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Behandlung mit SSZ

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Melle1002, 8. Juni 2007.

  1. Melle1002

    Melle1002 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum.
    Bei mir ist noch keine konkrete Rheuma-Diagnose gestellt worden, da die Röntgenbilder und die Blutwerte unauffällig sind. Ich habe jedoch Schmerzen in Hüften, Knien und Händen.
    Beim letzten Besuch sprach die Rheumatologin nun von einer Basistherapie mit SSZ. Was ist SSZ?
    Welche Nebenwirkungen können auftreten?
    Stehen Nutzen und Risiko in ausgewogenen Verhältnis?

    Grüße
    Melle
     
  2. Wicky

    Wicky Neues Mitglied

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    Hallo Melle,

    Also ich könnte mir vorstellen dass SSZ dieses Sulfasalazin ist. Also was anderes kann ich mir jetzt nicht vorstellen.

    Wenn es das ist (bitte korrigiert mich, wenn ich doch falsch liegen sollte), das nehme ich auch erst seit Kurzem. Das müssten jetzt so ca. 6 Wochen sein. Die Wirkung setzt jedoch erst mit so ca. 3 Monaten ein, heißt es. Deswegen kann ich noch nicht sagen, wie es bei mir wirkt. Nehme auch noch Cortison, bis das Sulfa wirkt.

    Ich muß in den ersten 3 Monaten alle 2 Wochen zum Blut abnehmen, dann alle 4 Wochen, da man bei dem Medikament die Nebenwirkungen im Blut erkennen kann. Anscheinend sind die Leberwerte sehr wichtig. Ansonsten weiß ich eigentlich noch von keinen Nebenwirkungen. Du mußt halt immer und ständig zur Blutkontrolle gehen. Ich glaub zum Schluß sind es alle 8 Wochen wo ich gehen muß.
     
  3. Melle1002

    Melle1002 Registrierter Benutzer

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    Hallo Wickey,

    danke für Deine Antwort. Bei meiner Recherche in Google bin ich auch auf Sulfasalazin gestoßen.

    Das mit den Blutkontrollen hab ich auch schon gelesen. Ich hoffe nur, dass ich die dann beim Hausarzt machen kann, denn alle zwei Wochen, selbst alle acht Wochen nach Heidelberg fahren krieg ich neben der Arbeit nicht auf die Reihe, da ich 35km nördlicher wohne und nochmal weitere 35km nördlicher arbeite. Ich muss also für die normalen Termine schon jedes Mal Urlaub nehmen oder früher gehen. Nicht so einfach bei einer 42-Stunden-Woche.

    Meine Ärztin hatte beim letzten Mal Nebenwirkungen wie Übelkeit und Haarausfall erwähnt. Weiß da jemand was drüber?
    Das würde mir nicht so gefallen. Vor allem, da ich durch ein anderes Medikament unter Übelkeit litt und das jetzt in den Griff bekommen hab. Und an meinen Haaren häng ich auch.

    Eine andere Sache, die mir Sorgen macht ist, dass ich gelesen hab, dass Depressionen eine Nebenwirkung von diesem Sulfasalazin sein können. Das beunruhigt mich sehr, denn ich bin seit Jahren wegen Depressionen in Behandlung und gerade nach 3 Jahre endlich an dem Punkt die Antidepressiva weg lassen zu können. Ich hab nun keine Lust, dass die ganze Hölle wieder von vorne los geht.

    Grüße
    Melle
     
  4. Wicky

    Wicky Neues Mitglied

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    Hallo Melle,

    ich gehe zur Blutkontrolle auch zu meinem Hausarzt. Mein Rheumatologe ist ca. 50 km von mir weg und ständig da hinfahren ist zu viel. Mein Hausarzt hat vom Rheumatologe einen Zettel bekommen, wo drauf steht was er alles kontrollieren muß. Wenn mit dem Blut etwas nicht stimmt, dann muß ich zum Rheumatologe oder wenn die Schmerzen wieder schlimmer werden. Auch will der Rheumatologe mich in gewissen Abständen sehen. Aber rein die Blutkontrolle macht mein Hausarzt.

    Das mit der Übelkeit habe ich auch gelesen. Deswegen fängst du auch mit einer sehr geringen Dosis an und die steigert sich dann innerhalb von Wochen. So gewöhnt sich der Körper dran. Mir war es auch ab und zu schlecht am Anfang, aber mittlerweile ist alles in Ordnung. Ich musste in der 1. Woche 1 Tablette nehmen, dann 2, dann 3 und jetzt bin ich bei 4 Tabletten. Und so bleibt es jetzt auch. Also Nebenwirkungen habe ich so noch keine. Aber ich nehme es ja wie gesagt noch nicht lange.

    Aber da können dir bestimmt einige aus dem Forum weiterhelfen.
     
