzt werden oder bei einer gesicherten Diagnose mit erkennbaren vorhandenen starken Entzündungen der Knochenhaut und Gelenkschädigungen. Es handelt sich ja nicht um eine kleine normale Erkältung, die mit oder ohne Medikamente meist nach einer Woche ausgeheilt ist.
     
  5. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Hallo sportskanoneLB98, leider muß ich Maine Coonchen recht geben. Dein Arzt geht da nicht korrekt nach Leitlinien vor. Was ist das für eine Rheumatologe? Ein internistischer oder orthopädischer?
    Rheumaambulanz wäre eine Möglichkeit.
    Aber nun zu deinem Anliegen, wegen einem Schnupfen würde ich mir meine Spritze nicht ausfallen lassen. Wenn Fieber dazu kommt, dann ist abzubrechen besser.
    LG Money Penny
     
    #5 19. September 2020
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2020
  6. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Maine Coonchen & Money Penny:
    Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich werde mir nächstes Jahr auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen und zwar bei der Freundin meiner Mutter, denn diese ist eine internistische Rheumatologin, die in meiner Gegend sehr beliebt ist. Sie wartet aktuell jedoch auf eine Kassenzulassung. Vermutlich wird sie diese nächstes Jahr erhalten, dann wechsel ich zu ihr. Bis dahin bleibe ich bei meinem aktuellen internistischen Rheumatologen, da ich bei anderen Rheumatologen mindestens 6 Monate warte zur Erstvorstellung. Und dann kann ich gleich auf die Kassenzulassung für die Freundin meiner Mutter warten.
    Mein Rheumatologe hat auf meine Nachfrage hin gemeint, dass er dieses Verfahren schon öfter bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis und damit sehr gute Erfahrungen gemacht hat, da sich diese Rheumaform nur sehr schwer nachweisen lässt. Dies gilt jedoch nur für diese Form des Rheumas. Das Gute dabei ist, dass er gesagt hat, dass falls das Medikament nicht nach der zweiten Spritze wirkt, ich es direkt weglassen kann und wir davon ausgehen können, dass ich eine andere Erkrankung habe. Zwar könne man dann ein weiteres Medikament testen, aber das würde er erst in Betracht ziehen, wenn dieses nicht wirkt. Er hat zudem gesagt, dass er denkt, dass ich nur alle paar Monate ein bis zwei Spritzen brauchen werde, da ich einen leichten bis mittleren Verlauf haben soll.
    Ich werde zwei Spritzen austesten und dann sehen, ob dieses Medikament anschlägt. Wenn nicht, setze ich es wieder ab. In beiden Fällen werde ich einen weiteren Termin bei ihm haben, bei den das weitere Vorgehen mit ihm besprochen wird.
    Eine Rheumaambulanz ist aktuell keine Option, da ich mein Anerkennungsjahr nicht unterbrechen kann. Solange meine Beschwerden so wie jetzt sind, werde ich die Diagnosefindung ambulant machen lassen. Ich möchte zwar eine gesicherte Diagnose, aber keinen zeitlichen Stress in meiner Ausbildung haben bzw. diese nicht deswegen verlängern müssen. Dies hat allerdings auch mit meinen Erfahrungen bezüglich meiner Hüft- und Oberschenkel-OP zu tun. Wenn es jedoch schlimmer wird, habe ich wohl keine andere Wahl,da dieser Weg oft der schnellste und einfachste Weg zur Diagnosefindung ist.
    Liebe Grüße, sportskanoneLB98
     
  7. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Ja, so verstehe ich das ganze besser.
    Nun, ich selber habe ja auch top Blutwerte. Nach außen sehe ich angeblich immer gesund aus, sagen alle anderen. Stimmt, diese Rheumaform ist nicht einfach zu diagnostizieren.
    Ich möchte kein Arzt sein.
    Ich wünsche dir viel Glück und das alles zu deinem Besten klappt.
    LG Money Penny
     
  8. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Das verstehe ich nicht ganz, denn in einer Rheumaambulanz wird ambulant behandelt oder Diagnosesuche betrieben. Dort bekommt man, wie beim niedergelassenen Rheumatologen auch ambulante Termine und geht nach dem Termin nachhause.
     
  9. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Lagune: Sorry, ich meinte ein stationäre Abklärung. Selbstverständlich könnte ich auch in eine Rheuma Ambulanz gehen. Wobei dies hier auf dem Land schwierig ist.
     
  10. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Money Penny: Ich habe leider eine Bronchitis entwickelt. Einen Coronatest musste ich natürlich auch machen, da ich das typische Symptom von diesem, also Husten, habe. Da dieser immer schlimmer wurde, habe ich mich nicht gespritzt, um nichts zu riskieren. Zum Glück, kann ich nur sagen.
     
  11. Money Penny

    Money Penny Aktives Mitglied

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    Uih. Man sportskanoneLB98, du machst ja Sachen?
    Mist, dann muste abwarten.
    Ich wünsche dir Gute Besserung.:ylflower:

    LG Money Penny
     
  12. Rhönkind

    Rhönkind Mitglied

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    ich spritze auch Benepali und vertrage es gut. Ich benutze nur keinen Pen, da mir von meiner Rheumafreundin gesagt wurde, dass die öfter nicht korrekt auslösen. Für mich war das auch zu schnell, wie das Zeug in mich rein gedrückt wurde. Jetzt lass ich mir Fertigspritzen verordnen, die gehen immer. Was das Vorgehen mancher Ärzte angeht, hab ich da auch eigene Erfahrungen gemacht. Ich vertrage keine MSAR Präparate, da macht der Magen gleich schlapp. Und da das so ist, wollte mir meine betreuende Ärztin auch kein MTX antun. Ich bin also gleich von MSAR auf Biological umgestiegen und nehme halt zusätzlich noch Palexia 50. Wenn ich erkältet bin und kein Fieber habe, pausiere ich auch nicht. Und ich hatte schon Jahre kein Fieber mehr.
    @sportskanoneLB98 dir wünsche ich gute Besserung für die Bronchitis.
    LG Rhönkind und an alle schönes Wochenende
     
  13. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    Also um zu testen ob es PSA ist finde ich ein Biologica doch recht ungewöhnlich.
    Von Cortison habe ich das schon eher mal gehört, also das es angewendet wird um zu schauen ob was entzündliches im Gang ist.
    Und nur weil Benepali evtl nicht wirkt muss es nicht heißen das es kein Rheuma ist. Umgekehrt weiss ich nicht, also ob es dann rheumatisch ist wenn es wirkt....
    Ich bin jetzt beim 4. Biologica und kann sagen das eine hilft, verliert aber auch mal die Wirkung nach einiger Zeit (Enbrel und Humira in meinem Fall) oder es wirkt nicht und unter Umständen kann es schlimme Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten auslösen.
    Gut ist, das du es nicht mit deiner Erkältung gespritzt hast. Ich wünsche dir gute Besserung und dann gutes gelingen
     
    Rhönkind gefällt das.
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