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Auf welche Arbeit kann ich mich sinnvoll bewerben ? (Diagnose Fibro)

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von tigge1979, 23. Mai 2005.

  1. tigge1979

    tigge1979 Guest

    Hallo ihr Lieben,


    das ist ein Thema, welches mir mehr und mehr im Kopf herumgeht.


    Ich bin seit gut drei Jahren zu Hause, sozusagen in Elternzeit. Allerdings kann ich bei meinem vorigen Arbeitgeber nicht mehr arbeiten, weil er in einer anderen Stadt ist (wir sind kurz nach der Geburt unserer Tochter in eine andere Stadt gezogen) und rein vom Fahrweg her lohnt es sich überhaupt nicht.

    Ab Sommer geht meine Tochter in den Kindergarten und ich wäre eigentlich wieder auf dem Arbeitsmarkt.

    Ich habe beim Rechtsanwalt gelernt, bin fit im Büro und am Empfang.

    ABER:

    Während meiner dreijährigen Pause bekam ich Fibro, wohl habe ich sie auch schon länger. Aber ihr kennt das ja mit der endgültigen Diagnose.

    Jedenfalls:

    Ich könnte höchstens halbtags arbeiten, von 8 Uhr bis 13 Uhr. Solange wird meine Tochter betreut.

    Wenn ich mir meinen Gesundheitszustand anschaue, kann ich mir gut vorstellen, dass mich mein zukünftiger Chef nicht über die Probezeit hinaus behalten wird.

    Ich hatte in diesem Jahr nur 13 gute Tage, vielleicht hätte ich mich - wenn ich Arbeit gehabt hätte - auch noch an anderen Tagen hingequält. Aber es gibt sehr viele Tage, wo ich kaum krauchen kann.

    Habt ihr Ideen, Erfahrungen, Anregungen, wie und wo ich am besten arbeiten kann, ohne zu grosse gesundheitliche Ausfälle zu bekommen ?


    Lieben Dank und liebe Grüße an euch alle und vor allem, viel Sonne und wenig Beschwerden




    Manuela
     
  2. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    Moin,

    mein Vorschlag wäre es trotzdem in dem Bereich zu versuchen. Grund: die Krankheit verhält sich anders wenn du arbeitest (zumindest ergeht es mir so). Ansonsten würde mir nur Bürokauffrau / Sekretärin einfallen, aber auch da gilt: ausprobieren.

    Ich denke nicht, dass man das grundsätzlich sagen kann ob es klappt oder nicht.

    Wünsche dir viel Glück bei deinen bevorstehenden Bewerbungen und hoffe, dass du findest was du suchst :)

    Bis dann
    Biglia
     
  3. Inesmaus

    Inesmaus Neues Mitglied

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    @ tigge

    Hallo

    ich habe auch Fibro, def. wissen tu ich es seit etwa 4 Jahren.
    Die Arbeitswelt habe ich nun hinter mir gelassen, war aber ein ständiger innerlicher und körperlicher Kampf.
    Zuerst habe ich mein Bastelgeschäft aufgegeben, weil ich es nicht mehr schaffte. Aber wie es als selbständig Erwerbende halt mal so ist , habe ich in der Zeit mind. 60 Stunden/Woche gearbeitet.
    Dann habe ich beschlossen kürzer zu treten und habe die Handelsschule absolviert (sogar, als Zweitbeste), damit ich eine Chance in der Bürowelt habe. Dann habe ich nun wirklcih 3 halbe Tage/ WOche in einem Büro gearbeitet, aber zu guter letzt muss ich sagen: "Es geht nicht mehr". Also bin ich gegeangen.
    Bei mir war es so, dass ich gar keine Ablenkung fand beim Bürojob, weil mir immer alles ständig wehtat. ich möchte nicht sagen, das ich ohne Arbeit viel weniger schmerzen habe, aber ich kann mich schonen wann ich will und mich belasten wann ich will (natürlich alles im Rahmen des möglichen)

    Aber nichts desto trotz, versuche es Tigge.
    Ich habe für mich diesen Weg gewählt (in Absprache mit meinem Mann) und befinde es als gut. Ich konzentriere mich voll auf die "Kunst" und das "Kunsthandwerk", die ich auch verkaufe an Weihnachtsmärkten oder Frühjahrmärkten und nun auch meine Bilder an Vernissagen.

