Versicherungskrieg
Hallo Monsti
nach einem (durch Drittverschulden!!) erlittenen, schweren Unfall (4 facher Schädelbruch und Schädelbasisfraktur) habe ich nie mehr die volle Gesundheit erreicht. Der zuständige ORL im Spital hatte mich damals nach 8 Monaten zu 100% arbeitsfähig geschrieben mit der Erklärung "sie arbeiten ja sowieso nur 50%, da kommt es nicht drauf an, wenn ich sie zu 100% arbeitsfähig schreibe!". Damals erkannte ich die Tragweite der Sache nicht. Kurz zuvor hat mich mein Ex wegen einer Anderen verlassen, das kam auch noch dazu. Eines Tages merkte ich dann, als die Alimente nach der Scheidung nicht mehr flossen (die Zahlunsmoral meines Ex liess massiv zu wünschen übrig), dass ich mehr Arbeiten sollte um mein Leben zu verdienen. 2 Versuche während 3 Monaten zu 60% zu arbeiten scheiterten, da ich tödlich müde wurde: Morgens um 6 konnte ich kaum aufstehen, am Mittag musste ich einen Mittagsschlaf machen und abends lag ich oft vor 20 Uhr im Bett. Samstag und Sonntag waren meist nur noch Schlaftage. Der Rechtsanwalt riet mir, so rasch als möglich eine Expertise machen zu lassen bei einem privaten ORL: dieser stellte mich vor die Tatsache, dass es schon schön sei, wenn ich überhaupt 50% arbeiten könne!!!! Er verfasste seinen Bericht z.Hd der Versicherung dementsprechend. Diese jedoch stellte auf "Oberdumm" und wollte nichts von dieser Arbeitsunfähigkeit wissen, der Spitalarzt habe etwas anderes gesagt! Während 4 Jahren entbrannte ein idiotischer Papierkrieg zwischen Anwalt und Versicherung mit dem Fazit, dass ich erneut zu einer Expertise aufgeboten wurde. Der Termin für die einwöchige Untersuchung in einem spezialisierten Zentrum liess ein halbes Jahr auf sich warten. Alle Aerzte die mich dort untersucht hatten, attestierten mir dann aber eine 50% Arbeitsunfähigkeit definitiv. Nochmals 5 Monate später war dann endlich der 20 seitige Rapport da und dann, 5 Jahre und 5 Tage nach dem Unfall, erhielt ich die Zusage für eine Unfall- und Invalidenrente! Dieser idiotische Kleinkrieg, teilweise auf kindlichstem Niveau ausgeführt von Seiten der Versicherung (waren nicht einmal im Stande, ärztliche Rapporte Wort für Wort zu lesen!) war endgültig zu viel für meine bereits arg angeschlagene Gesundheit und es kam zu den ersten cP-Schüben. Sowohl mein Rheumadoc als auch ein zusätzlich konsultierter energetischer Therapeut sind überzeugt, dass der psychische Druck Auslöser ist, umso mehr, da in meiner Familie niemand unter cP oder ähnlichen Krankheiten leidet!
Herzliche Grüsse
cecile.verne