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Auf Homöpathie umsteigen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Amarillis, 29. August 2008.

  1. Amarillis

    Amarillis Registrierter Benutzer

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    Hallo allerseits,

    vielleicht kann mir hier jemand mit seinen Erfahrungen helfen. Ich habe Spondylathritis und nehme z.Zt. 12, 5 mg Cortison und bekomme 20 mg MTX plus Sulfa. Ich bin sozusagen noch in der Probierphase von einem Basismedikament. Jetzt lese ich hier, dass z.B. Sulfa zu ganz unterschiedlichen zeiten anschlägt, dh. man sollte es doch nicht so schnell absetzen? Ich würde natürlich gerne, wenn die Entzündungen mal endlich aufhören umsteigen auf Homöpathie. Hat jemand hier Erfahrung damit? Oder ist es eher empfehelenswert, die Homöpathie zusätzlich zu den Medikamenten zu nehmen? Und noch eine Frage: habt ihr schon mal von menschen gehört, die vom Rheuma geheilt wurden, bzw., wo es nie wieder auftrat? DAs muss es doch geben....vielen Dank schon mal, und schöne Grüsse
    amarillis
     
  2. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

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    Wofür hat man einen behandelnden Arzt?

    Hallo amarillis,

    Wenn du Basismedikamente gegen deinen Spondarthritis bekommst, dann hält dein Arzt das für richtig und wichtig, solange es hilft ist das doch gut. Wegen Homäopatischen Mitteln würde ich an deine Stelle immer eine Rücksprache mit deinem behandelten Arzt halten (wenn du ihm vertraust, wenn nicht dann wechseln!). Sonst "arbeitet" ihr gegen einander und nicht miteinander gegen deine Erkrankung.

    Wichtig ist, wie gesagt, dass die Medis dir helfen mehr oder weniger schmerzfrei dein Leben zu gestalten. An sich "rumzudoktorn" kann mächtig ins Auge gehen.

    Das dass jemand bei Rheuma gesund worden ist habe ich persönlich noch nie gehört, dafür aber oft gelesen und gehört, dass Rheuma in Remisiion tretten (ruhen) und Zeitlang minimale oder gar keine Beschwerden verursachen kann.

    Wenn du einen guten Dok hast, freu dich drüber, dann bist du gut aufgehoben. Es wird oft sehr unterschätzt.

    Ich habe Diagnose "Sponarthritis" seit 2006 (hat "nur" 8 Jahre gedauert, bis man sich ernsthaft mit meinen Rückenschmerzen ausseinander gesetzt hat) - und habe trotz Diagnose und massiven Beschwerden keine Basis-Therapie. Kriege zwischendurch eine Corti-Dröhnung, wenn nichts mehr geht (ansonsten nur Schmerzmitteln), dazu NSAR (wohl bemerkt trotz Marcumar-Therapie, was häftig daneben gehen kann), und habe bis jetzt keine "vernünftigen" Rheumatologen gefunden, der bereit ist mit fataler Kombination, in meinem Fall, Kollagenose+Spadarthritis zu "beschäftigen".

    Wünsche dir alles Gute

    Judi
     
  3. walo

    walo Neues Mitglied

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    Amarillis a( auf Homöopathie umsteigen )

    Hallo Amarillis

    Ich habe noch nie einen Beitrag geschrieben aber heute will ich es versuchen. Du möchtest wissen ob Du auf Homöopathie umsteigen sollst.
    Diese Mittel sind alle sehr gut aber als alleinige Therapie möchte ich Dir abraten. Aber zusätzlich zu Deiner Rheumabehandlung ist das schon eine gute Sache.Bitte docktere aber nicht alleine herum, sondern such einen
    Fachmann auf diesem Gebiet, oder einen guten Homöopathen auf. Man muß etwas davon verstehen um Mittel zu verschreiben. Am Anfang wird eine Untersuchung gemacht, dann eine Anamnese. Bei der Anamnese wirst Du von Deiner Kindheit weg bis ins jetzige Alter über alles mögliche befragt.Keine Angst das ist alles harmlos. Der Homöopath notiert sich alles und wertet es dann aus. Erst dann stellt er die Mittel zusammen die für Dich gut sind.
    Ich beschäftige mich schon viele Jahre mit diesen Dingen.
    Ich selber leide an cP unf Fibro. Mir hat es immer prima geholfen. Aber eines Tages eben nicht mehr. Jetzt spritze ich ENBREL 2mal die Woche nehme Cotison 15 mg tägl. und bei Bedarf Schmerzmittel.
    Wenn ich Angstzustände und Panik habe hat mir meine Homöopathin wieder was verschrieben, und das hilft gut.
    So ich hoffe ich konnte Dir ein bisserl helfen. Ich wünsche Dir alles Gute und laß den Kopf nicht hängen .Wenn es mir schlecht geht schiebe ich alles aufs Wetter hi hi .
    Alles Gute und wenig Schmerzen
    Christine ( Walo )
     
