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Bechterew mit pos. Rheumafaktor und HLAB27 neg??? was sonst?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Mondschein, 22. Januar 2005.

  1. Mondschein

    Mondschein Guest

    Hallo,

    Bei mir wurde vor kurzem Morbus Bechterew diagnostiziert, da bei einer Szintigraphie herauskam, dass mein Illiosaralgelenk entzündet ist, meine komplete Wirbelsäule etwas, BWS mehr, und die Fersen leicht.
    In den Blutergebnissen kam jetzt raus, dass ich HLAB27 negativ bin und mein Rheumafaktor liegt bei 52 ist also positiv (sonst beim Bechterew ja eher negativ). Da das für Bechterew sehr untypisch ist, jetzt meine Frage:
    Was kann das denn sonst sein? Stimmt die Diagnose vielleicht nicht??
    Am Anfang der Schmerzen lag eine Harnwegsinfektion.
    Viele Grüße
    vom Mondschein
     
  2. Captain Kirk

    Captain Kirk Guest

    Frage doch einfach mal hier----->> http://www.bechterewforum.de/vbindex dort wid Dir auf alle Fälle weiter geholfen.Aber meines Wissens nach muss man nicht HLAB 27 Positiv sein um Bechterew zu haben
     
  3. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo mondschein!
    das ist echt eine schwierige frage... die klinik wäre ja ziehmlich typisch für einen m. bechterew und auch für andere erkrankungen dieser gruppe, also den seronegativen spondarthritiden. insofern wäre ev. eine reaktive arthritis nicht so fern- aber auch das hat dein doc sicher überdacht, und er wird seine gründe gehabt haben, dir als diagnose m. bechterew zu geben. außerdem wäre aus dieser gruppe die klinik auch eher ähnlich dem bechterew- und laborwerte auch. rf sind da meist negativ, und hla b27 eher positiv. obwohls natürlich auch genug leute gibt, die hla b27 negativ sind.
    für eine cp wäre die klinik eher sehr untypisch, würde ich sagen. und sonst.... also mir persönlich würde da nicht soo viel dazu einfallen- aber bin auch kein arzt. vondaher, denk ich, dass du das mit deinem doc besprechen solltest.
    aber im allgemeinen würd ich schon sagen, dass es in der medizin ja eigentlich nichts gibt was es nicht gibt. also könnt ich mir einen bechterew bei dir schon vorstellen > denn die diagnose beinhaltet ja bei vielen ein wahrliches geheimnis (was symptomatik und diagnostik anbelangt).
    lg petra
     
  4. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    es muß nicht immer...

    nach lehrbuch sein...hier kannst du einige für dich vielleicht auch interessante dinge zum thema "rheumafaktor"(was der überhaupt aussagt) mb, etc. finden.
    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=13498


    nicht jeder muß einen hla b 27-positiv haben um an mb zu erkranken, des weiteren haben menschen die positiv sind nicht auch gleich mb usw.!des weiteren ist bei vielen der rheumafaktor mal positiv und mal negativ....

    es gibt aber auch betroffene die zwei erkrankungen haben und man nennt das dann "overlap-syndrom". es gbit viele anzeichen zu verschiedenen dingen usw.!

    aber lass dich jetzt erstmal nicht verrückt machen.

    infekte gehören oft zum rheum dazu....
    (die sache mit der ferse hört sich für mich u.a. auch nach psoriasisarth.an etc.) aber von ferne eine diagnose zu stellen,dann noch von einem laien..ach herrje..das wäre was...

    mondschein, es gibt 400 rheumaarten...wichtig ist,das du einen guten diagnostiker hast....(allerdings ist man sich bei mir oft auch nicht sicher...aber die therapie wäre bei allen drei diagnosen die gleiche...also ist es nicht so wichtig....).

    welche medikation erhälst du denn? oder stehst du erst am anfang?

