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Behandlung in der Stillzeit

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von lilly_dd, 28. Dezember 2008.

  1. lilly_dd

    lilly_dd Neues Mitglied

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    Hallo, ich bin neu hier und hab gleich mal eine Frage.

    Kennt jemand Behandlungsmöglichkeiten in der Stillzeit? Ich hab das Rheuma zur Zeit besonders in den Fingern. Vor der Schwangerschaft hatte ich Rheuma in den Fußgelenken, Handgelenken, Fingern und Schultern. Zum Teil auch im Knie. Während der Schwangerschaft wurde das Rheuma deutlich besser und nach der Geburt war es sogar ganz weg. Nach ca. 3 Monaten kam es von heut auf morgen wieder ganz schlimm in den Fingergelenken. Zur Zeit nehm ich Paracetamol, aber das hilft nicht wirklich, macht es nur erträglicher.

    Meine Ärztin würde mir noch Prednisolon verschreiben, aber das ist in der Stillzeit nicht erlaubt.

    Würde mich sehr freuen wenn mir noch jemand einen Tip geben könnte.

    Liebe Grüße
     
  2. sabsi

    sabsi Neues Mitglied

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  3. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo lilly_dd,

    unten ein Link zu den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bezüglich der in der Rheumatologie angewandten Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit.


    Die Empfehlung der DGRh bei Therapie mit Prednisolon in der Stillzeit lautet:

    Stillzeit: Stillen unter Prednison/Prednisolon erlaubt (6). Bei Tagesdosen bis 10 mg Konzentration in
    der Muttermilch unter Nachweisgrenze, bei 10 - 20 mg möglichst vier Stunden Abstand zwischen
    Einnahme und Stillen, darüber wegen zunehmender Konzenration eher Abstillen empfohlen.

    http://www.dgrh.de/fileadmin/media/Qualitaetssicherung/Therapie-Empfehlungen/med_schwangerschaft_druck_okt_08.pdf


    Ich hoffe, Dir damit weitergeholfen zu haben.

    Gruß waschbär
     
  4. Kadde

    Kadde Mitglied

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    Hallo,

    wo du auf jeden Fall qualifizierte Informationen bezüglich Stillverträglichkeit verschiedener Medikamente bekommst ist unter dieser Adresse:
    http://www.embryotox.de/

    Ich habe meinen Sohn sehr lange gestillt, hab in der ganzen Zeit nur auf Paracetamol zurück greifen können/wollen.

    Aber wenn es nicht mehr geht würde ich an deiner Stelle wieder etwas Lebensqualität herstellen und das Kind abstillen, damit ist euch vermutlich gedient...
     
  5. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    Hallo Lilly,

    ich habe meine Tochter unter einer für mich damals viel zu niedrigen Cortisondosis ausgetragen bzw. austragen müssen.
    Gestillt habe ich meine Tochter nicht, da ich nach der Entbindung wieder alle Medikamente eingenommen habe, die ich vor der Schwangerschaft absetzen musste.

    Ich stimme Kadde zu. Lieber eine schmerzfreie und entspanntere Mutti, die die Flasche zubereitet, als eine Mutti, die zwar stillt, aber für den Rest der Zeit ihre Schmerzen zu ertragen versucht .

    Lieben Gruß

    Lupus-Frau
     
  6. sonnenliebe

    sonnenliebe Mitglied

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    hallo
    ich habe während der Stillzeit bis zu 20mg Kortsion genommen, habe 6 Monate voll gestillt und nehme jetzt wieder Enbrel. Mein Sohn ist heute genau 9 Monate alt.

