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B-Zell-Depletion

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Muschel, 24. Februar 2005.

  1. Muschel

    Muschel Guest

    Wer hat Erfahrung mit der B-Zell-Depletion Therapie ?
    Ich leide unter einer seronegativen Polyarhritis seit 13 Jahren und die übliche Medikamente schlagen bei mir nicht an, besser gesagt ich habe Reaktionen wie Dauerdurchfall sowie andauernde Magenbeschwerden. Nun habe ich von der B-Zell-Depletion gelesen und möchte wissen ob es schon Menschen gibt die Erfahrungen damit haben und wie die Reaktionen darauf sind! Bitte helft mir, mir gehts immer schlechter!!
     
  2. ennos410

    ennos410 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Muschel,
    tut mir leid, daß es Dir so schlecht geht. Ich kann es gut nachvollziehen, da ich, seit ich mit diesem Krankheitsbild konfrontiert wurde, ebenfalls an plötzlich auftretenden Durchfällen unbekannter Herkunft leide. Ansonsten geht es mir auch nicht prickelnd.
    Helfen kann ich Dir bei deiner Frage leider nicht, wollte nur, das Du weißt, Du stehst nicht allein mit Deinem Problem da. Ich würde mich freuen, wenn Du sachdienliche Infos bekommen kannst, es könnte mir dann evtl. ja auch helfen.
    Also, Kopf hoch, es kommen sicher wieder bessere Zeiten(sag ich mir auch immer, wenn nichts mehr gehen will).
    Gruß ennos410
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Muschel,

    sei zunächst mal lieb willkommen geheißen.

    von B-Zell-Depletion hatte ich bislang keine Ahnung (deshalb hab ich natürlich keine einschlägige Erfahrung). Das hab ich dazu gefunden:

    [font=Arial, Helvetica, sans-serif][font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]"Neuer Ansatz bei chronischer Polyarthritis: B-Zell-Depletion soll die Krankheit vergessen machen [/font][/font]

    [font=Arial, Helvetica, sans-serif][font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]PHILADELPHIA - Abnorme Antikörper wie der Rheumafaktor spielen bei der Pathogenese der chronischen Polyarthritis eine wesentliche Rolle. Gebildet werden diese Antikörper von den B-Lymphozyten. Ein neuer Therapieansatz zielt auf die komplette Zerstörung dieser Zellen - in der Hoffnung, dass die aus den Stammzellen nachwachsenden B-Lymphozyten die Krankheit "vergessen" haben.
    [/font]

    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Die neue Rheumatherapie ist der Onkologie entlehnt: Dort ist das Verfahren der kompletten B-Zell-Depletion bei therapieresistenten B-Zell-Lymphomen schon lange etabliert. Auch bei der chronischen Polyarthritis sind die B-Zellen als "Schurken" involviert, man findet sie zuhauf in den entzündeten Gelenken. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die von den B-Zellen synthetisierten IgG-Rheumafaktoren nicht nur für die Symptomatik verantwortlich sind, sondern auch den Teufelskreis der Erkrankung aufrechterhalten, berichtete Prof. Dr. Jonathan Edwards, University College, London, an der 64. Jahrestagung des American College of Rheumatology.
    Um die krankmachenden B-Lymphozyten zu eliminieren, muss man zunächst das B-Zell-System komplett zerstören, da man die krankmachenden Zellen nicht von den gesunden unterscheiden kann. Dies erreicht man mit einer Tripeltherapie aus Prednisolon*, Cyclophosphamid* und dem neuen monoklonalen Maus/Mensch-Antikörper Rituximab*. Dabei leistet Rituximab, das für die Behandlung der B-Zell-Lymphome bereits zugelassen ist, die Hauptarbeit, betonte Prof. Edwards. Das neue B-Zell-Immunsystem, das sich wenige Monate nach der B-Zell-Depletion rekonstituiert, soll im Idealfall normale Zellen mit normaler Antikörperproduktion hervorbringen, die den falschen Weg der chronischen Polyarthritis "vergessen" haben. 20 therapierefraktäre Patienten mit einer durchschnittlichen Erkrankungsdauer von 22 Jahren hat der Rheumatologe bereits mit der neuen Therapie behandelt. Die Verabreichung der dazu notwendigen Infusionen machte zwei kurze Krankenhausaufenthalte erforderlich, könnte aber künftig auch ambulant durchgeführt werden, da keine ernsten Probleme auftraten, berichtete Prof. Edwards.