    herzliche grüße

    liebi
     
  5. Mondschein

    Mondschein Guest

    Hallo,

    Danke schonmal für eure Antworten.
    Klar ersetzt das hier keinen Arztbesuch, aber es ist doch hilfreich, wenn man mit seinen Gedanken nicht alleine ist :)
    Ich stehe noch ganz am Anfang. Es wurde MB erst vor einer Woche diagnostiziert. Ich war erstmal ziemlich deprimiert, habe aber andererseits gedacht, okay das ist jetzt mal eine Diagnose, dann kann man danach behandeln. Und jetzt die Ergebnisse haben mich wieder sehr verunsichert. Erst hab ich mich gefreut und gedacht "Vielleicht doch kein MB" und dann dachte ich "Scheiße, gesund bist du deshalb auch nicht, nur wieder keine klare Diagnose" Ich hoffe nicht, dass das jetzt wieder alles von vorne anfängt mit der Suche nach der Diagnose.
    Nachdem mein Arzt zu mir gesagt hat, dass es Bechterew sei, habe ich nachgeschaut und mich 100 % in den Symptomen wiedergefunden.
    Klar, gibt es auch Fälle, wo HLAB27 negativ ist, aber das sind nur 5 % und der Rheumafaktor ist ja noch zusätzlich positiv, das ist schon seltsam.
    Ich werde nächste Woche natürlich mit meinem Arzt darüber sprechen.
    Es hat mich nur interessiert, ob es da noch andere rheumatische Erkrankungen gibt, bei der man ähnliche Befunde und Symptome hat - deshalb hab ichs auch in dieses Forum gesetzt...
    Liebe Grüße
    Mondschein
     
  6. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo nochmmal, liebe mondschein!
    ich kann deine gedanken echt ganz klar verstehen! in meinem köpfechen sind früher echt auch viel solche gedanken herumgeschwirrt, denn meine juvenile arthritis verläuft auch nicht unbedingt typisch. bei sind snd zb auch die isg betroffen, obwohl das bei dieser form eher selten ist, dann hab ich auch absolut keine zeichen im blut (weder erhöhte entzündungszeichen, noch positiven rheumafaktor, hla b27 oder antikörper)- aber trotzdem sind meine gelenke entzunden und es wurde die diagnose juvenile arthritis gestellt. rheuma kann manchmal echt wie ein chameläon sein > bei jedem verläuft die krankheit eben anders, mit mehr oder weniger typischen symptomen.
    wenn bei dir die klinik so eindeutig ist, und wenn sich diese auch noch in einer szintigrafie widerspiegelt, dann würde ich glaub ich schon eher noch an der diagnose eines bechterew festhalten. es kann sich unter umständen ja im laufe noch ändern- aber vorerst, auch für die behandlung , ist das nicht soo von bedeutung.
    lg petra
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Mondschein,

    ist ja auch goldrichtig, sowas hier ins Forum zu setzen. Außerdem wärst Du nicht die erste, bei der sich im Verlauf der Erkrankung die Diagnose ändert.

    Bei mir z.B. sah es so aus: 1. Simulantin und Psychofall, 2. Fibro, 3. seronegative entzündlich-rheumatische Erkrankung, 4. Verdacht auf Kollagenose, 5. cP-ähnliche Psoriasisarthritis, neuerdings und 6. cP plus Psoriasis, aber auch Spondylarthritis (bin inzwischen seropositiv).

    Letztendlich sind mir die neueren Korrekturen egal, solange ich eine wirksame Therapie erhalte.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  8. Nina