  4. eva59

    eva59 Neues Mitglied

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    Hallo Amarillis,

    ich bin bei einem wirklich guten Homöopathen in Behandlung. Der sagt mir, dass langfristig sehr wohl eine Chance besteht, die cP durch homöphatische Behandlung (und Änderungen in meinem Leben, für die ich zuständig bin) loszukriegen. Ich hoffe, dass er recht hat. Er hat mir aber nicht geraten, die Basismedis abzusetzen. Das ist aus der Sicht des Homöopathen auch nicht nötig, er behandelt wie es so schön heißt "den Menschen und nicht die Krankheit". Für mich ist es eine wertvolle Ergänzung, aber kein Ersatz der schulmedizinischen Therapie.
    lg
    Eva
     
  5. Elke

    Elke wünscht allen

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    Hallo Amarillis,

    ich bin mit 8 jahren an cP erkrankt, damals wurden mir nur injektionen unter die kniescheibe gegeben, diese waren sehr sehr schmerzhaft!

    ich habe immer probleme mit sämtlichen gelenken gehabt, dann nach
    meinem 16 geburtstag wurde mir wieder rutinemässig blut abgenommen,
    und da hieß es: herzlichen glückwunsch du hast kein rheuma mehr! du hattest
    glück es war nur das kindliche rheuma.

    das ich aber mit 9 j. fast erblindet bin und mit 10j. fast an einer Herzmuskel - entzündung gestorben wäre, interessierte auf einmal nicht mehr.

    die nierenprobleme die ich seit meinem 13lebensjahr habe wurden - zu wenigem - trinken untergeschoben.......................und und und

    dann mit 34 J. schwoll mein rechter mittelfinger an, von jetzt auf gleich, er schmerzte sehr stark, mein hausarzt schickte mich zum orthopäden, ihm sagte ich das ich als kind rheuma hatte, doch im blut war nix, also hieß es : nö rheuma ist das nicht.
    noch im gleichen jahr musste ich zur herzkatheter, dort stellte man bei einer weitern untersuchung = EPU fest, das ich an einem seltenen phänomen leide.

    ein jahr später also 1999 im november, war es so schlimm das erneut eine herzkatheter untersuchung durchgeführt werden musste, da ich an einer blutgerinnungserkrankung leide, hat sie diesesmal der Prof. selbst gemacht, und während der untersuchung löscherte er mich mit fragen über erkrankungen in meiner familie und bei mri selbst, auf einmal kam seine frage: hat bei ihnen jemand rheuma? ich antwortete: ja meine ur-oma, oma, mutter und ich als kind
    er schaute mich total verblüft an und sagte: das ist es!
    er überwies mich in ein Akut-Krankenhaus, der dortige Prof. sah mich gerade ein paar minuten und ich sagte ihm nur das ich mit 8j. cP hatte, mit 9j. fast erblindete und er sprach dann weiter: ja und mit 10j. hatten sie eine herzmuskelentzündung und nach der pubertät waren keine rheumafaktoren mehr im blut nachweisbar und somit glaubten die kollegen es bestünde kein handlungsbedarf mehr.
    ich schaute ihn an und fragte: sind sie jetzt meine arzt oder mein vater??

    ich hatte ca. von meinem 16j. bis zum 34j, kaum beschwerden, zumindest keine die ich nicht mit der harten körperlichen arbeit hätte erklären können, etliche sehnenscheiden entzündungen, LWS schmerzen, hexenschüsse, ständige brustbein-rippenkörper entzündungen die mit corti infiltrationen gelindert wurden.