    So, liebe Tigge, das wars fürs erste. Wenn du mehr wissen möchtest von mir sag es einfach oder schreib mir eine pn.
    Liebe Grüsse
    Inesmaus (im chat nur Ines)
     
  4. moluhn

    moluhn Guest

    Arbeiten

    Hallo dieses Thema hat mich auch schon beschäftigt.Was ist wenn du- zu oft fehlst;) -den Job verlieren,keinen neuen finden-immer mehr auf Hilfe angewiesen bist-nicht mehr selbstständig?Ich finde alles probieren,ohne ein das kann ich eh nicht schaffen am besten.Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten und Erfahrungen (halte mich mit Sicherheit nicht immer selbst daran)Aber als Ziel gesehen und nicht die Träume verlieren.Gruß
     
  5. fibri56

    fibri56 Neues Mitglied

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    25. April 2005
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    16
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    0
    Darf ich mich mal auch ausheulen, tut mir leid mir ist danach.

    Bin 57Jah. Altenpflegerin. Seit Dez.04 krankgeschrieben.
    Jch sitze zwischen 2 Stühlen -KK.und BfA.

    Seit 4 Jahren Probleme mit den Füssen (Hallus v. OP bds.mit Versteifung der gr.Z.re.),Knien,Rücken, Schulter(OP,Impegimentsyndrom) und Nacken.
    Immer wieder Schmerzen,Schwelungen, Spritzen,Taletten und viel Hoffnung auf Besserung.

    Dez.04 komp. Zusammenbruch mit Steifheit und Schwellungen an allen möglichen Gel.,konnte ohne Hilfe nicht mehr gehen.

    HA.Orth.- Orth. HA., Verdacht auf Rheuma.
    Zur Abklährung in die Rheuma-Kliinik nach Schlangenbad, wurde folgendes

    festgestellt:
    Fibromyalgiesyndrom,Fingerpolyarth.und Rhizarth.bds.,Gon-,und Coxarth.bds.,
    degen.HWS,chron.Lumbalsyndrom,Funktiondefizit der re.Schulter nach OP,
    komplexe Arth. im Vorfußbereich bds,Tinitus mit Schwindel und Kopfschm.

    Febr.05 3wo.Reha danach 8wo. Intensive Rehanachsorge.

    Im März einen Antrag auf Behinderung gestellt noch keine Antwort.

    KK möchte (durch dauernde Telefonanrufe) das ich einen Rentenantrag
    stelle (HA. befürwortet).

    Ich hatte vergangene Wo.einen Termin mit BfA-Vertreter bekam aber keine Fomulare mit der Begründung "KK sole doch weiter zahlen, Rentenantrag kann
    man noch spähter stellen".

    Ich bin verzweifelt.
    Wie weiter???

    fibri56
     
  6. sam

    sam Neues Mitglied

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    3. Mai 2004
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    269
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    0
    Ort:
    bayern, pförring, wo sich Fuchs und Hase gute Nach
    Hallo Zusammen :)

    An Tigge :)

    Ich selbst habe Fibro seit '03 Dez., aber hatte die erst Diagnose schon im Jahr'94, wollte sie aber nicht wahr haben. Ich schließe mich meinen Vorgängerinnen an, du musst es selbst probieren, bei jedem ist es anderes. Aber ich denke was am meisten eine Rolle spielt ist, dass du es mit Familie,Hausfrau und den Beruf auf die Reihe bekommst, organisierst. Ich war jetzt lange Zeit zu Hause,1 1/2 Jahre fast; bin Berufsunfähig, arbeite jetzt im Büro; ich kann nur für mich sprechen: ich bin froh wieder arbeiten gehen zu können, sicher habe ich schmerzen, mal mehr mal weniger; ich weiß auch nicht ob du Medikamente nimmst? Ich bin ziemlich abgefüllt, aber eben nicht Schmerzfrei. Aber wieder im *normalen* Leben, im sozialen Leben, wie man so schön sagt.

