Behandlung Corona Infektion mit Antikörper

Lynn

Mitglied
Hallo....ich bin bereits 4x geimpft. 4x hat es leider nicht geklappt Antikörper zu bilden. Mein Körper hat es wegen den 15 Jahren Rituximab einfach nicht geschafft. Der 5. Impfversuch stand kurz bevor, doch dann habe ich mich bei meinem Mann mit Corona angesteckt. Worst case ist eingetroffen. Ich kam mit Lungen und Brustschmerzen in die Notaufnahme und habe dort sofort Sotrovimab als Infusion bekommen und Paxlovid als Tablettentherapie wegen dem Risiko für einen schweren Verlauf den ich hatte. Meine Frage an euch: hat das von euch schon einmal jemand bekommen? Wie waren die Erfahrungen? Liege noch flach und nehme die Paxlovid noch ein und es ist kein Zuckerschlecken. Aber besser als sauerstoffpflichtig sagte der Arzt.
Liebe Grüße und alles Gute für euch , Lynn
 
Ein Freund von uns wurde mit Antikörpern behandelt. Paxlovid gabs im Februar noch nicht. Er war ungeimpft und hat COPD und ist schon 70.

Er war eine gute Woche auf Intensiv und war nach seiner Aussage nur mit Atmen beschäftigt.
Er bekam Sauerstoff normal über die Maske. Die Lungenentzündung ging dann zurück und er erholte sich langsam.
Insgesamt war er aber fast 4 Wochen stationär.

Ich wünsch dir einen milden Verlauf.
Paxlovid soll ja gut helfen, wenns rechtzeitig gegeben wird, haben mir Rheumatologin und Hausärztin versichert, weil ich ja so Angst habe, mich bei den Kindern anzustecken.
 
Danke für Deinen Erfahrungsbericht von Deinem Freund und schön, dass es ihm wieder besser geht.

Das haben mir die Ärzte auch gesagt - wenn man es innerhalb der ersten 4 Tage nach Symptombeginn verabreicht, soll es gut helfen. Ich habe auch das Gefühl, dass es schon besser ist.
 
Beides ist der Fall ...
Hatte ein Gespräch mit dem Impfarzt, welcher meine Vorgeschichte (einer allergischen Grunderkrankung) kennt.
Daraufhin füllte er ein Formular aus, wo er u.a. auch anaphylaktische Probleme (z.B. auch auf andere Impfstoffe) bescheinigte
und gab mir den Hinweis, dass ich mich betreffend dieser Problematik mit einer (Corona-)Krankenhausabteilung in Verbindung setzen soll.
Dort habe ich zunächst telefonisch vorgesprochen und man wäre sofort bereit gewesen,
mittels einer Infusion (als Gegenmittel) einen Versuch zu wagen.
Aufgrund meiner komplexen Allergieproblematik, welche schon früher so manche Mediziner in Krankenanstalten in Bedrängnis brachte,
sodass keine weiteren OP's an mir hinkünftig vorgenommen werden, erschien mir eine Impfung - in meinem Fall - undenkbar,
teilte ich am Telefon der wagemutigen "Sonderabteilung" mit. Tja.

Danke, ja bleibt zu hoffen, dass ich verschont bleibe oder wenn's mich mal erwischt,
mein Immunsystem zurecht kommt mit dem Virus.

Das hört sich ungünstig an ☹️ das tut mir leid für Dich. Aber falls es doch zu einer Infektion käme, wärst Du eine Kandidatin für eine Antikörper Behandlung im Anfangsstadium. Sprich Deinen Arzt mal drauf an - das kann man im Vorfeld klären, damit man einen Schlachtplan für den Fall der Fälle hat. Wie bei mir auch. Ich wünsche Dir alles Gute !
 