    doch was in dieser zeit mit meinen Organen passierte, wurde NICHT beachtet, ab da hat sich das rheuma nämlich an mehreren organen ausgetobt und seit meinem 34 lebenjahr bombardiert es wieder zusätzlich meine gelenke.

    seit 1999 bin ich Marcumar pflichtig, und seit jan. 2000 nehme ich unter anderem MTX, ich habe auch immer wieder mit Homöopathie MIT behandeln lassen, doch leider hat die Homöopathie noch NIE alleine geholfen (habe ich ein jahr lang probiert, in der zeit bekam ich keine Medis mehr von meinem damaligen rheumadoc) doch selbst in dieser Zeit sagte kein Homöopath/in zu mir, das man durch Homöopathie die cP, PSA, Fibro irgendwann LOS kriegen würde, im gegenteil, sie riet mir auf jeden fall auch die schulmedizin zu nehmen, sie könne bestenfalls diese unterstützen (das ich z.b. evtl. ma weniger schmerzmedis oder/und entzündungshemmer nehmen kann) selbst sie als Homöopathin erklärte mir das gerade diese form des Rheumas welche ich habe, eine Autoimmunerkranung ist, wo sich das eigene Immunsystem gegen körpereigene zellen stemmt, sie als feinde sieht und angreift, warum dies so ist, wisse man heute noch nicht und daher kann sie mich "nur" unterstützend behandeln.

    nach allem was wir hier bei/von/durch rheuma-online und von unseren ärzten wissen, sind diese Rheumaformen leider NICHT heilbar!
    weder mit der schulmedizin, noch mit der Homöopathie oder der TCM, doch ich durfte die erfahrung in einer Naturheilkundlichen klinik machen, das wenn man alle richtungen zu einem behandlungskonzept zusammen nimmt (vorraus gesetzt alle verstehen was von ihrem fach) das man gute erfolge erzielen kann.

    Ich kann dir nur raten: sollte dir jemand, egal welcher medizinischen richtung er angehört, sagen: Ich kann Ihr rheuma heilen!
    bitte allerhöchste vorsicht walten zu lassen, und genau nach dem preis zu fragen. schwarze schafe gibt es leider überall, drum aufpassen.

    Leider habe ich noch NIE von eine Heilung bei rheuma gehört, wobei ich noch sagen möchte: ich kenne nicht alle formen, es sind über 400 und kann auch nicht sagen ob es darunter welche gibt die heilbar sind oder nicht, aber von denen die hier vertreten sind, gab es noch keine heilung, dafür aber schon mehrere Remisionen, doch leider auch wiederrum bei mehreren wo die Remision nach monaten oder jahren wieder vorrüber war/ist.

    Amarillis, du bist noch am anfang deiner behandlung so wie du schreibst, ich gehe davon aus, das du die diagnose dann auch noch nicht all zu lange hast?!
    Kannst du mit deinem rheumadoc gut reden?
    wenn ja, dann frage ihn was du Homöopathisch noch unterstützend machen kannst/darfst!
    was du bewegungstechnich noch machen kannst/sollst!
    Ergotherapie, Krankgymnastik......

    und gib den Medis noch etwas zeit, bei jedem ist es anders, bei dem einen schlägt es schnell an, der andere körper braucht bissel länger und dann gibt es auch noch die spätzünder.....

    gib dir die chance, halte durch und versuche einen guten homöopathen zu finden der sich auch mit rheuma auskennt und evtl. sogar bereit ist sich mit deinem doc in verbindung zu setzen, damit beide optimal für dich und mit dir arbeiten können.

    auf das dein rheuma dir dein leben noch lebenswert läst!!!!

    also toi toi toi und alles gute!!!
     
  6. Amarillis

    Amarillis Registrierter Benutzer

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    Rhuema und Homöpathie

    Hallo alle!

