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Bakerzyste vom Knie zum Sprunggelenk, bösartig???

Dieses Thema im Forum "Operationen / Chirurgie, Radiosynoviorthese (RSO)," wurde erstellt von Baghiro, 14. Juni 2013.

  1. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Bakerzyste vom Knie zum Sprunggelenk

    Hallo vielleicht könnt Ihr mir ja einen Rat geben?


    Ich habe seit 2006 RA, nehme Predni, Arava, MTX ein.
    Nun mein Problem ich habe seit ca.3 Jahren eine sehr grosse Bakerzyste, die jetzt wohl noch groesser ist und bis zum Sprunggelenk geht ca.30 cm.
    Meine rechte Wade ist ca. 10cm dicker als die Linke. Ich war bei verschiedenen Ärzten, alle sagten ne keine OP. Heute war ich bei meinem Orthopäden und der sagte nachdem er das bisschen Punktat gesehen hat, das er so etwas noch nicht gesehen hat auch nicht die grösse der Zyste und ich Montag sofort ins KH muss um grosses Schlimmes zu verhindern.
    Habe jetzt total Schiss weil ich nicht weiss, was er damit meint. Auf meine nachfrage schaute er nur komisch und stotterte so was von Thrombose oder so und er war echt entsetzt, nachdem er mir einen Termin im KH gemacht hatte und mit dem dortigen Professor gesprochen hatte.

    Ist das jetzt bösartig??




    Vorher hat sich keiner darum gekümmert und jetzt alles super schnell. Ich bin stocksauer da ich bei verschiedenen Orthopäden, Chirurgen, Venenspezialisten war.

    Habe dazu noch in beiden Knien Arthrose Grad 3-4.Ich war vor 6 Wochen zur RSO im KH und da war auch kein Mensch für mein anderes Bein zuständig, ich weiss ja, das immer nur eine Sache behandelt wird.
    Die anderen Ärzte rieten mir wegen meinem Übergewicht ab und das es sehr schlecht heilen würde und es ja nicht schlimm wäre.
    Ich bin total aufgeregt, hat jemand ähnliches Erlebt??

    P.S was mache ich falsch da ich keine ä,ö,ü schreiben kann??

    LG Baghiro
     
    #1 14. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2014
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    warte mal ab was die mit dir besprechen im Krankenhaus. Die Bakerzyste an sich ist nicht "bösartig", aber innen drinnen können sich veränderte Zellen zeigen. Wohlgemerkt können - nicht müssen.

    Das mit den Umlauten kann an deinem PC liegen, guck mal ob du rechts unten DE stehen hast oder EN für englisch. Bei der engl. Tastatureingabe sind auch Y und Z vertauscht, probier das mal aus.. Einfach dann darauf klicken und ändern, schon gehts wieder.

    Gruß Kukana
     
  3. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Danke Kukana,

    ja ich habe aber trotzdem Angst.

    Meine Mutter ist letztes Jahr an Lymdrüsenkrebs gestorben mit 68.

    Ich habe noch 2 kleine Kinder von 5 und 9 Jahren.

    Bei meinem Läppi steht DE und wenn ich schreibe ist alles richtig, nur beim abspeichern nicht.

    LG Baghiro
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Baghiro!
    Normalerweise sind Bakerzysten gutartig. Es soll wohl weiter untersucht werden, um sonstiges auszuschließen. Es gibt bei Rheuma durchaus Bakerzysten, die sich wie bei dir so weit runterziehen können. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Zyste die Venen einengen könnte. Je nach dem, was sie rausfinden, werden sie evtl. eine OP empfehlen. Lies mal hier:
    http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Krankheitsbilder/Bakerzyste_Zyste_in_der_Kniekehle.php
    http://www.klinik-am-homberg.de/bakerzyste.html
    Haben die anderen Ärzte auch gesagt, warum sie gegen die OP sind?
    Wenn deine Mutter Krebs hatte, hast du einen Grund mehr, dich gut untersuchen und beraten zu lassen.
    Alles Gute! :)

    PS: Was deine Umlaute angeht: Bei deinem ersten Text ging es ja mit ÄÖÜ, erst beim PS streikte irgendwas. Beim 2. Beitrag ging es auch. :confused:
     
    #4 14. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2013
  5. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Hallo Nachtigall, danke für Deine Lieben Worte und Deine Links.