    Erste Ergebnisse sind
    viel versprechend

    Für die ersten 10 Patienten ist die Nachbeobachtungsphase bereits lang genug, um eine Aussage zum Therapieerfolg zu machen: Nach sechs Monaten zeigten 9 von 10 eine sog. ACR-50-Response, das heisst eine Verbesserung der Krankheitsaktivität (nach definierten Kriterien des American College of Rheumatology) um 50 %. Bei 6 von 10 wurde sogar eine Verbesserung um 70 % festgestellt, was das Maximum darstellt, das bei diesen schwerkranken Patienten erreichbar ist. Diese Kranken haben nur noch Einschränkungen durch die bereits vorhandenen Gelenkzerstörungen. Die meisten konnten erstmals seit vielen Jahren wieder ein mehr oder weniger normales Leben führen und Aktivitäten wie Gymnastik oder Gartenarbeit aufnehmen. Sie benötigten auch keine Basistherapeutika mehr. Drei Patienten entwickelten aller-dings einen Rückfall, konnten aber durch eine zweite B-Zell-Depletion erneut in die Remission gebracht werden. Die Ergebnisse der Pilotstudie waren viel versprechend genug, um jetzt eine kontrollierte Studie an 150 Patienten auf den Weg zu bringen. Bezüglich der Sicherheit der B-Zell-Depletion ist Prof. Edwards zuversichtlich: In der Onkologie ist der monoklonale Antikörper schon bei mehr als 50 000 Patienten eingesetzt worden. Dabei traten bisher - die Nachbeobachtungszeit beträgt vier bis fünf Jahre - keine wesentlichen Langzeitnebenwirkungen auf, überraschenderweise nicht einmal eine vermehrte Infektanfälligkeit, betonte der Experte. Bei den Rheumapatienten rechnet Prof. Edwards bei bis zu 95 % der Schwerkranken mit einer wesentlichen Verbesserung durch die neue Therapie."
    [/font]
    [/font]

    Kennst Du das schon? Klingt vielversprechend ...

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Ingrid50

    Ingrid50 Guest

    Hallöchen!;)

    Na das ist doch mal ein interessanter Bericht!!!Es wird also mächtig geforscht!Habe nämlich gerade in den letzten Tagen so überlegt,wo und wer sich wohl in der Welt so Gedanken über das Thema Rheuma (Ursache und neue Behandlungsmöglichkeiten ) macht.
    Danke für diese Info!!!
    Schönen Abend noch!
    Gruß von Ingrid
     
  5. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    Rituximab

    Hallo Muschel, die Therapie mit Rituxmiab läuft inziwschen schon an vielen Kliniken. Und auch hier im Forum gibt es einige, die damit behandlet werden und wenn du mit Rituxmiab suchst, findest du glaube ich auch im Forum schon Sachen.
    Die ersten größeren Studien zeigen gute ergebnisse , aber antürlich auch wieder nicht bei allen patienten. Am besten wirkt es in Kombination mit einem anderen Basistheraputikum.
    Du schreibst leider nicht, wo du wohnst, sonst könnten wir dir vielleicht weiterhelfen, eine Klinik zu finden, wo dieses Medikament eingezestzt wird. Bisher wird es in der Rheumatologie nur in Studien eingesetzt.
    Wenn du sonst noch fragen hast, schreib mir ruhig eine PN.
    Gruss, Paris
     
  6. Muschel

    Muschel Guest

    Hallo Paris, danke erst mal für dein Interesse. Nun, ich lebe im hintersten Saarland, nahe der luxemburgischen Grenze und wäre an einer Adresse einer Klinik interessiert in der diese Therapie mit der B-Zell-Depletion angewandt wird. Ich würde auch noch bis nach Rheinald Pfalz für solch eine Therapie fahren. Ich würde mich sogar für solch eine Studie zur Verfügung stellen, denn die Ergebnisse scheinen bis jetzt nicht übel zu sein. Ist denn Rituximiab das selbe wie die B-Zell-Depletion. Ich weiß das diese B-Zell-Depletion in der Klinik Würzburg als Studie von einem gewissen Hans-Peter-Tony durchgeführt wird, daß wäre mir aber zu weit zum fahren. Und dann müsste ich auch wissen bei welchen Patieneten diese Therapie angewandt wird, vielleicht kannst du mir helfen?! Bis bald, Muschel
     
  7. Muschel

    Muschel Guest

    Hi MONSTI;
    DANKE FÜR DEINEN AUSSCHNITT; den habe ich auch schon im www gesehen. Ich habe durch Zufall von dieser B-Zell-Depletion gelesen und diese wird als Studie in der Würzburger Klinik von einem Hans-Peter-Tony geführt. Das ist mir aber zu weit zum fahren, denn ich würde mich aus meiner Not heraus zu einer Studie zur Verfügung stellen. Aber Würzburg ist zu weit entfernt denn ich lebe im Saarland an der luxemburgischen Grenze. Vielleicht weisst du mehr als ich und kannst mir vielleicht eine Klinik, entweder im Saarland oder Rheinland-Pfalz angeben die diese Therapie auch anbieten oder vielleicht kann man sich dort irgendwo zur Verfügung stellen. Alles liebe, Muschel
     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Muschel,

    bezüglich einer Klinik kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, denn ich wohne in Tirol.

    Liebe Grüße
    von Monsti