    LG Sonnenliebe
     
  7. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Liebe Lilly

    Während der Stillzeit sollte man Medikamente vermeiden, aber es gibt nur ganz wenige Medikamente, die wirklich ein Abstillen erfordern, wie z.B. Methotrexat. Prednison ist stillkompatibel (bei nicht zu hoher Dosis), also überhaupt kein Problem wie auch viele Basismedikamente, z.B. Sulfasalazin.
    Selbst der grösste Teil der Biologicals werden als unbedenklich eingestuft (Grösse des Moleküls, wird im Magen zersetzt.....). Hier gibt es leider eben noch nicht so viele Erfahrungen, weil diese Klasse von Medikamenten relativ neu ist.
    Tatsache ist, dass die Muttermilch das beste ist, was Dein Kind in seinem Leben bekommen kann, selbst 'belastete Muttermilch' ist besser als diese künstliche Flaschenmilch und das Stillen ist nicht nur für das Kind gut , sondern auch für die Mutter. Mit der Muttermilch überträgst Du Dein Immunschutz auf Dein Kind, beugst Immunerkrankungen Deines Kindes vor und die Muttermilch passt sich der gegebenen Situation an. Kein anderes Nahrungsmittel erfüllt diese Funktion! Frag mal die Leche Liga, dann erfährst Du, wie wichtig das Stillen ist. Aber auch für Dich ist das Stillen wichtig: Die beste Brustkrebsvorsorge und auch auf das Rheuma wirkt sich Stillen positiv aus.
    Für mich war und ist es eine grosse Hilfe, mein Kind an die Brust zu nehmen. Ohne meine Vorschreiberinnen angreifen zu wollen, aber ich finde es wirklich unverantwortlich in diesem Falle so salopp zum Abstillen zu raten.
    Ich habe rheumatische Arthritis und werde mit Prednison, Ibuprofen und Sulfasalazin behandelt. Ich stille seit fast 3 Jahren.
    Erkundige Dich direkt bei den Kontaktstellen und nicht nur aus dem Internet, denn die unbedenkliche Dosis eines Medikamentes z.B. hängt davon ab, wie alt Dein Kind ist, ob Du voll stillst und so weiter...
    Ein guter Link ist der schon genannte der Embryonaltoxikologie in Berlin.
    http://www.bbges.de/content/index1a6a.html. Hier findest Du die Telefonnummern wo Du direkt nachfragen kannst, welche Medikamente Du nehmen kannst. Hier habe ich eine weitere T-Nummer einer medizinischen Kontaktstelle: 08362 37173.
    Eine weitere gute Webpage (leider nur auf Spanisch und Englisch) ist www.e-lactancia.org/ingles/inicio.asp.
    Dann habe ich noch einige T-Nummern der Leche Liga Deutschland.
    Frauke 0511228402, Doris 057347783 und eine e-mail Denise.Both@lalecheliga.de.
    Weitere Stillberaterinnen unter http://www.lalecheliga.de/ Punkt Stillberaterinnen.


    Ich habe jetzt viele Informationen kurz und grob zusammengefasst. Wenn Du weitere genauere Informationen brauchst, lass es mich wissen:).

    LG
    Claudia
     
    #7 29. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2008
  8. Kadde

    Kadde Mitglied

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    Hallo Claudia,

    sorry aber Unverantwortlich ist es wohl eher, einer Mutter ein schlechtes Gewissen einzureden weil sie nicht stillen KANN, weil sie eventuell nicht in der Lage ist das Kind zu versorgen!
    Ich für meinen Teil war so eine "dumme" Mutter. Hab über 2 Jahre gestillt und war teilweise NICHT in der Lage das Kind zu wickeln oder zu tragen weil meine Arme durch entzündete Gelenke (Schultern) bewegungsunfähig waren.
    Ich sehe es jetzt so, das ich damals total bescheuert war. Aber ich war der Meinung ich würde als Mutter versagt haben wenn ich meinen Sohn mit 3-4 Monaten abstillen müsste.
    Wenn ich jetzt schreibe es ist ihr eher gedient das Leben mit Kind zu genießen und die Flasche zu geben ist es alles andere als salopp daher geredet!

    Ach und Stillen ist unumstritten das Beste fürs Kind, trotzdem hat mein Kleiner nun Juvenile Arthritis mit Uveitis ;) Sicher NICHT durchs Langzeitstillen aber es ist kein Allheilmittel...
    Ich find es einfach Hinrverbrannt auf eine Sache zu bestehen wenn ein anderer Mensch darunter zu Schaden kommt.
    Wir sind hier in Deutschland in der glücklichen Lage nicht auf Stillen angewiesen zu sein. Wozu also, in meinen Augen, unnötig quälen?

    Die Entscheidung zu Stillen sollte immer ganz individuell getroffen werden und auf die jeweilig Situation abgestimmt werden. Wenn DU damit klar kommst sei einfach froh! Glaub mir, ich hätte gern wirksamere Schmerzmittel genommen war aber zu "verbohrt" ;) Nun ja, das ist auch schon wieder5 Jahre her und damals gab es die hotline von embrytox noch nicht. Meine damaligen Ärzt waren komplett inkompetent ;) "Das Kind ist doch schon 4 Monate alt, wie lange wollen sie dnen noch stillen...!" ;)

    Generell halt ich mich aus solchen Diskussionen komplett raus aber wollte es nur eben richtig stellen.
     
  9. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    Hallo Claudia,

    einfach so stehenlassen kann ich Deinen Betrag nicht.
    Ich bin erstaunt, daß sich in den letzten zwanzig Jahren nicht viel geändert hat und die Debatte um das Stillen oder Nicht-Stillen immer noch so stark polarisiert.