    Die Ärzte meinten eben man müsste erst was am Knie machen und ich wäre mit 44 zu jung für eine Knie-Tep und das es eine große OP wäre die nicht heilen würde und ich 6 Mon. nicht laufen könnte.


    Es ist echt verfahren und das Kind muss erst in den Brunnen fallen, bis was passiert.

    Am meisten bin ich sauer, da ich schon 2009 für dieses besagte Knie für eine RSO vorgesehen war und der Arzt bei der Szintigrafie meinte, im Moment ist es ja nicht akut entzündet und muss nicht gemacht werden.

    Da hatte ich die Zyste noch nicht.

    Es war halt auch wieder Pech, da in dieser Praxis der Arzt der das wohl immer gemacht hat, aufgehört hat.

    Ich kann jetzt nur zuversichtlich sein und hoffen das der Knochen noch nicht geschädigt ist.

    Das süßeste an der Sache ist , das meine 5 jährige Tochter sagte, nachdem sie erfahren hat das ich ins KH muss, Mama das ist doch toll da werden sie Dir helfen und Du hast keine Schmerzen mehr.

    Es ist gut, das sie so denkt, da sie früher KH gleich mit Sterben empfunden hat (war bei meinem Schwiegervater so und halt auch bei meiner Mom)

    LG Baghiro

    P.S.

    Warum auch immer es jetzt klappt mit den Umlauten, nach dem ich den Beitrag öfter geändert habe.
     
  6. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Baghiro,

    ich hatte mal eine Riesen-Baker-Zyste - man hatte Angst, dass sie platzt und das ist wohl nicht so toll, wenn das Sekret dann ins Knie läuft. Fördert wohl Arthrosen wie man mir sagte...
    Bei einer aufwändigen Knie-OP hat man sie weitgehend beseitigt - hätte man aber wohl nicht gemacht, wenn nicht sowieso ein neues Kreuzband eingesetzt worden wäre.
    Das war eine offene Knie-OP und ich hatte eine ewig lange Heilungsphase. Und wenn man sich sowas ersparen kann, ist das vermutlich besser...
    Bei meiner Schwiegermutter ist mal eine Bakerzyste, die bis in die Wade verlieft geplatzt - das sah dann erst aus wie eine Thrombose und wurde auch ähnlich behandelt (Stützstrumpf) - aber riskant war das in ihrem Fall nicht und man hat auch nichts operiert. Ich weiß nicht mehr genau, ob sie zur Sicherheit Blutverdünnung bekommen hat (sie hatte an dem Bein schon mehrere Thrombosen und ist über 80).

    Bakerzysten sind ja leider immer ein Indiz, dass es einem Gelenk nicht gut geht. Nur bringt es dir nichts mehr, über das Versäumnis damals (keine RSO) zu grübeln - gelaufen ist gelaufen...
    Jetzt hoffe ich aber, dass du gute und nette Ärzte in der Klinik findest, die dir deine Angst nehmen können - ich glaube, die ist wirklich unbegründet.
    Mir hat man erklärt, dass die Zysten so gut wie immer gutartig sind - generell ist es natürlich aber besser, wenn der Zustand des Knies so optimiert werden kann, dass es nicht mehr zu so einer Zystenbildung kommt. Vermutlich wird man dir da Optionen aufzeigen - bitte hol dir aber vor einer möglichen Knie-OP eine Zweitmeinung ein...

    Was du über deine Tochter schreibst, kommt mir bekannt vor - meine Tochter verbindet Krankenhäuser nach diversen unschönen Erfahrungen auch mit etwas Lebensbedrohlichem,. Leider gerät sie förmlich in Panik, wenn ich ins Krankenhaus muss. Ist nicht schön - gut, dass deine Kleine das so cool sieht !

