Hi Muschel,
sei zunächst mal lieb willkommen geheißen.
von B-Zell-Depletion hatte ich bislang keine Ahnung (deshalb hab ich natürlich keine einschlägige Erfahrung). Das hab ich dazu gefunden:
[font=Arial, Helvetica, sans-serif][font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Neuer Ansatz bei chronischer Polyarthritis: B-Zell-Depletion soll die Krankheit vergessen machen [/font][/font]
[font=Arial, Helvetica, sans-serif][font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]PHILADELPHIA - Abnorme Antikörper wie der Rheumafaktor spielen bei der Pathogenese der chronischen Polyarthritis eine wesentliche Rolle. Gebildet werden diese Antikörper von den B-Lymphozyten. Ein neuer Therapieansatz zielt auf die komplette Zerstörung dieser Zellen - in der Hoffnung, dass die aus den Stammzellen nachwachsenden B-Lymphozyten die Krankheit "vergessen" haben.
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[font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Die neue Rheumatherapie ist der Onkologie entlehnt: Dort ist das Verfahren der kompletten B-Zell-Depletion bei therapieresistenten B-Zell-Lymphomen schon lange etabliert. Auch bei der chronischen Polyarthritis sind die B-Zellen als "Schurken" involviert, man findet sie zuhauf in den entzündeten Gelenken. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die von den B-Zellen synthetisierten IgG-Rheumafaktoren nicht nur für die Symptomatik verantwortlich sind, sondern auch den Teufelskreis der Erkrankung aufrechterhalten, berichtete Prof. Dr. Jonathan Edwards, University College, London, an der 64. Jahrestagung des American College of Rheumatology.
Um die krankmachenden B-Lymphozyten zu eliminieren, muss man zunächst das B-Zell-System komplett zerstören, da man die krankmachenden Zellen nicht von den gesunden unterscheiden kann. Dies erreicht man mit einer Tripeltherapie aus Prednisolon*, Cyclophosphamid* und dem neuen monoklonalen Maus/Mensch-Antikörper Rituximab*. Dabei leistet Rituximab, das für die Behandlung der B-Zell-Lymphome bereits zugelassen ist, die Hauptarbeit, betonte Prof. Edwards. Das neue B-Zell-Immunsystem, das sich wenige Monate nach der B-Zell-Depletion rekonstituiert, soll im Idealfall normale Zellen mit normaler Antikörperproduktion hervorbringen, die den falschen Weg der chronischen Polyarthritis "vergessen" haben. 20 therapierefraktäre Patienten mit einer durchschnittlichen Erkrankungsdauer von 22 Jahren hat der Rheumatologe bereits mit der neuen Therapie behandelt. Die Verabreichung der dazu notwendigen Infusionen machte zwei kurze Krankenhausaufenthalte erforderlich, könnte aber künftig auch ambulant durchgeführt werden, da keine ernsten Probleme auftraten, berichtete Prof. Edwards.
Erste Ergebnisse sind
viel versprechend
Für die ersten 10 Patienten ist die Nachbeobachtungsphase bereits lang genug, um eine Aussage zum Therapieerfolg zu machen: Nach sechs Monaten zeigten 9 von 10 eine sog. ACR-50-Response, das heisst eine Verbesserung der Krankheitsaktivität (nach definierten Kriterien des American College of Rheumatology) um 50 %. Bei 6 von 10 wurde sogar eine Verbesserung um 70 % festgestellt, was das Maximum darstellt, das bei diesen schwerkranken Patienten erreichbar ist. Diese Kranken haben nur noch Einschränkungen durch die bereits vorhandenen Gelenkzerstörungen. Die meisten konnten erstmals seit vielen Jahren wieder ein mehr oder weniger normales Leben führen und Aktivitäten wie Gymnastik oder Gartenarbeit aufnehmen. Sie benötigten auch keine Basistherapeutika mehr. Drei Patienten entwickelten aller-dings einen Rückfall, konnten aber durch eine zweite B-Zell-Depletion erneut in die Remission gebracht werden. Die Ergebnisse der Pilotstudie waren viel versprechend genug, um jetzt eine kontrollierte Studie an 150 Patienten auf den Weg zu bringen. Bezüglich der Sicherheit der B-Zell-Depletion ist Prof. Edwards zuversichtlich: In der Onkologie ist der monoklonale Antikörper schon bei mehr als 50 000 Patienten eingesetzt worden. Dabei traten bisher - die Nachbeobachtungszeit beträgt vier bis fünf Jahre - keine wesentlichen Langzeitnebenwirkungen auf, überraschenderweise nicht einmal eine vermehrte Infektanfälligkeit, betonte der Experte. Bei den Rheumapatienten rechnet Prof. Edwards bei bis zu 95 % der Schwerkranken mit einer wesentlichen Verbesserung durch die neue Therapie."[/font][/font]
Kennst Du das schon? Klingt vielversprechend ...
Liebe Grüße von
Monsti