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Azathioprin

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Franziska S., 17. September 2004.

  1. Franziska S.

    Franziska S. Guest

    Hallo, bin neu hier im Forum und hätte gerne eure Ratschläge. Seit über 30 Jahren habe ich eine Mischkollagenose, die aber erst später diagnostiziert werden konnte. Hauptsymptom: Raynaud. Dies konnte jedoch nie behandelt werden. Vor einigen Jahren kam Vaskulitis an den Unterschenkeln dazu. Als diese immer schlimmer wurde und fast dauernd da war und Gelenkschmerzen hinzukamen, bin ich nun vor 2 MOnaten in die Cortison-Therapie eingestiegen, mit 20 mg als Anfangsdosis. Von Vaskulitis so gut wie keine Spur mehr. Zuerst gelang es, bis auf 10 mg zu reduzieren, jedoch dann gings wieder los, so daß ich wieder bei 20 mg war. Dann klappte die Reduzierung nur bis 12,5 mg, so daß ich zusätzlich seit 2 wochen noch Quensyl nehme. Ung gegen meine Magenschmerzen krieg ich irgendwelche Magentabletten, diese Schmerzen hatte ich aber schon vorm Quensyl. Nun meint meine Rheumatologin, Quensyl sei offensichtlich zu schwach für mich bzw. sei die Erhaltungsdosis von 15 mg viel zu hoch und gefährlich, ich solle nun stattdessen Azathioprin nehmen. Leider habe ich darüber schon sehr viel Schlimmes gelesen, was Nebenwirkungen angeht, angefangen von Magenschmerzen (hab ich eh schon), Übelkeit, bis hin zu Krebs. Ich bin echt geschockt und weiß nicht was ich machen soll. Erst mal traue ich mich nicht Aza zu nehmen. Ich nehm gerade nur das Cortison. soll das wirklich auf Dauer schlimmer sein als Aza? Noch was hatte mich geschockt: mein Orthopäde riet mir dringend, wegen des Cortisons eine Knochendichtemessung machen zu lassen und dann evtl. einen hochwirksamen Osteoporoseschutz zu nehmen. Von meiner Ärztin bekam ich nur den Rat, Calzium und Vitamin D zu kaufen. Meine Ärztin meinte nun, die Knochenmessung müßte ich selbst bezahlen, und dies sei die Voraussetzung, daß sie mir dieses Osteoporose-Mittel dann evtl. verschreiben könnte. Ist das wirklich so?
    Für antworten bin ich sehr dankbar.
    Franziska S.
     
  2. mausebär

    mausebär Neues Mitglied

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    Hallo Franziska

    erst einmal willkommen im Club.
    Habe gerade deinen Beitrag gelesen und mir gedacht, vielleicht kann ich dir deine Angst etwas nehmen. Ich habe auch eine Kollagenose und bin über Resorchin/Quensyl, Mtx und Cortison zum Azathioprin gekommen. Nachdem ich vom Mtx Nebenwirkungen bekam ( Mundschleimhaut arg defekt) hieß es absetzen und erst mal ging es mir sehr gut. Schlau wie man ja meint, dachte ich mir damals super dann nehme ich eben gar nichts mehr.........oh je nach 3 Wochen fing es an mit den immer stärker werdenden Beschwerden bis hin zum gar nicht mehr laufen können, nach 6 Wochen nahm ich dann freiwillig das neue Mittel - Azathioprin und ich hatte natürlich auch den Waschzettel gelesen.....puh ich hatte die selben Ängste wie du. Das ist jetzt Weihnachten genau 4 Jahre hin und ich habe keine nennenswerten Nebenwirkungen. Ohne eine Basismedi käme ich nicht über die Runden, das habe ich ja gesehen und von allen Medikamenten die ich genommen habe war und ist dieses das Beste. Es geht mir mal gut und mal sehr schlecht, aber ich mache mir eigentlich keine Gedanken ob das nun von der Basismekikation kommt, ich sage mir dann, das gehört halt zur Kollagenose dazu. Mit den Medis bin ich in der Lage arbeiten zu gehen und meinen Haushalt zu führen und im Moment ist das eine Menge wert! Ob das so bleibt weis ich nicht, aber ich habe mir vorgenommen erst dann in Hektik zu verfallen wenn es soweit ist,( manno das hört sich gut an, bin selber ganz begeistert *grins* hoffentlich denke ich an meine Worte, wenn es mir schlecht geht)