    Ich drücke feste die Daumen !!! Gute Besserung wünscht anurju :)
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Baghiro:
    Ich bin 50 und bin auch eine Kandidatin für eine Knie-TEP, aber das hat mir noch kein Arzt gesagt, dass sowas nicht heilt und dass man 6 Monate nicht laufen kann. Bei mir hieß es halt, ich solle so lang warten, wie es geht, auch deshalb, um die rheumatische Entzündung aus dem Knie rauszubekommen. Bis dahin laufe (bzw. hinke) ich mit einer Knieführungsbandage durch die Gegend, kann auch noch arbeiten gehen, kann aber viele Dinge nicht mehr machen wie z. B. ein einfacher längerer Spaziergang, Walken, Schwimmen usw. Irgendwann werde ich es machen lassen. Am anderen Knie hab ich eine große ganglionäre Zyste (Innenseite, keine Bakerzyste), die an der Muskulatur hängt, zu deren Entfernung mir geraten wird. Aber das wird keine so große OP, weil es das Kniegelenk nicht betrifft.

    Wenn man gute Knochen hat, dann muss die TEP nicht einzementiert werden, dann gibt es auch die Möglichkeit, sie nach 15 Jahren zu wechseln.
    Es wird natürlich ein paar Monate dauern, bis man wieder alles machen kann. Wenn die TEP nicht einzementiert ist, dann geht alles etwas schneller, denn dann darf das Bein ziemlich rasch wieder belastet werden. Lies mal hier: http://www.operation.de/knie-tep-op-rehabilitation-nach-der-operation/
    Ich finde es sehr unschön, wenn einem die Ärzte oft durch ein paar hingeworfene Aussagen Angst machen, anstatt dass sie den Patienten ordentlich über alles aufklären. Soviel Zeit für eine gute Beratung müsste schon drin sein.

    PS: Ja, das mit den kleinen Kindern kann schon schwierig sein. Meine Großnichte gerät in Panik, wenn es um Krankenhäuser geht, weil da der Opa viel zu früh an Krebs gestorben ist. Es war echt ein Problem bei der Geburt ihrer Schwester, sie wollte die Mama nicht gehen lassen. Die Vorsehung hatte es dann so gefügt, dass sie im Kindergarten war, als die Mama zur Entbindung ins KH musste. Danach war es dann doch ok, weil sie sah, dass im KH auch Gutes passieren kann.
     
    #7 15. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2013
  8. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Baghiro,

    ich möchte dir, als leider leidgeplagte am knie, mal versuchen deine angst zu nehmen.

    ein krh ist dazu da, das versucht wird, dem menschen zu helfen. das es krankheiten gibt,
    wo den ärzten die hände gebunden sind, es nur möglich ist, für den betreffenden schmerzen
    zu lindern und die verbleibende lebenszeit lebenswert zu gestalten, liegt in der natur der sache.
    das die ärzte immer ihr möglichstes versuchen, um den menschen zu helfen, davon solltest
    und kannst auch du ausgehn.

    die medizin hat sich in den letzten jahrzehnten rasant entwickelt. vielen krh wurde der schrecken
    genommen, viele kann man behandeln, heilen oder wie beim rheuma, zumindest deren folgen
    oftmals eindämmen oder zur remission, dem "stillstand" , bringen. krankheiten die früher
    unweigerlich dazu führten, dass sich die menschen über jahre quälten, keine medizinische hilfe
    möglich war, sind heute wesentlich weniger geworden.

    ich selber hatte ebenso eine bakerzyste. die insofern probleme machte, als dass sie sich
    verklemmte. darauf erfolgte eine damals offene op, 1982 gab es noch keine arthroskopischen
    op's am knie und die offene op methode war das mittel der wahl. dass das knie dabei ganz
    anders geschädigt wird ist denke ich jedem klar, als bei einer minimalinvasiven methode..
    heute wird diese zyste normalerweise per arthroskopischer op entfernt. also für dich kein grund
    zur sorge lange nicht laufen zu könenen etc.pp.