    vielen herzlichen Dank für eure Antworten und Ratschläge. Ich werde auf keinen Fall die "Schulmedizin" absetzen, aber Homöpathie als Ergänzung scheint ja doch in dem einen oder anderen Fall etwas zu bewirken. Na mal sehen, ob ich da einen guten Arzt finde. Ich habe meine Diagnose noch nicht allzulange und hoffe, dass irgendwann die berühmte Remission stattfindet, dass wäre ja schön....
    Was haltet ihr von TNF Alphablockern? Ich befürchte, dass man mich von MTX auf alphas umstellen will, aber ich möchte eigentlich dem MTX noch etwas Zeit geben, ich nehme es erst seit vier Wochen...Sicher habt ihr Erfahrungswerte, was die Blocker betrifft (und ihre Nebenwirkungen). Ist schon eine scheiss Krankheit (sorry für die drastischen Worte). Aber was nützt es, zu lamentieren, es ist nun einmal da...welcome...ich höre übrigens immer wieder, dass Rheuma das "Stiefkind" der Medizin ist, also nicht viel geforscht wird. Ist das so? Müssen wir eine Rheuma-Demo einberufen????
    Und noch eine Frage zum Schluss: Was ist eure Meinung - hat rheuma starke psychische Ursachen? Ich weiß, es ist eine heikle Frage, und sie ist auch etwas allgemein, weil man ja jede Krankheit auch, bzw. u.A. als psychisch bedingt bezeichnen könnte, ich hoffe, meine Frage wird nicht missverstanden und wünsche euch alles gute und einen schönen Tag trotz rheuma.
    Amarillis
     
  7. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    mtx entfaltet seine volle wirksamkeit erst nach ca. 3 monaten.
    ich würde dem medi auch nocht etwas zeit geben.

    tnf-alpha-blocker sind sehr gute medis.
    bei diesen medis ist es aber genau so wie bei allen anderen,- bei einem wirkt es super, der andere spricht überhaupt nicht darauf an.
    es bleib einem nichts anderes übrig, als es selbst auszutesten, ob es was bringt,- oder nicht.
     
  8. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo,

    auch ich habe mich entschieden, den Weg der Homöopathie unterstützend zu gehen. Ich habe fast alle Basismedis durch, es gibt nur noch eine Option oder Studienteilnahmen, deshalb denke ich, dass es vielleicht noch einen anderen Weg geben kann, der mir hilft.

    Ich würde dem MTX auch noch mehr Zeit geben, mindestens 3 Monate. Die TNF-alpha-Blocker kannst du erst bekommen, wenn du zwei anderen Basis-Medis (MTX und Arava zum Beispiel) nicht verträgst oder sie nicht ausreichend wirken. Die Nebenwirkungen sind nicht unbedingt stärker oder häufiger ausgeprägt als bei den anderen Basismedis, ich habe die TNF-alpha-Blocker ohne jegliche Nebenwirkungen vertragen, hatte aber mit MTX, Arava, Sulfasalazin deutliche Probleme. Du siehst also, dass jeder Körper unterschiedlich reagiert...

    Ich denke, dass ausnahmslos alle Krankheiten auch eine seelische und geistige Komponente haben, möchte aber nicht von Ursachen sprechen. Es gibt sicher nicht DIE Ursache für dein Rheuma, sondern es sind viele Faktoren, die es auslösen und jetzt aufrecht erhalten. Ich denke, dass es gut ist, sich auch mit der seelischen Seite der Krankheit auseinanderzusetzen. Vielleicht in Form einer Verhaltenstherapie. Aber auch da musst du sicher selbst sehen, ob das für dich eine hilfreiche Möglichkeit ist oder nicht. Nicht jeder hat die Kraft oder Lust, sich mit seinem eigenen Verhalten auseinander zu setzen.

    Wie auch immer: viel Erfolg auf deinem Wege mit "deinem" Rheuma!
    Britta
     
  9. negerkind

    negerkind Neues Mitglied

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    Hab selbst DAS probiert...

    [​IMG]

    Hat leider nicht geholfen. Und die kleinen Kerle haben wir leid getan. War ja ihre Henkersmahlzeit...

    Homöopathischen Mitteln gegenüber bin ich ansonsten recht kritisch eingestellt. Was aber bei mir schon sehr viel ausmacht ist mein Seelenzustand (Stress) sowie genau zu wissen, welche Nahrungsmittel und deren Zusätze bei mir einen Schub auslösen können. Ich kann z.B. Süßigkeiten oder Schweinefleisch in Mengen essen, ohne das etwas passiert. Dagegen kann ich nach Fisch, Joghurt oder E 620 - 625 am nächsten Tag nicht ohne 1500mg Ibuprofen zum Frühstück aus dem Haus.
    Zudem hoffe ich nicht mehr auf eine Remission, sondern arrangiere mich mit den Einschränkungen. Ich gehe oft schwimmen und fahre auch viel Fahrrad (kein Rennrad mehr, stattdessen ein "Rentnermodell"). Und auf die Tour klappts bis jetzt recht gut.