    Nina early bird

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    Hallo Mondschein,
    bei mir äußert sich die Erkrankung ähnlich wie bei dir.
    Nachdem ich einige Jahre lang immer wieder einzene Gelenkentzündungen und Rückenschmerzen hatte, bekam ich vor fünf Jahren nach einer OP und einer Virusgrippe Entzündungen in vielen Gelenken. Die Diagnose rheumatoide Arthritis wurde dann sehr schnell gestellt. Meine entzündeten Gelenke haben gut auf die Basistherapie angesprochen, aber die Rückenprobleme sind nicht viel besser geworden.
    Mein Rheumatologe hat mich dann zum Röntgen und zum Ganzkörperszintigramm geschickt und dort hat man eine Entzündung in den ISG und Verknöcherungen in der LWS festgestellt. Vor einem Jahr kam dann noch eine Psoriasis dazu. Die habe ich warscheinlich schon länger, besonders am Kopf. Da sie aber nur ganz leicht ausgeprägt ist, habe ich sie nie als solches interpretiert. Als die Hauterscheinungen an der Hand anfingen, hat mein Arzt es zufällig gesehen.
    Bei mir ist der Rheumafaktor positiv, der HLA-B 27 negativ. Dafür habe ich schon immer hohe ANAs, (kann also nicht von den Basismedikamenten kommen). Mein Rheumatologe ist sich nicht sicher, ob ich eine Psoriasissponarthritis mit periphärer Gelenkbeteiligung habe(dazu passen aber die ANAs nicht) oder eine klassische RA und eine Psoriasisspondarthritis ist.
    Er tendiert aber zu letzerer Variante, da es bei einer besonders autoimmunen RA zur Bildung von ANAs kommen kann. Da es aber an der Therapie nichts ändert, ost es mir mittlerweile ziemlich gleich.
    Hast du oder jemand aus deiner Familie eine Psoriasis, diese Patienten haben nur zu 40-50% den HLA-B 27 Marker, allerdings ist dann auch der Rheumafaktor fast immer negativ.
    Du siehst also, dass die Krankheit nicht immer wie im Lehrbuch verläuft.
    Eine reaktive Arthritis ist leicht zu diagnostizieren und dein Arzt hat das sicher ausgeschlossen. Da bei dir die ISG entzündet sind, kommt entzündliches Wirbelsäulenrheuma in Betracht.
    Liebe Grüße
    Nina
     
  9. Mondschein

    Mondschein Guest

    Hallo,

    Mensch ist das kompliziert :).
    Erst meinte mein Arzt, ich hätte Morbus Reiter und dann nach dem Szintigraphiebefund hat er direkt gesagt, dass es Morbus Bechterew wäre. Vielleicht weil schon überall an der Wirbelsäule Entzündungen sind.
    Ich habe auch schon bemerkt, wie die Entzüdnung hochwandert. Schmerzen in der BWS sind relativ neu.
    Nein, eine reaktive Arthritis hat er glaub ich nicht ausgeschlossen. Aber wo ist denn da im Endeffekt der Unterschied, wenn es sich eh ausbreitet?? Versteift es dabei nicht?
    Achja und Psoriasis habe ich auch nicht und keiner in der Familie.
    Liebe Grüße
    Mondschein
     
  10. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Bechterew

    Hi Monschein
    Ja was machst denn für Sachen ?.
    Also auf jeden Fall liegt ein MB bei einer Sakroilitis nahe, bei Dir dann ein seronegativer.
    Die Problematik Harnwegsinfektion kann schon ursächlich mit beteiligt sein, hie rmüßte aber die Frage einer bakteriellen Sache geklärt werden.
    Eine Möglichkeit wäre eine infektreaktive Arthritis. Also eine der seronegativen Spondarthritiden käme in Betracht.
    Ich würde mit dem Arzt mal zur Problematik einer Psoriasis-Arthritis reden. Diese liegt dem Bechterew sehr ähnlich , oft zeigt sich eine Psoriasis nicht gleich oder nur sehr abgeschwächt. Insbesondere sind die ISG und auch die BWS mitbetroffen.
    Also frag ihn halt mal.
    Ich mail Dich aber nochmal zu an oder wir telefonieren.
    Gruß aus Berlin "merre"
     
  11. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    rheumafaktor...

    hallo mondschein,

    naklar ist es richtig, dich mit sorgen und fragen hier an uns zu wenden.....du hast ja jetzt auch schon viele anhaltspunkte erhalten.....

    aber wie auch schon geschrieben, ist halt nicht immer alles nach lehrbuch und an monstis beispiel kannst du erkennen, das auch rheumanegative plötzlich positiv und umgekehrt sind.