Heftig
Also in meinem Fall, wird sich kein Medizner festlegen ... oder für mich etwas "vordenken oder vorbereiten" ...
zu oft hörte ich von unterschiedlichen Fachärzten:
"in ihrem Fall, möchte ich trotzdem kein Medikament geben (z.B. Endokrinologe)!"
Oder Aussagen wie, "am Besten, man(n) rührt sie nicht an ...!" (Zahnarzt)
Auch: "Bitte verlassen sie den Behandlungsstuhl, denn ich habe keine Notarztausbildung (Zahnärztin),
nachdem sie Einblick in meine Allergie-Pässe nahm.
Weiters: "Sie sind auf "Gott und die Welt" allergisch, so kann man keine Arbeit verrichten!" (Chirurg)
Auf diese Aussage konterte ich aber: "Auf Gott nicht, denn ER hilft mir alles zu ertragen!" *yesss* : )

Die Mediziner haben leider Schwierigkeiten mir zu helfen, wegen z.T. lebensgefährlicher allergischer Reaktionen ...
aber ich vertrage Cortison, Antihistaminika, und Diclofenac.
Mit "Corti" behandelt man auch C-Symptome, soviel ich weiß.

Also ich muss einfach zusehen wie's kommt ... ist so ...

Heftig....
☹️
Dann wäre Dexamethason vielleicht noch ne Option.
 
Ich habe heute meinen Rheumatologen ( Praxisferien ) wegen meiner Corona Infektion ( Positiv getestet am 25.12. )
angeschrieben und auch ziemlich direkt eine Antwort bekommen.
Ich sollte mir doch eine Injektion mit Paxlovid vom Hausarzt geben lassen.
Das würde innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der Symptome
noch Sinn machen.
Bin jetzt aber über die 48 Stunden drüber.
Mein HA hat ebenfalls die Praxis geschlossen.
Außerdem kommt man mit Corona in keine Arztpraxis.
Der Vertretungsarzt meinte, dass er nicht von diesem Medikament überzeugt ist und es nicht eingelagert hat.
In der Apotheke kann man das wohl nicht mit einem einfachen Rezept bekommen.
Ich bin natürlich etwas verunsichert ob ich jetzt weiter versuchen soll dieses Medikament ( gibt es ja auch als Tabletten ) zu bekommen.
Die Tabletten wirken ja wohl auch noch 5 Tage nach dem ersten Auftreten der Symptome.
Ich habe im Moment Erkältungssymptome, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Schwindel.
Von der Atmung her, geht es eigentlich.

Macht es Sinn, bei verschiedenen Ärzten nachzufragen ob die das Medikament empfehlen ?

Was meint Ihr ?
 
Immunsupprimiert würde ich auf alle Fälle versuchen, Paxlovid zu bekommen.
Die Gefahr eines nicht so milden Verlaufs oder Long Covid besteht ja nach wie vor für immungeschwächte Patienten.
Der verordnende Arzt ruft in der Apotheke an, faxt die Anweisung, dann erst bekommst du das Rezept, falls der Doc Paxlovid nicht vorrätig hat. Du kannst es abholen lassen.

So wurde es mir erklärt.

Notaufnahmen, Notdienste und Sonntagsdienste können das auch. Evtl. auch Vertretungsärzte nach telefonischer Meldung.
 
Stimmt. Deshalb entscheidet der behandelnde Arzt, denn Gerinnungshemmer müssen z.B. durch Clexane ersetzt werden. Auch andere Medikamente können Wechselwirkung verursachen.
Und genau solche Patienten - die mehrere Medikamente nehmen, weil sie mehrere Erkrankungen haben, haben das Risiko eines schweren Verlaufes und dafür ist das Medikament gedacht.
Deshalb muss die Behandlung ärztlich begleitet werden.

Ich bin 72, habe Herzprobleme, Diabetes, COPD und bin Immunsupprimiert..... also gehöre zur Risikogruppe. Wurde mir so gesagt.
 
Verschiedene (vor allem fremde) Ärzte nach ihrer Meinung zu fragen macht in meinen Augen wenig Sinn.
Dein Rheumatologe @Majorhealey kennt dich, deine Medis und Allgemeinzustand vermutlich gut und wenn du ihm vertraust und er es dir empfiehlt, würde ich diese Mail ggf. ausdrucken und versuchen über einen anderen Arzt die Verordnung zu bekommen.
Dass Paxlovid auch nicht ohne ist, ist allgemein bekannt. Ich hatte dazu auch mal etwas verlinkt, mal schauen, ob ichs noch finde.
 
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