    Schöne Grüße,

    Chris
     
    #9 1. September 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. September 2008
  10. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    wie schon bei einem voherigen Text geschrieben, wäre ich sehr sehr vorsichtig bei einem Arzt oder Heilpraktiker der von Heilung bei Rheuma spricht. Der kann eigentlich nicht viel taugen, eher im Gegenteil, denn die rheumatischen Erkrankungen sind nun mal noch nicht heilbar. Man kann manchmal lange Stillstandszeiten erreichen. Ich glaube es war hier in diesem Forum, dass ich von jungen Leuten die als Kind Arthritis hatten gelesen habe, dass sie viele Jahre bis weit ins Erwachsenenalter Ruhe hatten bevor es wieder los ging. Unterstützend - damit man die Nebenwirkungen besser verträgt oder die Schmerz- und Entzündungshemmenden Mittel in ihrer Wirkung unterstützt werden - ist die Naturheilkunde sicher sehr gut. Übrigens, es gibt sogar Heilpraktiker, die Heilung rheumatischer Erkrankungen durch Stärkung des Immunsystems erreichen wollen; das muss man sich mal vorstellen.

    Also, bitte pass auf Dich auf und lasse Dir vor allem nichts aufschwatzen, schon gar nicht wenn es viel Geld kosten soll.

    Ganz liebe Grüße

    Gabi (bibi ro-lerin seit 2003)
     
  11. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo,
    nach langem Zögern möchte ich zu dem Thema auch meinen "Senf" dazugeben.
    Ich stehe nicht so sehr auf der Seite der Patienten, da ich selbst kein Rheuma habe (nur mein 17-Jähriger Sohn, der auf eigenen Wunsch ausschließlich homöopatisch behandelt wird, was bei ihm z. Zt. gut wirkt [schlägt innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche an, nicht erst nach 3-6 Monaten, wie oft beim MTX]]), sonden auf der Therapeuten-Seite.
    Ich bin selbst Heilpraktikerin, hatte 13 Jahre eine Praxis, die ich leider krankheitsbedingt - ich habe eine Ataxie - kürzlich schließen musste und in der ich ausschließlich klassische Homöopathie gemacht habe.
    @ Gabi: dein "Rheumaweg" in allen Ehren, aber hast du noch nie gehört, dass ein funktionsfähiges Immunsystem lebensnotwendig ist? Ich weiß natürlich, dass beim Rheuma das Immunsystem körpereigenes Material angreift, trotzdem unterdrücken Medis wie MTX, TNF-alpha-Blocker u.a. das ganze Immunsystem, nicht nur die überschießenden Teile (dazu ist man wohl leider nicht in der Lage).
    Übrigens: Homöopathie ist nicht gleich Naturheilkunde. Es ist sicher nicht sinnvoll, nur das Immunsystem unspezifisch zu stärken und damit Rheuma "heilen" zu wollen.
    Trotzdem, genau darin liegt auch der Grund, warum eine gleichzeitige Behandlung mit Schulmedizin und Homöopathie nur selten erfolgreich ist.
    Homöopathie und Schulmedizin lassen sich nicht so einfach parallel durchführen, weil jede von ganz unterschiedlichen Standpunkten aus handelt! Das wäre so, als wolle man Hund und Katze miteinander kreuzen.
    Aufs Rheuma bezogen, heißt das: schulmedizinisch wird absichtlich das Immunsystem unterdrückt und im Gegensatz dazu ist ein Nebeneffekt jeder homöopathischen Behandlung eine Stärkung des Immunsystems. Wird nun beides parallel gemacht, ist das homöopathische Mittel viel zu sehr damit beschäftigt, die Nebenwirkungen der schulmedizinischen Medis gering zu halten und kann sich kaum seiner eigentlichen Aufgabe, der Heilung des Rheumas, widmen.
    Apropos "Heilung des Rheumas" (was ja schulmedizinisch nicht geht): Ist es nicht völlig egal, ob man nun von "Heilung" spricht oder ob jemand jahrzehntelag in Remission ist? Es gibt noch eine Menge anderer Krankheiten, die schulmedizinisch nicht heilbar sind, z.B. Neurodermitis, von der alle meine vier Kinder betroffen waren. Natürlich bleiben sie ihr Leben lang Allergiker, aber ob mit Symptomen?
    Ich plädiere nun dafür, sich mit Rheuma in die Hände eines guten klassischen Homöopathen zu begeben (am besten ist es, wenn man schon vor Ausbruch des Rheumas derartig behandelt wurde) und bei einem guten Verhältnis zwischen Therapeut und Patient wird auch eine ausschließlich homöopathusche Behandlung erfolgreich sein! (Ja, ich lass mich dafür auch verantwortungslos schimpfen!)
    Wer diese Ansicht nicht teilt, kann es ja anders machen.
    LG, Sabine
     