    was die tep anbelangt, kann man sich im vorfeld gut informieren. mehrere meinungen sollten dabei
    für einen selbst wichtig sein, da die art der TEP, als auch die methode der OP unterschiedlich sein kann.
    heute wird oftmals sogar auf eine einseitige TEP im Knie orientiert, wenn die andere Seite noch
    gut erhalten ist.(der Oberschenkel hat zwei s.g. Kondylen, die je nach schwere des Knorpelschaden
    von arthrose betroffen sein können)

    ob zementiert oder zementfrei hängt u.a. auch vom gesamten umfeld im knie ab. wieweit sind
    muskeln, sehnen und bänder eventuell mitbetroffen. die ärzte können dies oft erst ganz genau
    mit eröffnung des knies und betrachten der op umgebung entscheiden. letztenendes führen beide
    methoden zum selben ergebnis. die standzeiten einer knie TEP sind heute oft schon mehr als 15 jahre.
    mit beachten einiger dinge, z.bsp. auf bestimmte sportarten zu verzichten, aber auch durch eigene
    massvolle bewegung, kann man selbst viel für sein neues knie tun.

    wenn es dann zu einer lockerung kommen sollte, muss gewechselt werden. hierfür gibt es kein
    festes zeitschema. manchmal entstehen infektionen, die u.u. dazu führen, dass die prothese
    ausgebaut und nach längerer wartezeit, in dem die infektion abheilt, eine neue wieder eingesetzt
    werden muss. dass wäre eine komplikation, die auftreten kann, nicht muss.

    aufgrund dessen, dass ich ein unfall hatte, das rheuma und arthrose in meinem körper ihr unwesen
    treiben, haben einige gelenke ihre massiven probleme. so wurde am re. knie brav nacheinander in
    offener op der linke, dann der rechte meniskus und die bakerzyste entfernt, samt lateralrelais (sienband-
    straffung) und kapseltraffung . das waren schon 3 mal heftige eingriffe. dann folgte 2006 arthroskopisch
    der vordere kreuzbandersatz. hier stand dann fest, dass eine TEP, als Kappenprothese, in den nächsten
    4 jahren notwendig wird. 01-2010 erfolgte noch ein versuch mit hilfe der bioprothese (Mircrofrakturierung).
    die erste TEP kam dann in 09-2010, nach dem Hyaloronspritzen gar nichts brachtern, eher den Zustand
    noch verschlimmerten. die TEP erfolgte in offener minimalinvasiver op, mit erneuter seitenbandstraffung
    und leider 13 monate später ein erneuter TEP wechsel auf eine achsgeführte TEP.
    gründe dafür waren u.a. eine massive bewegungseinschrenkung und blockierung der ersten TEP.
    dafür konnte niemand etwas. mein knie wollte einfach nach den vielen OP's nicht das tun, was normal ist.
    ich arangiere mich mit meinen einschrenkungen und versuche das beste drauss zu machen.

    aufenthalt im Krh beträgt etwa 8-10 Tage mit anschliessender AHB. ob ambulant oder stationär, muss
    man dann entscheiden, was machbar ist. die Belastung selbst erfolgt im Krh bereits am 2.Tag nach OP.
    ziel mit entlassung ist, dass man treppensteigen kann und die beugung sollte am Knie mit 90° möglich
    sein. es erfolgt bereits im Krh eine intensive Physiotherapie, u.a. auch mit Hilfe einer Bewegungsschiene.
    man geht an unterarmstützen, wobei in der AHB das Ziel ist, möglichst ohne diese entlassen zu werden.

    ich selber habe auf der seite unter
    link http://www.orthopaedicum-frankfurt.de/knorpelschaden.html?&no_cache=1&sword_list%5B%5D=TEP
    gute informationen u.a. für
    -bakerzyste http://www.orthopaedicum-frankfurt.de/suche.html?&no_cache=1
    gefunden. wenn du magst, schau da mal rein. Das Orthopaedicum Frankfurt, Dr.Gumpertbeschäftigt sich
    schwerpunktmäßig mit der konservativen und operativen Behandlung von Knorpelschäden.

    mein verlauf ist nun kein beispiel dafür, dass es bei jedem so ist, im gegenteil! ich kenne sehr viele
    personen, die sich eine TEP einsetzen lassen haben und super zufrieden sind. meist im fortgeschrittenen
    alter, leider auch aus eigener angst, teilweise zu lange gewartet.
    sie sagen allesamt hätte ich man eher das machen lassen, dann wären mir eine ganze zeit vor allem fiese
    schmerzen und einschrenkungen erspart geblieben.

    du siehst also, krankenäuser habe ich einige von innen zu sehen bekommen und bin in den meisten fällen
    sogar sehr zufrieden gewesen.

    vieleicht hilft dir das etwas weiter

    liebe grüße vom sauri, die dir für die op der bakerzyste :top:die daumen drückt!
     