  5. Melle1002

    Melle1002 Registrierter Benutzer

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    Hallo Wickey,

    ich danke Dir wirklich sehr für Deine Antworten.
    Es tut gut ein bisschen was Positives zu hören.

    Ich bin hin und her gerissen was die Medikation angeht. Auf der einen Seite würde ich das gerne noch raus ziehen, aber auf der anderen Seite werden die Schmerzen auch immer schlimmer und beeinträchtigen mich immer mehr in meinem Alltag, was ich sehr nervig finde.

    Mein nächster Termin beim Rheumatologen ist noch gut 4 Wochen hin. Doch bis dahin möchte ich versuchen mir eine Meinung und einen Standpunkt zu bilden, um diesen dann auch vertreten zu können.

    Die letzten Monate hat mir die Krankengymnastik sehr geholfen, aber dafür bekomme ich keine Rezepte mehr und selbst tragen ist nicht drin, da ich recht wenig verdiene und eh grad so über die Runden komme.

    Die bisherige Diagnose ist übrigens: Psoriasisarthritis
    Ich selbst hab keine Schuppenflechte, aber mein Bruder und auch er hat Probleme mit den Gelenken, lebt aber nach der Devise: Man ist nicht krank solange man nicht zum Arzt geht.

    Grüße
    Melle
     
  6. Wicky

    Wicky Neues Mitglied

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    Hallo Melle,

    ich kann dich sehr gut verstehen was die Medikamente betrifft. Ich nehme schon lange verschiedenen Medikamente und habe auch die "Nase gestrichen" voll. Sorry den Ausdruck. Jedoch wurde bei mir zu spät Rheuma fest gestellt und ich habe jahrelang Medikamente genommen, die ich gar nicht hätte nehmen müssen, wenn ich die richtige Diagnose gehabt hätte.

    Nun ja, dieses Jahr wurde endlich fest gestellt, warum ich so Schmerzen habe. Ich bin nur noch gekrochen zum Schluß. Leider nehme ich gerade Cortison und komme von einer hohen Dosis momentan nicht mehr runter. Ich kann damit erst wieder runter gehen, wenn das Sulfa endlich wirkt und das hoffe ich sehr.

    Was ich damit sagen will: Wenn man schon viel früher die Diagnose gestellt hätte, müsste ich nicht so hoch Cortison nehmen. Meine Schmerzen sind einfach zu stark geworden. Wenn man viel früher mit einer Basistherapie begonnen hätte, dann ginge es mir jetzt wahrscheinlich schon etwas besser.

    Ich bin sehr froh, dass ich jetzt richtig behandelt werde und hoffe auf etwas schmerzfreiere Tage. Ich bereue es auf keinen Fall eine Basistherapie begonnen zu haben, da ich sehr starke Schmerzen habe.

    Vielleicht hilft es dir ein wenig bei deiner Meinungsbildung.
     
  7. Melle1002

    Melle1002 Registrierter Benutzer

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    Hallo Wickey,

    und nochmal Danke.

    Ja, Dein Bericht hilft mir schon weiter. Außerdem bin ich im Internet auf die Seite von Rheumazentrum Heidelberg gestoßen und die haben ganz gute Informationen zusammen gepackt,wie ich finde.

    Es gibt noch zwei Dinge, die ich mit meiner Ärztin klären muss, aber ich denke ich werde mich für die Therapie entscheiden. Aber ich möchte das vorher noch mit meinem Freund bequatschen. Es hat indirekt ja auch Einfluß auf ihn, zumal da eben steht, dass man während der Einnahme nicht schwanger werden sollte und wir uns schon überlegt hatten im nächsten Jahr Nachwuchs zu bekommen, das ist also eine Sache, die ich mit meiner Ärztin besprechen muss und eben das mit den Depressionen. Aber da kommt es sehr gelegen, dass ich eine Woche vor dem Termin beim Rheumatologen einen Termin beim Neurologen hab und das also mit beiden bequatschen kann.

    Ich bin gerade sehr froh auf dieses Forum gestoßen zu sein.

    Grüße
    Melle
     
  8. Wicky

    Wicky Neues Mitglied

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    Hallo Melle,

    ja das stimmt natürlich. Mich hat der Rheumatologe auch gefragt, ob ich in nächster Zeit schwanger werden möchte. Mein Freund und ich haben zwar noch nicht richtig geplant und ich wollte mit der Therapie anfangen, so dass die Schmerzen etwas besser werden.

    Wir müssen halt jetzt wirklich rechtzeitig planen, wenn wir uns für ein Kind entscheiden. Es muss vorher rechtzeitig das Sulfa abgesetzt werden. Zu mir wurde gesagt 3 Monate mind. vorher.

    Aber sprech das ruhig alles nochmal durch.