  12. eva59

    eva59 Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich hoffe, dass die langgedienten User die Frage nicht allzu naiv finden:
    Wieso wird komplette Remission eigentlich nicht als Heilung bezeichnet?
    Ich hab bei den Infos hier nachgelesen. Dort stand:

    Eine komplette Remission bedeutet das Freisein von Symptomen und das Fehlen von Zeichen einer Krankheitsaktivität, z.B. bei Blutuntersuchungen.

    Wieso wird das eigentlich nicht als Heilung bezeichnet? Bei anderen Krankheiten würde man Heilung wohl so definieren.
    lg
    Eva
     
  13. Lilly

    Lilly offline

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    hallo eva,

    weil einer remission wieder ein krankheitsschub folgen kann...

    ich habe aber schon irgendwo gelesen, dass wenn die remission über 5 jahre anhält, auch von "heilung" gesprochen werden kann....

    nur, ich kenne leider keinen, der 5 jahre hindurch kompl. beschwerdefrei war (mit normalen blutwerten) :(...
     
  14. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich bin nun schon seit Sommer 2003 bei RO und auch schon etliche Jahre in der Rheuma-Liga. Durch die seltene Kombination an rheumatischen Erkrankungen bin bzw. war ich auch in einer sehr engmaschigen Kontrolle und habe viel, sehr viel gelernt über unser Immunsystem (drei Aufenthalte in der Immunologie). Nein, ich haeb nicht studiert, aber ich habe zugehört, gefragt und wieder zugehört, wieder gefragt und gelesen und nachgefragt ob ich alles richtig verstanden habe und eine Sache ist wirklich 100 %-ig sicher, rheumatische Erkrankungen kann man nur versuchen in den Griff zu bekommen, abzumildern oder gar zu stoppen in dem man das überschießende Immunsystem (das zellulogische) mit aller Kraft herunterfährt. Eine andere Möglichkeit gibt es bis heute nicht und selbst die teuersten und neuesten Medikamente tun nichts anderes als das. Solange das Immunsystem körpereigene Substanz, egal was für eine, als Feind an sieht und vernichten wil, kann ich es nicht auch noch unterstützen in seinem Tun in dem ich es stärke.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis drei Heilpraktiker und einen klassischen Mediziner der gleichzeitig auch Heilpraktiker ist und keiner von denen kommt auch nur ansatzweise auf die Idee zu behaupten, dass man mit Homöopathie und/oder anderen heilpraktischen Maßnahmen die klassische - im wahrsten Sinn in vielen Fällen lebensnotwendige - Therapie ersetzen könne oder gar rheumatische Erkrankungen heilen könne.

    Und, man kann die klassische Medizin sehr wohl heilpraktisch unterstützen und man erreicht sogar in nicht wenigen Fällen, dass Schmerzmittel reduziert werden können, Magenprobleme abgemildert werden und sehr oft auch Hautprobleme gebessert werden können. Auch die Stimmung, Laune, seelische Belastungsfähigkeit kann durch Heilpraktiker positiv beeinflusst werden.

    Zum Schluss noch: Ja, ich sehe es als verantwortungslos an (meine Bekannten übrigens auch) zu sagen, dass man RA, MB, PSA, Lupus und Konsorten nur mit Homöopathie in den Griff bekommen kann und keine klassische Therapie benötigt. Dies ist aber meine über die Jahre und viele Gespräche und viel Literatur gefasste Meinung zu der ich auch stehe und die sicher viele andere stärker Betroffene auch teilen, einige andere aber nicht und die werden im Lauf der Jahre dann schon die gleichen Erfahrungen machen, die ich und viele andere auch machen mussten.