  9. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Ich Danke Euch für Eure ausführlichen Antworten.

    Vor einer Knie-Tep habe ich nicht wirklich Angst, eher vor Krebs oder Amputation.

    Meine Mutter hatte eine Knie-Tep und mein Vater letzten Dezember.

    Er hatte echtes Pech, erst am Mittwoch die Knie-OP und am Donnerstag nen Herzinfarkt.

    Aber es ist jetzt alles gut verlaufen und er kniet sogar wieder auf dem Knie.

    Er sagte auch hätte ich es mal eher gemacht.

    Auch er hatte eine Bakerzyste im Knie aber nicht das Ausmass meiner.

    Ich bin auch eigentlich froh das endlich mal was passiert und ich hole mir keine zweite Meinung mehr, da ich ja schon viele Meinungen dazu gehört habe.

    Schade ist nur da ich eigentlich am 24.7 zur Mutter-Kind-Kur fahren wollte.

    Kann ja vielleicht verschoben werden.

    Es ist bei wohl schwierig mit einer Knie-Tep, da ich ein X- und ein O- Bein habe und es schwierig wäre nach ca.15 Jahre wegen der Achsverschiebung zu tauschen.

    Vielleicht reicht ja auch erst mal eine Synovektomie.

    Ich bin froh das Ihr mich so schön aufbaut und Ihr mir die Angst ein wenig nehmt.

    LG Baghiro
     
  10. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Baghiro,

    haben die ärzte dir denn gesagt, wielange der heilungsprozess nach entfernen der bakerzyste
    in anspruch nehmen wird?
    -belastung des knies, gehen an unterarmstützen etc......

    dann kannst du die mutter kind kur verschieben. rufe bei der einrichtung an und vereinbare
    einen späteren termin. kann das die einrichtung selber nicht, dann melde dich bei der stelle,
    die die kur bewilligt hat. das geht normalerweise problemlos.

    die zweitmeinung war eher auf die sache der frage nach einer TEp gerichtet. dass man sich
    im vorfeld beraten lässt, op op, wenn ja welche oder ggf. andere massnahmen, wie eine teil
    TEP oder microfrakturierung, je nach ausmaß des knorpelschaden.

    hier solltest du dir vorerst keine allzu großen gedanken machen. zum einen ist ja nicht gesagt,
    dass genau nach 15 jahren gewechselt werden muss, die standzeiten sind heute schon oft
    wesentlich länger und zum anderen, wer weiss wie die op verfahren der zukunft aussehen :) .
    da heisst es: abwarten und gucken was geht.

    sauri
     
  11. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Danke Sauri,

    wir haben ja durch unser Hobby zwei Orthopäden im weitläufigem Bekanntenkreis, der eine ist der von Freitag und der andere ist Prof. und Chefarzt in einer Klinik.

    Dieser sagte mir 2010 solange wie er noch operiert bekomme ich noch kein neues Knie.

    Der sagte das auch, das es schlecht heilt.

    Über alles andere habe ich keine Infos, wie Heilungsprozess oder was genau gemacht wird.

    Ich packe aber schon mal mein Köfferchen und nehme es mit.

    Es wird denke ich, erst mal am Montag wieder mal nur geschaut.

    Alles andere werde ich ja dann erfahren.

    LG Baghiro

    P.S. Mit der Kur warte ich erst mal ab, was die am Montag sagen.
     
  12. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Baghiro

    das ist eine gute entscheidung ;)

    und dein professor ist ser weise!

    darf ich mal fragen wie alt du bist?kannst gern eine pn schicken.

    danke!

    sauri
     
  13. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Kein Problem,

    Bin im April 44 geworden.

    Der Prof. ist aber nicht der wo ich ins KH gehe, da mein Orthopäde sagte, da müsse jetzt ein Fachmann sprich Rheuma-Orthopäde ran , denn wir Orthopäden haben damit zu wenig Erfahrung.

    Bin da ja eine Zeit nicht mehr hingegangen, da mein Rheumadoc mich woanders hingeschickt hatte, u a. auch zu einem Rheuma-Orthopäden.

