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Befund Neurologie - Fragen/Bitte um Erklärung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kerstin, 5. Mai 2015.

  1. kerstin

    kerstin Mitglied

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    Hallo!

    Ich war aufgrund von Schmerzen an den Schienbeinen und von Schmerzen in den Fingerkuppen (wenn ich mit kalten Händen ins Warme komme) beim Neurologen zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.

    Zum Befund wurde mir dann von dem Neurologen nur gesagt, dass ich ein Karpaltunnelsyndrom hätte und deshalb für ein paar Monate nachts Schienen tragen sollte. Danach schlägt er eine weitere Messung vor und danach empfiehlt er ggf. meine Hände "zu zerschneiden" (bei einer OP wird ja auch viel unweigerlich mit kaputt gemacht).

    Wie sind Eure Erfahrungen mit einem Karpaltunnelsyndrom? Wurden durch die Schienen die starken Schmerzen in den Fingerkuppen bei großen Temperaturunterschieden besser? Hat sich ein Karpaltunnelsyndrom überhaupt so "gezeigt"?

    Könnt Ihr mir vielleicht auch "übersetzen", was eine "loco-typico Schädigung des N. peronaeus" ist? Dieser Befund steht im schriftlichen Befundbericht, aber bisher hat mir noch kein Arzt etwas dazu sagen/erklären können.

    Vielleicht könnt Ihr mir etwas Klarheit verschaffen.

    Vielen Dank bereits jetzt dafür.

    Liebe Grüße
    Kerstin
     
  2. medikan

    medikan PSA/RA seit 2010

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    Huhu,

    beim Karpatunnelsyndrom wird der Nerv durch die umliegende Sehne eingeengt und geschädigt. Bei den meisten macht es sich bemerkbar durch Taubheit des Daumens, Zeige- und Mittelfingerund durch starke Schmerzen, vor allem nachts. Vielen hilft eine Nachtschiene, damit der Nerv zur Ruhe kommt, auch werden gerne Vit. B Präperate (Keltican) verschrieben. Sollte das alles keinen Erfolg bringen, muß meist operiert werden. Zulange sollte man nicht damit warten, weil die Schädigung des Nervens sonst nicht rückgängig gemacht werden kann.

    Die OP wird meist in sogenannter Plexusanästhesie (der Arm wird betäubt) durchgeführt und dauert 10-20 min. Die Sehne wird durch einen 2cm großen Schnitt an Handgelenk gespalten, dadurch hat der Nerv wieder Platz, sich auszudehnen. Nach der OP bekommt man manhcmal für 2-3 Tage eine Gipsschiene und sollte für ca. 10 Tage schonen.

    Die meisten Operierten berichten, dass die Schmerzen und das Einschlafen der Finger direkt in der ersten Nacht verschwunden waren.

    Ich fand diese Operation immer sehr schön, weil sie so schnell hilft, wenn man nicht zu lange wartet (Jahre).

    Der Fachausdruck bedeutet nur: an der typischen Stelle, also da, wo das fast immer auftritt.

    Wünsche dir gute Besserung
     
  3. kerstin

    kerstin Mitglied

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    Hallo!

    Danke medikan für Deine ausführlichen Erklärungen.

    Die von Dir genannten üblichen Syndome eines Karpaltunnelsyndroms habe ich gar nicht.

    Lediglich wenn ich manchmal nachts den einen Unterarm (ohne die Hand abzuwinkeln) nach oben liegen habe und nicht unter der Decke verstecke, bekomme ich teilweise leichte Schmerzen. Dazu sagte mir aber schon 2011 ein Neurologe, dass dieses von einem B12- und/oder Magnesiummangel kommen kann. Vitamin B12 nehme ich inzwischen ständig ein und der Magnesiumspiegel im Blut liegt auch oft leicht unter dem Referenzwert (Magnesium nehme ich aber nicht ein).

    Mein schmerzliches Hauptproblem an den Händen liegt in den Fingerspitzen/-kuppen. Wenn ich mit kalten Händen in die Wärme komme, insbesondere in warmes Wasser, empfinde ich einen ungemeinen Schmerz. Dieser ist so ähnlich, wie wenn man im Winter mit etwas "gefrorenen" Händen in die warme Umgebung kommt.

    Woran erkennt man eigentlich, ob die Einengung der Sehne ihren Ursprung in der (dauerhaften) Entzündung der Sehnenansätze hat, oder was der Grund dafür ist?

    Bei mir ist es so, dass mir ärztlicherseits gesagt wurde, dass ich erst eine Therapie für meine Sehnenansatzentzündungen, Ödeme und Gelenkschmerzen an den Händen erhalte, wenn etwas zerstört ist. Ist das nun so eine Zerstörung oder ist ein Karpaltunnelsyndrom eher etwas, was sich aus der täglichen Arbeit ergibt oder einem "so zufliegt"?

    Eine OP schließe ich für mich momentan eindeutig aus. Ich muss schauen, dass ich damit leben kann.

    Danke auch für die Übersetzung des Fachausdruckes. Da muss ich einmal recherchieren, was bei diesem Nerv denn die typische Stelle ist, um dann den Befund besser zu verstehen.

    Irgendwie finde ich es schon schade, dass ein Neurologe den Befund nicht erklärt. Aber die Rechnung war natürlich schneller zu Hause, als wie ich.

    Vielleicht könnt Ihr mir ja nochmals weiterhelfen.

    Vielen Dank bereits jetzt dafür.

    Liebe Grüße
    Kerstin
     
    #3 6. Mai 2015
    Zuletzt bearbeitet: 7. Mai 2015