    Durch Medikamente verursachte rheumatische Beschwerden, die keine rheumatische Erkrankung als Ursache haben, mögen vielleicht positiv reagieren, denn die resultieren ja nicht aus einer Autoimmunerkrankung.

    Liebe Grüße
    Gabi (ro-lerin seit 2003)
     
  15. Die Tänzerin

    Die Tänzerin Neues Mitglied

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    Homöopathie-auf jeden Fall!

    Hallo Ihr Lieben!

    habe die verschiedenen Beiträge mit großem Interesse gelesen.
    Ich habe CP, vor etwas über einem Jahr diagnostiziert.
    Momentan nehme ich noch niedrig dosiert Cortison, ansonsten nichts weiter. manchmal eine Schmerztablette.
    Habe mich mit verschiedenen naturheilkundlichen Verfahren auseinandergesetzt und mich auch behandeln lassen. Es ging kurzzeitig immer besser. Aber ich /man muß immer am Ball bleiben.
    Ich war lange in homöopathischer Behandlung und will mich jetzt auch wieder in solche begeben. Ich halte sehr viel davon.
    Ich denke jedoch auch, man sollte keine Scheuklappen haben und nicht nur eine Behandlungsform favorisieren. Das Cortison hat mir sehr geholfen und tut es noch. Aber Basis Medi will ich nicht auch noch, wenn es nicht unbedingt sein muß. Denn, wie auch schon geschrieben wurde, unterdrückt die Schulmedizin ja nur. Ich versuche schon, ein Stück weit an Heilung, eine Remission, insbesondere durch die Homöopathie zu erreichen und ich habe schon von Erfolgen gehört und gelesen. Trotzdem können beide Systeme, Naturheilkunde wie Schulmedizin, gut nebeneinander existieren und sollten sich sinnvoll ergänzen.
    Wichtig ist halt wirklich gute Information, gute Ärzte, die auch zusammenarbeiten wollen und können und dann ein Stück weit auch aufs Gefühl hören können, was selber gut für mich ist. Nur ich selbst kenne mich schließlich am besten. Und immer am Ball bleiben.
    Bei mir simd auch nun noch Nahrungsmittelunverträglickeiten festgestellt worden. Kann auch seine Teil dazu beitragen. Freue mich über Nachicht.

    Viele Grüße
    Claudia;););)
     
  16. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Gabi,
    deine Meinung in allen Ehren, aber ohne funktionierendes Immunsystem kommen wir nicht weit! Oder surfst du im Internet gänzlich ohne Virenschutz? Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis du dir einen bösen Virus eingefangen hast!
    Auch die Schulmedizin weiß um diese Problematik, dass das Immunsystem durch die Basismedis und Cortison massiv unterdrückt wird, sie sagt halt nur, dass es das kleinere Übel für sie sei, für sie ist die Immunsuppression eher akzeptabel als ein möglicherweise zerstörtes Gelenk. Für mich heißt das dagegen, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben.
    Versteh mich bitte richtig, ich sage nicht, dass die Homöopathie für jeden die Methode ist, um gesund zu werden. Aber es müssen sicher nicht 95%, wie heute üblich, mit solchen Hämmern wie z. B. MTX behandelt werden. 50% wären auch schon mehr als genug.
    Meine Tante, die 40 Jahre lang cP hatte und immr wieder mit Cortison behandelt wurde (der seelische Hintergrund, der das Rheuma ausgelöst hatte, wurde - wie damals noch üblicher als heute - nicht beachtet), ist schließlich an den Folgen des zerstörten Immunsystems gestorben: sie musste nämlich am Knie operiert werden, bekam eine Sepsis (Blutvergiftung), wo ihr wegen des kaputten Immunsystems kein Antibiotikum mehr helfen konnte; sie starb daran.
    Außerdem verwechselst du, Gabi, wie die Mehrzahl deiner Zeitgenossen, Heilpraktiker und Homöopathen. Homöopathie wird sowohl von Ärzten als auch Heilpraktikern betrieben. Und um eigentliche Homöopathie handelt es sich vorrangig bei der klassischen H., die meist als alleinige Methode betrieben wird. Sie ist nämlich derartig umfangreich (das Gleiche gilt auch für die klassische Akupunktur), dass man nicht noch x andere Methoden nebenher anbieten kann.
    Außerdem sind viele Rheumatiker schwierig zu behandeln; oft steckt eine seelische Problematik hinter der Krankheit und wenn man endlich ans "Eingemachte" rührt, wird es ihnen zu ungemütlich (man könnte ihnen ja womöglich helfen!) und sie gehen (wohlgemerkt: einige, nicht alle!).
    Genug für jetzt!
    LG, Sabine
     