    Also, verliere nicht deinen Mut;). Wenn du wieder gerne arbeiten möchtest, dann versuche es, du verlierst nichts, ganz im Gegenteil du gewinnst etwas; du lernst dich besser einschätzen, das ist auch wieder eine Menge. Und wenn deine Familie zusammen hält, das heißt Göga, hilft auch mit, dann klappt es Mitsicherheit

    Viel Glück , verliere deinen Mut nicht

    Sam :)


    Liebe fibri56 :)

    Ich bin ebenfalls Altenpflegerin, äh gewesen. Habe ja oben schon geschrieben, dass ich Berufsunfähig bin; bin aber erst 36, habe 19J. in diesem Beruf gearbeitet, der mir viel Freude bereitete.
    Deine Diagnosen sind ähnlich wie bei mir, habe auch Impendigment Syndrom li., verdacht auch rechts:sad: weiter best. der Verdacht auf cP, da geschwollene Finger und Corti gut geholfen hat.:)
    Das nur als kleine Info zu mir.

    Zu deinem Reha-Berater kann ich nur sagen, die sind alle anscheinend so komisch. Bei mir war es genauso. Es hieß, für eine Frührente sind sie um 5-10J. zu jung; ich solle im Büro arbeiten, weil das die leichteste Arbeit sei die man bekommen könne. Im sozialen Bereich darf ich nie mehr arbeiten, dafür sei ich schon zu kaputt, vor allem zwecks Rheuma eben. Keine Weiterbildung, keine Umschulung in diesem Bereich.
    Eine Umschulung würde sich eigentlich nicht lohnen, aber man könne es ja versuchen, auf halb Tags basis( habe noch drei Kids, die jüngste war zu dem Zeitpunkt 10), musste mir die Tele.Nr. alle selbst herraussuchen, dort anrufen mit dem Erfolg, dass es keine Kurse in meiner Umgebung geben würde; den Reha-Berater selbst habe ich nur ein einziges mal gesehen, bekam ihn nie ans Telefon, geschweige denn das er mir meine Mails beantwortet hätte.
    Dein Reha-Berater ist echt der Hammer, vielleicht kannst du mehr erreichen, wenn du dich mit deinem behandelten Arzt besprechen kannst; die können einen oft positiv unterstüzten,( mein Doc. wäre eben so einer, der einen unterstützen würde). Oder sich gleich bei der BfA in Berlin beschweren, die sollen einem helfen und nicht alleine lassen. Für was bekommen diese Leute überhaupt Geld? ( könnte aus der Haut fahren)

    Ich kann dir nur DRINGENDS Raten: Versuche eine Berentung, denn dein Alter spielt leider Gottes eine große Rolle, außerdem hast du schon genügend Erkrankungen, würde mich wundern wenn du sie nicht bekommen würdest; oder: dein jetziger Arbeitgeber, kann dich vielleicht,wenn ihr so was habt, in die Tages-Betreuung/ Beschäftigungsgruppen, versetzen.
    Wenn du die Möglichkeit hast bei dem VDK beizutreten, kann ich dir nur dazu Raten, die helfen wirklich wo es nur irgendwie geht, sind freundlich und nicht heuchlerisch. Die helfen auch beim Behindertenausweiß.

    Egal was du tust, ich wünsche Dir alles Gute, viel Liebe und Kraft, die wirst du noch brauchen.

    Wenn du dich näher mit mir darüber unterhalten möchtest, dann schicke mir eine pn, würde mich freuen.


    Kopf hoch, :)

    Knuddel dich ganz vorsichtig

    sam :)