    Ich würde meinem Säugling keine 'belastete' Muttermilch zumuten. Woher weißt Du, ob es keine Spätfolgen haben kann? Ob sich alle Organe gesund entwickeln? Ich habe einige Jahre in der Pharmaforschung gearbeitet und stehe seitdem jeder Statistik aus diesem Bereich zurückhaltend gegenüber.
    Und diese künstliche Flaschenmilch, wie Du sie bezeichnest, ist ein Muttermilchersatz, mit dem sich die Kleinen bestens entwickeln. Ich habe nicht gestillt, und meine Tochter hat ein intaktes Immunsystem, litt weder an Mittelohrentzündungen noch an sonst welchen gern zitierten Krankheiten.

    Das ist sehr allgemein gehalten. Welchen Immunschutz? Viele von uns nehmen aus gutem Grund Immunsuppressiva ein.
    Einen genetischen Defekt, ich nenne es mal so, der eine Autoimmunerkrankung auslösen kann, kann ich auch nicht durch Muttermilch ausgleichen. Manche Erkrankungen kommen erst Jahre oder Jahrzehnte später zum Vorschein.

    Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich nicht unter Druck setzten zu lassen. So wie Kadde es beschreibt:

    Früher, da ich unerfahren

    Früher, da ich unerfahren
    Und bescheidner war als heute,
    Hatten meine höchste Achtung
    Andre Leute.

    Später traf ich auf der Weide
    Ausser mir noch mehr Kälber,
    Und nun schätz ich, sozusagen,
    Erst mich selber.

    Wilhelm Busch ;)


    Nur wenn ich es mir selbst recht mache, kann es mir gut gehen, bin ich im Reinen mit mir.


    Liebe Grüße

    Lupus-Frau
     
  10. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    hallo,
    regt euch mal erst wieder ab!
    also, ich kann sowohl claudias haltung verstehen, wenn sie sich gegen vorschnelles abstillen ausspricht, als die beiden mütter, die eher zum abstillen raten. ihr habt in einer beziehung bestimmt recht: für ein kind ist es besser, lieber eine zufriedene, möglichst schmerzfreie mutter zu haben als unter qualen (für die mutter) gestillt zu werden.
    andererseits solltet ihr auch claudias anliegen verstehen. ich denke sie wendet sich vor allem gegen vorschnelles und oftmals unnötiges abstillen.
    so wie ich ihren beitrag verstanden habe, steht sie offensichtlich der La Leche Liga nahe, die schon zu meiner zeit (vor 20-25 jahren) vehemente verfechter des stillens waren und es scheinbar heute noch sind. verfrühtes abstillen ist für deren mitglieder vielleicht schon, wenn ein kind mit einem jahr abgestillt wird, wohingegen die grenze für "normale" stillbefürworter bei ca. 3 monaten liegt.
    ganz allgemein kann man sicher sagen, dass jeder tropfen muttermilch, den ein säugling erhält, nützlich ist (und sei es nur das kolostrum, die milch unmittelbar nach der geburt)!
    @lupus-frau: ich weiß nicht, wie alt deine tochter ist. aber ich würde vorsichtig sein, mich mit der guten gesundheit meines ungestillten kindes zu brüsten, wer weiß, was da noch nachkommt. außerdem nehme ich nicht an, dass du dich bei jedem fläschchengeben ausgezogen hast, um dem kind den beim stillen automatisch vorhandenen hautkontakt zu ermöglichen? gesundheit muss sich außerdem nicht auf die körperliche gesundheit beschränken, auch seelische probleme fallen darunter.
    solltest du nach wie vor der meinung sein, dass dein kind topfit ist (was ohne weiteres sein kann, ich wünsche dir, dass es so bleibt), so ist hier sicher mehr der zufall beteiligt, als die frage, ob gestillt oder nicht.
    auch wenn meine "stillzeit" schon eine weile her ist, meine kinder sind eher ein beispiel dafür, dass man auch trotz (längerem) stillen krank werden kann; nur, wie krank wären sie, hätte ich nicht gestillt?
    ich habe vier kinder:
    1. eine tochter (25), 10 monate gestillt, neurodermitis.
    2. ein sohn (23), 16 monate gestillt, neurodermitis und heuschnupfen
    3. ein sohn (21), 12 monate gestillt, neurodermitis und letztes jahr 7-monatige, schwere reaktive arthritis nach yersinien.
    4. ein sohn (18), ca. 26 monate gestillt, im ersten lebensjahr getreideallergie, nahm nicht zu, seit etwa 4 jahren juvenile idiopathische arthritis, diagnose erst im frühjahr.
    da wir alle seit jahren ausschließlich homöopathisch behandelt werden, sind erkältungen bei uns auch eine seltenheit.
    ich finde, dass das stillen eine zu individuelle entscheidung ist, als dass man jemanden, der nicht meiner meinung ist, verteufeln dürfte!
    außerdem ist die stillzeit relativ kurz, im vergleich zum gesamten leben. okay, ein guter start ist wichtig, aber genauso wichtig ist der weitere lebensweg des kindes. kriegt es z.b. bei jeder kleinigkeit antibiotica oder wird es total durchgeimpft?
    man sollte sich sowenig wie möglich auf die industrie verlassen, sei es bei kindernahrung oder sonstiger behandlung!
    lg, sabine
     