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen und wünsche dir alles Gute

    liebe Grüße Christiane
     
  3. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo Franziska

    Habe selber eine unspezifische Kollagenose und werde zur Zeit therapiert mit 6 mg Decortin H, 1 Quensyl, 3 Bisolvon und Calcium D3 und 1 x wöchentl. 25mg MTX i.v..
    Anfangs habe ich auch "nur" Cortison genommen und es hat bei mir rasch zu erheblichen Nebenwirkungen geführt, die ich selber garnicht so schnell wahrgenommen habe. Die Cortisontehrapie wurde seinerzeit von einem Internisten eingeleitet. Angefangen hab ich mit 60 mg tägl. und konnte dann auch nur bis auf 15 mg herunterschleichen. Schon beim 1. Besuch bei einer Rheumatologin sagte diese "Sie müssen runter vom Corti". Die Folgeschäden durch hochdosiertes Cortison treten viel häufiger auf als durch die sogenannten Basistherapeutika. Wichtig ist es, egal welches man Medikament nimmt, die erforderlichen Kontrolluntersuchungen durchführen zu lassen. Eine Knochendichtemessung würde ich unbedingt machen lassen auch um später einmal einen Vergleichswert zu haben.
    Calcium D3 wird von der Kasse bezahlt, wenn man mehr als 7,5 mg Cortison täglich nimmt. Es fällt unter die Sonderregelungen. Möglcherweise ist es Deiner Ärztin nicht bekannt.
    Hab nicht zuviel Angst nehme das Azathioprin, es ist ein gut erforschtes Medikament und hat sich gut bei Kollagenosen bewährt.

    Viel Grüße von iti
     
  4. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo franziska,

    herzlich willkommen bei rheuma-online.
    ich habe pss und nehme seit einigen jahren unter anderem hochdosiert cortison und probiere mittlerweile das dritte basismedi. beim corti bin ich nie unter 10mg tgl. gekommen .. zur zeit bin ich bei 20mg tgl. calzium D3 bekomme ich anstandslos von meinem hausarzt mitverschrieben, wegen der cortisoneinnahme, also nicht einschüchtern lassen!
    die knochendichtemessung muss, wenn man sie ambulant machen läßt selbst gezahlt werden ... so etwa 45,00€ ??? weis nicht genau
    wenn du sie aber im rahmen eines kh - aufenthaltes mitmachen läßt, wird sie durch die kasse gezahlt.
    gegen den raynaud helfen eigentlich nur blutdrucksenkende, gefäßerweiternde mittel, auch regelmäßige prostavasininfusionen und das allerwichtigste warmhalten warmhalten warmhalten :rolleyes: ..egal, wie müßig es manchmal ist. ich hatte z.b. auch den ganzen sommer zwirnshandschuhe an, egal, wie die leute mich angeglotzt haben :p , und in kombination mit dem hochdosierten arava war der raunaud etwas besser als die vorhergehenden jahre.
    beim magenschutz habe ich mit 2x tgl. nexium 40 mg mups ..nein, nicht pups ;) ... sehr gute erfahrungen gemacht.
    übrigens: das lesen von beipackzetteln habe ich mir fast abgewöhnt .... ich lese erst dann, wenn ich merke, das ich wirklich eventuell schlimmere nebenwirkungen haben könnte ... natürlich setzt das aber vorraus, das man nicht zig ärzte hat, die einem medis verordnen. bei mir verordnet nur die rheumaklinik mit integrierter ambulanz (meine akte ist immer vorhanden und es sind die gleichen ärzte .. meist) und mein hausarzt, bei dem sowieso alle infos zusammenfliessen und der mich schon über jahrhunderte ;) kennt
    bekomme ich doch einmal z.b. vom orthopäden was dazuverordnet, frage ich mindestens in der apotheke (immer die gleiche zu der ich gehe .. habe dort ein "kundenkonto" wo sofort ALARM erscheint, wenn sich verschriebene medis untereinander nicht vertragen) oder auch meinen hausarzt.

    das Azathioprin kenne ich nicht ....denke ich jedenfalls .......