    LG Baghiro
     
  14. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Baghiro,

    Danke :).
    Bin 52, habe die erste TEP mit 49 bekommen.

    grüße vom sauri
     
  15. tara1302

    tara1302 Neues Mitglied

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    Hallo Baghiro,

    ich habe jetzt die ganzen Berichte ganz interessiert gelesen und das Gefühl das sind die Fragen und Antworten die ich suche, ich bin auch 45 und war vor drei Wochen zur Untersuchung in der Klinik, da ich im Knie diese Bakerzyste habe und Grad 4 diagnostiziert wurde. Als ich zur Untersuchung letztes Jahr war Jahr hat mir der Orthopäde dort gesagt ich brauche sofort ein neues Knie. Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings noch 25 Cortison genommen und eine hohe Entzündung im Knie gehabt. Was aber für den Doc gar kein Thema war. Jetzt war ich in der Orthopädischen Rheumaklinik dort wurde mir etwas ganz anderes gesagt, das der Wert der Entzündung unter 20 sein sollte und auch das Cortison unter 5 damit das Knie gut einheilen kann. Der Doc hat mir auch gesagt ich kann es machen aber ich muß es entscheiden das alter spielt aber keine Rolle. Dort hab ich mich verstanden und gut aufgehoben gefühlt. Dort wurde mir gesagt das ich nach ca 8-10 Tagen aus dem Krankenhaus direkt in eine anschluß Reha entlassen werde. Nach ca. 6 Wochen kann ich das Bein wieder wenn alles gut läuft ganz belasten. Er hat gemeint wichtig ist vorher einiges zu beachten, damit die Einheilung gut verläuft.

    Ich bin ehrlich, ich weiß nicht was ich tun soll, weil ich wahnsinnige Angst habe was da auf mich zukommt und kann dich sehr gut verstehen. Eigentlich möchte man sich bewegen können, wenn das mit der OP geht macht man es ja, was ist aber wenn es nicht klappt was ist wenn ein neues Gelenk rein soll. Fragen Fragen Fragen


    Gruß Tara
     
    #15 15. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2013
  16. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Hallo Tara,


    ja es echt schwierig.

    Ich kann nur von meinen Eltern und der Mutter einer Freundin, berichten die sogar 2 neue Knie hat.

    Bei allen ist es gut verlaufen.


    Ich war mit meiner Freundin bei einem Orthopädie-Tag und ich habe dort auch meine Frage zwecks Knie-Tep gestellt und sie sagten dort auch das muss man individuell sehen.

    Hinter sprach mich der Arzt noch mal unter 4 Augen an und sagte da ich ja Rheuma hätte würden sie auch in meinem Fall eher operieren als bei anderen.

    Lebensqualität geht vor Alter.

    Ich möchte jetzt erst mal versuchen ob die Sanierung der Bakerzyste ohne Knie-Tep, vielleicht mit einer Synovektomie machbar ist.

    Mein anders Knie ist jetzt nach der RSO, bis auf gelegentliches Zwicken super und ich hoffe das ich damit länger um die Knie-Tep herumkomme.

    LG Baghiro
     
  17. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo tara1302

    ich möchte dir mut machen, das ganze ohne angst zu sehen.
    gemessen an der vielzahl jährlicher operierter knie'e und
    eingesetzter knie TEP, sollte für einen selber immer folgendes
    eine wesentliche rolle bei der entscheidung zu einer TEP stehen:

    -kann ich mich bewegen? wenn ja wie?
    -bin ich so eingeschrenkt, dass ich z.bsp. keine treppen mehr
    laufen kann o.ä.?
    -wie ist meine lebensqualität?
    -habe ich rund um die uhr schmerzen?
    -lassen mich diese schmerzen trotz schmerzmedikation nicht
    mehr schlafen?
    -was kann ich noch alles?
    -sitze ich nur noch zu hause, weil an ein fortkommen nicht mehr
    zu denken ist?

    das spielt dabei alles eine wesentliche rolle !