  17. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Sabine,

    ich stimme dir in einigen Punkten zu: sicherlich unterdrücken wir mit Cortison und Basismedikamenten unser Immunsystem. Dies ist mir aber wirklich lieber, als später Gelenkersatz zu benötigen, auch wenn natürlich die erhöhte Infektanfälligkeit auch gefährlich werden kann, wie es bei deiner Tante leider der Fall war.

    Wichtig finde ich, wie du auch schon angemerkt hast, genau zu differenzieren, ob es ein Heilpraktiker oder Arzt ist, der klassische Homöopathie betreibt. Ich fühle mich bei einem Arzt, der klassische Homöopathie betreibt, sicherer als bei einem Heilpraktiker, da ich bei einem Arzt davon ausgehen kann, dass er bestimmtes Wissen über Erkrankungen und Medikamte kennt und vor allem auch die Grenzen der klassischen Homöopathie einschätzen kann. Das mag bei einzelnen Heilpraktikern auch der Fall sein, ist aber keine Sache, von der ich ausgehen kann.

    Zum Thema der Ursache der rheumatischen Erkrankungen: ich wehre mich vehement dagegen, dass es DIE Ursache gibt und dass die auch noch im seelischen Bereich liegt, so wie du es beschreibst. Ich bin davon überzeugt, dass jede Krankheit, ob akut oder chronisch, immer alle drei Bereiche des Menschen betrifft: Körper, Seele und Geist und dass es keine eindeutige Zuweisung zu einem der Aspekte gibt.
    Ich denke schon, dass der seelische Zustand die rheumatische Erkrankung mit beeinflusst, aber wenn meine seelischen Probleme die Ursache meiner rheumatoiden Erkrankung wären, dann müsste ich ja nur das Verhalten ändern, dass mich "krank macht", um "geheilt" zu werden, nicht wahr? Das ist meiner Meinung nach viel zu einfach gedacht.
    Ich denke, dass es gut ist, sich auch mit dem seelischen und geistigen Aspekt der Erkrankung (in meinem Fall der RA) zu befassen, ob dies nun mit einer Verhaltenstherapie oder über den Weg der klassischen Homöopathie erfolgt, denke ich ist zweitrangig.

    Liebe Grüße,
    Britta
     
  18. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

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    Hallo Britta,

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe die gleiche Ansicht bezüglich Ursachen einer Krankheit.

    Nur, leider ist das oft der Fall, dass viele Schulmediziner sich nur auf akute körperliche Probleme konzentrieren (wenn überhaupt), oder wenn sie nicht weiter wiessen einen Patienten einfach auf eine Psycho-Schiene abschieben, statt als eien Einheit (Körper Geist und Seele) zu betrachten und zu behandeln. Eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Speziallgebieten wie Rheumatologie, Dermatoligie und Psychotherapie wäre für Chronischkranken bestimmt von Vorteil.

    Gruß
    Judi
     
  19. schaller

    schaller Neues Mitglied

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    Remission

    Hallo Amarillis !
    Ich hatte nach großem ,körperlichen Stress plötzlich einen Rheumaausbruch.Beide Hände über Nacht steif und große Schmerzen.Nach 6 Wochen beim Rheumatologen.Vielleicht mein Glück.MTX Tabl.,Cortison etc. Wirkung schlecht,Schmerzen groß .Beim Rheuma Online den Tipp mit Spritzen MTX.Wirkung super,nach zwei Wochen fast schmerzfrei. Eineinhalb Jahre gespritzt und Cortison.AB Juni 2007 MTX ausgeschlichen ,5mg Corti beibehalten.Jetzt lebe ich völlig schmerzfrei.Remission ? Ich halte mich für geheilt.
    Herzliche Grüße von Karin
     
  20. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    bedauerlicherweise ist ein fortschreiten der radiologischen progression auch unter einer gefühlten remission möglich.

    gruss marie