    allerdings spricht wirklich unheimlich vieles für wirbelsäulenrheuma...und das ist eben bei mb, spondarth, psoriasisarthritis...(gibt es auch ohne schuppenflechte)...so wie bei mir(war zuerst auch nur "überspannt", dann fehlhaltung aufgrund hüftoperationen und x-beinen, dann ausgeprägte fibro, dann psoriasisarthritis ohne hautbeteiligung,dann undiff.serenonegative spondarth....und was es letztendlich ist weiß ich irgendwie noch immer nicht. aber selbst die schuppenflechtearthritis beginnt oft mit der arthritis und die schuppen kommen mal weniger und mal mehr ausgeprägt später daher..

    in der hoffnung das du die für dich richtige behandlung bekommst wünsche ich dir einen schönen sonntag.

    liebi
     
  12. Mondschein

    Mondschein Guest

    Hallo,

    Danke für eure Hilfe. Eine Frage hab ich noch:
    Wie ist das denn mit dem Versteifen, ist das nur typisch für M. Bechterew oder ist das bei den anderen Erkrankungen (infektreaktive Arthritis, Psoriosisarthritis, o.ä.). Und ist es bei diesen Erkrankungen auch so, dass sie von unten nach oben wandern, bzw. sich immer weiter ausbreiten??

    Merre, das ist ja nett, dass du mich anrufen möchtest, aber ich bin nicht Monschein sondern Mondschein.:D
    Aber ich freue mich auch über Post ;)

    Liebe Grüße
    Mondschein
     
  13. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Einsteifen

    oje...Irrung
    Aber trotzdem würde ich die Frage wie genannt beachten.
    Ja das Einsteifen ist allerdings Bechterewtypisch. Es beginnt meist mit den "Verschwinden" der ISG, die ja eigentlich mehr Fugen sind, welche mit weichem Material eine Art Federung bewirken. Knöchern durchbaut steht dann im medizinischen Befund.
    An der WS bilden sich oft zuerst an den Außenkanten der Wirbel Kalkablagerunegn die aufeinanderzuwachsen und irgendwann diese Versteifungen darstellen. Beginnen tut das aber auch mit Wirbelveränderungen, wie Block-, Tonnen- und Kastenwirbel.
    Auch können die Längsbänder an der WS versteifen und im Bereich der HWS Ablagerungen im Ligamentum Nuchae Beschwerden bringen.

    Ja denn werd ich mal schreiben....morgen?
    Gruß aus Berlin "merre"
     
  14. Mondschein

    Mondschein Guest

    Hallo,

    Ich wollte nur mal berichten, dass die Ergebnisse wohl keinen Einfluß auf die Diagnose haben. Der Arzt hat mir bestätigt, dass es dennoch Bechterew ist...
    Na dann :o(
    Viele Grüße,

    Mondschein
     
  15. David

    David Guest

    HLAB 27 negativ

    Hallo Mondschein,

    ich bin der David! Ich bin auch HLAB 27 negativ! Ich doktor schon länger damit rum, habe zuerst Cortison bekommen über ein Jahr. Dann wurde mir gesagt, dass nur kurz hochdosierte Schübe in meinem Fall helfen würden, also alles um sonst! Ich bekomme jetzt seit Nov 2004 Enbrel! Ich spritze mich 2x wöchentlich selber! Seit dem ich das Enbrel nehme, habe ich keinerlei Schübe im Rückenm mehr bekommen, konnte also das Cortison reduzieren! Unter der Cortisonreduzierung habe ich dann Probleme mit der Haut bekommen! Weiterhin habe ich seit dem Probleme mit dem den Füßen und Händen, kann zum Abend hin oft schlecht laufen und bin sehr kälteempfindlich geworden! Jetzt spritze ich zusätzlich noch MTX seit zwei WOchen. Darüber kann ich aber noch nichts sagen, denn außer der Nebenwirkung gibt es noch keine Wirkung! Kann aber auch bis zu 6 Wochen dauern, bis es vollständigt wirkt!
    Wüde gerne wissen, welche Medis du bekommst und wie du damit so zurecht kommst!!!

    Viele liebe Grüße David