Azathioprin und Leberwerte

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Bärchen55, 22. Mai 2020.

  1. Bärchen55

    Bärchen55 Mitglied

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    Ich habe 6 Wochen Azathioprin genommen, täglich morgens und abends je 50mg. Meine Leberwerte sind so gestiegen, so das ich sofort absetzen sollte. Jetzt nach 4 Wochen Pause sind meine Leberwerte wieder im Normalbereich und ich soll mit der halben Dosis wieder beginnen. Macht das Sinn? Hat jemand Erfahrung mit Azathioprin? Bin im Moment ziemlich am Ende ohne Basismedikament. Grüße Ursula
     
  2. lieselotte08

    lieselotte08 Bekanntes Mitglied

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    Hallo Ursula,
    Ich hab das Medi auch genommen, allerdings mehrere Jahre am Stück. Dann sind meine Werte auch nach oben geschossen, mein Rheumi hat es auch sofort abgesetzt. Danach bin ich dann lange Zeit ohne Basis rumgelaufen. Ist einige Jahre gut gegangen. Dann kann ein Schub und ich wurde auf Quensyl umgestellt. Das habe ich dann auch nicht gut vertragen, mach einer kurzen Pause sollte ich auch die halbe Dosis wieder nehmen. Das ging länger gut, aber letztendlich habe ich es auch wieder abgesetzt und ich bin seit Januar wieder ohne Basis unterwegs....
     
  3. Heidesand

    Heidesand Registrierter Benutzer

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    Ich wurde auch auf Aza umgestellt und komme mit 50 mg am Abend ganz gut zurecht
    und meine Leberwerte sind ok.
    Das sah bei 100 mg tägl. ganz anders aus. Ich würde einen Versuch starten :)
     
  4. Stine

    Stine Moderatorin

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    Bei mir war es zuerst auch so, dass die Leberwerte explodierten, das Aza wurde zurück gefahren und dann wieder hoch bis auf 200mg/Tag. Inzwischen nehme ich das Aza bereits seit bestimmt 10 Jahren ohne Probleme und es hilft immer noch. Probiere es einfach aus. Meist klappt es beim 2. Mal.
     
  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    @Bärchen55

    Wurde denn bei dir die Thiomethylpurintransferase bestimmt?
    Das ist ein Enzym, und die Konzentration im Blut zeigt an, ob evtl. ein Polymorphismus bei dir vorliegt. Wenn dies der Fall ist, wird Azathioprin schlechter verstoffwechselt.

    In einem solchen Fall könnte man gut begründet eine Therapiealternative erwägen.
     
  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    P. S. Ich habe selbst vier Jahre lang Azathioprin genommen, in der Dosierung 2 x 50 mg (ich wog damals ca. 52 kg).
    Darunter kam es zu keinem Zeitpunkt zu einer Erhöhung der Leberwerte bei sehr guter Wirkung.
     
  7. Bärchen55

    Bärchen55 Mitglied

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    Hallo, vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt mir Mut gemacht nächste Woche einen 2. Versuch zu starten. Hoffentlich klappt es.
    Quensyl habe ich über ein Jahr genommen, auch gut vertragen, aber es hat nicht genug geholfen. Deshalb die Umstellung auf Azathioprin.
    Ohne Basismedikament geht es nicht.
    An Resi, Einstellung auf Azathioprin ist in der Rheumaklinik erfolgt. Ich war 10 Tage dort und habe 4 mal Blut abgegeben. Werde aber mal nachfragen wegen diesem Enzym. Vielen lieben Dank Ursula
     
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  8. Bärchen55

    Bärchen55 Mitglied

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    Hallo, möchte mich noch mal melden. Der 2. Versuch mit 25mg Azathioprin war leider nicht von Erfolg gekrönt, Leberwerte sofort wieder sehr hoch. Meine Rheumatologin meinte, da würde mir wohl ein bestimmtes Enzym fehlen. :annoyed:
    Ich nehme jetzt wieder Quensyl und Kortison. Andere Medikamente will sie erst verschreiben wenn die Leber sich wieder erholt hat.
    Meine Lungenfunktionswerte sind während dieser Zeit auch schlechter geworden. Mir gehts echt miies nd jetzt bekomme ich noch Herzrhytmusstörungen, vielleicht vom Kortison? Grüße Ursula
     
  9. Rose72

    Rose72 Registrierter Benutzer

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    Liebes Bärchen,

    Ich hatte mit Aza auch diese Probleme. Habe es irgendwann mal 4 Wochen bekommen und damit meine Leber extrem geärgert, dass ich es nie wieder haben soll. Meine Ärztin meinte, es wäre bei mir ähnlich wie eine Allergie darauf, man dürfe es nie wieder probieren. Auch mit den Schmerzmitteln sieht es bei mir nun schlecht aus. Ich darf auf Grund der Leber nur noch Novaminsulfon bekommen.

    Ich bekam danach das Biologikal Humira, dies verlor leider seine Wirkung und nun habe ich Stelara, dazu Lodotra als Basis gegen das rheumatische und den Crohn.

    Quensyl ging bei mir leider auch nicht, es führte in Verbindung mit Cortison zu einem extremen Kraftverlust. Ich hätte dadurch Myalgien entwickelt.

    Ich bin da aber sicher nicht der Standard unter den Patienten und viele vertragen das alles gut.

    Was ich nur sagen will, es gibt sehr sehr viele verschiedene Basismedikamente. Jeder verträgt was anderes. Gib nicht auf und bleibe dran. Dein Arzt wird Dir helfen und ein neues Mittel finden. Ich hoffe Du hast einen guten.

    Liebe Grüße

    Rose
     
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  10. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Es wäre ein Leichtes, das zu klären...… (siehe in meinem obigen Beitrag)
     
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  11. Bärchen55

    Bärchen55 Mitglied

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    Danke euch,
    Quensyl hat bei mir auch zu Kraftlosigkeit und Myalgien geführt. Nachts bin ich aufgewacht und meine Muskeln in Armen und Beinen schmerzten, waren heiß und verhärtet.
    Mit Beginn von Aza war das verschwunden.
    Ich soll jetzt nur noch jeden 2. Tag 200mg Quensyl nehmen, weil es mir für meine Haut- und Lungenprobleme gut geholfen hat. Deshalb möchte meine Ärztin nicht ganz darauf verzichten. Zusätzlich nehme ich noch Cortison. Ich hoffe die Muskelschmerzen kehren nicht zurück.

    Liebe Grüße Ursula
     
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