  11. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Vielen Dank für Deinen Beitrag, Savolo.
    Ja es geht mir um das unnötige Abstillen, besonders wenn jemand um Informationen für Behandlungen während der Stillzeit bittet und ihr als Alternative das Abstillen empfohlen wird.
    Meinen Beitrag habe ich kurz gehalten, wohl auf Kosten des Verständnisses, und versucht die Informationen zu geben, um die gebeten werden.

    Kein Muttermilchersatz kann die Muttermilch ersetzen. Da kann man jeden Kinderarzt fragen und selbst die Muttermilchersatzprodukte müssen das auf ihre Etiketten schreiben, um dieses nicht mit Werbestrategie vorzutäuschen.
    Die Flaschenmilch ist eine Notlösung und nicht mehr.
    Die Vorteile der Muttermilch oder des Stillens aufzuzählen, würde hier vollkommen den Rahmen sprengen. Ausserdem ist das Internet voll mit Informationen.
    Und jetzt zurück zu dem Problem:
    1. Ich versuche nicht irgendjemand ein schlechtes Gewissen zu machen etc. Ich informiere nur, dass eine Behandlung mit dem Stillen kompatibel ist.
    2. Wer garantiert eigentlich, dass mit dem Abstillen das Schmerzproblem gelöst ist?Ob die Medikamente anschlagen oder toleriert werden ist ein ganz anderes Problem. Tatsache ist auch, dass während der Stillzeit Hormone gebildet werden, die sich positiv auf die rheumatische Erkrankung auswirken. Wer garantiert eigentlich, dass sich mit dem Abstillen und die damit verbundene Hormonumstellung die Krankheit nicht verschlimmert?
    Ich war froh, mich morgens nicht aus dem Bett quälen zu müssen, um ein Fläschen vorzubereiten. Mein Kind lag neben mir, T-Shirt hoch und schon hatte mein Kind sein Frühstück :a_smil08:.


    Zurück zur Muttermilch während einer Medikation: Ich habe bewusst belastend in Anführungszeichen gesetzt. Kortison ist ein körpereigenes Hormon. Die Konzentration in der Muttermilch erreicht, so viel ich mich erinnere, noch nicht einmal 1% (zumindestens diese Grössenordnung) der eigenen Kortisonproduktion des Säuglings bei 10mg Prednison.
    Ausserdem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass viele chemische Synthesen in Lösungmittel stattfinden, die nie ganz dem Produkt entzogen werden können. Ich möchte also nicht wissen, was noch so alles in dem Muttermilchersatz enthalten ist.


    Die Natur ist sehr weise und der Mensch ist eben ein Säugetier. Die erste Nahrung eines Menschen sollte in den ersten 6 Monaten ausschliesslich Muttermilch sein. Zu frühe Beikost kann sogar gefährliche Konsequenzen haben. Das sind die allgemeinen Richtlinien. Deshalb werden mindestens ein 6 monatiges Stillen empfohlen (auch für eine gesunde Organentwicklung !!!)

    Ich stehe übrigens der LecheLiga genauso nahe wie jeder andere auch.
    Ich habe verschiedene Stillberater, medizinische Kontaktstellen (unter anderem auch das Institut für Embryonaltoxikologie in Berlin) und Verbände der Pädiatrie um Rat gefragt. Die Lecheliga der Schweiz und Deutschland haben mich sehr nett und ausführlich beraten, deswegen die Telefonnummern. Ich hoffe, dass ich mit der Veröffentlichung ihrer Nummern nicht einen Fehler begangen habe.