    mein arzt hat mir damals max.4 jahre gegeben, dass ich eine
    knie tep bekomme. obwohl das ein sehr junger arzt war, hatte
    er recht! ich bin letztenendes schneller zur op gegangen, als ich
    ursprünglich gedacht hatte, weil es ging nicht mehr.
    nach 9 monaten war es breits vorbei und ich konnte nicht mehr.
    es war für mich die einzigste alternative, die es noch gab, mein
    leben wieder lebenswerter zu gestalten.

    dass es letztenendes anders kam, konnte keiner wissen!

    das möchte ich hier auch allen leidgeplagten mit auf dem
    weg geben:

    die ärzte können zwar das knie operieren, sie können aber
    nunmal aus etwas kaputten nichts neues machen.
    sie können schaden begrenzen, sie können versuchen eure
    situation zu verbessern. aber, wir als betroffene sind hier
    genauso gefragt, im anschluss an die op mit zuarbeiten,
    alles mögliche zu tun, um aus der op das bestmögliche
    ergebnis herauszuholen.
    egal wie lang es dauert! gebt die hoffnung nicht auf!

    man wird belohnt! mit mehr bewegungsmöglichkeit,
    weniger schmerzen und der möglichkeit, viell. sogar
    wieder arbeiten oder am gesellschaftl.leben teilhaben
    zu können.

    wo das schlussendlich nicht gelingt, sollte man selbst dem
    erreichten zustand positives abgewinnen:
    ihr habt nichts unversucht gelassen, eure situation zu verbessern!
    und egal wie winzig der erfolg aussieht, ihr gehört nicht zu denen
    die resignieren und sagen, dass eh alles keinen sinn hat.

    in diesem sinne tara, muss man versuchen seine angst zu überwinden,
    die oftmals völlig unbegründet ist.

    lasst euch ausführlich beraten, aber nicht mit einer op-überrumpeln.
    lasst euch zeit und aber diese nicht von voreiliegen operateuren
    nehmen. holt euch ggf. eine zweitmeinung oder aber auch, wenn
    man unsicher ist, zwei meinungen völlig auseinander gehen, holt
    eine dritte ein. dazu habt ihr ein recht und manchmal muss man
    auch auf seine innere stimme hören, die einem sagt, jetzt oder nie.
    spätestens, wenn der leidensdruck überhand nimmt, sucht man
    den weg zum operateur, denn man klammert sich an jede hoffnung.

    dafür lohnt es sich für uns zu kämpfen!

    ich drück die daumen, für die richtige entscheidung zum
    richtigen zeitpunkt!

    sauri
     
    #17 16. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2013
  18. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    So kleiner Zwischenbericht.
    Muss morgen ins KH zu allen Voruntersuchungen und am Mittwoch werde ich operiert.
    Der Prof. meinte die Gefahr ist für mich jetzt größer, als die Gefahren der OP, zwecks Thrombose.
    Klar kann immer was schiefgehen, aber ich bin zuversichtlich.
    Es wird in Vollnarkose gemacht, denn ich kann unmöglich ca.1,5 Stunden auf dem Bauch liegen.
    Finde ich auch nicht so toll, aber da muss ich jetzt durch.
    Die Angst ist auch nur wegen der Thrombose und es wäre nicht bösartig.GSD
    Ich habe keine Alternative und bin froh das endlich etwas passiert.
    Wie weit er die Wade aufschneiden muss weiß er noch nicht.
    Ich sagte Ihm kein Problem, ich trage eh keinen Minirock.
    Zwischen 3-5 Tage je nach Wundheilung muss ich im KH bleiben und danach noch 2 Wochen das Bein hochlegen auch nicht Autofahren.
    Mein Mann kriegt schon die Krise.
    Aber egal, jetzt bin ich dran.
    Wenn alles gut verheilt, darf ich sogar in die Kur fahren.
    Das einzig negative daran ist, das es ein Doppelzimmer wird.
    Ich habe schon seit Jahrzehnten so eine Zusatzversicherung, GsD denn heute würde mich keiner mehr nehmen.
    Dafür wird die OP jetzt schnell gemacht und ich hoffe, das es nicht so eine doofe Tussi ist.
    Ich weiß, das das ein Luxusproblem ist.
     
  19. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Nun, dann alles Gute für die OP! :vb_cool:
     
  20. Baghiro

    Baghiro Neues Mitglied

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    Danke Nachtigall