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Basistherapie ohne Diagnose

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Elena, 30. September 2012.

  1. Elena

    Elena Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin 23 Jahre alt, und habe seit fast einem Jahr Probleme mit meinen Gelenken.

    Im August 2011 hat alles mit starker Müdigkeit angefangen und einem grippeartigen Gefühl. Im November sind dann auch die ersten Gelenkschmerzen dazu gekommen. Mein Hausarzt hat auch gleich an Rheuma gedacht, und einen Bluttest machen lassen. Aber der Rheumafaktor war negativ.

    Im April war ich dann das erste Mal beim Rheumatologen, aber dieser hat auch nicht sehr viel gefunden. Crp und Bsg waren leicht erhöht, also habe ich nur Schmerzmittel bekommen.

    Im August war ich wieder beim Rheumatologen. Und da habe ich dann erfahren, dass der ana-wert im April 1:400 hatte. Auch diese Mal wurden nur leichte Entzündungswerte gefunden.

    Der Arzt hat gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass ich jetzt schon mit einer Basistherapie beginnen könnte, obwohl ich noch keine Diagnose habe. Ich bin zur Zeit einfach verunsichert und weiß nicht was ich machen soll.

    Ich hoffe, dass euch mein Text nicht zu lange geworden ist, und würde mich über ein paar hilfreiche Antworten freuen.

    Lg
     
  2. anurju

    anurju anurju

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    Hallo,

    leider kann man dir da konkret nicht wirklich kompetent raten - sind einfach noch zu wenige klare Hinweise...
    Es gibt einige Rheumaformen, die man nicht im Blut erkennt - vielleicht vermutet der Rheumatologe so etwas.
    Grundsätzlich ist eine frühzeitige Therapie wohl sehr wichtig, um den Verlauf einer möglichen Rheumaerkrankung günstig zu beeinflussen.
    So wurde das kürzlich auf einem Vortrag von einem sehr rennomierten Rheumatologen erläutert.
    Zur Not würde ich noch eine Zweitmeinung einholen (Einweisung in eine Rheumaklinik?) - aber wenn du so starke Gelenkbeschwerden hast, wäre ein Versuch ja evtl. sinnvoll.

    Alles Gute und eine baldige Besserung wüncht
    anurju :)
     
  3. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo Elena,

    bist du sicher, dass dein Arzt "keine Diagnose" gestellt hat?.....
    Mir erscheint das nicht sonderlich schlüssig - insbesondere in Anbetracht der von dir angegebenen Beschwerden PLUS Befunde und einer vorgeschlagenen Therapie.

    Ich würde an deiner Stelle noch einmal gezielt nachfragen!

    Grüße, Frau Meier
     
  4. Iti

    Iti Mitglied

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    hallo Elena

    ANA ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Autoantikörpern. ANA`s kommen häufig bei rheumatischen Erkrankungen und besonders bei den Kollagenosen (eine Rheumaform) vor. Bei einem Titer von mehr als 1:160 sollte eine weitere Differenzierung der ANA`s veranlasst werden um einer Diagnose eventuell näher zu kommen.
    Mein Rat wäre den Rheumatologen zu löchern oder eine weitere Meinung einzuholen. Es ist wichtig, das der Rheumatologe ein internistischer Rheumatologe ist.

    Herzliche Grüße, alles Gute und bleib am Ball
    iti
     
  5. Elena

    Elena Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    Danke für eure Antworten.

    Ich werde schon in einer Rheumaambulanz behandelt. Den Befund bekommen ich und mein Hausarzt zugeschickt. Als Diagnose steht im Befund Polyathralgien. Außerdem hat der Arzt mir gegenüber gesagt, dass ich für eine Diagnose noch zu wenig Symptome, Beschwerden habe, aber dass das alles schon auf etwas rheumatisches hindeutet. Seine Meinung ist, dass zur Zeit beide Varianten richtig sind: entweder gleich mit der Basistherapie beginnen, oder nur Schmerzmittel nehmen. Da ich in dem Moment überfordert war habe ich mich für die Schmerzmittel entschieden. Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob das die richtige Entscheidung war.

    Es ist ein internistischer Rheumatologe. Die Ana's wurden differenziert, aber die Werte waren alle negativ. Aber lt. Arzt kommt das öfters vor, dass am Anfang noch keine Eindeutigen Blutwerte vorhanden sind.

    Lg
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ich würde noch weiter gehen und genau das als nachgerade typisch (wenn auch keineswegs auf alle Betroffenen zutreffend) bezeichnen; oft "erwischt" man diese Phase m. E. nur deshalb nicht, weil gar nicht so weit gedacht wird und - leider immer noch - viele Ärzte nur den "Rheumafaktor" und vielleicht noch ASL und die gerne genommenen Antikörper auf Borrelien bestimmen und aus dem Ergebnis potenziell falsche Schlüsse ziehen.

    (Dennoch gilt: ANA alleine machen keine Diagnose, sondern nur im Gesamtzusammenhang entsteht ein nachvollziehbares "Puzzle"motiv...)

    Ich finde, ein Doc sollte den Mut haben, sich festzulegen, auch und gerade wenn er eine spezifische Therapie zur Diskussion stellt!

    Grüße, Frau Meier
     
  7. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo Elena,

    könnte es sein, das der Arzt zwar einen Verdacht hat, aber eben noch keine Diagnose geben kann? Ich kann mir kaum vorstellen, das ein Rheumatologe, der unsicher ist, OB etwas rheumatisches vorliegt, eine Basistherapie vorschlägt. Eigentlich ist es doch eher andersrum.

    Ich habe auch noch keine offizielle Diagnose, weil eben für die gängigen Diagnosen ein Kriterium nicht erfüllt ist, bzw weil ich Symtome verschiedener Diagnosen aufweise.

    Rede doch noch mal mit dem Rheumatologen. Wenn Du Dich für die Basistherapie entscheidest musst Du das ja eh machen. Und dann frage ihn direkt, was er vermutet und warum er Dir zu einer Bsistherapie rät.

    Viel Glück und gute Besserun.
     
  8. Elena

    Elena Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    bin leider erst jetzt dazu gekommen euch zu Antworten.

    Ich glaube auch, dass der Arzt sicher eine Vermutung. Er hat selber gesagt, dass es ein paar Kriterien für eine Basistherapie gibt. Also hat er die Basistherapie sicher nicht so leichtfertig vorgeschlagen.
    Heute habe ich mich in Absprache mit meinem Hausarzt für die Basistherapie entschieden. Ich möchte endlich wieder schmerzfrei sein :).

    Danke für eure Antworten. Es hat gut getan mit jemandem darüber zu reden, der das versteht und sich auskennt.

    Lg