    Und bevor mein Beitrag wieder durch den Kakao gezogen wird, ich möchte keiner nicht-stillenden Mutter irgendetwas unterstellen, akzeptiere die Aussage, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er stillen will oder nicht. Aber man sollte nicht übersehen, wodurch diese grosse Diskussion über das Stillen eigentlich ins Leben gerufen wurde, pure Werbekampagne der Kindernahrungshersteller.

    LG
    Claudia
     
  12. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    Einen wunderschönen Tag wünsche ich Euch.
    Hier ist herrliches Winterwetter mit Dauerfrost und Sonnenschein. Ein gefülltes Futterhäuschen lädt zum beabachten der Vögel ein, besonders ein Buntspecht am Meisenknödel hat etwas für sich.:D

    @ Savolo:
    Meine Tochter wird im Januar 15 Jahre alt, sie ist also mitten in der Pubertät. Außerdem brüste ich mich damit nicht, aber da wären wir auch gleich wieder beim Thema. ;)
    Mein Kinderwunsch, die Schwangerschaft, das musste geplant werden, incl. humagenetischer Beratung und absetzen der Medikamente, denn ein Lupus ist keine Halsentzündung. Der Lupus kann auch bei meiner Tochter jederzeit kommen.

    Keine Bange, heute habe ich zu gute Laune, um mich provozieren zu lassen. Und rechtfertigen muss ich mich auch nicht.:D

    @ Claudia:
    Ich sehe nicht, daß ich Deinen Beitrag durch den Kakao gezogen haben, wie Du es empfindest. Wenn es bei Dir so angekommen ist, dann tut es mir leid, das war nicht meine Absicht.

    Aber immerhin sind wir ja wohl alle der Meinung, daß das Stillen eine sehr individuelle Entscheidung ist. Und vielleicht haben wir durch unsere engagierten Beiträge ungewollt Lilly etwas erheitern können.;)

    Lieben Gruß

    Lupus-Frau
     
  13. leli

    leli Neues Mitglied

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    hallo zusammen,
    so, jetzt gebe ich noch meinen senf zum thema stillen ab, da mich dieses thema aktuell auch betrifft.
    mein 2. sohn ist nun genau 8 monate alt und vor 2 wochen habe ich abstillen müssen, weil ich wieder MTX nehme.
    ich habe ihn 6 volle monate gestillt plus 1,5 monate mit zufüttern und das TROTZ 5mg prednisolon (zwischendurch musste ich auch kurzzeitig auf 30mg und ich hab trotzdem voll weitergestillt) und bis zu 1800mg ibuprofen tägl.
    In Ravensburg gibt es das INSTITUT FÜR REPRODUKTIONSTOXIKOLOGIE (tel. 0751-872799) unter der Leitung von Dr. med. Paulus - er hat sich auschliessl der medikamentenberatung in schwangerschaft und stillzeit verschrieben. Wer zu prednisolon, paracetamol und ibuptrofen nähere infos braucht, kann mich gerne anschreiben - ich habe dazu ein schreiben von dr. paulus.
    ICH MÖCHTE EUCH MUT ZUM STILLEN MACHEN! mal abgesehen von den gesundheitl aspekten: ES SCHAFFT EIN INNIGES VERHÄLTNIS ZW MUTTER UND KIND! ich gebe seit 2 wochen nun die flasche und kann sagen, dass es wirkl nicht das gleiche ist. aber wenn ihr merkt, dass die stillerei euch nur belastet (so war´s bei meinem 1. sohn - der war zu faul dazu): STECKT´S! das bringt dann wirkl keinem mehr was!
    ganz liebe sonnige grüße,
    leli
     
  14. lilly_dd

    lilly_dd Neues Mitglied

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    Ich danke Euch erstmal für Eure zahlreichen Antworten. Ich wollte auf keinen Fall, dass ihr euch meinetwegen streitet :o

    Ich stille noch voll, dass will ich wenn es irgendwie möglich ist auch noch bis zum vollendeten 6. Monat machen (ist ja nicht mehr lange, der Kleine wird ja schon bald 6 Monate). Ich habe vom Arzt eine Milchpumpe verschrieben bekommen, wenn es mit dem halten gar nicht geht (überwiegend frühs) pumpe ich die Milch ab und geb sie mit der Flasche. Und mit dem Anziehen früh vom Kleinen hilft mir meine Oma bzw. mein Mann hat ja gerade Urlaub.

    Danke auch für die vielen Adressen und Telefonnummern. Da werd ich auf jeden Fall gleich Anfang des Jahres anrufen und mich erkundigen was ich in welcher Dosis nehmen kann.

    Ich wünsche Euch allen für das neue Jahr alles Gute und vorallem Gesundheit.