    ich wünsche dir alles gute und gute besserung
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

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    habe ja auch kollagenose und muss all diese medis nehmen.
    rate dringend zur osteoporoseprophylaxe. calcium wird verschrieben, wenn die tablette mehr als 300 mg calcium enthält. (so steht es in der verordnung). schwierig ist nur, das richtige calcium zu finden. mittlerweile machen meine organe (magen, mund, speiseröhre) nicht mehr mit, wenn ich hochdosiert calcium d.h. in einer tablette zu mir nehme.

    falls ihr aus baden-württemberg stammt, nehmt doch am seminar in bad wildbad teil.
    habe gerade gegoogelt, der dortige ca dr. schnabel befasst sich ja sehr intensiv mit kollagenose.
    gruss
    bise
     
  6. Hallo,

    ich las Deine Nachricht. Ich habe eine Vaskulitis, das Churg-Strauß-Syndrom. Nun, ich nehme seit fast 1 1/2 Jahren Cortison. Anfangs lange 40-30mg, dann immer weniger jetzt bin ich bei 10mg täglich. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, daß ich in sehr kleinen Schritten das Cortison reduzieren muß - ich versuche den Körper sozusagen auszutricksen. Ich gehe immer in 1-2,5mg Schritten herunter. z.B. Tag 1 15mg / Tag 2 12,5mg / Tag 3 wieder 15mg - das zihe ich 2 Wochen durch und bleibe dann auf 12,5mg täglich. War die Reduzierung erfolgreich, reduziere ich weiter.

    Ich bin aber auch bei einem Heilpraktiker, welcher mir Naturheilprodukte angeraten bzw. verschrieben hat, die die körpereigene Kortisonproduktion ankurbeln, so brauche ich weniger Kortison einzunehmen.

    Wenn Du noch Fragen hast - schreibe mir ruhig.

    Viele Grüße aus Siegen

    David (27 J.)

    P.S. Bin erst seit ein paar Tagen hier dabei.
     
  7. bise

    bise Neues Mitglied

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    kannst du bitte schreiben, um welche medis es sich handelt. suche dringend so etwas.
    gruss
    bise
     
  8. Hallo bise,

    natürlich - das sind folgende Produkte :

    - reines Leinöl 1 x tgl. 1 Eßl. (Reformhaus !)
    - Phytocortal Tropfen (Apotheke)
    - OPC Traubenkern - Kapseln 400mg (2 x tgl. v.d. Frühstück)
    - Vitamin E 400 I.E. morgens/abends eine Kapsel

    bis das das alles zu wirken beginnt, kann es natürlich einige Monate dauern, aber ich galube bei mir hat es schon gewirkt. Gleichzeitig muß ich sagen, seitdem ich mich fast ausschließlich vegetarisch ernähre und ich sogar Molkereiprodukte (Milch/Käse...) etwas reduzierte, ging auch die Entzündungsaktivität in meinem Körper zurück. Versuche auf Soja umzusteigen.

    Wünsche viel Glück beim ausprobieren.

    Viele Grüße

    David (Siegen/NRW)
     
  9. bise

    bise Neues Mitglied

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    DANKE,
    werde auch das mal ausprobieren.
    gruss
    bise
     
  10. Makapru

    Makapru Makapru

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    Hallo Franziska,

    also, auf jeden Fall solltest Du eine Knochendichtemessung machen. Es ist auch richtig, daß Du das selber bezahlen mußt. Ich habe so um die 30,00 Euro gez. Calcium und Vit. D solltest Du auch unbedingt nehmen. Aufgrund des Cortisons müßte allerdings Deine Ärztin Dir das verschreiben.
    Was Azathioprin anbetrifft, da kann ich Deine Ängste verstehen. Mir ging es genau so wie Dir. Ich muß allerdings sagen, daß es mir seit der Einnahme viel besser geht. Ich habe auch Mischkollagenose mit einer Vaskulitis und das Sjögren Syndrom. Meine Ängste habe ich auch noch nicht ganz ablegen können. Bisher habe ich keine Nebenwirkungen gehabt und ich nehme jetzt seit 1 1/2 Jahren 100 mg.

    Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir gern direkt schreiben.

    LG
    Makapru